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Für die Außengestaltung bieten wir neben einer werksmäßigen Lackierung auch eine (Teil-) Folierung ganz nach Wunsch: matt oder in Hochglanz, uni oder mit deinen Lieblingsfarben, mit Hingucker-Bildmotiv oder einigen Worten. All das bleibt deinen Ideen überlassen.
Dein Geschmack und deine Wünsche entscheiden. Dabei musst du nicht alles schon jetzt im Kopf haben. Wir machen dir Vorschläge, beraten dich und zeigen dir Beispiele. Es ist wichtig, über alle Entscheidungen für deinen Offroad-Camper gut nachzudenken.
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Wie konstruiert man ein Reisemobil? 4. Dezember 2024.
Wir sind in Deutschland, in Nordrhein-Westfalen,
in einer Stadt, die heißt Willig.
Und es wird der teuerste Dreh aller Zeiten,
weil vier gelernte Handwerker oder Leute,
die aus dem Handwerk kommen, müssen jetzt herhalten.
Aber sie wollten es ja nicht anders.
Fangen wir mal links an. Du bist der?
Rolf.
Was hast du gelernt?
Maschinenbauingenieur.
Maschinenbauingenieur. Du bist der Paul.
Bei dir weiß ich, du bist, glaube ich, der Meister für Schlosserei.
Ja, genau.
Schlossermeister.
Ja, genau. Ich habe Schlossermeister, ja.
Schlossermeister, du?
Ich bin der Guido. Ich bin Elektroingenieur.
Elektroingenieur Guido. Du?
Hallo, ich bin der Klaus. Ich bin Maschinenbautechniker.
Maschinenbautechniker.
Ihr baut quasi eine Maschine. Kann man das sagen?
Wir bauen eine Maschine. Ja, so kann man das sagen.
Eine fahrende Maschine.
Kannst du nachvollziehen, dass Leute,
ich zeige mal gerade, das hast du selber gebaut.
Das ist eine Konstruktion, ein Kanu.
Hast du noch ein anderes Foto von einem Kanu?
Genau, das wechselt jetzt gleich noch mal rüber.
Darf man gleich sehen.
Genau.
Du baust gerne Sachen.
Ich baue gerne Sachen, ja, genau.
Schon seit Kind?
Eigentlich schon seit Kind.
Ich war ein bisschen getriggert durch meinen Vater.
Der war Schreiner.
Und deswegen auch zu Hause viel in Holz.
Aber auch als Jugendlicher Motorräder und solche Geschichten.
Echt, hast du so Kolben, ich sage mal so,
die Nockenwelle scharf gemacht?
Ja, scharf gemacht nicht unbedingt.
Aber halt mal auseinandergenommen und mal gucken,
wie es funktioniert und so.
Habe ich auch gemacht. War nicht so gut.
Also ich hatte einen Kolbenfresser bei der einen und so.
Das heißt, man muss auch mal Sachen kaputt machen, um zu lernen?
Bis jetzt haben sie immer wieder gelaufen.
Schön.
Ja, das ist ein Fahrzeug, das fährt auf der Straße, das hier?
Genau.
Was ist das hier für ein Modell?
Das ist jetzt ein Iveco.
Der hat damit eine 5,5 Meter Kabine.
Okay.
Und ja, wir haben jetzt hier hinten an dem Fahrzeug
auch noch einen Heckträger,
wo wir jetzt hier mal stilisiert Motorrad dargestellt haben.
Und ja, man kann jetzt den Heckträger
halt in der Form absenken.
Warte mal gerade, das ist noch mal bitte zurück.
War sehr schnell, ich war nicht drauf.
Das ist alles funktionell?
Die 3D-Konstruktion, die ist alles funktionell.
Man kann die Bewegungsstudien damit machen.
Man kann dann natürlich auch sehr schön beobachten,
wenn man jetzt hier mal ins Detail geht, wie die Zylinder fahren,
ob es irgendwelche Störkonturen gibt.
Genau, das kann man damit alle sehr schön prüfen.
Das heißt, jetzt einen Crashtest habe ich gesehen,
oft werden irgendwelche Fahrzeug-Crashtests gemacht,
nicht mehr in Real Life,
sondern die machen irgendwelche Simulationen mit den Fahrzeugen,
gucken, was geht kaputt.
Und das kann man hier auch machen.
Du kannst also eine Bewegungssimulation machen.
Läuft der frei, hat der genug Platz?
Genau.
Das spart viel Zeit, oder?
Ja, auf jeden Fall.
Vor allem beim Montieren dann auch Überraschungen, spart es auch.
Das Baujahr von dir, was bist du?
Mein Baujahr, das ist von 67.
68 bin ich.
Und du, was bist du?
67.
Ich bin von 94.
94.
Von 64.
Du bist hier nicht verwandt, verschwägert?
Nein, nein, nein.
Okay.
Ja, spannend, oder?
Das heißt, er wird wahrscheinlich nichts mehr anderes kennen als 3D,
oder ist es so, in der Prüfung, in allem,
da war ja noch von Hand Arbeit, oder?
Ich kenne wirklich viel CAD-Zeichnungen.
Ich kenne jetzt zum Beispiel keine Tusche-Zeichnungen mehr.
Musste auch nicht von Hand zeichnen.
Wir haben das schon von Anfang an alles digital gemacht.
Sag mal, damals, ich meine, du bist ja fast so alt wie ich.
Nee, du bist älter als ich.
Wann war das?
1984, da gab es noch keine Rechner, oder?
Nein, nein, da gab es noch keine Rechner.
Wir haben tatsächlich noch mit Bleistift auf einem großen Brett,
das dann nachher alles mit Tusche ausgefüllt und, ja.
Ging auch.
Das ist natürlich ein ganz anderes Arbeiten, klar.
Das heißt, du hast alles erlebt, von gar kein Rechner, keine CNC.
Richtig, genau.
Kein Laserzuschnitt.
Nein, nein, das ist dann alles noch konventionelle Drehmaschinen,
Fräsmaschinen waren das.
Okay.
Ja.
Und jetzt ist das, sich da jetzt reinzufuchsen,
du machst das schon wie lange in 3D?
Das 3D gibt es jetzt auch schon bei uns in der Firma seit,
ich glaube, 2000, Anfang der 2000er auf jeden Fall.
Du bist jetzt wie lange dabei in dieser Firma?
