Das Bundeministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat das erste Gebotsverfahren des Förderprogramms Klimaschutzverträge gestartet. Unternehmen der energieintensiven Industrie, die erfolgreich am vorbereitenden Verfahren im Sommer 2023 teilgenommen haben, können sich innerhalb der nächsten vier Monaten um eine 15-jährige Förderung ihrer großen Transformationsprojekte bewerben.
Mit dem Programm sollen insgesamt Emissionen in Höhe von rund 350 Millionen Tonnen CO₂ über die Laufzeit des Förderprogramms bis 2045 vermieden werden. Moderne, klimafreundliche Produktionsverfahren in den energieintensiven Industriebranchen, zum Beispiel in der Papier-, Glas-, Stahl- und Chemieindustrie sollen dies bewirken. Das Fördervolumen beläuft sich auf insgesamt vier Milliarden Euro.
„Heute ist ein guter Tag für den Industriestandort Deutschland, den Klimaschutz und nachhaltige Arbeitsplätze in unserem Land“, sagt dazu Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck. Mit den Klimaschutzverträgen würden erstens moderne, klimafreundliche Industrieanlagen von morgen gefördert werden und dadurch neue Technologien, Wertschöpfungsketten und Infrastrukturen entstehen. Dies wiederum würde zweitens der Industrie weltweit dabei helfen „auf klimafreundliche Produktion umzuschalten. Und drittens setzen wir mit den Klimaschutzverträgen international neue Standards für eine effiziente und bürokratiearme Förderung.“
Die Transformation in den Unternehmen würde so gesichert, ebenso Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit, sowie das Klima geschützt: „Allein die geförderten Anlagen aus der ersten Gebotsrunde werden mehrere Millionen Tonnen CO₂ einsparen.“
Deutschland ist der erste EU-Mitgliedstaat, der eine Förderung durch Klimaschutzverträge anbietet. Die Europäische Kommission habe „das neue und innovative Förderinstrument“ erfolgreich genehmigt.
Folgende Unternehmensvertreter werden Klimaschutzverträge empfangen:
- BASF SE, Dr. Uwe Liebelt, Präsident Europäische Verbundstandorte - H&R Chemisch-Pharmazeutische Spezialitäten GmbH, Detlev Wösten, Geschäftsführer - tesa Werk Hamburg GmbH, Thomas Erfurth, Leiter Energy Transition - DREWSEN SPEZIALPAPIERE GmbH & Co.KG, Dr. Matthias Rauhut, Geschäftsführer - Kimberly-Clark GmbH, Joachim Gutschmidt, Geschäftsführer - Papierfabrik Adolf Jass GmbH & Co.KG, Dr. Marietta Jass-Teichmann, Geschäftsführende Gesellschafterin - Schumacher Packaging GmbH, Hendrik Schumacher, CEO - Nordenham Metall GmbH, Thomas Hüser, CEO - Schmiedewerke Gröditz GmbH, Stefan Zickuhr, Geschäftsführer - Saint-Gobain Glass Deutschland GmbH, Pascal Decker, Vorsitzender der Geschäftsführung - Saint-Gobain ISOVER G+H AG, Cordula Gudduschat, Vorsitzende des Vorstands - Wienerberger GmbH, Jörg Boldt, Geschäftsführung - Ziegel- und Klinkerwerke Janinhoff GmbH & Co. KG, Ute Janinhoff-Foyer & Hubertus Foyer, Geschäftsführerin und Geschäftsführer - Südzucker AG, Hans-Peter Gai, Mitglied des Vorstands
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Wir sind bei der Glas-Keramik- und Baustoffindustrie angekommen und beginnen mit Pascal Decker.
Er ist Geschäftsführer der Saint-Gobain Glas Deutschland GmbH.
Hallo Herr Decker.
Herr Decker, würde ich Ihnen zu nahe treten, wenn ich sage, Ihr Geschäftsmodell ist Altglas zu verkaufen?
Wir haben letztes Mal darüber diskutiert. Ich würde das Wort Altglas nicht benutzen, aber Recycleglas.
Glas ist ein nachhaltiges Material und das Recycling-Zyklus kann sich ohne Qualitätsverlust unverändert wiederholen.
Deswegen ist Glas nicht alt.
Ich war ganz verblüfft, als wir sprachen. Ich wusste nicht, dass das auch ein Fensterglas ist.
Sie machen große Glaspaneele, aus denen man diese herrlichen Fenster machen kann.
Genau. Fenster, Fassade.
Da ist auch Altglas drin?
Recycleglas.
Glas hat mehrere Leben und das ist absolut wichtig.
Ja, das stimmt. Das formt das Denken. Sprache, Sprache, Denken.
Ich werde es umstellen.
Sie wollen den Anteil erhöhen?
Wir haben schon einen sehr großen Anteil, aber wir wollen weitermachen.
Deswegen ist es absolut wichtig und ein Appell an alle.
Im Moment machen wir das in Hullglas sehr gut, aber nicht in Flachglas.
Nicht für die Industrie von Fenster und Fassade.
Da kann man besser sein.
Muss man für das Recycling von Glas Fensterglas recyceln oder kann man Sektflaschen zu Fensterglas machen?
Nach der Taxonomie wäre es besser, wenn wir einen echten Loop machen, Fensterglas zu benutzen.
