In diesem Video teste ich wieder verschiedene Lithium Batterien und vergleiche die Kapazität und die Kosten mit den herkömmlichen Alkalibatterien. Nicht immer ist der Einsatz von Lithium Batterien sinnvoll und preiswert. Ich erkläre euch, für welche Anwendungen sich der Kauf von Lithium Batterien lohnt.
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▬ Inhalt ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ 0:00 - Worum geht es? 0:32 - Vorteile von Lithium Batterien 2:14 - Wie funktioniert mein Test 4:17 - Berechnung der Kapazität 5:26 - Ergebnisse vom Test 6:32 - Wie teuer sind Lithium Batterien? 8:10 - Wo würde ich Lithium Batterien einsetzen?
Sind Lithium-Batterien besser als die herkömmlichen Alkali-Batterien?
Das möchte ich im heutigen Video herausfinden und wir werden hier wieder verschiedene Hersteller
überprüfen und eine Kapazitätsmessung durchführen und dann miteinander vergleichen.
Von den Eigenschaften her sind Lithium-Batterien sicher besser.
Aber stimmt auch der Preis und wo setzt man solche Lithium-Batterien sinnvoll ein?
Denn das geht es im heutigen Video.
Dieses Video wird euch von mir gesponsert.
Die Batterien sind alle selbst bezahlt und die sind auch nicht so günstig.
Deswegen habe ich hier nur drei sehr bekannte Hersteller ausgewählt.
Man muss aber auch dazu sagen, dass generell die Auswahl am Markt nicht so groß ist,
als wie bei den herkömmlichen Batterien.
Was sind denn die Vorteile von Lithium-Batterien?
Lithium-Batterien haben eine lange Lebensdauer und eine sehr hohe Energiedichte.
Das bedeutet, ich kann ein Gerät mit einer Lithium-Batterie deutlich länger betreiben,
als mit einer herkömmlichen Batterie.
Auch das Gewicht ist sehr gering.
Das kann dann zum Beispiel sinnvoll bei Radiosonden bzw. Wetterballonen eingesetzt werden.
Da spart man dann viel Wasserstoff oder Helium.
Außerdem gibt es einen breiten Temperaturbereich.
Also wenn die Umgebungstemperatur sehr hoch oder auch sehr niedrig ist,
also auch weit unter 0 Grad,
dann weisen diese Batterien eine deutlich höhere Performance auf.
Es gibt eine lange Lagerfähigkeit,
wobei man dazu sagen muss, auch die normalen herkömmlichen Batterien
kann man ohne Probleme fünf oder zehn Jahre lagern.
Aber bei den Lithium-Batterien spricht man hier von etwa 15 Jahren.
Außerdem gibt es eine etwas höhere Nennspannung, die liegt so bei 1,7 Volt.
Bei den herkömmlichen Batterien sind es 1,5 Volt.
Und es gibt kaum eine Auslaufgefahr.
Es ist nicht ausgeschlossen, aber es kommt sehr selten vor,
dass solche Lithium-Batterien auslaufen.
Einige Hersteller sprechen auch noch davon, dass sie umweltfreundlicher seien.
Da bin ich aber nicht ganz der Meinung.
Das ist meine elektronische Last.
Ein Messgerät zur Überprüfung von Gleichstromenergiequellen.
Die Batterie befindet sich hier bereits in einem Batteriehalter
und die Einstellung ist hier schon vorgewählt auf 250 mA.
Das ist mein Entladestrom, der konstant über den gesamten Messzeitraum gehalten wird.
Und damit kann ich dann, wenn ich die Zeit noch dazu messe,
die Kapazität ausrechnen und dann die Hersteller miteinander vergleichen.
250 mA, das ist eine mittlere Belastung.
Das nimmt zum Beispiel so ein Batterieradio auf oder eine Taschenlampe.
Und es ist auch nicht ganz korrekt.
Es werden die Tests meist im Labor mit 5, 10, 15 oder 20 mA durchgeführt.
Das Problem ist nur, dann hätte ich dieses Jahr keine Ergebnisse mehr für euch.
So ein Test würde besonders auch bei den Lithium-Batterien dann Monate dauern.
Deswegen sagt dieser Test auch nur aus, wie performen die Batterien bei 250 mA Dauerbelastung.
Und es wird auch die Kapazität am Ende etwas geringer ausfallen,
als wenn ich den Test hier mit 20 mA beispielsweise durchführen würde.
Und deswegen mache ich die Batterien auch hier wirklich nur mit 250 mA vergleichbar.
Was fällt uns hier noch auf?
Die Nennspannung ist sehr hoch.
Das sind hier fast 1,94 Volt und das ist typisch bei den Lithium-Batterien.
Ich habe ja anfangs von etwa 1,7 Volt gesprochen.
Die Batteriespannung bricht dann schnell ein.
Die geht dann so auf etwa 1,6 Volt hinunter und wird dann immer weiter sinken mit der Entladung.
Aber das sehen wir jetzt auch gleich bei der Zeitrafferaufnahme.
Und deswegen starten wir ja auch gleich den Test.
Es gäbe hier auch noch eine Batterietestfunktion.
Ich habe das aber nie ausprobiert.
Deswegen machen wir das klassisch wie bei den vorherigen Videos mit der Zeitrafferaufnahme.
Starten wir den Test mit der Varta Lithium.
Und es fällt hier schon auf, dass auch einige Stunden nach Teststart
die Batteriespannung noch deutlich höher ist als bei den herkömmlichen Batterien.
Der Test dauert auch viel länger.
Und es dauert ungefähr 12 Stunden bis die Batteriespannung 0,8 Volt erreicht.
