Kann man im Herbst bei konditionellen Schwierigkeiten aufsalzen | Modern Koi Blog #6958

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8 Videoaufrufe·16.10.2024
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Ja, erstmal herzlich willkommen zum Madon-Koi-Blog.
Gerade ist Kochi-Madre das Bild gehuscht.
Koi!
Geiler Bruder, erzähle ich Ihnen noch eine gute Story,
was Ide, Moi Moi Ide, letztes Geiles gebracht hat.
Ich lache seit drei Tagen, wenn ich dran denken muss.
An der Barbecue-Story war auch interessant.
An der Barbecue-Story.
Erzähle ich Ihnen bei Gelegenheit.
Hallo Martin, in unserem Koi-Teich putzen gerade die Temperaturen etwas hin und her.
Vor ein paar Tagen war es recht kalt und das Teichwasser hatte nur noch 13 Grad.
Nun ist es wieder ziemlich mild und die Temperaturen des Wassers steigen wieder deutlich an.
Einige alte Koi finden das wohl nicht so lustig und legen sich am Boden ab.
Da wir keine Wärmepumpe am Teich haben, frage ich mich,
ob eine Aufsalzung des Teichwassers das Wohlbefinden der alten Koi verbessern könnte.
Wenn ja, auf welche Dichte würdest du aufsalzen und wie lange würdest du diesen Salzgehalt belassen?
Da mich das Thema aktuell sehr beschäftigt, wäre ich über eine Beantwortung der Frage im MK-Blog sehr dankbar.
Liebe Grüße aus Köln, Thomas.
Thomas, einer unserer eifrigsten Fragenschreiber.
Das ist eine gute Frage, aber du interpretierst jetzt gleich,
wenn die Koi am Boden liegen, dass sie sich nicht wohlfühlen.
Vielleicht haben die alten Koi einfach schon genügend Reserven angelegt,
die größeren Koi, dass sie sagen, ich muss jetzt keinen Handstand mehr machen
und ich muss auch meinen Besitzer, in Anführungszeichen,
mein Besitzer hört sich immer irgendwie fies an,
der, der meine Schönheit genießt, den muss ich jetzt nicht mehr glücklich machen,
sondern ich habe jetzt einfach Bock, mich am Boden zu legen.
Wir interpretieren immer rein, die Koi müssen ständig schwimmen,
die Koi müssen immer das, die müssen immer das
und nur wenn sie das und das und das tun, das ist so eine Checkliste,
nur dann geht es den Koi gut.
Nur am Boden liegen ist kein Krankheitszeichen.
Es wird zum Beispiel ein Symptom, wenn sie am Boden liegen
und so ein bisschen taumeln und die Flossen anziehen,
dann wird es langsam mal blöd.
Wenn sie Verschleimung zeigen, dann merkt man, die Haut reagiert,
also die äußeren Hautschichten reagieren irgendwo durch Schleimhautverdickung.
Wenn sie rot werden, ja, auch ganz schlecht.
Wenn sie so zuckende Bewegungen machen, auch ganz schlecht.
Wie gesagt, wenn sie taumeln, ganz schlecht.
Aber wenn der Koi nur am Boden liegt, ist es überhaupt kein Zeichen,
dass er krank ist.
Was ich dann immer machen würde, um das zu checken,
also nicht mit dem Kescher rein und gucken, ob er schwimmt,
Anfänger machen das gerne mal, wenn ein Koi am Boden liegt,
oh Gott, der stirbt gerade, dann gehen sie mit dem Kescher rein
und scheuchen das arme Tier auf, auch ganz schlecht.
Füttern sie einfach ein bisschen was.
Ein gesunder Koi reagiert immer auf Futter.
Und ein Koi, der frisst, ist meistens auch gesund.
Er kann konditionell natürlich schon ein bisschen was haben,
aber das ist erstmal dieses Fressverhalten,
dieses Fressverhalten, was in Ordnung ist,
ist eigentlich immer erstmal ein Zeichen, dass man sich beruhigen kann
und dass das, was der Koi gerade hat, wahrscheinlich auch von alleine überdauern wird.
Dennoch, das Aufsalzen kann im Frühjahr, im Sommer, im Herbst,
aber auch im Winter, kann immer die Superwaffe sein,
für mich ist es das Nonplusultrasalz,
da kann man 90% der normalen Problemkreise bei Koi ganz einfach überwinden
und ich sage immer, es gibt eine Ausnahme, wenn wir jetzt die Teichbehandlung ansprechen,
wenn wir über Nitrit reden, salzen wir auf 0,15 auf.
Ich empfehle auch allen im ersten Jahr, nach Filterstart, Neustart, Teichneustart,
den Salzgehalt auf 0,15 zu lassen, um einfach die Nitritgiftigkeit herunterzusetzen
und ansonsten 0,5 bis 0,6.
