Das Geheimnis der Weihnachtsgans 1983 #krimihörspiel #retro #missmarple

HOR MAL ZU HORSPIELE & CO
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11 Videoaufrufe·02.12.2024
Weihnachtszauber bei Hör mal zu. Gute Unterhaltung.
Das Geheimnis der Weihnachtsgans nach Sir Arthur Conan Doyle.
Wir befinden uns im besten Hotel, das die Stadt London zu bieten hat.
Mr. Ryder! Sie haben mich also erschreckt.
Der Handwerker kommt gleich, um den Kaminrost zu reparieren.
Lady Morka ist doch gerade erst gegangen.
Und sie wird nicht vor einer Stunde zurück sein.
Nein, nicht jetzt.
Was ist denn?
Der Handwerker ist doch gleich da.
Er ist mir egal.
Wir müssen vorsichtig sein.
Guten Morgen. Ich soll mir den Kamin mal ansehen.
Wird auch langsam Zeit, Horner. Sie sind spät dran.
Oh, tut mir leid, Mr. Ryder, aber ich bin gleich los.
Also dann an die Arbeit.
Da er nun hier ist, Miss Cusack, können wir uns um die andere Sache kümmern?
Aber natürlich, Sir.
Cusack, sei vorsichtig. Du hast ja gar kein Feingefühl.
Lass es sein. Lass es, Cusack!
Ich bitte um Verzeihung, Eure Ladyschaft.
Ich ertrage kein Gefummel. Das solltest du langsam wissen.
Man sieht immer, ob jemand es mag, etwas kann oder nicht.
Werden Sie Ihre Diamanten tragen, M'Lady?
Nein. In der Oper trägt doch jeder Diamanten.
Heute nehme ich mal den blauen Kafunkel.
Als sie die Schatulle öffnet, entfährt ihr ein Schreckensschrei.
Das Juwel ist weg. Gestohlen.
Ihre Referenzen sind sehr zufriedenstellend, Mr. Holmes.
Lord St. Simon konnte Ihre Arbeit nicht hoch genug loben.
Das war äußerst nett von Ihnen.
Ich habe beschlossen, dass Sie die richtige Person sind, um sich um meinen blauen Kafunkel zu kümmern.
Lady Morka, ich habe es Ihnen doch erklärt. Ich kann Ihren Auftrag nicht annehmen.
Unsinn.
Ich bin, wie ich sagte, über die Weihnachtszeit vollständig ausgebucht.
Unsinn, Mr. Holmes. Dann werden Sie eben alles absagen.
Die Rückkehr des Juwels ist von größerer Wichtigkeit.
Inspektor Lestrade kümmert sich um diesen Fall.
Ich habe kein Vertrauen in die Arbeit der Polizei.
Der Inspektor ist absolut in der Lage, mit dieser Sache umzugehen.
Das Einzige, was er getan hat, war, einen Handwerker zu verhaften.
Dann ist der Fall so gut wie gelöst.
Ist er nicht. Der Dieb mag zwar gefasst worden sein, jedoch fehlt vom Stein jedwede Spur.
Das ist nur eine Frage der Zeit, M'Lady.
Ich glaube sehr an Ihre Effizienz und an Ihren Erfolg.
Fangen Sie sofort an. Zu Ihren üblichen Konditionen.
Ich rate Ihnen, belassen Sie die Sache in den Händen der Polizei.
Sie scheinen mich nicht recht verstanden zu haben, Mr. Holmes.
Ich bezahle Ihnen eine hohe Summe, eine sehr hohe Summe für das Wiederfinden des Juwels.
Sie nehmen den Auftrag an.
Nein, Lady Morcar.
Sie sind impertinent, Sir.
Ich habe Ihnen meinen Rat gegeben.
Sie verweigern mir die Hilfe.
Die Besten für das Wiederfinden Ihres Edelsteines sind die Männer der Metropolitan Police.
Das ist pervers, Mr. Holmes.
Obwohl ich absolut davon überzeugt bin, dass Sie die beste Person hierfür sind,
verwehren Sie mir die Hilfe. Wieso, Sir?
Ihr Fall ist der eines Gelegenheitsdiebes, Lady Morcar.
Es gibt keinen einzigen Aspekt, der für mich von irgendeinem Interesse wäre.
Guten Tag, Lady Morcar.
Dem kühlen Logiker Sherlock Holmes ist es völlig egal, ob die Dame ihn ankeift.
Später in der Baker Street, 221 B.
Grundgütiger. Irene Adler.
Hier steht, dass sie in der Queen's Hall singen wird.
Ich bin sehr daran interessiert zu sehen, ob Ihr musikalisches Talent den anderen Talenten ebenbürtig ist.
Man sagt, Ihre Tessitur sei recht bemerkenswert.
Hilfe! Was soll denn das?
Stehen geblieben! Stehen bleiben!
Ah, Holmes, hier sind Sie.
Ich, äh, ich sah die alte Mrs. Dixon am Bahnhof.
Sie bat mich, Ihnen Grüße auszurichten und wünscht fröhliche Weihnachten.
Was halten denn Sie davon?
Hä? Ich bin zurück, Holmes.
Es wäre ein äußerst gutes Training. Sie kennen meine Methoden.
Was tun Sie da?
Na, Ihren Hut aufhängen. Oder wollten Sie das nicht?
Nein, nein, nein, Watson. Beäugen Sie ihn. Sagen Sie mir, was Sie finden.
Ist es ein Indiz?
Es ist ein Indiz. Mehrere.
Ein neuer Fall?
Nein, nein, nein. Hier ist meine große Lupe. Erzählen Sie mir was über den Hut.
Übrigens, ich bin erfreut, dass Sie zurück sind. Es ist ruhig hier ohne Sie.
Ich schätze, Sie haben meine Grüße an Mrs. Dixon ausgerichtet. Also, was finden Sie?
Was soll ich denn finden?
Einfach alles. Nehmen Sie sich Zeit.
Dieser Hut ist die Trophäe eines dieser launenhaften, skurrilen kleinen Vorfälle,
die eintreten, wenn man vier Millionen Menschen hat,
die sich auf ein paar Quadratmeter zusammendrängen müssen.
Nun ist es ein alter, schwarzer, gewöhnlicher Hut.
Kein Hut mache ein näher, günstiger Ausführung.