Man kann Hullglas, aber es ist deutlich besser Flachglas, Fensterglas und Fassadeglas.
Das Recycling von Fensterglas, wie stelle ich mir das vor?
Flaschen, also Weinflaschen, Saftflaschen usw. Das wissen wir alle, wie es geht.
Fensterglas wird wie recycelt?
Wir müssen die Rahmen von Fenster und Glas separieren.
Dann werden wir das auch zerkleinern.
Es gibt auch Kunststoff im Fenster und das müssen wir trennen.
Dann können wir das Glas wiederverwenden in unserer Wanne.
Das machen Sie im Unternehmen schon?
Das machen wir mit Partnern, aber das ist auch ein Teil des Projekts.
Wir können das auch selbst machen.
Ich möchte mich herzlich bedanken bei euch, Herr Habeck.
Wir sind super stolz, Pionier zu sein in diesem Projekt.
Ich stehe auf der Bühne, aber ich bin nicht allein.
Ich möchte mich auch herzlich bedanken.
Meine Mannschaft hier hat sehr viel Leistung gebracht.
Sankt-Gobain-Glas-Deutschland, aber auch das Forschungs- und Entwicklungszentrum von Herzogerath.
Vielen Dank an alle Leute.
Merci à vous.
Wir bleiben bei Glas.
Wir bleiben bei Sankt-Gobain.
Wir bleiben auch bei Recycling-Glas.
Doch ist alles anders mit Cordula Guduschat.
Sie ist Vorstandsvorsitzende der Sankt-Gobain-ISOWEA G und H AG.
Liebe Frau Guduschat, jetzt hatten wir gerade Pascal Decker gehört.
Der hat eigentlich schon alles erzählt.
Eigentlich hat er alles erzählt und es war klar, recyceltes Glas verkauft er.
Sie setzen noch eins drauf.
Sie verkaufen Ihren Kunden letztlich verpackte Luft.
So kann man das auch sehen.
Genau, in unserer Glaswolle in der Tat ist verpackte Luft und die dämmt dann sozusagen.
Aber was viele gar nicht wissen, ist, dass Glaswolle an sich schon ein sehr nachhaltiges Produkt ist.
Erstmal können wir das unendlich recyceln.
Wir haben eben über 20 Mal bei Papier geredet.
Bei Glaswolle würde ich sagen, Glasfasern kann man unendlich recyceln.
Und die Glaswolle ist natürlich auch total nachhaltig, weil man damit Häuser dämmt.
Und wenn man dämmt, dann braucht man unter Umständen eine kleinere Heizung zum Beispiel, eine kleinere Werbepumpe.
Man kann auch Energie sparen, Heizkosten sparen, CO2 sparen durch diese Glaswolle.
Und wir verwenden 80 Prozent, ich darf nicht mehr Altglas sagen, Pascal.
Wir verwenden bis zu 80 Prozent recyceltes Glas, wenn der Kollege mir von gerade was übrig lässt.
Aber können Sie Abfallprodukte noch, es gibt ja keinen Abfall.
Genau, es gibt keinen Abfall.
Können wir alles verwenden.
Danke.
Vielen Dank.
An dieser Stelle, vielleicht gibt es unter Ihnen Menschen, die mitzählen.
Fünfzehn.
Und an dieser Stelle hätten wir jetzt gerne den zwölften Vertragspartner begrüßen.
Das ist die Knauf Insulation oder Insulation, ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht.
Die produziert auch Dämmstoffe, ein bisschen ähnlich.
Und der Vertrag steht, aber die Geschäftsführung steht leider nicht auf der Bühne.
Wir schicken Grüße aus Berlin.
Und dann geht es weiter.
Wir freuen uns umso mehr, dass der 13. Vertragspartner da ist.
Und das ist die Wiener Berger GmbH.
Und ich darf den zweiten Geschäftsführer Jörg Beuth zu uns bitten.
Herr Beuth, hallo.
Wahrscheinlich haben Sie das irgendwie gefühlt, Sie beide.
Aber hier stehen ja gleich zwei Flensburger und damit mindestens zwei,
die wissen, was sich hinter Vormauerproduktion verbirgt.
Ich gestehe, ich wusste es nicht.
Ja, in der Tat.
Er weiß es besser.
Ob er es besser weiß, weiß ich nicht.
Nein, wir als Ziegler verarbeiten den ältesten Rohstoff der Welt, Ton.
Und wir ertüchtigen mit dieser Maßnahme eines unserer Vormauerwerke,
stellen Klinkerprodukte her, Vormauer, Fassadenziegel,
die insbesondere im norddeutschen Raum doch sehr präsent sind.
Von daher kennen wir beide das relativ gut.
Es gibt an der Flensburger Förde, wenn man von Flensburg aus nach Osten geht,
einen Abschnitt, wo eine alte Ziegelei stand.
Das war tatsächlich damals so, dass da sehr viel Ton genommen wurde
und dort gebrannt wurde.
Und die Steine sind jetzt alle durch das Meer rundgespült.
Also man geht über einen steinigen Strand, aber der ist ein rundgespülter Klinker,
so auf 500 Metern Abschnitt.
Das ist echt eine wilde Wanderung, wenn man dahin geht.
Und ich darf Ihnen dabei sagen, das sind die Egernsunderziegel.
