Widersprüche? Psychologe analysiert Stefan Hinkelmann bei RML

RedeFabrik - Kommunikation & Charisma
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02.12.2024
Robert Marc Lehmann hat nicht nur mit Joe Vogel, sondern jetzt auch mit Stefan Hinkelmann
gesprochen.
Ihr habt es euch gewünscht und deswegen analysiere ich das Video hier rhetorisch und psychologisch.
Ich wünsche dir dabei ganz viel Spaß und viel kommunikativem Erfolg.
Denkt immer daran, dass jeder seine eigene Sichtweise auf jedes Thema hat, auch ich,
und dass die abweichend sein kann von anderen Menschen, von der Allgemeinheit und besonders
von der Welt.
Extrem spannend.
Ist dir aufgefallen, wie Robert Marc Lehmann hier zur Kamera spricht, also zu uns als
Publikum anstatt mit Stefan hier auf dem Bildschirm?
Das liegt daran, dass er hier ein Preframe setzt.
Das ist eine kommunikative rhetorische Technik, wo wir quasi vorab schon einen Frame, einen
Wahrnehmungsrahmen setzen, wie das Kommende aufgenommen werden soll.
Da gibt es den Priming-Effekt in der Psychologie und das ist sowohl sehr schlau, dass er das
zu uns als Publikum macht, dass wir das folgende Gespräch etwas liebevoller, vielleicht trotz
der sehr aufgeheizten Situation uns anschauen und gleichzeitig holt er sich damit auch raus,
sich in Widersprüchen zu verstricken, weil er hier weder parteiisch ist, noch ist er
unparteiisch, sondern er ist allparteilich.
Das ist ein psychologisch sehr spannendes Konzept nach Martin Buber, der sagt, ok, jetzt
mal auf dieses Beispiel gesagt, dass Robert wirklich hier auch sagen kann, Stefan, ich
stimme dir zu!
Joe, ich stimme dir zu!
Das wäre vielleicht auch ein Widerspruch und ich stimme aber auch mir zu, dass ihr
beide vielleicht etwas falsch gemacht habt oder ich das anders sehe oder einer von euch
beiden.
Also wirklich sehr, sehr gut.
Es ist ein extrem starker Frame, den du auch in schwierigen oder wichtigen Gesprächen
für dich verwenden kannst.
Schätz, hau mal raus.
On point, mein Seven vs. Wild Auftritt, von Minute 1 bis Abflug, alles was dazwischen
war, Kommunikation, Survival-Technik, Zwischenmenschliches, alles was du willst, zu 100% eine absolute
totale Vollkatastrophe.
Es hätte...
Also erstmal sehr spannend, dieses Wording, eine absolute totale Vollkatastrophe, das
ist ein Wording, das er tatsächlich schon oft verwendet hat.
Ich sage dazu gleich mehr.
Egal welcher Kategorie, nicht schlechter laufen, eine Vollkatastrophe.
Also erstmal ist es natürlich vollkommen verständlich, dass er immer wieder ein ähnliches
Wording für eine Situation nutzt.
Gerade wenn du in der Öffentlichkeit bist, dir vorher natürlich auch schon viele Gedanken
gemacht hast und das dann natürlich auch rüberbringen, kommunizieren willst, ist
es absolut richtig, sich Gedanken über die Worte zu machen, die man verwenden will.
Gleichzeitig kann es natürlich auch sein, dass dadurch, dass er es quasi schon so oft
nach außen kommuniziert hat, dass mental, sage ich mal, so ein bisschen schon abgekaut
ist.
Da möchte ich jetzt noch keine Bewertung treffen, das werden wir über das Gespräch
weiterhin sehen.
Was ich allerdings sehr stark finde, das habe ich auch bei der Joe-Vogel-Analyse hierzu
zu dem Gespräch mit Robert Mark-Lehmann gesagt, es ist trotzdem, egal wie genau, wirklich
sehr stark, über seinen Schatten, über sein Ego in dieser Situation zu springen und zu
sagen, es ist so, absolute, totale Vollkatastrophe, das auch sich selbst einzugestehen, ist super
gut.
Jetzt ist natürlich die Frage, wie geht er damit weiter wirklich im Interview um?
Wie nennt man den Ausdruck?
Den habe ich, ich kenne den nicht.
Kameradenschwein.
Okay.
Ja, okay.
Habe ich schon mal gehört.
Joe nennt sich das Kameradenschwein.
Okay.
Hier hat Stefan gesagt, dass Joe ein Kameradenschwein ist, weil er ihn quasi so ausgeboten hat aus
der Gruppe.