Das Futter ist, oder vielmehr war, rote Seide, ziemlich ausgebleicht.
Die Initialen HB sind im Innern eingeprägt. Wie schlage ich mich?
Hervorragend. Fahren Sie fort.
Es ist viel Staub drauf und stellenweise fleckig. Sieht aus wie...
Ja, man hat versucht, die Flecken mit schwarzer Tinte zu übertünchen.
Die Krempe wurde für einen Aufhänger durchstochen, der jedoch fehlt.
Exzellent, mein treuer Freund. Und weiter?
Das ist alles.
Alles?
Ja. Ich meine, er ist ziemlich groß und eher schäbig.
Was wollen Sie denn noch hören?
Na, Schlüsse, Watson! Schlüsse!
Oh. Nun, er gehört einem Mann, der keinen Respekt für seine Kleidung hat.
Und äh, halt auf den Blick.
Er hat graues Haar, hatte erst einen Haarschnitt
und benutzt Limonencreme-Haarwichsel.
Bravo! Sie machten den Schnitt und den Geruch aus.
Also...
Was haben wir?
Einen grauhaarigen Intellektuellen, der vor drei Jahren recht wohlhabend war,
dann harte Zeiten durchmachte.
Er hatte früher mehr Weitsicht als heute.
Seine Frau hat aufgehört, ihn zu lieben
und es ist zu bezweifeln, dass sein Haus schon an Gas angeschlossen ist.
Oh, mein guter Holmes, Sie machen sicher Witze.
Nicht im Geringsten. Da ist doch der Beweis.
Ach, kommen Sie.
Wie so ein Intellektueller?
Wie können Sie was über die Finanzlage des Mannes sagen?
Erstens, anhand des kubischen Fassungsvermögens.
Ein Mann mit so einem großen Kopf muss auch etwas darin haben.
Oh nein, das ist medizinisch nicht korrekt.
Es gibt Menschen mit großen Köpfen, die Idioten sind.
Richtig.
Aber dieser Mann führt ein sesshaftes Leben.
Das zeigt die Menge an Hausstaub, die obendrauf liegt.
Als er neu war, war es ein sehr guter Hut.
Schauen Sie sich mal die Qualität des gerippten Seidenbandes an
und die des Seidenfutters.
Er besaß die Voraussicht, Maßnahmen gegen den Wind zu treffen,
indem er einen Spanner anpassen ließ.
Aber dann ließ die Achtsamkeit nach,
denn als er kaputt ging, ließ er ihn nicht mehr reparieren.
Ein sesshafter Mann mit Geschmack,
Voraussicht und einer solchen genialen Kapazität
ist sehr wahrscheinlich kein Idiot.
Sehr beantwortend auf alles.
Aber ich bemerkte, dass Sie mir nichts über seinen Wohlstand
von vor drei Jahren erzählten und seiner jetzigen Armut.
Nun, dieser einst exzellente Hut ist drei Jahre alt,
denn diese flache Krempe mit gekrümmter Kante
kam damals gerade erst in Mode.
Wenn sich unser Mann vor drei Jahren so einen Hut leisten konnte,
es sich jedoch keinen weiteren kaufte oder in den Spanner austauschte,
hat er sich finanziell abwärts entwickelt.
Ja, einleuchtend.
Aber bitte, Horst, für meinen Seelenfrieden.
Verwirren Sie mich weiter damit,
wieso seine Frau aufgehört habe, ihn zu lieben.
Dieser Hut ist seit Wochen nicht gebürstet worden.
Wenn ein Mann mit solch einer Ansammlung von Staub aus dem Haus darf,
hat er sicherlich die Zuneigung seiner Frau verloren,
und das ist dem Widerfahren, dem Mr. Henry Baker.
Verstehe. Danke sehr.
Ich danke Ihnen.
Mr. Henry Baker?
Der Name des Eigentümers.
Oh, kommen Sie, Horst, das geht jetzt zu weit.
Anzunehmen, dass die Initialen H.B. für
Sie könnten doch genauso für
Heather Way Broughton stehen.
Und außerdem könnte er Junggeselle sein.
Nein, damit würden wir ja den Beweis mit der Gans unterschlagen.
Gans?
Verloren gegangen durch denselben Mann an der Ecke Good Street.
Sie trug ein Etikett mit dem Namen Mrs. Henry Baker.
Sie sahen das alles?
Dann sind Sie in einem Verbrechen...
Nein, kein Verbrechen, Watson.
Vor zwei Nächten sah der Dienstbote Peterson,
wie jemand von ein paar Schlägern attackiert wurde.
Bei seiner Verteidigung ging ein Ladenfenster zu Bruch,
und als Peterson auftauchte, rannten alle weg.
Wieso? Ich meine, dieser Mr. Henry war doch der Geschädigte, oder?
Also, Peterson war in Uniform, und Baker hatte das Fenster zerbrochen.
Eine offiziell gekleidete Person zu sehen,
versetzte ihn in Panik, er stürmte davon,
ließ den Hut zurück, und auch die Weihnachtsgans.
Wo ist diese Gans jetzt?
Peterson hat sie.
Ich hielt sie für eine angemessene Belohnung für seine Ehrlichkeit.
Dann konnten Sie diese Bakers nicht aufspüren?
Da es ein paar Hundert Henry Bakers
in unserer schönen Stadt gibt,
ist es nicht leicht, dem Richtigen
das verlorene Eigentum zurückzugeben.
Ich frage mich...
Ja, ich würde so gern davon probieren.
Watson, aber natürlich!
Danke sehr.
Es gibt noch etwas über diesen Hut,
das mich umtreibt.
Wirklich? Aber es war doch nur eine Fingerübung.
Woher wissen Sie, dass Mrs. Baker
nicht die Mutter ist?
Oh, sie wäre eine ziemlich alte Lady.
Möglich, aber sie wäre noch in der Lage, Gans zu essen.
Baker ist ganz klar mittleren Alters.
Wenn er noch immer bei seiner Mutter lebt,
stehen sie sich entweder sehr nah,
oder er ist unfähig, sich zu lösen, und sie nervt ihn.
In jedem Fall hätte auch sie ihm nie erlaubt,
diesen Hut so aufzusetzen.
Angenommen, sie wäre Invalide.
Dann gäbe es zweifellos ein Hausmädchen,
und seine Mutter würde sicher gehen,
dass Henrys Wohlstand gesehen wird.
