Ruine Dobra und Schloss Wetzlas

[2019-11-19] Ausgangspunkt der Wanderung ist Franzen, ein kleiner Ort, ca. 20 km von Zwettl. Es hat 10 Grad Celsius und auf der Hochfläche ist es windig und kalt. Ich gehe den Sagenweg Nummer 50 den ich allerdings nur teilweise benütze.
Beim Denkmal vom heiligen Sebastian, zweige ich vom Sagenweg ab und gehe auf der Straße direkt nach Wetzlas und Schloss Wetzlas. 1720 bis 1725 baute Freiherr Ignaz Philipp von Ehrmanns den Meierhof Wetzlas zu einem Schloss aus. 1725 beginnt der Umzug von der Burg Dobra nach Wetzlas und der Verfall der Burg.
Das Steinmaterial wurde unter anderem für die Erweiterung der Kirche von Franzen verwendet.
Eine riesige Ulme mit einem Stammdurchmesser von ca 3 m steht bei der ehemaligen Meierei und ist sicher älter als das Schloss
Die Steinmauern schützten einst einen großen Teil des Schlosses. Ein weiterer Weg führt zur Ruine Dobra und Kampsee. Der Name Dobra ist südslawischen Ursprungs und bedeutet Wald. Die Burg Dobra wurde im 12. Jahrhundert erbaut und war 130 Jahre unter der Herrschaft der Kuenringer, dann wechselten über zwei Jahrhunderte einige Besitzer. Im Jahre 1645 belagerten die Schweden die Burg, konnten sie aber nicht einnehmen. Seit 1996 hat der Verein "Pölla Aktiv" die Ruine gepachtet und für die Öffentlichkeit saniert.
Beim Rückweg Blick durch die Bäume auf die Dobrasperre und letzter Rückblick auf die Ruine Dobra. Einzige Markierung die 620 des Fernweges. Vorbei an den Ferienhäusern oberhalb des Zeltlagers, dann Aufstieg über die Uferböschung die 120 Höhenmeter zur Hochfläche ohne Markierung.
Nach genau 3 Stunden und 8 km bin ich wieder in Franzen. Heimfahrt über Zwettl nach Ottenschlag.