Ich bin 28 Jahre.
28 Jahre.
Krass.
Ich bin beeindruckt.
Warte mal, jetzt haben wir 24, seit 1996.
Seit 1996, genau.
Mhm.
Was sagst du dazu?
Da war ich zwei.
Nein, also ich kenne das natürlich nur Computerprogramm
und Handzeichnungen haben wir gar nicht umgesetzt.
Von daher bin ich immer beeindruckt.
Also wenn man das damals mit den Toleranzen produzieren konnte,
dann können wir das heute schon lange.
Deswegen sollten wir das auch alles einhalten.
Aber hier mit der 3D-Simulation
ist für uns natürlich montagetechnisch ein großer Vorteil.
Weil wir zwei machen das so ein bisschen als Teamarbeit.
Ich zeige mal, du sitzt da, direkt daneben.
Genau, ich sitze direkt daneben.
Das heißt, wir haben immer sehr engen Kontakt.
Wir haben zwar die Wand dazwischen,
weil ich immer sehr viel telefoniere auch,
damit der Klaus seine Konzentrationen behält.
Aber wir können natürlich, wir reden viel miteinander.
Ich prüfe auch viel, können wir das nachher zusammenbauen?
Wie können wir das zusammenbauen?
Ist das möglich preislich?
Ist das möglich preislich? Genau.
Kriegen wir das noch unter?
Müssen wir mit dem Kunden vielleicht noch mal reden?
Je nachdem, wie die Konstruktion ausfällt.
Ich habe aber auch immer so ein bisschen mit das Auge da drauf.
In welcher Reihenfolge müssen wir was zusammenbauen?
Das Visualisierte hilft natürlich wahnsinnig.
Jemand Dritten, der gar nicht im Thema ist,
zu erklären, wie es am Ende aussieht.
Das ist ja jetzt die sehr grobe Ansicht von außen.
Wenn wir weiter ins Detail gehen,
haben wir natürlich auch Stücklisten,
wo die Schrauben drin sind.
Wir können den Einkauf damit machen.
Wir haben später Zusammenbauzeichnungen.
Echt? Ja.
Das heißt, du gehst hin, du machst auch die Anleitung,
wie es zusammengebaut wird?
Ja, also wir schreiben jetzt per se keine richtige Anleitung.
Man kriegt nicht den klassischen IKEA-Bauplan.
Aber wir haben Zusammenbauzeichnungen,
wo welche Schraube hingehört.
Auf der Zeichnung ist eine Liste, welche Schrauben brauche ich.
Das heißt, wenn ich den Schrank zusammenbaue,
kann ich mir die Einzelteile für den Schrank nehmen.
Ich kann zum Schraubenregal gehen,
kann mir die Stückzahl der Schrauben abzählen,
lege alles auf meinen Tisch
und kann dann fertig den Schrank zusammensetzen,
ohne dass ich da großartig zählen muss, gucken.
Ihr seid einfach nur faul.
Das heißt, man macht die Arbeit einmal richtig,
dann kann man es ausleiten.
Das ist auch ein Megathema.
Faul bedeutet, wenn ihr eine Sache konstruiert habt.
Ich gebe euch gerade noch mal ein Kopflicht,
dann seht ihr ein bisschen schöner aus.
Wenn ihr jetzt eine Sache konstruiert habt,
dann könnt ihr das dem nächsten Kunden,
ist es schon fertig konstruiert,
könnt es aus einer Bibliothek nehmen, nehme ich an,
und könnt es irgendwo anders einsetzen.
Genau, wir sind alle faul.
Wir belassen die Arbeit alle beim Klaus.
Und tatsächlich, wenn eine Konstruktion dann steht,
kann man natürlich immer Einzelteile
oder auch einzelne Komponenten
oder ganze Baugruppen daraus nehmen.
Es geht aber auch darum,
dass die ganzen Partner, die ihr habt,
jetzt zum Beispiel einen Kühlschrank,
ihr kriegt fertig die Zeichnung, könnt den einsetzen,
könnt prüfen, geht die Kühlschranktür auf.
Ihr könnt das mit allen Elementen machen,
mit Schubläden, mit was weiß ich, was es alles gibt.
Mit Stoßdämpfern, mit allem.
Also du kannst alles einpassen.
Fenster, Türen und so weiter.
Ja, zeig mal.
Er hat gesagt, das ist hier nur eine grobe Ansicht.
Richtig.
Gut, dann gehen wir einfach mal
in das Innenleben dieser Kabine.
Muss ich mal gerade gucken.
Wir haben diese Baugruppe.
Das ist jetzt die Kabine,
die wir eben auf dem Lkw gesehen haben.
Und man hat halt jetzt hier
die einzelnen Möbel-Baugruppen.
Ach, die sind auch alle funktionell?
Die sind, ja,
man kann sich die reinzoomen,
man kann sich die Sachen angucken.
Die habe ich jetzt,
wenn man jetzt beispielsweise mal
diesen Schrank hier öffnet.
Man kann sich jetzt hier
den Schrank
selber im Näheren betrachten.
Man könnte jetzt,
das wäre jetzt kein großes Problem,
habe ich jetzt in dem Falle nicht,
aber man könnte jetzt natürlich die Türen
einseitig festmachen,
sodass man sie öffnen könnte
und ähnliches.
Das heißt, dieses Reisemobil
besteht aus unglaublich vielen Teilen,
die alle einzeln da eingebracht worden sind.
Genau, genau.
Entschuldigung.
Man sieht jetzt hier auch
zum Beispiel einen Sonderwunsch von unserem Kunden,
dass er halt diese Rakukisten,
diese genormten Kisten hier reinbringen wollte,
die dann auf
Buchenholzleisten
laufen.
Man hat jetzt zum Beispiel hier
eine KitchenAid-Kaffeemaschine,
die die Kunden jetzt selber
unbedingt nutzen möchten.
Die bauen wir dann auch
speziell auf Kundenwunsch ein.
Tatsächlich hat man
wirklich für jedes Bauteil
ein einzelnes Modell.
Das besteht dann halt
aus dem Umriss
und aus verschiedenen
vorgefertigten Bohrungs-
Matrixen
für diese
Verbindungstechnik.
Die wird dann so reingesetzt.
Man hat halt Bohrungen
für Dübel, für Schrauben und ähnliches.