Sehen Sie teilweise noch eingedruckt auf den Ziegeln?
Die gehören zu unserem Konzern.
Nein, toll.
Man könnte die recyceln.
Und die sind auch nicht mehr nur rot.
Ich denke, Münsterland ist auch ein bisschen rot.
Aber Sie haben verschiedene Farben.
Wir haben verschiedenste Farben.
Natürlich die Rottöne, das ist der Grundstoff des Tons.
Aber heutzutage können Sie dunkel, Sie können hell, es ist alles möglich.
Oder vieles ist möglich.
Ist Ihr Haus, Herr Habeck, vielleicht grün verklinkert?
Nein, das ist auch kein Klinkerhaus, sondern das ist ein altes Haus,
das irgendjemand aus Beton zusammengesetzt hat, nehme ich an.
Böse, böse.
Wir sprechen jetzt aber an dieser Stelle auch nicht über mögliche Farbkombinationen.
Rote Klinker, schwarze Klinker, grüne Klinker.
Nein, wir freuen uns einfach, dass Sie hier sind.
Eine Sache noch, wir haben ja schon viel gehört,
und das fand ich tatsächlich in der Vorbereitung sehr schön zu hören,
also wie viel Kreislaufwirtschaft ist
und wie viel Nachhaltiges Sie produzieren mit der Industrie.
Und das ist ein Produkt, das hält auch quasi ewig.
Das Produkt hält ewig.
Es kann auch recycelt werden.
Alte Klinkersteine werden regelmäßig unserer Produktion wieder zugeführt,
die werden zerkleinert.
Von daher, der ständige Kreislauf ist immer gegeben.
Ja, okay, vielen Dank, Herr Wold.
Dankeschön.
Und dann darf ich für die Ziegel- und Klinkerwerke Janinhoff GmbH und Co. KG
den Geschäftsführer Hubertus Foyer nach vorne bitten.
Sie können mit so vielen Menschen kommen, wie Sie mögen.
Das ist ein Familienbetrieb, wie schön.
Sehr schön.
Kommen Sie bitte auf die Bühne.
Wie schön, dass Sie beide da sind.
So machen wir es.
Und ich darf sagen, Sie sind ja auch Mitinhaberin.
Das ist Ute Janinhoff und Hubertus Janinhoff Foyer.
Schön, dass Sie beide da sind.
Das ist Ute Janinhoff und Hubertus Janinhoff Foyer.
Wir geben Sie das Mikrofon.
Wir schauen, was er sagt.
Und dann sagen Sie es richtig.
Die beste aller Ehefrauen.
Das ist ein Familienbetrieb, das ist schön.
Ich glaube, die nächste Generation steht schon in den Startlöchern.
Ja, so ist es.
Also ehrlich gesagt, wir fühlen uns heute eher als Start-up-Unternehmen.
Also zwar schon nahezu 120 Jahre alt am Standort Münster, produzieren wir Ziegel.
Und jetzt demnächst in der vierten Generation, die haben schon die Tür eingetreten sozusagen.
Wir sind zwar noch keine Auslaufmodelle, also insofern bleiben wir der Industrie noch eine Weile erhalten.
Und auch, man spricht ja nur von Berufskollegen, auch Wienerberger als Berufskollegen sozusagen im Wettbewerb erhalten.
Insofern freuen wir uns, dass wir jedenfalls mit dieser Finanzierung und mit dieser Fördersumme
jedenfalls auch in die nächste Generation starten können und uns aufmachen können.
Super Teil, wirklich.
Wer Ihre Produkte sieht, der kann zum Beispiel überlegen,
will er sich die in Moskau angucken oder in Berlin?
Da haben Sie zwei tolle Beispiele.
Die deutsche Botschaft in Moskau haben wir vor genau 40 Jahren geliefert.
Auftraggeber war die Bundesbaudirektion Berlin.
Und dann liefert man deutsche Steine nach Moskau?
Ja, für die deutsche Botschaft.
Naja, die haben ja auch Steine in Russland wahrscheinlich.
Na, aber nicht so schöne wie hier.
Touché, nimm das, Putin.
Wir liefern nach Amerika auch.
Also mittlerweile ist unser Schwiegersohn Engländer und der generiert sehr viele Aufträge ins Ausland.
Aber in Berlin sind wir gut vertreten.
Ich freue mich, es wurde so viel über Produkte geredet, die man nicht ganz so fort wahrnimmt.
Aber der neue Sprayspeicher, die Schlange kennen Sie vielleicht.
Ja, klar.
Das sind alles unsere Steine.
Ist das nicht schön?
Super, ja, sehr schön ist das.
Ganz wunderbar.
Geht man auch ganz anders durch Berlin, wenn man jedes dritte Haus sagt, das sind unsere Steine.
Ja, das ist schön.
Ein nachhaltigeres Produkt gibt es auch nicht, ehrlich gesagt, als Fassadenbaustoff.
Muss man an der Stelle auch nochmal sagen.
Ja, danke.
Da kann ich kurz noch einspringen, um das zu unterstützen.
Wir haben ja quasi die Schwesterveranstaltung nebenan, dort die Energieforschungstagung.
Auch dort bauen, groß im Zentrum.
Und wir haben uns jetzt ja anderthalb Jahre lang darüber unterhalten, wie wir heizen.
Jetzt steht da im Zentrum, wie wir bauen.
