LUKAS UND DER NIKOLAUS #weihnachten #geschichtenerzählen #missmarple #krimihörspiel

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2 Videoaufrufe·06.12.2024
Vor dem 6. Dezember stellt Lukas seine Winterstiefel vor die Tür und verspricht sich selbst, die ganze Nacht wach zu bleiben, um den Nikolaus zu beobachten.
Er ist aufgeregt, aber irgendwann werden seine Augen müde und er schläft ein.
Als er am nächsten Morgen aus seinem Zimmer stürmt, entdeckt er, dass sein Stiefel mit Keksen und Schokolade gefüllt ist.
Lukas freut sich, aber ein bisschen enttäuscht ist er auch, weil er den Nikolaus nicht gesehen hat.
Sein Vater erzählt ihm am Frühstückstisch die Geschichte vom heiligen Nikolaus, um ihn zu trösten.
Nikolaus, das war eine dunkle Gestalt, musst du dir vorstellen.
Früher, als er noch jünger war, war es ein junger Mann von großem Reichtum.
Er lebte in einem wunderschönen Haus, konnte sich alles leisten, was er wollte und doch fühlte er sich sehr einsam, dass seine Eltern schon früh verstorben waren.
Trotz seines Reichtums hatte Nikolaus ein gutes Herz und kümmerte sich liebevoll um die Menschen um ihn herum.
Eines Tages hörte er Stimmen, als er an einem bescheidenen Haus vorbeiging, in dem drei Schwestern und ihr Vater lebten.
»Eines Tages,« sagte die Schwester, »möchte ich den Mann meiner Träume heiraten.«
Der Vater antwortete traurig. »Das weiß ich, und auch deine Schwestern haben denselben Wunsch, aber leider fehlt uns das Geld für eine Hochzeit.«
Die Familie hatte früher viel Besitz gehabt, aber der Vater war betrogen worden und hatte alles verloren.
In der nächsten Nacht schlich sich eine dunkle Gestalt zum Haus der Familie.
Ein Fenster stand offen und plötzlich hörte man ein leises Klirren, als ein Gegenstand auf den Boden im Zimmer fiel.
Dann entfernte sich die Gestalt lautlos und niemand im Haus wurde wach.
Am frühen Morgen ging die älteste Schwester hinaus, um Wasser zu holen.
Als sie durch das Wohnzimmer ging, entdeckte sie ein kleines Ledersäckchen.
Neugierig hob sie es auf und schaute hinein.
Was sie sah, raubte ihr den Atem.
Das Säckchen war mit Goldmünzen angefüllt.
Sofort eilte sie zu ihrem Vater und zeigte ihm ihre wertvolle Entdeckung.
Der Vater konnte seinen Augen kaum trauen und sagte dankbar, »Das ist ein Geschenk des Himmels.
Mit diesem Geld können wir deine Hochzeit bezahlen.«
Seine Tochter fiel ihm freudig um den Hals.
Auch in den folgenden Nächten fand die Familie jeweils ein Säckchen voller Goldmünzen in ihrem Haus.
So konnten auch die anderen beiden Schwestern ihre Hochzeiten finanzieren.
Der Vater grübelte darüber nach, wer ihnen diese Wohltat erwiesen haben könnte.
Er beschloss, »Heute Nacht bleibe ich wach. Vielleicht kommt der großzügige Fremde wieder.«
Der Mond schien herein und er konnte die Wolken am Himmel vorbeiziehen sehen.
Doch irgendwann übermannt auch ihn der Schlaf.
Auch in der nächsten Nacht versuchte der Vater, wach zu werden.
Und siehe da, mitten in der Nacht wurde er durch ein leises Klirren geweckt.
Er fuhr auf und sah ein Säckchen auf dem Boden liegen.
Schnell lief er aus dem Haus und erblickte gerade noch einen Schatten, der um die Ecke verschwand.
Mit einem Satz erreichte er die Gestalt und erwischte einen Zipfel ihres edlen Mantels.
Als sich der Fremde umdrehte, erkannte der Vater ihn.
»Nikolaus«, rief er aus, »du bist unser Wohltäter.«
Nikolaus lächelte und legte einen Finger auf seine Lippen.
»Psst, die Großzügigkeit des Nikolaus lebt weiter, auch in unserer Welt.«
Lukas lauschte gespannt der Geschichte seines Vaters und war fasziniert von der Großzügigkeit des heiligen Nikolaus.
Obwohl er den Nikolaus nicht persönlich gesehen hatte, spürte er die Wärme und Güte in seinem Herzen.
Von diesem Tag an nahm Lukas sich vor, nicht nur an Nikolausabend,
sondern das ganze Jahr über anderen Menschen Freude und Hilfe zu schenken.
Schenk auch du ein bisschen Wärme und Zuwendung an Menschen, die davon nicht viel haben.
Das war es wieder bei Hör mal zu, deinem Community-Kanal.
Merry Christmas!
Untertitel der Amara.org-Community