Und das ist ja die Spannung und die Belastung, wo die meisten Geräte noch damit gerade so umgehen können.
Nach 15 Stunden ist die Batterie dann jetzt vollständig entladen.
Und ich habe dann den Test nach 17 Stunden abgebrochen.
Und jetzt können wir das Ergebnis berechnen.
Der Test dauerte 11 Stunden und 44 Minuten bis die 0,8 Volt Batteriespannung erreicht wurde.
Und die Kapazität kann ich mir jetzt ausrechnen.
Also die 704 Minuten dividiere ich durch 60.
Damit komme ich auf die Stunden.
Und das multipliziere ich mit dem Entladestrom.
Das sind die 256 mA.
Und daraus ergibt sich dann eine Batteriekapazität von 3.373 mAh.
Der Test wurde mit den anderen zwei Batterieherstellern,
also mit Energizer und Blaupunkt, gleichermaßen durchgeführt.
Und jetzt liegen uns hier die Ergebnisse vor von den drei Batterieherstellern.
Und wir wissen ja bereits, die Vata Lithium kommt auf 304 mAh.
Die Energizer kommt auf 3.332 mAh, also deutlich mehr als die Vata.
Und in der Mitte liegt ungefähr die Blaupunkt.
Die kommt auf 3.183 mAh.
Werfen wir einen Blick auf die Testergebnisse von meinem letzten Video.
Da wurden ja die herkömmlichen Alkali-Batterien getestet.
Und Testsieger war hier Tyson mit 1.864 mAh.
Und knapp danach, auf Platz zwei, befindet sich Duracell mit 1.860 mAh.
Wenn wir hier groß gründen, können wir sagen,
dass die Lithium-Batterien fast die doppelte Kapazität besitzen.
Vergleichen wir das aber einmal im Detail, denn auch der Preis spielt ja hier eine große Rolle.
Also die Standard AA-Batterie hat eine Kapazität von 1.662 mAh.
Das ist das Durchschnittsergebnis von meinem letzten Test.
Und ich habe dann auch etwa 30 Preise verglichen.
Es gibt auch einen großen Unterschied, ob ich die Batterie im lokalen Handel erwerbe oder online.
Aber wenn wir hier einen Durchschnitt ausrechnen, zahlen wir 64 Cent für so eine Batterie.
Wir können auch hier den Preis pro mAh ausrechnen.
Das wären dann 0,039 Cent.
Bei der Lithium-Batterie beträgt die durchschnittliche Kapazität 3.173 mAh.
Und der Preis 2,20 Euro pro Stück.
Auch diese Daten konnte ich vom heutigen Test hier entnehmen.
Der Preis pro mAh, das wären dann hier 0,069 Cent.
Also auch wenn wir hier großzügig gründen, können wir sagen, fast doppelt so viel.
Aber wie hoch sind Kapazität und Kosten gegenüber einer Standard-Batterie pro Stück?
Wir können festhalten, dass eine Lithium-Batterie 90,9, also 91 Prozent mehr Kapazität aufweist als eine normale Batterie.
Aber auch die Kosten betragen 244 Prozent.
Das heißt, dreieinhalb Mal so viel kostet eine Lithium-Batterie im Vergleich zur erkömmlichen Batterie.
Was bedeutet dieses Ergebnis für mich?
Also für den üblichen Gebrauch in Radios, Taschenlampen, Fernbedienungen, da ist der Einsatz von diesen Lithium-Batterien uninteressant, weil sie einfach noch zu teuer sind.
Vielleicht ändert sich ja hier mal der Preis.
Ich bin aber sehr wohl bereit, diese Batterien in Sensoren und Geräten einzusetzen, die schwer zugänglich sind.
Ich denke da an meine vielen LoRaWAN-Sensoren.
Zum Beispiel meine Wasserpegelmessstation, also der Sensor befindet sich mittlerweile unter der Brücke.
Und da hineinzukriechen, das ist immer mit Aufwand verbunden, das ist anstrengend.
Und wenn ich das nur alle drei Jahre machen muss, anstatt alle anderthalb Jahre, bin ich auch bereit, hier einen höheren Preis zu zahlen.
Auch in einem Rauchmelder ist so eine Art von Batterie interessant und eventuell auch in so Uhren oder Temperatursensoren, die sehr lange laufen.
Auch da könnte ich mir vorstellen, solche Batterien einzusetzen.
Wir sehen auch hier, es gibt wieder so einen leichten Memory-Effekt, also die Batteriespannung, die geht nach dem Test wieder hoch.
Wir sind hier bei 0,8 Volt, die Batterien liegen schon wieder eine Woche bei mir herum.
Und wir sehen aber hier, wenn wir die Belastung aktivieren, die sind dann wirklich auch sofort leer.
Ja, das war jetzt hier mal mein vorerst letzter Batterietest.
Es ist auch der Wunsch gekommen, dass ich hier mal Akkus teste.
Vielleicht mache ich das einmal, aber das ist natürlich auch für mich ein kostenspieliges Video.
Ich muss ja hier dann mehrere Hersteller mir zulegen und die vergleichen.
Das ist ein großer Zeitaufwand.
Also ich warte mal ab, wie viel mir diese Videos Umsatz bringen.
Und ich denke, dass das Budget dann ausreichen wird, dass man nächstes Jahr vielleicht zu einem Test starten kann.
Wenn euch das Video gefallen hat, dann würde ich mich sehr über ein Abo freuen.
Und wir sehen uns dann nächste Woche zu einem weiteren Video wieder hier auf meinem Kanal.