Sie haben völlig recht, wenn man über Klimaneutralität redet, ist die Dauer der Gebäudehaltbarkeit
eigentlich der entscheidende Faktor da drin.
Wenn wir nach 40 Jahren alle Häuser wieder abreißen, weil sie nichts mehr taugen.
Meine Schule ist ein Ding gewesen, wird nicht abgerissen, aber im Grunde komplett saniert.
Dann haben wir sehr viel Energie für die Rohstoffe aufgewandt, die dann schnell wieder
ersetzt werden muss.
Und wenn das wirklich dauerhafte Produkte sind wie Ihre, dann haben Sie schon in der
Sache eine große Nachhaltigkeit drin.
Okay, dankeschön.
Herr Feuillet, Frau Janine Feuillet, vielen Dank.
Dankeschön, danke.
Danke und alles Gute.
Die 15 Verträge komplett macht jetzt die Südzucker AG und ich freue mich, dass das
Vorstandsmitglied Hans-Peter Gey auf die Bühne stürmt.
Hallo.
Herr Gey, schön, dass Sie da sind.
Grüße.
Bisschen noch.
Wir hätten doch Tesa nehmen sollen.
Rübe hinlegen.
Genau.
Jetzt haben Sie schon ein bisschen gespoilert.
Herr Gey, wir haben Sie ja auch im Film gesehen.
Da war diese schöne Einstellung mit dem Fließband, das die Rüben vermutlich zu Ihnen transportierte
nach Zeitz.
Über zwei Millionen Tonnen Rüben im Jahr, die in Zeitz verarbeitet werden.
Das ist schon eine große Menge.
Und das ist ein Agrarstoff, Rohstoff natürlich.
Und ich nehme an, dann haben Sie auch einen besonderen Blick auf das Ziel, das ja hinter
all Ihren Anstrengungen auch liegt, nämlich Transformation.
Ja, absolut.
Wir sind als Südzucker schon seit über 100 Jahren ein Verarbeiter und Veredler von Agrarrohstoffen.
Zuckerrübe, wie der Name des Unternehmens natürlich suggeriert, aber auch Weizen, Mais,
Kartoffeln, Früchte, Proteinpflanzen.
Und ja, das wollen wir auch in den nächsten 100 Jahren natürlich noch sein.
Und dazu zählt ganz wichtig für uns, wachsen können wir nur in einem Umfeld, was lebenswert
ist, was ein gesundes Umwelt mit sich bringt, wo wir am Ende die richtige Balance finden
dann auch zwischen den Menschen und dem Unternehmen.
Und deswegen ist für uns die Herausforderung Klimaschutz ganz groß.
Und die zweite große Herausforderung Digitalisierung.
Und bei einer dieser Herausforderungen hilft es natürlich immens jetzt mit dem Klimaschutzvertrag,
dass wir wirklich in die klimaneutrale Zuckerproduktion am Standort Zeitz investieren können.
Okay.
Und der Standort Zeitz, Sie haben es erwähnt, das ist ein sehr traditionsreicher Standort,
150 Jahre.
Und da ist natürlich auch total viel passiert.
Die Anfänge weiß ich nicht, aber irgendwann war es dann VEB, Zuckerfabrik, Fortschritt.
Aber Fortschritt ist tatsächlich nach wie vor Programm.
Fortschritt ist auch in einer althergebrachten traditionellen Industrie wie der Zuckerindustrie
immer vorhanden.
Und jetzt anfangen mit den Wärmepunkten, die wir einbauen werden, auch innovative Konzepte
in der Prozessführung.
Also auch eine traditionelle Industrie kann und muss sich immer wieder weiterentwickeln
und transformieren.
Und das ist unser Ziel.
Super.
Okay.
Dankeschön.
Aber einen muss ich noch loswerden zum Schluss.
Ja, das glaube ich.
Ich ahne es.
Herr Minister, wir laufen ja bei Gips und andere.
Und wir sind die anderen.
In der Sparte für die Klimaschutzverträge.
Also vielleicht wäre es schön für die nächste Runde im zweiten Geburtsverfahren, auch da
haben wir uns wieder mit drei Projekten beteiligt.
Wenn zumindest die Lebensmittelindustrie namentlich auch einen Platz finden würde.
Ich gucke mal, die lachenden Leute aus den Abteilungen an, haben Sie alle gehört, oder?
Da hinten wird genickt.
Das ist, glaube ich, keine formale Zusage, aber ein wohlwollendes Aufnehmen.
Wir versprechen dafür, dass wir auch die Konzepte einreichen und zum Vertrag tragen.
Um es mal kurz zu erläutern, wir haben diese Klimaschutzverträge so designt und das hat
auch eine gewisse bremsende Wirkung, dass wir verschiedene Sparten gemacht haben.
Das sehen Sie ja hier.
Papier oder die Ziegel und so weiter und so fort.
Und das sollte dazu führen, dass wir, das ist ja ein wettbewerbliches Verfahren, dass
wir möglichst alle Sektoren mit bedienen.
Aber natürlich kann man es beliebig breit auffächern oder dann irgendwie pauschal matchen.
Und das ist ein Beispiel dafür, wo wir lernen.
Wir wollen ja die Breite der Industrie erwischen.
Wenn es aber dazu führt, dass wir es zu kompliziert machen, dann müssen wir es pauschaler machen.