Nein, Mrs. Henry Baker ist seine Frau.
Sie warten hier.
Ich kann die Leute nicht einfach reinplatzen lassen.
Das ist sehr wichtig!
Peterson!
Was ist hier los?
Er ist einfach reingestürmt, Sir.
Ich muss Mr. Holmes sprechen, Sir.
Kommen Sie und beruhigen Sie sich wieder.
Guten Tag, Peterson.
Ich musste Sie sehen, Sir.
Es ist wegen der Gans.
Was? Was ist mit ihr?
Ist sie wieder auferstanden und durch das Küchenfenster geflattert?
Sind Sie denn nicht zu beschäftigt, Sir?
Alles in Ordnung, Mrs. Hudson. Danke.
Schauen Sie, Sir.
Sehen Sie, was meine Frau im Kopf gefunden hat.
Grundgütiger.
Ein Jupiter, Peterson.
Dies ist ein wahrer Schatz.
Ich schätze, Sie wissen, was Sie da gefunden haben.
Ja, ein Juwel, Sir.
Es zerschneidet Glas wie Butter, Sir.
Es zerkratzte Mrs. Petersons Aquamarin-Anhänger,
den ihr Tante Betsy hinterließ, als sie vor ein paar Jahren von uns ging.
Zerkratzte ihn und bekam selbst nichts ab.
Heißt, das ist ein guter Stein, Mr. Holmes.
Es ist viel mehr als nur ein guter Stein.
Es ist DER Stein.
Das ist doch nicht...
Das ist doch wohl nicht der blaue Karfunkel der Contess von Morka.
Genau das ist er.
Das ist das Juwel, für das die Times jeden Tag eine Anzeige schaltet.
Seit einer Woche.
Die Belohnung sind 1000 Pfund.
Ja, und das ist nicht mal ein Zwanzigstel seines Marktwerts.
1000 Pfund, ja?
Großer Gott, Allmächtiger!
Also, er scheint ja ganz nett auszusehen, Sir.
Aber das ist eine ganze Menge Geld.
Aber Mrs. Hudson, dieser Stein ist einzigartig.
Niemand hat je wieder so einen gefunden.
Doch wie zur Hölle gelangt er in Petersons Gans?
Nicht in Petersons Gans,
sondern in die von Mr. Henry Baker.
Peterson?
Ja, Sir?
Würden Sie bitte zum Anzeigenbüro gehen
und das für die Abendausgabe überbringen?
Natürlich, Sir.
In welcher Zeitung wollen Sie das?
Es erscheint, Sir.
Oh, im Globe, im Star, Perl Melton, James Gazette,
Evening News, Standard, Echo
und welche Ihnen noch so einfallen.
Also.
Gefunden an der Ecke Gooch Street,
eine Gans und ein schwarzer Herrenhut.
Mr. Henry Baker kann ihn abholen,
kommen in der 221B Baker Street.
Ja, das ist sehr eindeutig.
Und das deckt dann die Kosten.
Danke.
Sehr wohl.
Ja, aber was ist mit dem Stein, Sir?
Ich bewahre ihn so lange bei mir auf.
Danke sehr.
Mrs. Hudson?
Ja, Sir?
Schicken Sie bitte Billy los, um mir eine Gans zu kaufen.
Oh, aber wir haben schon eine, Sir.
Ja, aber diese ist für Mr. Baker,
dessen Gans in diesem Augenblick
für Mr. Petersons Familie zubereitet wird.
Oh, wie Sie wollen, Sir,
obwohl es rätselhaft für mich bleibt.
Ah, er ist wunderschön, Watson.
Sehen Sie, wie er glänzt und funkelt.
Einfach traumhaft.
Ja, in der Tat.
Und wie jeder gute Stein ist auch dieser,
der Nukleus und der Fokus von Verbrechen.
Das sind die Verlockungen des Teufels.
In alten und großen Juwelen
ist jede Facette ein Beleg für eine Blutart.
Doch bei dieser Größe,
wer würde denken,
dass dieser hübsche Edelstein
schon verantwortlich war für zwei Morde,
einen Selbstmord, einen Giftanschlag
und mehrere Raubüberfälle?
Dann sollten wir ihm besser loswerden.
Bringen wir ihn Lady Morka zurück?
Nein, noch nicht.
Wie Mr. Hudson richtig beobachtet hat,
liegt hier ein Rätsel zugrunde.
Wie er in die Gans gelangte.
Exakt.
Und das will ich herausfinden.
Habe ich nicht irgendwo gelesen,
dass Lestrade bereits jemanden
wegen des Raubes des Grafunkels verhaftet hat?
Vor zwei Abenden.
Einen jungen Handwerker,
der in Lady Morkas Zimmer eine Reparatur vornahm.
Vielleicht ist Baker ja sein Komplize.
Das finden wir schon raus,
sobald er auf meine Anzeige antwortet.
Und ob er unschuldig ist, finde ich heraus,
mit einem ganz einfachen Trick.
Es könnten diese Schläger gewesen sein.
Die könnten mit drin stecken
und versucht haben, das Juwel zurückzuholen.
Wir können im Moment noch keine Schlüsse ziehen, Watson.
Ja, John Horner ist der junge Mann,
dem Lestrade verhaftete.
Er wartet just in diesem Moment auf seine Prozesse.
Wenn es Ihnen nichts ausmacht,
werde ich jetzt zu Bett gehen.
Offensichtlich hat Baker Ihre Anzeige nicht gelesen.
Dann wird es Ihnen morgen früh jemand mitteilen.
Kommen Sie rein.
Ah, ein Besucher, Mrs. Hudson.
Nein, Sir, eine Nachricht für Dr. Watson.
Wirklich?
Ja, sie kommt von der Polizei, Sir.
Jemand versuchte, sich auf der Polizeiwache zu erhängen.
Ich muss sofort hin.
Dankeschön, Mrs. Hudson.
Schuld ist, wer Schuldhaftes tut, Sir.
Er war schon vorher in Ärger verwickelt
und jetzt auch noch dieser Juwelenraub.
Horner hat wohl nicht viel,
wofür es sich zu leben lohnt.
Horner?
Der Komtess von Morkerfall, Sir.
Irgendwie verfolgt er mich.
Ich war's nicht, Sir.