Wenn du meine gruppendynamischen Analysen gesehen hast, kannst du dich sicher noch erinnern,
dass ich gesagt habe, dass der Joe, der als Gruppen-Alpha in sehr enger Bande zum primären
Beta-Joey hier auch Stefan zum Omega gemacht hat, ist die eine Seite der Münze, und Stefan
hat sich aber auch selbst zum Omega in gewisser Weise gemacht.
Dass er hier jetzt das Wort Kameradenschwein sagt, ist natürlich verständlich, zeigt
aber nur die eine Seite der Verantwortung, und das Spannende ist, wenn du dir die Originaltexte
von Raoul Schindler durchliest, ich habe diesen Abschnitt gerade mal eben rausgeholt, extrem
spannend sagt er, die Gruppe konzentriert alle für die Aktivität negativen Eigenschaften
auf Omega, also verteufelt, in dem Fall Stefan, und schickt es fort.
Sie entlastet sich damit von diesen Eigenschaften und kann dies noch eine Zeit lang weiter vollziehen.
Der Sündenbock, also in dem Fall Stefan, trägt jedoch an seiner belastenden Rolle,
bis es ihm möglich wird, in eine neue Identität zu wechseln, entweder innerhalb der Gruppe
oder außerhalb der Gruppe, wie in diesem Fall.
Das Abstoßen des Omega mittels der Sündenbock-Rolle gibt der verbleibenden Restgruppe also tatsächlich
einen gewissen Anstoß, eine Entlastung, die umso effektiver ist, je näher das Ziel winkt.
Und das war genau das, was wir gesehen haben.
Das ist das Spannende, wenn du dich psychologisch mit diesen Dingen beschäftigst, wenn du diese
Zusammenhänge verstehst, dann kannst du nicht nur die Vergangenheit, sondern auch den jetzigen
Moment besser deuten, besser analysieren und auch damit eher für die Zukunft Überlegungen,
Projektionen und Gedanken, nicht jetzt Vorhersagen, die zu 100% richtig sind, aber schon Ideen
machen, wie sich was entwickeln wird und dann auch intervenieren, weil diese gruppendynamischen
Regeln, die wirken und du kannst ganz leicht in die Sündenbock-Rolle kommen.
Du kannst auch in die Rolle des Prügelknaben kommen.
Das sind nur zwei von verschiedensten Rollen, die gruppendynamisch einfach eine wahnsinnig
große, mächtige Auswirkung haben.
Und das finde ich daran so spannend, weil in dem Fall war es ja tatsächlich so.
Die Gruppe hat durch Stefan als Omega, als Sündenbock, einen Gruppenzusammenhalt gehabt
und eine Kraft und eine Dynamik gehabt, die nicht mehr so war, als Stefan rausgegangen
ist.
Das Problem daran ist, da das Ziel, also Tag 14, so weit weg war, hat es nicht wirklich
kraftvoll gehalten und die inneren Strömungen und Dynamiken haben die Gruppe selbst aufgewühlt
und aufgehalten, als dass es wirklich in eine konstruktive Richtung geht.
Heißt kurz gesagt, du solltest diese psychologischen Regeln, du solltest diese gruppendynamischen
Gesetze, du solltest diese kommunikativen, rhetorischen Techniken beherrschen, weil
sie wirken sowieso.
Und dann ist halt die Frage, kannst du auch gut damit umgehen?
Wenn dich das interessiert, du daran arbeiten möchtest, komm gerne ins Charisma Mentoring,
da linke ich dir auch unten in der Beschreibung ein.
Genau solchen Themen arbeiten wir, egal ob im beruflichen oder im privaten Kontext.
Wenn du da quasi von außen, von mir als Psychologe, von unserem Team oder ganz generell einfach
hilfreiche Impulse bekommen möchtest für deine persönlichen Situationen, also ich coach
dich persönlich im Charisma Mentoring, wenn du das möchtest, dann komm sehr gerne bei
uns ins Mentoring.
Ist unten verlinkt.
Wenn du das machst und du wirst da komplett wegignoriert, dann wird das im normalen Leben
nochmal anders kommuniziert.
Also da würde ich da mit ein bisschen mehr Druck reingehen, damit man mich auch wahrnimmt.
Ich hab's halt hingenommen.
Ja, das ist halt wirklich super schade, wenn er sagt, im normalen Leben hätte ich das
ganz anders gemeint.
Also natürlich, es ist eine psychologische und eine physische Ausnahmesituation, das
ist schon.