Wenn es, wie Sie jetzt sagen, so ist, dass wir es noch genauer unterscheiden müssen,
ohne es zu sehr zu verkomplizieren, dann können wir es noch mal genauer unterscheiden.
Aber der Gedanke ist, nicht nur einen Sektor zu dekarbonisieren,
sondern möglichst alle zu erwischen.
Insofern danke für den Hinweis, dass Sie nicht unter Gips und anderen gefasst werden wollen.
Zumindest nicht unter anderen.
Nicht, dass wir, das ist ja hier ein häufig oraler Test, was wir machen.
Nicht, dass wir Gips in den Mund nehmen auf einmal und denken,
der Kaffee schmeckt aber irgendwie heute etwas.
Danke, Herr Geil.
Sie nehmen viel mehr mit als diesen Karton.
Sie haben auch einen wichtigen Impuls gegeben für die dritte Runde dann offenbar.
Zweite erstmal.
Dann kann man das da noch ändern.
Danke, Herr Geil.
Ja, Herr Minister, jetzt sind wir schon durch mit dem 15-Vertrag.
Das ist ja immer so eine Sache.
Da ist viel Schönes drin.
Pakta, Sunds, Erwander.
Von beiden Seiten.
Wie geht es Ihnen jetzt, wo Sie die 14 kennengelernt haben?
Mir ging es schon so, als ich den Film gesehen habe,
dass ich dachte, wie super, dass wir ein bisschen Zeit uns nehmen,
es konkret zu machen.
Und es sind ja die ein oder anderen Menschen da, die darüber berichten.
Häufig leidet ja Politik darunter, dass wir so abstrakt sind.
Klimaschutzverträge, dann werden irgendwelche Zahlen genannt.
17 Millionen Tonnen, ist das nun viel?
Ist das wenig?
Die energieintensive Industrie ist auch irgendwie erstmal ein großer Begriff.
Und auf einmal sieht man Rüben auf dem Fließband,
Tonziegel, die geschnitten werden.
Und versteht, was eigentlich ihr Alltag ist.
Jedenfalls hat ein Eindruck davon.
Und versteht auch, was sich hinter diesen ganzen Projekten
der politischen Arbeit und Ihrer Arbeit dann verwirkt.
Denn dahinter stehen ja, haben wir gehört, Familientraditionen,
die nächste Generation, Standorte, die sich darüber definiert haben,
Menschen, die dort arbeiten, Ketten, die darauf aufgebaut sind.
Ich meine, das Glas steht ja nicht da, damit wir Glas haben,
sondern das taucht dann wieder in unseren Gebäuden auf.
Wir brauchen es für die Sanierung von Gebäuden usw.
Also, dass Wirtschaft nicht die Zahlen in Unternehmensbilanzen sind,
sondern im Grunde die Substanz dieser Gesellschaft.
Das hat dieser Tag, glaube ich, ganz schön gezeigt.
Und deswegen, wie geht es mir?
Ich finde, das ist ein Tag, der wie so eine Art Anschubfinanzierung ist.
Jetzt sehen wir, dass es bei 15 geht.
Machen wir mal einen Null dran und dann machen wir zwei Nullen dran
und dann haben wir auch wieder einen ganz anderen Fahrtwind in Deutschland.
Dankeschön.
Wären wir wirklich auf dem Standesamt, würde da jetzt jemand stehen
und Konfetti werfen oder Reis oder so.
Aber auch so ist das eine fruchtbare Angelegenheit, glaube ich.
Ganz herzlichen Dank, Herr Minister.
Dankeschön.
Habe ich was falsch gemacht?
Viele Leser berichten, dass sie die Zeitung der Epoch Times sehr schätzen.
Die ruhige und unaufgeregte Berichterstattung
wird immer wieder als wohltuend erlebt.
Ebenso, dass ohne parteipolitische Färbung
über das Wesentliche informiert wird.
Wir laden auch Sie dazu ein,
einen größeren Überblick zu erhalten,
ohne einer politischen Agenda zu unterliegen.
Lehnen Sie sich zurück.
Erleben Sie Journalismus wie in guten alten Zeiten
und lesen Sie jetzt den Unterschied.
Die Medizin hat sich davon wegentwickelt,
uns einfach nur gesund zu machen.
Besser als gesund zu machen.
Größer, schneller, stärker, intelligenter
den Menschen im gewissen Sinne zum Übermenschen macht.
Die großen Produkte des 21. Jahrhunderts
werden Körper und Geist sein.
Nehmen wir die Genomeditierung als Beispiel.
Es sind Sie, wer verändert wird.
Diese neue Geneditierungstechnologie, bekannt als CRISPR,
ist für die Genetik und die Gentechnologie,
was die Atombombe für die Physik war.
Es ist, als würde man operieren, mit einer Axt.
Wir verwenden genetisch veränderte Organismen
und wir injizieren sie in die Arme kleiner Kinder.
Wir spritzen sie einfach direkt in die Vene.
Es ist aus gutem Grund experimentell.
Wenn Sie eine Laborrate sein wollen,
dann machen Sie das.
Ich war es.
Es ist nicht für Sie.
Gar nicht.
Es ist nicht zum Wohle der Menschheit da.
Das war nicht der Hauptzweck der Sozialen Medien.