Und das Ganze
bekommt man auch eine Zeichnung,
wo man dann
halt
genau vom Nullpunkt aus
bemaßt,
die ganzen Positionen,
welche Bohrungen, ob sie nur durchgehen.
Dann haben wir hier
verschiedene Dekorkanten.
Das ist nur ein Brett gerade?
Das ist jetzt ein Brett, ja.
So ein Fahrzeug besteht aus ein paar
hundert von solchen Zeichnungen.
Also für alle, die sagen, ich baue mal
eben so ein Reisemobil selber.
Da hat sich was vorgenommen.
Ja, cool.
Wer hat denn das alles konstruiert?
Das habe in dem Fall jetzt
ich konstruiert.
Wir arbeiten natürlich im Team.
Wir fangen im Prinzip ja
mit dem Grundriss
von solch einem Fahrzeug an.
Mit dem Kunden zusammen
überlegen wir,
wie soll
das Fahrzeug aussehen?
Was soll da alles rein? Wie sollen die Möbel aussehen?
Das ist natürlich jetzt von oben.
Das ist jetzt einmal von oben.
Der Grundriss gezeigt, wenn man das jetzt so sieht.
Die Kunden
kommen natürlich mit bestimmten Wünschen
zu uns.
Dann sprechen wir mit denen gemeinsam.
Was kann man
davon umsetzen? Es sind natürlich verschiedene
Eckpunkte, auch beim LKW,
die wir beachten müssen.
Abgassysteme, ähnliches.
Die sind teilweise im Weg.
Manche Sachen kann man versetzen.
Batteriekästen,
Druckflaschen,
Tanks und solche Sachen.
Aber es gibt auch verschiedene Anbauteile
vom LKW, die kann man nicht einfach so versetzen.
Habe ich gesehen, die Batterien wurden zum Beispiel
versetzt auf die andere Seite? Genau, die haben wir versetzt.
Aber halt zum Abgasrückführungssystem
das muss da bleiben.
Die Tanks kann man vielleicht versetzen?
Die Tanks kann man auch noch versetzen, richtig.
Sag mal, wenn ich jetzt sehr dick bin,
also ich habe einen dicken Bauch,
habt ihr so Dummies, die ihr reinsetzen könnt,
um mal zu gucken, ob ich noch aufs Klo komme?
Gut, wir haben jetzt zum Beispiel,
was man natürlich macht,
man geht jetzt hier hin
und hat jetzt eine Toilette
und dann haben wir selber schon mal
Maß genommen
und können jetzt zum Beispiel
Ach so, ich kriege doch
alle Klos direkt als CAD.
Ja, zum Teil
bekommen wir die als CAD,
zum Teil müssen wir uns die selber
modellieren und dann macht man halt
nochmal ergonomisch
so ein paar Studien, wie groß sind die?
Das sind die Füße? Das sind die Füße,
wie viel Platz braucht man? Ach, die hast du konstruiert,
die Füße? Die habe ich dann da rein konstruiert
und dann weiß ich ungefähr, wie viel Platz brauche ich
für die Toilette, bevor es dann eng wird.
Sag mal, hast du die Möglichkeit,
dass ich mich mal in den Raum stellen kann?
Geht das? Also, dass
die Ansicht, dass ich im Raum
sehe und einmal mich umblicke?
Wir können das mal versuchen.
So typisch jetzt im Küchenstudio,
siehst du das immer, dann kriegen sie so eine
3D-Brille auf, daneben liegt der Auftrag
unterschriftsbereit. Hier schauen sie nochmal,
ob ihnen die Küche gefällt.
Ja, aber das machen wir durchaus auch. Also, es gibt
so einen Präsentationsmodus,
das machen wir auch öfters, wenn
die Kunden zum Gespräch
hier sind, dann konstruieren, fangen wir
an zu konstruieren und setzen
natürlich nicht im Detail
die Möbel unbedingt so zusammen, wie sie
jetzt da sind, sondern setzen erstmal visuell Blöcke
hin und können
dann kleine Videos verschicken,
die wir aufnehmen. Wir können
richtige 3D-Renderings
daraus nehmen. Ich hab mal gesehen,
es gibt so eine Software für Endkunden,
da kannst du das ausspielen, die können die öffnen
und dann können die das zu Hause sich auch mal angucken.
Dann ist das auch schöner
entsprechend gerendert. Das heißt, die ganzen Oberflächen,
die sehen schicker aus als hier und so weiter.
Stimmt das? Genau, das sind diese
3D-Renderings.
Das sind dann, bei dem
Programm sind das Standbilder.
Das wäre dann beispielsweise
Ist das so gut mittlerweile?
Das ist so gut. Das ist also jetzt aus
einer Konstruktion, was wir
eben gesehen haben, wenn man das dann rendert.
Diesen Ausschnitt, diesen Bildausschnitt.
Du brauchst ja gar keinen Fotografen mehr.
Die sind arbeitslos.
Du kannst aus euren Sachen
mittlerweile so gute Sachen machen.
Das ist ja krass.
Du brauchst einen guten
Konstrukteur, weil jede Oberfläche
muss natürlich definiert sein.
Und dann sind das schon sehr
leistungsstarke Renderings.
Das wäre jetzt zum Beispiel so was,
wo wir jetzt mit dem Kunden
durchsprechen, wie möchte er das haben,
welcher Grund ist und so weiter.
Und im zweiten Step, wenn er dann
wiederkommt und wir haben das
mal ganz grob konstruiert,
dann können wir so eine Ansicht anbieten.
Ich habe das mal gesehen
in Fehmarn
habe ich das gesehen, also eine Firma, die das auch
macht, aber das Rendering, das leitest
du aus an das Renderingprogramm und dann
kommen die Fotos bei raus. Oder wie läuft das?
Genau, es ist ein Zusatzmodul
von dem Programm,
das diese Bilder dann rendert.
Hast du noch ein Foto?
Ich habe auch noch ein anderes Foto.
Du verstehst,
dass ich so total geflasht bin von den Bildern?
Ja, ich nehme das gerade wahr.
Weißt du, wenn ich so zum Beispiel
die Holzfarben auswählen will, also will jetzt sehen,
welches Holz passt da rein. Das hilft mir doch unglaublich, oder?
Genau, wir haben jetzt mal eine andere
Polsterfarbe, eine andere Holzfarbe.