So war mich Gott richtig.
Ganz langsam sagte Horner,
das wird schon wieder.
Ich muss Sie loben, Wachtmeister,
für seine prompte Rettung,
bevor er sich ernsthaft was antun konnte.
Bitte, Sir, Sie müssen mir helfen.
Horner, das reicht jetzt.
So wie alle behauptet auch er, unschuldig zu sein.
Das bin ich.
Er ist eine harte Nuss.
Äh, Wachtmeister,
würden Sie uns bitte allein lassen?
Das ist gegen die Ordnung, Sir.
Er könnte gewalttätig werden.
Ich bin Mediziner und kein Richter.
Ich sehe keine Gewalt in ihm
und noch weniger Kriminelles.
Er wird mir nichts tun.
Na ja, Sir, ich weiß nicht so recht.
Danke, Wachtmeister, danke.
Das war ganz schön dumm von Ihnen.
Wenn Sie unschuldig sind,
wird man das vor Gericht ans Tageslicht bringen.
Das bin ich.
Und das wird man nicht.
Wegen der anderen Sache.
Welche andere Sache?
Ich hatte schon mal Ärger gehabt, Sir.
Sie erwischt mich wegen einer Lüge.
Die werden mich jetzt nicht laufen lassen.
Das wird eine lange Haft.
Nicht, wenn Sie unschuldig sind.
Wir wollten im Januar heiraten.
Alles vorbei.
Alles wegen dieses jämmerlichen Raubüberfalls.
Ganz ruhig.
Ich schwöre Ihnen, ich war es nicht.
Ich habe dieses elende Ding
nicht einmal gesehen.
War es dem blauen Kafunkel?
Ja, ich glaube, so heißt es.
Sie müssen mir helfen.
Ich bin unschuldig.
Ich tue, was ich kann.
Ihre Anzeige hat zu keinen Ergebnissen geführt.
Wir müssen uns was anderes überlegen.
Nun, die Zeit ist auf unserer Seite.
Horners Fall wird nicht vor Mitte Januar
vor Gericht gehen.
Ich bin überzeugt,
dass Horner unschuldig ist.
Auf welcher Grundlage, Watson?
Ein schuldiger Mann hätte eine bessere Geschichte auf Lager.
Und Horner hatte recht wenig zu erzählen.
Wenn Sie ihn so gesehen hätten wie ich, Holmes.
Ein Mann, der lieber den Tod
als das Gefängnis bevorzugte,
würden Sie genauso empfinden.
Mein treuer alter Freund,
Ihre Überzeugung kommt eher von Ihrem Herzen
als vom Verstand.
Kommen Sie rein.
Ist es in Ordnung, wenn ich abräume, Sir?
Oh, ja. Ja, natürlich, Mrs. Hudson.
Ich dachte, ich lasse Sie erst in Ruhe
zu Ende speisen.
Soweit ich weiß, hasst es Dr. Watson,
gestört zu werden.
Aber es wartet ein Gentleman darauf, Sie zu sehen, Sir.
Wer ist es?
Er nannte seinen Namen nicht, Sir.
Oh, lassen Sie ihn bitte hochkommen, Mrs. Hudson.
Natürlich, Sir.
Denken Sie, es ist Baker?
Naja, ich erwarte keinen anderen.
Und seine Zurückhaltung würde mit seinen
anderen Eigenschaften einhergehen.
Wenn Sie bitte hochgehen würden, Sir.
Kommen Sie rein.
Mr. Holmes.
Einen schönen guten Tag, Sir.
Mein Kollege Dr. Watson.
Erfreut, Ihre Bekanntschaft zu machen?
Ja, ebenso.
Ich bin hier wegen Ihrer Annonce
in der letzten Abendzeitung.
Ich glaube, Sie haben etwas in Ihrem Besitz,
das mir gehört.
Um genauer zu sein, ein Hut und eine Gans.
Mr. Henry Baker, nehme ich an.
Harold Baker.
Was?
Mein verstorbener Bruder hieß Henry.
Ich lebe mit meiner Schwägerin zusammen
und die Gans ist für Sie.
Bitte nehmen Sie Platz, Mr. Baker.
Möchten Sie etwas zu trinken?
Ich sehe, dass Ihr Kreislauf mir
den Sommer als den Winter bevorzugt.
Ja, das stimmt.
Ich spüre die Kälte.
Das ist äußerst aufmerksam von Ihnen, Doktor.
Ist das Ihr Hut, Sir?
Ja, Mr. Holmes, das ist zweifelsohne meiner.
Wir hofften auf eine Vermisstenerzeige
Ihrerseits mit Ihrer Adresse.
Die Schillinger liegen nicht mehr ganz so locker
in der Tasche, wie sie einst lagen.
Ich wusste ja, dass diese Schläger mir beides
geklaut hatten, meinen Hut und den Vogel.
Ich wollte kein Geld in einem
hoffnungslosen Wiederbeschaffungsversuch verschwenden.
Ah, ich stehe.
Apropos Vogeln. Ich fürchte, er ist weg.
Weg?
Oh ja. Er wäre keinem mehr nützlich gewesen,
wäre er noch länger hier geblieben.
Aber ich nehme an, dass diese andere Gans,
die genauso viel wiegt und absolut frisch ist,
Ihren Ansprüchen gerecht wird.
Oh, ganz sicher. Das wird sie.
Natürlich haben wir noch die Federn, Schenkel,
Kopf und so weiter von Ihrem Vogel,
falls Sie es wünschen.
Ja, vielleicht als bescheidene Andenken an mein Abenteuer.
Davon mal abgesehen, wüsste ich nicht,
was die Disjekta Membra meiner seligen Bekanntschaft
bringen würden.
Nein, Sir, ich denke, dass ich mit Ihrer Erlaubnis
mich auf diesen hervorragenden Vogel
dort auf der Anrichte beschränken werde.
Hier ist dann Ihr Hut, Sir, und dort Ihr Vogel.
Ach, apropos, würden Sie mir sagen,
woher Sie den anderen hatten?
Ich bin Geflügelliebhaber
und ich habe selten so eine schöne Gans gesehen.
Aber natürlich.
Zufälligerweise frequentieren ein paar von uns
regelmäßig das Alpha Inn in der Nähe
des Britischen Museums.
Uns findet man tagsüber in der Bibliothek,
Sie verstehen.