Wir können nicht einfach unseren Platz
als Mensch in dieser Welt verleugnen.
Dass die Menschen, die die Götter vernichten wollen,
enorme Macht erhalten.
Und diese Leute streben nach enormer Macht.
Ich glaube, dass wir uns auf dem Weg zur Weiterentwicklung
von Homo Sapiens zu Göttern befinden.
Deshalb denke ich, dass es der größte Betrug aller Zeiten ist.
Es ist der größte Betrug aller Zeiten
Ich lese sehr gerne die Epoch Times schon seit Jahren,
weil ich mich da ausgesprochen gut unterrichtet fühle.
Die Ausgewogenheit in der Epoch Times
ist sehr bemerkenswert.
An der Epoch Times schätze ich,
dass sie eine frische Perspektive auf die Dinge gibt.
Aber zugleich auch werteorientiert
und traditionsbewusst im Sinne von professionellem,
nüchternem, neutralem, wahrheitsorientiertem
Journalismus ist.
An der Epoch Times imponiert mir,
dass da insgesamt recht zahm aufgetreten wird
und nur die Informationen gebracht werden
und nicht gleich auf irgendjemanden drauf umgehakt wird.
Ich kann bei der Epoch Times keinen Haltungsjournalismus feststellen.
So konnte ich bisher noch nicht.
Das ist sehr angenehm für mich,
dass ich da eine unabhängige Zeitung vor mir habe.
Mir ist die Situation sehr bewusst,
dass die Droge mich in der Hand hat.
Durch diese Dauerkifferei
ist mein ganzes Leben zusammengebrochen.
Man denkt, man hat alles im Griff
und irgendwann merkt man, ohne geht es nicht mehr.
Ich hätte mir nie träumen lassen,
dass das Nicht-Kiffen das Problem ist.
Aber es ist wahnsinnig schwierig.
Wenn ich jetzt noch 30 Euro in Portemonnaie habe
und ich muss noch mit 3 Tagen klarkommen,
dann hole ich mir nichts zu essen für die 2-3 Tage.
Weil das einfach wichtiger ist.
Du kannst dir schnell eine Psychose reinrauchen.
Die dahinten unterhalten sich über ein Fußballspiel.
Aber du denkst, die unterhalten sich über dich.
Viele meiner Kollegen sind in der Klapse gelandet.
Alter, es geht einfach nicht mehr.
Du kannst nicht von morgens bis abends den Arsch dichtziehen.
Das waren gut gemeinte Worte an mich selbst.
Aber ich kiffe noch immer von morgens bis abends.
Viele Leser berichten,
dass sie die Zeitung der Epoch Times sehr schätzen.
Die ruhige und unaufgeregte Berichterstattung
wird immer wieder als wohltuend erlebt.
Ebenso, dass ohne parteipolitische Färbung
über das Wesentliche informiert wird.
Wir laden auch Sie dazu ein,
einen größeren Überblick zu erhalten,
ohne einer politischen Agenda zu unterliegen.
Lehnen Sie sich zurück.
Erleben Sie Journalismus wie in guten alten Zeiten.
Und lesen Sie jetzt den Unterschied.
Herzlich willkommen zur Presse-Statement
mit Minister Habeck zur 1. Runde der Klimaschutzverträge.
Die Verträge wurden heute den 5. Unternehmen übergeben.
Sie konnten das auch mitverfolgen.
Wir haben relativ knapp Zeit für das Presse-Statement.
Der Minister wird kurz etwas sagen.
Vielen Dank.
Die Klimaschutzverträge sind ein neues Förderinstrument,
das das Wirtschaftsministerium entwickelt hat.
Diese Klimaschutzverträge funktionieren so,
dass die Unternehmen für ihre Technik,
die sie selber wählen,
das Unternehmen nicht übernehmen können.
Wir sind technologieoffen.
Wir haben über 15 Jahre eine Zusage bekommen,
dass die Differenz zum Ausgleich der fossilen Kosten erstattet wird.
Insofern gibt es da einen gewissen Horizont der Ungewissheit.
Keiner weiß,
wie hoch die Strompreise oder die CO2-Preise in 15 Jahren sind.
Die Unternehmen wissen,
dass diese Differenz nicht zu ihrem Nachteil sein wird.
Dieses Instrument ist neu in ganz Europa. Wir sind Pionier. Die erste Runde ist abgeschlossen.
Sie ist erfolgreich gelaufen. Sehr viele mittelständische Unternehmen haben sich
beworben und darauf haben wir einen besonderen Wert gelegt, dass dieses Instrument jetzt
wirklich für den produzierenden Mittelstand geeignet ist und offen steht. Das Interesse
an der nächsten Runde, die jetzt quasi startet, ist umso größer. Dort haben wir oder wissen wir
130 Unternehmen, die Interesse haben, in die Runde der Klimaschutzvertragsvergabe einzusteigen. Es
ist ein atmendes, ein lernendes System. Wir betreten ja mit diesem Förderinstrument Neuland.
Insofern schauen wir immer wieder, wie wir in der Praxis besser werden können und lernen können.