So kann man
da halt damit spielen.
Das heißt, die Oberflächen, die Spiegelungen,
das ist alles authentisch?
Ja, man kann halt festlegen,
soll jetzt zum Beispiel, in dem Fall
hatten wir jetzt hier
eine matte Schrankoberfläche,
wir haben aber dann halt die
leicht glänzende Decke, wie wir sie auch
im Fahrzeug haben.
Die Infinity-Decke?
Genau.
Das ist wirklich ein großer
Vorteil mit der Decke. Das ganze Fahrzeug
wirkt entsprechend lüftiger.
Gerade die
Lichtinstallationen,
die wirken ganz anders auf der Decke.
Genau, man kann das halt hier
in dem Programm dann auch nachbilden. Man sieht jetzt
hier die Spiegelung. Man kann auch hier
die Lichtleisten, die indirekte Beleuchtung,
die wir haben, kann man da noch mit
einsetzen.
Ich finde gut bei euch,
dass man die
Fernreisefahrzeuge
auch ein bisschen schicker mit euch durchgehen
darf. Also das ist mir oft aufgefallen,
dass es auch Hersteller gibt, die sagen,
wir bauen das genau so
mit den Oberflächen
HPL, dann kann man die Farbe vielleicht noch wählen,
aber
wenn das technisch irgendwie bestellbar ist
und machbar ist in eurer Qualität, dann kann
der Kunde frei wählen. Genau, also
das ist ja sowas, was uns
auch auszeichnet, unsere Philosophie ist,
dass wir eben den Innenraum auch
schön, optisch schön
gestalten können, so wie der Kunde es möchte
in den Farben. Wir machen auch
teilweise Schrägen und so weiter rein,
dass es dann einen größeren
Raumblick gibt. Also da können
wir frei gestalten.
Diesen einen Grundriss, der steht ja auch draußen, den haben wir schon gefilmt,
mit dem Seitenbad,
das finde ich, mit dem riesen Kleiderschrank
drin, das sind auch wilde
Grundrisse eigentlich, die dann
interessanterweise nach einer Zeit
dann normal werden, wo
man auf einmal auf irgendwelchen Messen, ach, habt
ihr auch einen Seitenbad jetzt? Dann weißt du, die haben
das Video gesehen. Wahrscheinlich,
aber wir legen halt wirklich Wert
auf, dass man in
dem Fahrzeug halt auch ein wohnliches Ambiente
hat und das kann man sehr gut umsetzen.
Zeitlosigkeit ist ja auch
so ein Thema, aber das hier ist ja jetzt absolut letzter
Schrei, also die weißen Oberflächen
machen das Fahrzeug sehr
hell, das kann ich entsprechend visualisieren.
Hast du noch eine dritte
Ansicht mit einer anderen
Holzfarbe, zufällig? Eine andere
Holzfarbe jetzt aktuell nicht.
Ist nicht schlimm. Habe ich aber verstanden.
Das heißt, du könntest diesen
Tisch heben und senken, könntest gucken, wie weit
geht der runter, wenn ich jetzt ein Schlafbett haben möchte,
könntest du da Polster drauflegen mit dem
Kunden. Ganz genau. Wie ist das
denn jetzt, wenn jetzt der Kunde kommt,
ihr habt verschiedene Grundrisse da, kannst du mir mal
irgendeinen anderen Grundriss mal zeigen, dass du mal
sagst, der Kunde hat zum Beispiel
jetzt Kinder, der hat zum Beispiel zwei Kinder,
braucht Stockbetten. Habt ihr so einen Grundriss?
Mit Stockbetten haben wir jetzt
keinen Grundriss.
Der war kein Problem, könnte man machen.
Könntest du. Genau. Startest
du bei null oder ist das so, dass das
ähnlich wie beim
ich sag mal, für Friseur
du so ein Buch kriegst, da sind die
Frisuren drin, dann kannst du dir eine auswählen.
Ja, also wir, es gibt
natürlich technische Bedingungen, die ein bisschen
eingehalten werden müssen.
Ja, einmal,
das wäre jetzt sehr grob, das wäre
sehr makro, aber wir haben auch mikro ein bisschen
Sachen. Also wir müssen,
brauchen ja irgendwo Platz, zum Beispiel Batterien
einzusetzen, wir müssen irgendwo Tanks unterkriegen.
Aber wir
können dem Kunden schon ermöglichen,
dass
er seine individuellen Wünsche
einbringt, komplett.
Also wir können den von null
an wieder neu konstruieren.
Wir gehen natürlich von
makro auf mikro runter, das heißt, wir fangen erstmal
an, welche Fahrzeuglänge, wie viele
Achsen. Ist das so, dass der
Kunde dann schon bezahlen muss, wenn er
in dem Stadium ist? Also
für das erste, also für so ein
Rendering, da sind wir schon
an dem Punkt, dass wir
dann schon im Zweidrittgespräch
sind.
Bezahlen lassen wir uns das jetzt noch nicht.
Aber wir haben,
man hat ja so ein gewisses
Bauchgefühl, kommt man mit dem Kunden zusammen, kommt man mit dem
Kunden nicht zusammen. Aber wenn
wir schon in so eine Detailplanung
gehen, so eine Erstansicht und so
eine grobe Idee, meistens geht's
dann doch noch los mit
einem Stift.
Da hat der Kunde dann eine Idee, die er mitbringt
oder wir haben eine Idee.
Ich glaube, dass der
Kunde irgendwann an einem Punkt ist, wo der fragt, naja,
darf ich Ihnen schon was dafür geben,
dass Sie sich jetzt so viel Mühe gemacht haben.
Der Standarddeutsche ist ja schon
peinlich berührt, wenn man sehr viel
Zeit investiert, oder?
Ja, ich glaube, dass man das heute
schon so ein bisschen gewohnt ist, hier Küchenstudio.
Ich habe auch Studios,
die lassen sich das bezahlen. Also die geben
auch nichts raus, die sagen, also machen wir,
aber können Sie jetzt hier gucken,
die Mobiltelefone werden alle ausgemacht,
keine Fotos und so weiter, kann man verstehen.
Das kenne ich auch so von den Küchenstudios,
dass die natürlich nicht möchten, dass man
mit dem zum nächsten Küchenstudio geht.
Möchten wir natürlich auch nicht.