Aber natürlich.
Dieses Jahr rief unser Wirt Windy-Gate
einen kleinen Gänseclub ins Leben,
bei dem wir gegen einen kleinen
Mitgliedsbeitrag pro Woche
zu Weihnachten einen Vogel bekommen.
Mein Beitrag war voll, also
suchte ich eine Gans aus,
den Rest kennen Sie ja bereits.
Nein, ich muss mich bedanken, Sir,
und zwar für diesen Vogel,
der ein besonderes Lächeln auf die Lippen
meiner verwitweten Schwägerin zaubern wird,
und für die Rückgabe meines Hutes.
Ein Schottenbarrette passt weder zu meinem Alter
noch zu meiner Ernsthaftigkeit.
Ich wünsche Ihnen beiden
ein frohes und erfolgreiches
neues Jahr. Ihnen ebenso, Sir.
Darf ich, Mr. Baker?
Ein frohes neues Jahr.
Tja,
unser Mr. Harold Baker
war uns doch eine große Hilfe.
Sie entwickeln
einen geradezu pfiffigen Sinn für Humor,
Watson, vor dem ich mich wohl in Acht
nehmen muss, aber Sie tun gut daran,
mich zu rügen. Die Schwägerin war eine
Beziehung, an die ich hätte denken müssen.
Das macht seine Verwahrlosung viel nachvollziehbarer.
Sie behielten aber in vielem anderen Recht.
Ich vergaß zu fragen, ob er schon Gas
in seinem Haus hat.
Nun, diese Teigflecken auf seinem Hut, die er versuchte,
mit Tinte zu überdecken, müssen von einer Kerze sein.
Wer benutzt schon Kerzen, wenn Gas verlegt ist?
Aber angenommen, seine Schwägerin ist
genauso arm wie er, dann würde sie
Gas wohl nur in Ausnahmefällen benutzen,
da Kerzen billiger sind.
Möglich, mein treuer Watson, durchaus möglich.
Nach dem Konzert heute Abend,
würden Sie mit mir etwas trinken gehen, sagen wir,
im Alpha Inn in Bloomsbury?
Sehr gerne, Herr Holmes.
Und vielleicht tauschen wir uns über Gänse mit dem Wirt aus.
Mr. Windyridge.
Windygate. Windygate?
Ihr Bier muss exzellent sein,
wenn es so gut ist wie Ihre Gänse.
Meine Gänse, Sir?
Ja, ich hörte davon von einem Mr. Harold Baker,
der ein Mitglied Ihres Gänseclubs ist.
Ah, Mr. Baker. Er war, seit er seine mitnahm, nicht mehr hier.
Ohne Zweifel wird er es aber bald,
um sein großes Glück zu begießen.
Nun, ich hoffe, er genießt sie.
War es eine von Ihren?
Leider nicht, Sir. Das war nicht meine.
Ich betreibe ein Pub, kein Geflügelhof.
Von wem waren Sie?
Ich hatte ein paar Dutzend von einem Händler aus Covent Garden.
Oh, wie war sein Name?
Sein Name?
Ich kenne ein paar von dort und, wie Mr. Baker erzählte,
war es ein exzellenter Vogel.
Er hatte einen recht gewöhnlichen Namen.
Na, jetzt haben Sie mich erwischt.
Wissen Sie was? Ich schau mal dem Buch nach.
Schön.
Tut mir leid, ich hätte es fast vermasselt.
Ach, Quatsch, Watson. Er ist doch nachschauen gegangen.
Es ist wie die Suche der Nadel im Heuerhof.
Scheint wohl so zu sein, aber nicht vergessen.
Am einen Ende der Kette haben wir eine einfache Gans,
aber am anderen Ende steht ein Mann,
der vor einer siebenjährigen Haftstrafe steht.
Außer wir können seine Unschuld aufzeigen.
Ja, ich hab's, Sir.
Breckenridge ist sein Name.
Breckenridge?
Nein, ich fürchte, den kenne ich nicht.
Stoßen wir doch auf Ihre Gesundheit an
und auf den Erfolg für Ihr Haus.
Oh, danke, Sir.
Gehen wir, Watson.
Gute Nacht und ein frohes Weihnachtsfest.
Gute Nacht, Sir. Und Ihnen ein ebensolches.
Gute Nacht.
Unsere Untersuchung, Watson,
untermauern Horners Schuld.
Ich kann nicht glauben, dass das so ist.
In jedem Fall
haben wir eine Investigationslinie,
die uns der Zufall in die Hände gespielt hat
und die von Lestrade versäumt worden ist.
Folgen wir ihr zum Ende.
Doch erst mal zu Mr. Breckenridge.
Gesichter gängen Süden
und zügig marschiert.
Verschwinden wir von hier.
Seien Sie gegrüßt.
Ganz schön kühler Abend.
Ja.
Gänse sind schon ausverkauft.
Sie scheinen keine Gänse mehr zu haben.
Wenn Sie wollen,
kriegen Sie morgen früh 500.
Morgen ist schon zu spät.
Na, dann hat vielleicht noch jemand anders
eine für Sie.
Ja, aber Sie wurden mir empfohlen.
Ach was.
Ja.
Von wem?
Windygate, der Gastwirt des Alpha in Bloomsbury.
Ah ja. Ja, den hab ich schon mal beliefert.
Und was für ein feines Geflügel das war.
Ja, allerdings.
Woher hatten Sie sie denn?
Also gut, Mister.
Worauf wollen Sie hinaus?
Los, Butter bei die Fische.
Ich bin ganz offen zu Ihnen, Mr. Breckenridge.
Ich hätte nur gern gewusst, von wem die Gänse waren,
die Sie dem Inn verkauften.
Ich bin auch ganz offen zu Ihnen, Mister.
Ich werd Sie nicht sagen.
Ja, aber das ist doch nichts Schlimmes.
Ich weiß gar nicht, wieso Sie sich
wegen so einer Kleinigkeit aufregen.
Aufregen? Das würden Sie auch,
wenn man Sie so belästigt wie mich, Mister.
Wenn man gutes Geld für gute Ware hinlegt,
dann ist normalerweise die Sache über die Bühne.
Aber nein, woher haben Sie diese Gänse?
Wem verkaufen Sie diese Gänse?
Und jetzt, von wem haben Sie sie gekauft?