Darunter hat es nicht so viel Bedeutung.
Also es ist ein riesen Unterschied, denn ich sehe Kunden,
die schon zum Schlafkrankheiten, wenn es um einen konditionell schwachen Bestand ging,
dass dann das Aufsalzen auf 0,3 gar nichts gebracht hat,
aber dann das Anheben auf 0,5, 0,6 wahre Wunder bewirkt hat.
Und wenn es mal drin ist, dann gibt es da auch keinen Grund,
das möglichst schnell wieder rauszuhauen,
sondern einfach ganz normal über die regelmäßigen Wasserwechsel,
viele haben ja Trommelfilter, über das Spülen des Trommelfilters
einfach langsam ausschleichen lassen und alles ist gut.
Und das Schöne ist auch, gegen dieses Salz gibt es keine Resistenzen.
Also man kann nicht sagen, wenn ich jetzt zweimal wegen konditionell schwachen Koi aufgesalzen habe,
funktioniert es beim dritten Mal nicht mehr so gut.
Nein, das sind einfach physiologische Abläufe, die da im Koi stattfinden
und die funktionieren immer sehr gut, es entlastet das Immunsystem.
Also die Gründe haben wir ja schon tausendmal dargelegt,
was fürs Aufsalzen spricht und es gibt eigentlich nur ganz wenige,
die dagegen sprechen und einer der wenigen, die ich jetzt kenne,
wenn ich heute aufsalze und morgen zeigt sich,
dass ich mit einem bestimmten Präparat gegen Parasiten behandeln muss,
ja Gott, dann muss ich erstmal den Salzgehalt wieder senken,
aber das ist in so wenigen Fällen der Fall.
Und häufig, weil es das Immunsystem entlastet, hilft das Aufsalzen auch schon gegen Parasiten.
Nicht, dass der Salz den Parasiten tötet, sondern der Salz entlastet das Immunsystem
und der Koi hat wieder mehr Abwehrmechanismen, um sich selbst gegen die Parasiten zu wehren.
Sie müssen sich überlegen, der Koi hat ja ein ganzes Waffenarsenal
gegen vielerlei Parasiten, gegen Keime, so wie wir auch.
Krankheitsausbruch aufgrund von Parasiten heißt ja in der Regel,
es finden gerade mehrere Stressfaktoren welcher Art auch immer statt,
dass das Immunsystem unten ist und dass sich der Koi selbst nicht mehr erwehren kann
und dann brauchen wir eine Behandlung.
Wenn ich aber gucke, dass mein Koi gut geht,
dann brauche ich vielleicht auch gar keine Parasitenbehandlung.
Und ich sage Ihnen jetzt eins ganz ehrlich,
wenn ich die Zeit vor Motternkoi und nach Motternkoi, nach einigen Jahren Motternkoi anschaue,
ich will behaupten, wir haben vor Motternkoi ein zigfaches an Parasitenbehandlungen gebraucht,
wie danach.
Und eine der Wunderwaffen, neben Salz, ist auch Wasserwechsel, Wasserwechsel, Wasserwechsel.
Früher wurden kaum Wasserwechsel gemacht.
Die Koi waren einfach in einer Umwelt, gegen die sie sich zwar erwehren konnten,
aber da so viel Energie rein investieren mussten,
dass nicht mehr viel fürs Immunsystem übrig bleibt.
Sie müssen sich das vorstellen, wenn sie Wasserwechsel machen,
wenn sie vernünftige Filter haben, wenn sie ein gutes Futter haben,
wenn sie die Koi auch vernünftig ernähren.
Vernünftig ernähren heißt nicht überfüttern, heißt aber auf gar keinen Fall auch unterfüttern.
Unterfüttern ist für mich noch schlimmer als überfüttern.
Lieber einen leicht dicken, gesunden Koi als einen, der viel zu wenig bekommt.
Diese typischen Teiche, Kopf und dahinter so ein ganz kleiner Körper.
Und da muss ich sagen, heute ist es nur noch ein Bruchteil.
Ich kenne viele meiner Kunden, die haben seit Jahren keine Parasitenbehandlung mehr gebraucht.
Und das liegt nicht an unseren Fischen.
Unsere Fische können genauso krank werden, wenn da draußen schlecht mit ihnen umgegangen wird.
Aber wenn Sie diese zehn Grundregeln von Modern Koi,
die wir jetzt wirklich seit zehn Grundregeln, seit zehn Jahren predigen,
wenn Sie sich an die halten, ist das Koi-Hobby so einfach, das kann man sich kaum vorstellen.
Vielen Dank für deine Frage, Thomas. Immer wieder schön Anregungen von dir zu bekommen.
Machen Sie es gut und bis zum nächsten Vlog. Ciao.