Da vertrauen wir so ein bisschen, aber auch den Kunden.
Ist aber hier ein bisschen anders. Ich glaube
also nicht, dass die Leute so viel Zeit haben,
zu acht Ausbauern zu gehen,
weil das ist ja so eine Anbahnzeit.
Wie oft sind die Termine?
Drei, vier Termine? Wie viele Stunden brauchen wir da?
Zwei, drei Stunden?
Die einzelnen Termine dauern schon länger.
Länger? Ja.
Sehr viele Details werden besprochen.
Bei der
Besprechung der Details
tauchen dann noch weitere Fragen
auf.
Jetzt sind wir beide ja recht erfahren. Ich habe schon viele Videos gedreht
und du hast schon viele Fahrzeuge konstruiert.
Hast du schon mal Kunden, die
sagen, finde ich geil? Mach mal.
Ne,
mach mal so, als wäre es für dich selber.
Ich bin zu zweit,
müssen die nicht schlafen können. Ich bin 1,90 Meter groß.
Der Rest kannst du machen, wie du willst.
Also ich glaube, die meisten Kunden haben doch schon sehr
konkrete Vorstellungen.
Also ich bin so ein Typ, mach mal.
Gut, ich würde dann sagen, ja, vielleicht
eine Hexengruppe, ein Hubbett.
Da sind wir schon dabei.
Die Toilette hätte ich
gern, eine Einspaßtoilette
aus Ökonomiegründen,
weil die Wasser spart.
Das war so die Idee.
Stimmt, es hat jeder
Ideen, oder?
Genau, da sind wir bei so einem klassischen Erstgespräch.
Also der Kunde bringt Ideen mit.
Der Kunde sagt, ich hätte gerne
eine Geschirrspülmaschine. Ich möchte
auf jeden Fall eine Waschmaschine mit Trockenfunktion
haben. Ich hätte gerne
das und das Volumen an Frischwasser.
Ich fahre eher
in nördliche Regionen, deswegen
würde ich gerne ein bisschen mehr Solar mitnehmen,
ein bisschen mehr Energie mitnehmen.
Und
das sind erstmal so technische Anforderungen.
Dann gibt es natürlich räumliche Anforderungen.
Will ich eher
ein zweiräumiges Wohnmobil
haben, also dass ich quasi
irgendwo habe, was zu trennen.
Das wäre jetzt zum Beispiel bei der Ansicht die
Möglichkeit.
Da wäre hinten in dem Bereich,
hinter der Kochplatte, wäre eine Schiebetür.
Hier in diesem
Bereich. Genau, da wo der Kollege
mit der Maus drauf zeigt.
Deswegen habe ich da nicht so, das ist eine relativ
große Kabine, habe aber dann nicht so einen
offenen Raum.
Aber das sind halt individuelle Ansprüche,
denen wir uns dann annehmen.
Also die Frau, die will zum Beispiel
früher schlafen gehen, oder die will auch schon mal
ihre Ruhe haben, oder Kinder sind laut,
gibt ja so viele Anforderungen.
Der Mann schnarcht. Genau, oder ich bin extrem
geruchsintensiv und möchte
nicht, dass es im Schlafzimmer nach Essen riecht.
Das sind zum Beispiel Sachen,
und dann
gehen wir halt so, das entwickelt sich.
Also es ist wie so eine Partnerschaft, die
sich so ein bisschen dann erschließt.
Haben die Leute
schon oft viele Videos gesehen auf YouTube
von irgendwelchen YouTubern, die dann
mit so Halbwissen kommen und sagen, ich brauche
zum Beispiel eine Fußbodenheizung unbedingt, weil das
schön warm ist? Habe ich gehört, das ist nicht
so toll im Off-Road. Ja, also mit
Jein sage ich mal,
die Kunden gucken sich viele Videos vorher an.
Ich sage immer, wir bauen
quasi ein Haus und da kann man
sich auch vorher Inspirationen holen.
Deswegen gucken sich die Kunden glaube ich schon
viele Videos an
und holen sich viel Inspiration
und dann kommt halt dieser persönliche
Touch dazu, den wir
dann bieten, den wir umsetzen können,
weil wir halt individuell
planen und nicht sagen,
so und so und so muss
es sein, sondern ich sage
immer zu den Kunden, wir können alles
umsetzen, es gibt halt technische Grenzen.
Du kommst
aus der
Steuerung, der Produktionssteuerung, du bist
Leiter der Produktion? Genau, ich mache
Produktionsleitung,
ich mache aber auch die Projektierung,
also ich kümmere mich darum, dass
die Sachen rechtzeitig hier sind,
dass von fremden Lieferanten
die Sachen zeitlich hier sind
und...
Sag mal, die beiden, die neben dir sitzen,
was machen die da eigentlich? Also,
Herr Rolf macht
in erster Linie Vertrieb.
Achso, du bist derjenige, der auch
mal Zeitprobefahrten macht? Genau,
Messen, Vertrieb,
Kalkulationen, solche Sachen.
Also nicht so viel?
Ja, das führt den Tag schon aus.
Okay, wie viele Leute
seid ihr ja insgesamt? Zehn?
Also wir sind in der ganzen Firma
ungefähr 16. 16 Leute?
Genau, die aber nicht alle
im Wohnmobilbereich arbeiten, aber das ist dann
je nachdem...
Ich finde gut, wenn du jetzt
mit so 18 Leuten unterwegs bist,
das ist eine sehr gute Betriebsgröße, wo du
den direkten Kontakt
noch hast unter den Mitarbeitern. Du hast dann
wahrscheinlich noch keinen Vorarbeiter, du hast noch keinen Polierer,
du hast noch keinen... Die Leute reden
mehr miteinander, das kommt
der Sache sehr entgegen, nehme ich an, bei so einem individuellen
Konzept, weil du baust dir hier
einen Traum, das darf ja nicht schief gehen.
Das wäre schlimm für die Leute, oder?
Also wir begleiten den ganzen Weg
halt zusammen. Also auch wenn
der Rolf hauptsächlich den Vertrieb macht,
sind wir, sind dann
Klaus und ich zum Beispiel schon dabei,
setzen den Grundriss um,
fangen auch an, den Kunden
zu beraten.
Ich sage zum Beispiel auch immer zu den Kunden, wir bauen alles,
was ihr wollt, aber hört
uns auch zu, wenn wir euch manchmal sagen, warum
das nicht unbedingt sinnvoll ist.