Aber es ist ein Instrument, das für den Mittelstand die Lücke schließt, die bisher da war. Dass die
große, hoch energieintensive Industrie, sagen wir die Stahlindustrie, Unterstützung gefunden hat
und dass es kleinere Förderprogramme gegeben hat, aber keine großen Dekarbonisierungsprogramme
für den deutschen Mittelstand. Mit diesen Entscheidungen, die die Unternehmen ja treffen,
mit der Unterstützung der öffentlichen Hand des Staates, ist auch eine Entscheidung für den
Standort Deutschland verbunden. Energieintensive Unternehmen produzieren in Zukunft in Deutschland
klimaneutral. Das ist die Botschaft des heutigen Tages.
Wir kommen jetzt zu Ihren Fragen. Und die erste Frage, Frau Löhr, BNRZ.
Wenn Sie kurz aufs Mikrofon warten, bitte.
Wenn man die Beträge herunterrechnet, 2,8 Milliarden und 17 Millionen Einsparungen an CO2,
dann sind das 165 Euro pro Tonne CO2. Das ist verdammt teuer, oder? Wenn man das auf die
Einsparziele, die Deutschland erreichen muss, bis zur Klimaneutralität herunterrechnet.
Ja, mit Verlaub, diese Rechnung ist aus zweierlei Gründen nicht meine Rechnung. Die Alternative
wäre, dass diese Unternehmen wahrscheinlich nicht mehr am Standort wären, vielleicht die
ganzen Branchen nicht und wir energieintensive Industrie in Deutschland verlieren. Und zweitens
sind viele Techniken, die dort sind, neue Techniken. Der Einsatz von Wasserstoff beispielsweise,
haben wir gehört. Wasserstoff, der ja noch gar nicht in großen Mengen produziert wird,
klimaneutraler Wasserstoff. Die Nutzung von Großwärmepumpen, damit die Hebelung von Wärmequellen,
die da sind, das entwickelt sich ja erst. Also fördern wir in diesem Fall auch Technologie
und ganz häufig Technologie made in Germany mit. Insofern ist es ein Industriewirtschaftsprogramm,
das hier aus den Standortgründen und den Technologieentwicklungsgründen mit dabei ist.
Es hat den Sinn, Klimaneutralität zu produzieren, beziehungsweise zu gewährleisten. Aber es ist
ein Programm für die deutsche Wirtschaft und für die technologische Entwicklung.
Vielen Dank. Wie soll das jetzt weitergehen? Erwarten Sie, dass die Koalitionen zu einer
zweiten und dritten Runde bereit sind, insbesondere die FDP, zumal ja die Summen ja oftmals ausgeweitet
werden? Die sind aber reserviert. Mit dem Programm der Klimaschutzverträge sind im
Klimatransformationsfonds die Summen geirrmarkt worden, wie man sagt. Also die Gelder stehen
bereit. Und deswegen freuen sich, denke ich, alle darüber, dass jetzt die zweite Runde startet
und dann mal gucken, ob wir eine dritte und eine vierte schaffen, solange bis das Geld alle ist.
Dann die dritte Frage gerne an Sie in der ersten Reihe. Herr Minister, die von dem
Wirtschaftsministerium bislang geförderten Projekte auch im Rahmen Klimaumrüstung wie
Intel, Thyssenkrupp haben alle Probleme, sind einzelne Unternehmen. Jetzt sind erneut nur 15
von immerhin 17 Bewerbern gefördert worden. Warum setzen Sie nicht auf verbesserte Rahmenbedingungen
für alle, statt sich auf Einzelunternehmen stark in der Förderung zu konzentrieren?
Es haben nicht alle Unternehmen Probleme, sondern TSMC baut. Wir haben bei Infineon ein großes
Fördervolumen, das da ist. Die vier Stahlwerke sind ebenfalls am Bau von Thyssenkrupp. Höre ich,
dass die Unternehmens- und die Konzernleitungen sagen, natürlich halten wir an diesem Projekt
fest. Also insofern muss man da ein bisschen differenzieren. Richtig ist, dass Intel im
Moment gesagt hat, wir pausieren unser Vorhaben, was immer das bedeutet. Wir brauchen beides. Wir
brauchen verbesserte Rahmenbedingungen. Das heißt, die Infrastrukturkosten sollten wir für alle
tragbar halten. Wir bauen das Stromnetz jetzt aus. Endlich bauen wir es aus. Die hohen Kosten,
die wir jetzt im Moment in dem Netz entgelten haben, sie kommen daher, dass das Stromnetz
nicht ausgebaut wurde. Jetzt bauen wir es aus. Dadurch reduzieren wir diese Nichtausbaukosten,
aber produzieren natürlich Baukosten. Die Baggerfahrer und die Kabelproduzenten wollen
ihre Familien auch ernähren. Nun denke ich aber, dass es falsch ist, die Zeit, wo Infrastruktur
nicht instand gehalten wurde oder ein Stromnetz nicht ausgebaut wurde, also keine Kosten angefallen
sind, zu vergleichen mit der Zeit, wo das jetzt ausgebaut wird. Die finanzpolitische Logik von
damals, wo ja im Grunde kaum Kosten bei nichts getan wurde, angefallen sind, zu übertragen auf
eine Zeit, wo jetzt wirklich Kosten anfallen. Deswegen ist die große Frage, wie wir die
Infrastrukturbelastung schultern, zu beantworten und meiner Ansicht nach nicht, indem man sie den
Unternehmen und den Verbrauchern und Verbrauchern in kurzer Zeit aufbürdet. Das sind Projekte und
Infrastrukturen für zwei bis drei Generationen und soweit sollte auch die Tragbarkeit gestreckt
werden. Dann die nächste Frage. Herr Habeck, was lässt Sie hoffen, dass nach 15 Jahren Förderzeitraum
keine Subventionen mehr für die ausgewählten Unternehmen notwendig sind? Die Vereinbarungen
zum Klimaschutz, die ja europäisch und deutschlandweit getroffen wurden. Wir wollen
2045 in Deutschland klimaneutral sein, 2050 in der Europäischen Union. Das Hauptmittel für die
Industrie ist das Ansteigen der CO2-Zertifikate. Spätestens dann, muss man sagen, wird der Preis
für die Tonne CO2 so hoch sein, dass sich die Grüntechniken rechnen, sodass insgesamt auch
bei der Förderkulisse jetzt im Moment sicherlich höhere Kosten da sind und dann mit der
Hochskalierung der verschiedenen Energieträger oder der gesammelten Erfahrung die Kosten runtergehen,
auch im Vergleich zu höheren CO2-Preisen. Aber wenn wir 2045 noch nicht kurz vor Ende der CO2-Reduktion
Richtung Null sind, dann haben wir klimapolitisch unter Versprechen nicht eingehalten. Nächste Frage,
Herr Heitker von der Börsenzeitung und der Hinweis, online können Sie natürlich noch anzeigen.