Als wären das die einzigen verdammten Gänse
auf der ganzen Welt.
Nun, darüber weiß ich nichts.
Ich hatte keinerlei Kontakt zu irgendwem,
der Sie auch gefragt hat.
Allerdings, wenn Sie mir nicht helfen wollen,
von mir aus, Ende der Geschichte.
Ja, was auch immer.
Kommen Sie, Watson, die Wette ist geplatzt.
Er wird uns nicht helfen.
Halt, Augenblick mal.
Wette? Welche Wette?
Ich weiß ein, zwei Dinge über Geflügel.
Und ich bin immer gut vorbereitet,
wenn es um Federvieh geht.
Ich hab einen Fünfer gewettet,
dass die ganze Ich-Aas auf dem Land gezüchtet wurde.
Ha!
Tja, schätze, Sie haben Ihren Fünfer wohl verloren.
Denn alle Windigate-Gänse waren Stadtvögel.
Das kann nicht sein.
Die ganze Ich-Aas war eindeutig vom Land.
Das war sie nicht.
Ich glaube Ihnen nicht.
Hören Sie, Mr. Schlaumeier,
wissen Sie mehr über Geflügel als ich?
Ich bin in diesem Geschäft seit meiner Kindheit.
Und ich sage Ihnen,
alle Vögel, die ins All vergingen, waren aus Stadtzucht.
Sie werden mich nicht davon überzeugen,
weil ich es weiß.
Worauf wollen wir wetten?
Also, ich brauche Ihr Geld zwar nicht,
aber gern.
Das wird Sie lehren, nicht so starrköpfig zu sein.
Ich wette um einen Sovereign.
Ha!
Also gut, Mr. Selbstsicher.
Und Sie, Sir?
Ich dachte, ich hätte keine Gänse mehr.
Aber es scheint wohl doch noch welche zu geben.
Sehen Sie dieses kleine Buch?
Ja.
Das hier ist eine Liste meiner Lieferanten.
Hier hinten haben wir die ländlichen Lieferanten
und hier vorne die städtischen Kaufleute.
Würden Sie bitte die dritte Zeile vorlesen?
Mrs. Oakeshott,
Brixton Road 117,
Eier und Geflügel, Seite 43.
Ja, das verweist auf dieses Buch.
Das hier ist mein Handelsbuch.
Also,
43.
Sir, wenn es Ihnen nichts ausmacht,
dann lesen Sie bitte diesen Eintrag da.
Ja,
18. Dezember von Mrs. Oakeshott,
24 Gänse,
zu 7 Pfund 60 Pence.
Und das darunter?
Verkauft an Windy Gate,
Alpha Inn zu
12 Schillinge.
Was sagen Sie jetzt dazu, Sir?
Den Verlust Ihrer Goldmünze finden Sie wohl amüsant.
Wenn man einem Kerl mit solch einem
Backenbartschnitt begegnet, der eine Ausgabe
einer Fußballzeitung in der Tasche hat,
kriegt man ihn immer mit einer Wette rum.
Ich hätte 100 Pfund vor ihm ausbreiten können.
Er hätte mir nie dieselbe Fülle an Informationen gegeben,
als mit dem Gefühl, mich mit einer dämlichen Wette klein zu kriegen.
Ja, offenbar schien der Anderen keine Antwort zu geben.
Ganz genau. Und da es noch andere gibt,
die Interesse an der Sache haben,
müssen wir uns die Frage stellen,
besuchen wir Mrs. Oakeshott dann heute
oder warten wir bis morgen?
Es ist schon recht spät, Holmes.
Und immerhin haben wir ja den blauen Karfunkel.
Und Sie können das Abendessen kaum er...
Gänse? Ich habe genug von Gänsen gehört heute.
Wenn Sie eine Gans von mir wollen,
kommen Sie morgen früh wieder, klar?
Ich brauche sie aber heute.
Dann scheren Sie sich zum Teufel.
Ich muss aber wissen, wer die Anderen gekauft hat.
Wenn Sie mich weiter mit Ihren blöden Fragen nerven,
dann hetze ich die Hunde auf Sie.
Mrs. Oakeshott sagte...
Bringen Sie mir Mrs. Oakeshott her und ich sag's ihr.
Was glauben Sie, wer Sie sind?
Habe ich diese dämlichen Gänse von Ihnen gekauft?
Aber eine dieser Gänse gehörte mir.
Fragen Sie Mrs. Oakeshott.
Aber Mrs. Oakeshott bat mich, Sie zu fragen.
Hören Sie, Sie können von mir aus den König von Preußen fragen
und jetzt reicht es mir mit Ihnen.
Dann hauen Sie ab. Machen Sie's schon.
Schnell, Watts. Wir müssen mit ihm sprechen.
Das ist doch nicht zu fassen.
Was ist heute nur los hier? Was glotzt hier denn so?
Nee, ich wollte auch Gänse.
Aber was wollen Sie?
Nur ein paar Fragen stellen, falls Sie nichts dagegen haben.
Es war schlicht unmöglich, Ihre Diskussion mit Mr. Breckenridge zu überhören
und ich glaube, dass ich Ihnen behilflich sein kann.
Woher wollen Sie das wissen? Wer sind Sie?
Mein Name ist Sherlock Holmes und mein Geschäft ist es,
zu wissen, was Andere nicht wissen.
Sie können gar nichts darüber wissen.
Verzeihen Sie, aber ich weiß alles.
Sie bemühen sich darum, ein paar Gänse wiederzufinden.
Ja.
24 Gänse wurden von Mrs. Oakeshott
an Mr. Breckenridge für eine gewisse Summe verkauft.
Er wiederum verkaufte sie zu einer höheren Summe
an den Wirt eines Inns,
der einen Gänseclub führt,
in dem ein gewisser Harold Baker Mitglied ist.
Ja, aber wie hieß dieses Innser?
Genau diesen Namen versuche ich herauszufinden.
Wieso?
Ich fürchte, ich bin nicht befugt, Ihnen das zu sagen.
Aha.
Ich glaube, wir sollten das auch lieber
in einer privateren Atmosphäre besprechen
als auf diesem windigen Marktplatz.
Watson, holen Sie uns eine Droschne?
Natürlich.
Apropos, verraten Sie mir, mit wem ich das Vergnügen habe?
Mein Name ist J... John Robinson.