Bitte zuhören, also das ist ganz wichtig. Es gibt ganz viele
Sachen, die hat man vielleicht gesehen, die findet man
ganz toll, weil die vielleicht in einem Wohnmobil
für normale
Straßen drin ist, da geht das vielleicht
ganz gut. Also ich habe das oft gemerkt
zum Thema Fußbodenheizung, du willst eben
keine Flüssigkeit, wenn die dann mal doch
reißt im ganzen
Wohnmobil und das ist ja so ein Glykol-Gemisch
wie Öl. Ich glaube, das willst du nicht, oder?
Empfehlen wir auch
nicht. Es gibt Kunden, die das
möchten oder die auch
darauf bestehen, aber wenn Fußbodenheizung
ist, setzen wir auch oft dann gerne
eine elektrische ein, die dann
zugeschaltet werden kann.
Die braucht gar nicht so viel Strom, also das ist ja nur
eine Erwärmung. Genau, die soll ja nur den Boden erwärmen
und nicht den Raum heizen. Das ist ja
der Trick bei der Sache. Ja, sehr schön.
Ja, auch das Thema Luftheizung,
die sind mittlerweile
so leise, dass man sie eigentlich von einer
normalen
Zentralheizung gar nicht mehr unterscheiden kann.
Also ich habe mal so eine Truma gehört,
wenn die mal die Temperatur erreicht hat,
die ist eigentlich kaum zu hören, oder?
Die ist sehr leise. Ja, also genau, wir verwenden
ja auch, also das ist immer
schwierig zu sagen, wir verwenden als Standard,
weil wir haben keinen Standard,
aber wir verwenden häufig
Luftheizungen, weil
wir die sehr gut redundant einbauen
können. Wir benutzen gerne zwei kleinere
und nicht eine große.
Das heißt, wenn mir mal eine ausfällt und ich bin
gerade in der kalten Region, habe ich halt
nicht den Zwang,
die sofort auszuwechseln, sondern ich kann dann
die mit der einen immer noch auf voller
Leistung. Ihr habt zwei Stück und
eine ist immer redundant. Die sind ja gar nicht so
teuer. Also wenn man eine einbaut, kann man auch
gleich zwei einbauen, weil ich glaube, der Aufwand, wenn man
schon dabei ist, hält sich in Grenzen.
Ja gut, der Aufwand ist natürlich auch
das Einbauen selbst.
Es ist ja nicht nur das Gerät, es muss dann die
Abgasführung passieren und so weiter.
Ich glaube, es ist eine Summe von vielen
Teilen. Also das war so ein typischer Spruch von Kunden,
baut mal eben so eine Heizung ein. Ich habe mal
gegoogelt, die kostet 1100 Euro, so eine
Autotherm. Mach doch eine zweite
einfach rein. Das ist alles geplant.
Auf einen Millimeter genau, wo geht die
Abgasleitung hin? Die muss ja
auch einen gewissen Winkel haben, dass die nicht wieder
irgendwie, hast du nicht gesehen.
Gaslos,
kommt das oft?
Also wir bauen ja bevorzugt
gaslos.
Wir vertreten auch die Meinung,
dass es heutzutage
nicht mehr notwendig ist. Wir sind auf einem
so guten Batteriestandard,
dass wir dem Kunden so viel
Energie auf so wenig
kompakten Raum mitgeben
können, dass wir sagen,
wenn man ohne Einschränkung
kann man damit sehr gut autark
leben. Was ich toll finde ist,
der Paul müsste eigentlich in den Vertrieb,
aber das ist sehr fließend
bei euch, habe ich das Gefühl, dass also wirklich
die Handwerker auch
direkt mit dem Kunden, ich habe die Frage gestellt,
du hast aber nicht viel mit dem Kunden
zu tun. Nein, du bist derjenige, der mit dem
Kunden zusammen am Rechner das mitentwickelt,
oder? So kann man das sagen. Richtig, ja, ja, natürlich.
Also man entwickelt
die ersten Ideen,
macht dann schon mal da
einen Grundriss daraus
und macht dann solch eine Ansicht
und
dann im fortlaufenden Prozess
von der Konstruktion von den Möbeln
tauchen natürlich immer wieder nochmal
Rückfragen auf und
Detaillösungen müssen ausgearbeitet werden,
wo auch der Kunde immer wieder
mit
dazugeholt wird. So, und wir haben uns
nicht vorbereitet auf das Gespräch.
Wir kannten uns auch vorher nicht,
wir haben kein großes Vorgespräch geführt.
Ich werde dir jetzt eine Frage stellen,
auch wenn du die jetzt ganz persönlich nimmst,
musst du sie trotzdem beantworten.
Wie schwer ist denn das Fahrzeug?
Wie schwer das Fahrzeug ist?
Kannst du mir das mal zeigen.
Das Fahrzeug? Ja.
Dieses... Ich glaube, das ist nämlich ein großes
Plus. Du weißt genau,
ungefähr genau, was es wiegt.
Genau, das weiß man, wenn man die einzelnen
Komponenten hat, Hilfsrahmen und so weiter.
Ob es jetzt da automatisch zusammengezählt
wird, weiß ich nicht. Da wird es jetzt
tatsächlich automatisch
nicht zusammengezählt. Das würde aber gehen.
Das heißt, ihr könnt das Fahrzeuggewicht ermitteln,
Zuladung ein Thema oft oder Gewichtsverteilung,
das geht auch. Gewichtsverteilung würde man
auch machen können.
Das muss ich
mal eben gucken. Wir haben es hier.
Wir haben jetzt hier
nicht alle
Materialien wirklich 100%
eingepflegt, welche Dichte
die haben und so weiter.
Aber theoretisch könnte man das machen, ja.
Weil oft ist ja so, dass
ich gelernt habe,
je praktisch leichter das Fahrzeug ist,
umso besser, wenn es in Sand geht.
Ja, habe ich gehört.
Oder halt größer. Größer Reifen,
alles größer, größer Motor. Also wenn alles
größer, ist auch gut. Aber
oft ist ja so, dass die Leute wissen wollen, wie schwer es ist
Also wir können die Frage
gut beantworten aufgrund
Erfahrungswerte.
Und da sind wir wieder
bei der Kundenberatung. Was will der Kunde
später fahren?