Wenn Sie sagen, Pionier in Europa, erwarten Sie, dass weitere Länder folgen mit diesem
Instrument? Gibt es da schon Anzeichen? Wie ist da so die Lage in anderen europäischen Ländern?
Und vielleicht die zweite Frage noch, wie viel Geld steht denn insgesamt für dieses
Instrument Klimaschutzverträge im Klima- und Transformationsfonds?
Wir haben einen engen Austausch mit den jeweiligen Ministerien und dann gibt es die
Europäische Kommission, die ja immer genau anschaut, was wir da machen. Die Kommission ist
gerade in einer Neuaufstellungsphase, weiß aber, das ist ja ebenfalls notifiziert worden, was wir
hier tun und kann die deutsche Erfahrung einspeisen in ihre Programme für alle Länder. Die Kollegen
aus den jeweiligen Nachbarstaaten und europäischen Mitgliedstaaten kriegen quasi
immer automatisiert unsere Vorlagen zur Verfügung gestellt, beziehungsweise wenn ich mit denen mich
treffe, rede ich darüber und das Interesse ist wirklich groß. Also da, glaube ich, schauen alle
darauf. Ja, ich rechne mit zügiger Nachahmung in verschiedenen anderen Ländern, ohne den Kollegen
jetzt vorgreifen zu wollen. Die Summe, die wir insgesamt für die Klimaschutzverträge vorliegen
haben, ist für die nächste Runde 4 Milliarden, ist das richtig? Kann mir jemand helfen?
Ein niedriger 2-stelliger Milliardenbetrag. Für die zweite Runde? Ein niedriger 2-stelliger
Milliardenbetrag. Das sind sozusagen die zwei Runden, die wir jetzt veranschlagen können und
alles Weitere sehen werden. Okay, dann, wenn nicht, Frau Löhr hat noch eine Frage. In der Politik
wird ja gerade viel über das Thema Netzentgelte geredet. Wann rechnen Sie da mit einer Einigung?
Und wie könnten die aussehen? Wenn es für diese Legislatur noch gelten sollte, dann natürlich im
Rahmen des Abschlusses der Haushaltsverhandlungen, sonst ist ja der Zug ab. Ich habe die Ankündigungen
der SPD vom Wochenende gesehen. Ganz vieles von dem sollten wir sofort machen und kann man auch
sofort machen. Das gilt vor allem für die Ankündigung, die E-Mobilität noch einmal zu
fördern. Das nützt ja nun wirklich niemandem zu sagen, in einem Jahr wird irgendwas kommen,
vielleicht kommen wir dann noch in der Regierung sind, sondern dieses Zögern, das sollten wir uns
nicht leisten, was immer da gemacht werden soll, sollte jetzt sofort entschieden werden oder nicht
entschieden werden. Aber dieses gerade in diesem Bereich zu sagen, da könnte noch was kommen,
macht ja den gesamten Markt kaputt. Das ist also schlechte Politik. Insofern müssen wir sehen,
dass wir jetzt hier bei den Projekten, die in Rede stehen, Netzentgelte, irgendwelche Anreize,
schnell in dieser Koalition eine Antwort und eine Lösung finden. Super, dann sind wir mit den Fragen
sehr gut durchgekommen. Herzlichen Dank für das große Interesse, weil Sie so zahlreich hier waren
und auch online. Viele Leser berichten, dass sie die Zeitung der Epoch Times sehr schätzen. Die
ruhige und unaufgeregte Berichterstattung wird immer wieder als wohltuend erlebt. Ebenso, dass
ohne parteipolitische Färbung über das Wesentliche informiert wird. Wir laden auch Sie dazu ein,
einen größeren Überblick zu erhalten, ohne einer politischen Agenda zu unterliegen. Lehnen Sie sich
zurück, erleben Sie Journalismus wie in guten alten Zeiten und lesen Sie jetzt den Unterschied.
In Amerika sind Politik und Business zwei unterschiedliche Welten.