Ach, kommen Sie, Sir.
Ihren echten Namen bitte.
Geschäfte mit einem Alias zu machen, das ist nie gut.
Na gut, wenn es unbedingt sein muss.
James Ryder.
Na bitte, Sir.
Sie sind leitender Angestellter im Hotel Cosmopolitan
und Sie waren der Polizei eine große Hilfe, glaube ich.
Holmes?
Ja, sie ist da.
Wundervoll.
Ich werde Ihnen alles sagen, was Sie wissen wollen,
sobald wir in der Baker Street sind.
Ein raffinierter Bursche, dieser Sherlock Holmes.
Da wären wir.
Ist Ihnen kalt, Mr. Ryder?
Sie zittern.
Bitte dort Platz nehmen.
Also, Mr. Ryder,
was wünschen Sie denn zu erfahren?
Wie hieß das, Papa, dass die Gänse verkauft wurden?
Das Alpha N in Bloomsbury.
Aber ich glaube nicht, dass das Ihnen hilft,
denn ich glaube, Sie sind nur an einer bestimmten Gans interessiert.
Einem weißen Vogel mit einem dunklen Hinterteil.
Ja, wissen Sie, was mit dieser Gans passiert ist?
Natürlich, sie kam hierher.
Hierher?
Zu Ihnen?
Ja, und eine bemerkenswerte Gans noch dazu.
Es überrascht mich nicht, dass Sie so an ihr interessiert sind.
Wie, was meinen Sie?
Sie legte ein Ei, nachdem sie tot war.
Ein hübsches, funkelndes,
blaues Ei.
Das gehört mir!
Vorsicht vor dem Kamin!
Das reicht, Watson, danke.
Es mag Verschwendung sein,
aber ich schätze, er braucht einen Brandy.
Exzellente Idee, Watson.
Er hat nicht genug Mumm, um für sein Verbrechen gerade zu stehen.
Was für ein armseliger,
kleiner Wicht.
Reißen Sie sich zusammen, Mr. Ryder.
Sind Sie bereit zu reden?
Bitte nur eine Minute, Sir.
Schon besser.
Jetzt sehen Sie auch schon etwas menschlicher aus.
Da ich alle Indizien
und nötigen Beweise in den Händen halte,
gibt es wenig, was Sie mir noch sagen könnten.
Dennoch kann das, was von Ihnen kommt,
diesen Fall vervollständigen.
Zuallererst, woher wussten Sie,
wo sich der Stein befand?
Catherine Cusack, die Magda Comtesse verriet es mir.
Sie stiftete mich an.
Wir wollten...
Wir hatten vor, zu...
Ich verstehe.
Die Versuchung vom einfachen, schnellen Reichtum
war zu viel für Sie.
Das meiste, was ich hier gestohlen habe, war ein Viertelpenny.
Das müssen Sie mir glauben.
Wir reden hier nicht von Viertelpennys.
Sie haben die Voraussetzungen
für einen üblen Verbrecher, Ryder.
Sie wussten, dass Sie Horner belasten konnten
und dass sich der Verdacht auf ihn verdichten würde,
weil er schon in Dinge verstrickt gewesen ist.
Ich schätze, Sie veranlassten,
dass genau er für die Reparaturen
in Lady Morkas Zimmer kommen sollte.
Jawohl.
Die Comtesse beschwerte sich wie üblich
und unser Handwerker war weg.
Darum witterten Sie und diese Frau Cusack
Ihre große Beuteschance.
Nachdem Horner weg war,
schnappten Sie sich die Schatulle,
schlugen Alarm und ließen diesen armen Mann verhaften.
Ich werde mir das nie verzeihen, Mr. Holmes.
Ich bitte Sie um Vergebung.
Ich habe noch nie etwas Falsches getan.
Sie müssen mir das glauben.
Stehen Sie auf, Mann!
Stehen Sie auf und setzen Sie sich wieder hin!
Wie schön, dass Sie sich vor Schuldgefühlen
winden und kriechen,
jetzt, da Sie überführt sind.
Aber was ist mit Horner?
Sie ließen ihn vielleicht erst verhaften,
wovon er nichts wusste.
Schreibe ein Geständnis.
Ich verlasse das Land.
Ich tue alles, was Sie wollen.
Nur bitte, bitte, übergeben Sie mich nicht der Polizei.
Was passiert, wird von Ihnen abhängen.
Erstens.
Sagen Sie uns wahrheitsgemäß,
wie der Stein in die Gans gelangte
und die Gans anschließend auf den Marktplatz.
Die Wahrheit, Ryder.
Denn das ist Ihre einzige Hoffnung auf Freiheit.
Das werde ich.
Ich werde Ihnen genau erzählen, wie es passierte.
Nach der Verhaftung Horners.
Die Sie veranlassten.
Ja, da wurde mir klar,
dass ich den Stein rasch loswerden musste,
bevor die Polizei anfangen würde, mich zu inspizieren.
Ja, dieser Gedanke wäre Lestrade sicher auch gekommen.
Reden Sie weiter, Ryder.
Ich wollte ihn nicht im Hotel verstecken.
Also büxte ich für eine Stunde aus
und ging zu meiner Schwester in die Brixton Road.
Die sagenumwobene Mrs. Oakshot.
Ja, ganz rechts.
Sie mästet Geflügel für den Markt.
Auf dem Weg dorthin schien jeder Mann,
den ich sah, ein Polizist oder Detektiv zu sein
und es war bitterkalt.
Der Schweiß floss nur so über mein Gesicht.
Als ich dann ankam,
muss ich furchtbar ausgesehen haben,
denn sie fragte mich, was los wäre.
Nun, ich erzählte vom Raub im Hotel
und ich sagte, ich wäre aufgelöst,
weil es mein Fehler gewesen war.
Dann bin ich rüber zum Gehege,
um eine Zigarette zu rauchen
und um nachzudenken.
Ich habe einen Freund oben in Kilburn,
der schon mal abgesessen hat,
und ich wusste, dass er mir zeigen kann,
wie ich den Stein zu Geld machen kann.
Aber die Frage war, wie ich den Stein
sicher zu ihm bringen konnte.
Ich meine, wenn die mich durchsucht hätten,
hätten sie den blauen Karfunkel
in der Manteltasche gefunden.