Aber du solltest grundlegende Dinge auch abrufen können und wenn ich mal in unsere
sechs Farben des Charisma reingehe, die Farbe der Authentizität, das authentisch zu zeigen
und ja, wenn es mal ein bisschen lauter wird oder ja, wenn es etwas direkter wird, ja besser
als, dass er sich hier die ganze Zeit in die Opferrolle begibt.
Das habe ich immer wieder in der Arbeit mit Klienten, Menschen, die sich in Gruppen zurücknehmen,
die sich auf einem Date zurücknehmen, die sich in der Beziehung zurücknehmen, um gemocht
zu werden aus der Angst vor Ablehnung.
Kurzfristig mag das funktionieren, aber langfristig endet es immer in einem Desaster, was wir
ja auch an dieser Situation hier gesehen haben.
Hier, nur nochmal für alle anderen, also wie oft war man selber schon in der Situation,
ich kenne das von mir, damals bei Produktionsfirmen, vom Fernsehen, wo ich wusste, was diese alten
weißen Männer mir erzählen, ist absoluter Schund und trotzdem habe ich nicht den Mund
aufgemacht.
Superspannend, achte mal hier auf Stefans Reaktion zu dem, was Robert-Marc Lehmann hier sagt.
Sondern ich habe mich gefügt der Situation und in dieser Situation war man schon.
Schau mal, wie er strahlt, wie er leuchtet, das ist eine wirklich gute Sache der Farbe,
bei unseren Farben des Charakters, der Farbe der Wärme.
Wenn du jemand anderem gerade in einem Gespräch begegnest, ist immer auch die Ebene davon
da, sieht der andere mich, hört der andere mich, versteht der andere mich und wenn du
es ihm zeigst, nicht nur indem du sagst, ja verstehe ich schon, sondern ihm sagst, ja
ich verstehe, dass das für dich genau so und so und so und so ist und das lebhaft und
vielleicht an eigenen, authentischen Beispielen zeigst, supergeil, dann erzeugst du erstmal
eine Verbundenheit, einen sogenannten Rapport, eine Ebene, auf der ihr beiden dann schwingen
könnt, auf der dann die Inhalte platziert werden können.
Paul Watzlawick sagt, die Beziehungsebene definiert die Inhaltsebene, das ist so wichtig,
weil die meisten denken, ich muss nur inhaltlich gut sein, um zu wirken, nein, du musst diese
menschliche, soziale, psychologische Beziehungsebene so stabilisieren, dass auch der dann die inhaltlichen
Samen auf einen fruchtbaren Boden fangt.
Es gibt tatsächlich auch eine Videoaufnahme, in der ich im Wald sitze und die Situation
analysiere, wie ich sie gerade wahrnehme.
Wo du so reflektierst vor Ort.
Vor Ort und sage sogar, ich verstehe, warum die gerade so sind.
Das ist halt super schade, weil der erste Schritt ist schon richtig gut, Abstand gewinnen,
aus der Metaposition sich die Situation anschauen und auch sein eigenes Verhalten, Denken fühlen,
Handeln, kommunizieren, zu reflektieren, um es dann aber auch zu verändern und der zweite
Schritt fehlt halt und das hat halt auch mit einer Überwindung des eigenen Egos zu tun,
was ich in der Form leider nicht so sehe.
Es ist ja auch, das merke ich auch, darauf bereitet dich keiner vor, niemand sagt dir,
so musst du in der Situation sein oder sonst.
Niemand.
Ja, das ist wirklich ein wichtiger Punkt, den ich ja auch immer wieder hier bei der
Rede Fabrik nenne.
Der Grund, warum ich diesen YouTube-Kanal habe, einer von verschiedenen, einmal liebe
ich dieses Thema, brenne ich dafür und aber der Grund, warum ich es auch mache, ist, weil
aus meiner Sicht die kommunikative und psychologische Bildung einfach so weit zurückgefahren ist.
Eben, wie Robert Marklemann sagt, darauf bereitet dich einfach keiner vor und wenn
du dann halt mit deinen bisherigen Tools der letzten Jahrzehnte immer wieder auf die
gleichen Situationen triffst oder auf unterschiedlichste, aber immer noch die gleichen Werkzeuge hast,
egal wie, das wird dich in Probleme bringen.
Heißt, mein Ansatz ist, nicht dir das wegzunehmen, so, du kannst immer noch dich so verhalten
und so kommunizieren, wie du es bisher getan hast, nur durch Coaching, durch Videos, durch
Impulse, durch Mentoring können halt mehr Werkzeuge und damit mehr Verhaltensflexibilität
dazukommen.