Wir bieten zum Beispiel auch
ein Reifendruckkontrollsystem an,
wo ich relativ schnell Luft ablassen kann
und wieder auffüllen kann.
Da werden extra die Ventile umgebaut, um
einen höheren Volumenstrom der Ventile zu erreichen.
So wie das Fahrzeug jetzt da
abgebildet ist, liegen wir ungefähr
bei 14,5 Tonnen.
Max, was geht
bei dem? 18? Das müsste
eine 18 Tonnen Zulassung am Ende sein, ja.
Okay, das ist ja der Iveco, also der hat
so 11 Tonnen und hat 15
Tonnen Gesamtgewicht.
Also es geht ja darum,
warum ich jetzt so konkret frage, hat einen Grund.
Es gibt einen Hersteller,
da haben mich wieder Leute angeschrieben,
wir haben ja schon ein paar Zuschauer,
haben gesagt, bitte helft mir,
ein Auto bekommen,
es hat 300 Kilo mehr,
als das Gesamtgewicht
zulässig ist. Also es ist
ab Werk überladen,
wenn er eingestiegen ist
und den Diesel und den Wassertank
vollgemacht hat.
Und das kann
eigentlich nicht passieren. Also wir reden ja doch über
mehrere Tonnen, also wenn der dann kommt
und sagt, ich muss dann doch noch ein Motorrad mitnehmen,
ist das im Regelfall kein Problem, oder?
Bei uns nicht, nein. Wir bauen ja
auch in der Regel größer als 7,5
Tonnen. Das heißt, wir haben ja keine
in der Hinsicht, in der
Richtung keine Beschränkung des Gewichtes.
Ja, und
wenn das Fahrzeug
so konstruiert ist, wie es jetzt ist,
dann können wir halt aus dem bekannten
Gewicht des Fahrzeuges
und dann halt den hinterlegten Daten
des Möbelbaus und der Kabine
und so weiter auch schon abschätzen.
Oder einfach aufsuchen.
Die Kabine für sich, die ist vom
Gewicht dann ja bekannt. Und der Möbelbau
selbst gibt es auch die Gewichte
von jedem einzelnen Schrank.
Wir können
immer sagen, wie viel Gewicht
ist noch da, wenn alle Tanks voll sind.
Habt ihr eine Waage auch? Habt ihr das schon mal
gesehen? Also ja, das wollte ich gerade sagen.
Also auch wir vertrauen dem CAD
nicht bis zum Schluss. Also wir
machen am Ende schon noch eine Qualitätssicherung
und fahren dann mit dem Fahrzeug
auf die Waage, wiegen
die einzelnen Achsen
und haben dann am Ende für uns
auch nochmal als Dokumentation, weil nur
so können wir unsere Erfahrungen ja auch sammeln,
die genauen
Achsgewichte.
Sehr schön. Also man konstruiert
das alles durch, kriegt dann die Renderings,
kann sagen, ich erkenne das Bad an der
Stelle. Man kann
sagen, wie groß man ist. Habt ihr schon mal Leute gehabt,
die über zwei Meter sind?
Über zwei Meter?
Noch nicht, aber dicht dran.
Kommt bald, kann ich dir sagen.
Wenn ich meinen Sohn sehe, 1,80m,
zwölf. Hier sitzen ja auch
alles nur große Leute, deswegen bauen wir
mit
einer Stehhöhe von 2,10m.
Ja, das langt da meistens.
Wenn man nicht springt.
So, ja, also wir können noch
tausend Stunden reden. Wenn ihr also Lust habt,
kommt mal vorbei. Es ist ein ganz
außergewöhnliches Erlebnis,
weil wir arbeiten jetzt schon so lange
oder filmen schon so lange zusammen und ich war noch nie bei
euch und jetzt heute am 4. Dezember
habe ich gesagt, hey, wir legen mal den Betrieb lahm
für ein paar Stunden und filmen mal ein bisschen.
Aber ich glaube, so kann man es den Leuten
zeigen. Ihr habt wahrscheinlich auch Bauvideos von mir
schon mal gesehen, wo ich in den
Fertigungen mal drin war und wie
Seitenbände. Das hier ist ja eine besondere
Fertigung, die ihr habt. Erst steht die Kabine
und dann wird ausgebaut. Das zeigen wir
gleich in noch zwei Videos.
Ihr baut von außen nach
innen. Dadurch wird das sehr stabil.
Das heißt, also die Möbel sind kein
Teil der
Haltbarkeit des Gesamtkonstruktes.
Das Fahrzeug würde auch ohne
Möbel fahren. Das Fahrzeug würde auch ohne
Möbel fahren. Nur, da wir die
Möbel ja haben, verschrauben wir die
und verspannen die, verkleben die
so, dass das Ganze nochmal unterstützt.
Das ist wie praktisch ein Fachwerk.
Genau. Wir brauchen es nicht,
wir benutzen es aber. Sehr schön.
Aber es wäre nicht notwendig. Die Kabine würde
auch so eine Zulassung kriegen, nehme ich an, oder?
Die Kabine kriegt so leer eine
Zulassung.
Wir fahren die leere Kabine
ja auch hin und wieder mal durch
die Gegend.
Wir holen die Kabine
oder
wir haben jetzt hier bei uns keinen
Hallenkran. Das heißt, wir setzen die
Kabine auf, dann bewegt sich das
Fahrzeug auch. Also die Kabine an sich
ist schon statisch geschlossener Raum
und die funktioniert auch so.
Wir haben jetzt zum Beispiel die Besonderheit,
dass wir die Innenwände auch
nochmal für die Statik mit benutzen.
Das heißt, wir verkleben die
wie eine Außenwand.
Und kriegt man die wieder raus in den Kleber später?
Wenn mal ein Defekt ist oder
irgendwas zurückgebaut werden muss? Bei den Möbeln.
Bei den Möbeln. Die Möbel sind
reversibel. Das heißt, wir können die wieder
ausbauen. Wir können die wieder reinbauen.
Wir können aber
natürlich auch, dadurch, dass wir das im CAD geplant
haben, uns vorher überlegen,
welche Teile sind vielleicht
nur, wenn man es auseinanderbauen kann,
heißt es nicht, dass es unbedingt heile bleibt.
Das heißt, wir sehen den Weg
dahin und können dann auch einzelne Teile ausbauen.