Plötzlich kam mir eine Idee,
wie ich den besten Detektiven überlisten könnte,
der jemals gelebt hat.
Jim?
Jim, was fällt dir denn ein?
Jim, lass die ganz los, die gehört dir nicht.
Was hattest du denn mit ihr vor?
Du hast mir eine für Weihnachten versprochen.
Ich war nur am Aussuchen.
Aber Jim, deine haben wir doch schon längst.
Jims Vogel nennen wir sie.
Es ist die prächtige Weise dort hinten.
Also, wenn es dir nichts ausmacht,
würde ich die nehmen, die ich gerade hatte.
Aber wir haben deine besonders gemästet.
26 gibt es hier,
zwei Dutzend für den Markt,
eine ganz für uns und eine für dich.
Deine und unsere sind gut treibfundschwerer als der Rest.
Ja, das ist ja ausgesprochen nett, Maggie,
aber ich will nicht, dass du denkst,
ich sei undankbar, aber ich hätte gern die andere.
Aber? Ach, von mir aus,
aber erwarte keine weiteren Gefallen mir.
Ich danke dir, Maggie.
Welche hatte ich denn so in ihren Bann gezogen?
Die mit dem dunklen Hinterteil. Kann ich die denn gleich mitnehmen?
Mach, was du willst.
Aber fangen und töten musst du sie selbst, denn ich werde es nicht tun.
Ich ließ die ganz den Stein schlucken,
bevor meine Schwester mich störte.
Also fing und tötete ich sie und brachte sie zu meinem Freund.
Wir schnitten sie auf
und hackten sie in kleine Stückchen,
aber keine Spur von dem Juwel.
Mein Herz blieb stehen.
Ich rannte wieder zurück zu meiner Schwester,
aber als ich ankam,
war das Gehege wie leergefegt.
Maggie!
Wo sind die Gänse alle hin?
Ich wusste, dass du nicht zufrieden wärst, Jim,
aber wer nicht will, der hat schon gehabt.
Ich hab die Falsche erwischt!
Nein, wirklich!
Hatte ich es dir nicht gesagt?
Du meinst, es gab zwei davon?
Natürlich gab es zwei. Sie waren wie Zwillinge.
Maggie, an wem hast du sie verkauft?
Ich muss es wissen!
Demgleichen wie immer natürlich Breckenridge in Covent Garden.
Was hat das alles zu bedeuten, Jim?
Jim! Komm sofort wieder zurück!
Ich ging zu Breckenridge wieder und wieder.
Ich bat ihn, ach was,
ich flehte ihn an mir zu sagen,
wem er sie verkauft hatte.
Aber es war immer so wie am heutigen Abend.
Ich wusste, dass es meine letzte Chance sein würde.
Wieso?
Weil Heiligabend ist.
Morgen um diese Zeit werden all diese Gänse
bereits gegessen sein.
Es ist die Wahrheit, Mr. Holmes.
Ich schwöre,
jedes Wort ist wahr.
Und nun bin ich als Dieb gebrannt,
ohne was vom Reichtum gehabt zu haben,
für den ich meinen Charakter verlor.
Gott steh mir bei, Mr. Holmes!
Ryder!
Ja, Sir?
Kommen Sie her.
Unterzeichnen.
Und dann verschwinden Sie.
Sie haben etwa zwölf Stunden,
bevor die Polizei das sieht.
Also los!
Gott beschütze Sie, Mr. Holmes!
Los!
War das weise?
Wir haben den Beweis von Horners Unschuld
und wir haben Lady Morkas Juwelen.
Und ich stehe nicht in der Pflicht der Polizei,
ihre Defizite aufzuzeigen.
Miss Drake hatte kein Recht,
den vermeintlich Verdächtigen zu verhaften,
bevor nicht alle durchsucht worden waren.
Ich gebe zu, da haben Sie recht.
Oh, ich verwische eine schwere Straftat, ohne Zweifel.
Aber ich rette auch eine Seele.
Ryder ins Gefängnis zu schicken,
hieße, ihn komplett zu brechen.
Er war so verängstigt diesmal,
er wird es sicher nicht widerwagen.
Abgesehen davon,
mein treuer alter Freund,
ist es die Zeit der Vergebung.
Vielen Dank.
Guten Tag, Lady Morka.
Ich hoffe, Sie vergeben mir diese Störung.
Ah, Mr. Holmes, ich bin froh,
dass Sie sich entschieden haben, doch zu kommen.
Ich hätte Sie jedoch früher erwartet.
Ich habe einen zweiten Auftrag für Sie.
Ein zweiter? Ein weiterer Diebstahl?
Jemand hat mein Dienstmädchen Cusack entführt.
Sie verschwand letzte Nacht.
Sind Sie sicher, dass sie nicht freiwillig weggegangen ist?
Unsinn! Sie war mir hörig gewesen.
Ich habe es mir zur Grundregel gemacht,
absolut untergebene Diener zu haben.
Ich bedauere, dass der Verlust Ihrer Angestellten
für mich keinen Fall darstellt.
Mr. Holmes, ich bin bereit,
über Ihr komisches Benehmen hinwegzusehen.
Meine Nichte verbrachte einige Tage
mit Sir Henry Baskerville,
und er überschlug sich in Lobpreisungen Ihrer Arbeit.
Also, Sie finden gleichwohl
mein Juwel und meine Mark.
Keineswegs, Lady Morka.
Mr. Holmes!
Ich glaube, das gehört Ihnen.
Mein laureker Funkel!
Ihre Mark verschwand mit dem Mann,
der ihn aus Ihrem Zimmer stahl.
Zum Glück hat er ihn verloren.
Dieser Gentleman fand ihn und brachte ihn zu mir.
Ich würde sagen, dass Sie ihn belohnen sollten.
Kommen Sie, Watson,
unser Auftrag ist beendet.
Guten Tag, Lady Morka,
und fröhliche Weihnachten Ihnen allen.
Danke, mein guter Holmes, danke sehr.
Ich hätte mich von dir auspeitschen lassen,
nur um das noch einmal zu sehen.
Mein treuer Watson,
wir müssen zurück in die Baker Street
und eine weitere Ermittlung durchführen,
bei der ebenfalls ein Vogel im Mittelpunkt steht.
Nun konnte
das Weihnachtsfest
in der Baker Street 221 B
beginnen.
Merry Christmas,
hör mal zu, Community!