Das macht dich einfach im sozialen Spiel mächtiger und du kannst besser Verbindungen und Verknüpfung
letztendlich erzeugen.
Du hast auf mich die ganze Zeit auch positiv gewirkt und es hat mich richtig gestört,
dich so an dir selbst und an der Gruppe verzweifeln zu sehen.
Das hat mich wahnsinnig ge...
Ja, der Grund, warum es ihn wahnsinnig macht, ist, weil es ein sogenanntes Sekundärgefühl
ist.
In der Psychologie gibt es die Primärgefühle, das sind quasi die authentischen Reaktionen
auf das, was gerade abläuft und dann gibt es Sekundärgefühle, die wir drüber legen,
weil sie halt vielleicht sozial akzeptierter sind.
Manche Leute haben als Sekundärgefühl auch, dass sie sich zurückhalten, andere haben
immer ein positives, so perfekter Mensch, immer selbstsicher, immer lustig, immer gelassen,
wie auch immer sein.
Das setzen sie dann auf, obwohl sie im Inneren es vielleicht nicht sind und das ist wirklich
problematisch, weil, wenn er ganz authentisch seine Überforderung, sein ausgeschlossen
Fühlen und seine Opferhaltung, sag ich jetzt einfach mal, wenn wir uns die Rollen des Drama-Dreiecks
nach Steven Kaplan anschauen, Täter-Opfer-Retter, wenn er das authentisch nach außen kommuniziert
hätte und eben nicht das Sekundärgefühl von, ja, aber Sekundärgefühl, das hätte
aus meiner Sicht wirklich eine große Veränderung in der Dynamik gebracht und dann vielleicht
hätte er sich halt untergeordnet unter Joe, ja, okay, musste sein Ego überwinden und
ich sag auch nicht, dass Joe das super gemacht hat, aber es wäre aus meiner Sicht trotzdem
eine andere Dynamik gewesen, die er hätte mit reinbringen können.
Das ist halt Sender, Empfänger, die Message muss ganz klar beim Empfänger ankommen, du
musst das bestätigen.
Ja und vor allem die Wirkung deiner Kommunikation entsteht beim Empfänger und wenn du eine
Botschaft sendest, egal wie toll die gemeint ist, sie kommt aber nicht an, dann ist es
deine Selbstverantwortung, deine Kommunikation zu verbessern und das finde ich halt in der
Situation schwer und auch jetzt wieder, ja, dann kommen ja neue Vorwürfe gegen Stefan
und er äußert sich wieder auf Atem und Weisen, was einfach wieder, da ist er eben
nicht in seiner Ruhe, nicht in seiner Kraft und es ist verständlich und trotzdem, gerade
dann, wenn es zählt, es ist unglaublich wichtig, dass du in einer guten mentalen Grundverfassung
bist und auch gut kommunizieren kannst, egal ob beim Date, in der Gruppensituation, wenn
du einen Vortrag hältst, natürlich sind es die schwierigeren Situationen, die heiklen
Gespräche statt die, wo alles gut läuft, aber gerade dann ist es wichtig, das zu machen,
so deswegen helfen wir auch Menschen nicht, weil, jo, eh immer alles gut läuft und alles
easy ist, sondern gerade wenn es schwer wird, ja, da dann die wichtigen Tools, die wichtigen
Impulse zu bekommen, das ist meine Aufgabe als Psychologe und wenn du dich da unterstützen
lassen möchtest, dann wie gesagt, komm gern ins Charisma Mentoring, verlinke ich dir unten
in der Beschreibung und wünsche dir damit auch beim Anwenden und auch bei der Situation
vielleicht nochmal als letzter Gedanke, ja tatsächlich ist es so, also ich finde es cool,
dass er das eingesteht, aber es ist halt doch irgendwie wieder widersprüchlich, weil er
doch dann sehr viel Probleme auch bei anderen sieht, was verständlich ist, auch andere
haben die Verantwortung, es ist eine Gruppendynamik, aber trotzdem, dadurch, dass er sagt, es ist
so eine absolute Vollkatastrophe von ihm gewesen, finde ich, dass er im weiteren Verlauf des
Gesprächs dann doch auch die Fehler anderer relativ gut hervorgehoben hat, was ich allerdings
auch so wahrgenommen habe im Gespräch von Joe Vogel mit Robert Naglemann, finde ich
sehr schade, also, du kannst es besser machen, wenn du dran arbeitest, dabei wünsche ich
dir viel Spaß und viel kommunikativen Erfolg.