Habe ich schon mal erlebt,
dass etwas so gebaut ist,
dass es eben nicht auseinandergebaut werden kann.
Dann kommt meistens der Schreinermeister
und kümmert sich drum.
Der hat dann so einen Hobel und
nimmt es ja nochmal auseinander. Man kriegt es ja irgendwie nochmal
auseinander. Aber es ist halt so stabil, dass es
eben auf den Rüttelpisten und auf
irgendwelchen
Waschbrettpisten
Ich komme jetzt auch gerade nicht auf den Begriff.
Aber es geht ja darum,
wenn mit kurzer Frequenz
welbig eingeleitet wird.
Sehr schön.
Ja, also, lieber
Klaus. Klaus Paul.
Nichts sagen.
Ich komme noch drauf.
Du bist ja Rolf.
Und du bist der Stefan.
Der Guido. Guido, fast.
Von Kaschmir.
Stellvertretend für ganz viele Leute.
Was ich toll finde, ist,
eure Firma gibt es seit fast 30 Jahren.
Ihr macht jetzt seit etlichen Jahren die Reisemobile.
Ihr geht das langsam an.
Ich habe gefragt, was wäre euer Leitspruch?
Da hast du gesagt, wie war es? Entspannt?
Nee.
Ich kann mich jetzt nicht erinnern.
Du hast was gesagt.
Wir gehen durchdacht, überlegt
an die Sachen ran. Genau.
Das heißt, ihr habt jetzt Fahrzeug Nummer 3
ist, glaube ich, fertig.
Jetzt kommen ganz viele neue Fahrzeuge,
die jetzt geplant werden,
konstruiert werden, auslaufen.
Das heißt, wir werden jetzt in den nächsten Jahren
ganz viele Fahrzeuge sehen.
Sind die von der Außenfarbe alle ähnlich?
Alle grau? Oder habt ihr schon mal so eine richtig poppige
Außenfarbe schon mal gehabt?
So eine richtig poppige Außenfarbe
haben wir noch nicht gebaut.
Lustigerweise hat sich dieses Grau
sehr als unsere Farbe etabliert.
Die Kunden sehen das, mögen das
und dann setzen wir die oft um.
Muss diese Audi jetzt zittern?
Wie bitte?
Ich hoffe nicht, aber
wir haben jetzt zum Beispiel
auch einen, der ist in so einem Wüstensand.
Das ist jetzt aber aktuell
auch wirklich die grellste Farbe, mit der wir
bis jetzt dienen können.
Das ist aber Kundenwunsch.
Es gibt ja auch schon mal Leute, die sagen, ich will es gerne
extrem angenehm haben
für Leute, wenn ich durch die Wüste fahre,
dass die nicht erkennen, es ist vielleicht ein Militärfahrzeug
oder irgendwas, weil die sehen ja
doch recht oft
so ein bisschen aus,
als könnten sie, so ein Iveco 4x4
gibt es ja auch als Defense-Version
und so weiter, aber wenn einer sagt, ich hätte jetzt
gerne doch in Rot oder in
Orange, warum nicht?
Mein Privates ist in Rot.
Das wäre schön.
Vielen Dank euch, Kaschmir Oberländer.
Warte, ich gehe mal zum Logo.
Freiheit
und 100% Deins.
Das heißt, ich glaube,
das unterstreicht so ein bisschen diese Individualität
in dem Bau und wir gehen
jetzt gleich mal raus und zeigen mal
das Fahrzeug
in Real Life.
Das ist nämlich wirklich so gebaut worden
und gucken das in einem
Extra-Video an und das sehe ich jetzt natürlich mit ganz
anderen Augen. Du bleibst bitte noch hier,
Paul. Du kannst gerne mitkommen, wenn du
möchtest, aber
du hast noch einen Termin heute Abend, wahrscheinlich Weihnachtsmarkt.
Ja, irgendwie sowas wird es noch geben.
Ja, irgendwas.
Sag mal, wenn man schon so lange
dabei ist, ich finde das so krass,
was du alles erlebt haben musst
an praktisch Programm,
Technologien, Rechner,
Geschwindigkeiten.
In den 90ern war ja alles ein bisschen langsamer,
oder? Ja, in den 90ern war es sehr
viel langsamer. Wie gesagt, da hat man noch
mit Tusche gearbeitet.
Ach so, da gab es noch keinen.
Ja, die gab es natürlich schon, aber die waren noch
längst nicht an jedem Arbeitsplatz vertreten.
Dann gab es
am Anfang natürlich
Computer, Personal Computer
für Stücklisten, Excel-Programme
und solche Sachen, aber dass sich
wirklich die CAD-Programme
Das kam dann? 2000? Ja, die kamen so
Mitte der 90er Richtung 2000
und dann hat es aber eigentlich auch eine
sehr schnelle Entwicklung genommen.
Und SolidWorks, wie lange gibt es das schon?
SolidWorks? Ich denke auch
Ende der 90er glaube ich schon. Kam das?
Ja. War das immer
das
Programm deiner Wahl?
Es gibt verschiedene,
es gibt auch von Autodesk
Inventor, SolidWorks,
dann gibt es natürlich sehr viel
spezialisierte
Programme. Sehe ich aber ganz oft SolidWorks.
SolidWorks ist sehr weit
verbreitet, ja, auf jeden Fall.
Sehr schön. Letzte
Frage habe ich noch, wenn jetzt ein Kunde sagt,
kann ich da mal eine Zeichnung haben,
weil ist ja mein Auto,
ich will da später mal zum Beispiel
einen Flussplan sehen, Elektrik,
gibt man sowas mal raus?
Oder muss der Kunde das selber messen?
Ich sage mal Elektrik schon,
aber so grundsätzlich die Einzelteilzeichen
oder sowas geben wir dann nicht raus.
Das ist dann schon eher unser Know-how.
Ansonsten soll sie selber ein Foto machen,
wenn er drin ist.
Ist ja ihrs.
Gibt es ein Handbuch, schreibt ihr Handbücher
für Autos? Weil ich habe das gesehen bei Vario,
die schreiben Handbücher wirklich, also wie
funktioniert, muss man auf den Knopf drücken oder
ist das so, weil es könnte ja sein,
jemand hat noch nie ein Reisemobil gehabt.
Oder sind das alles Leute,
die hatten schon mal eins, die zu euch kommen?
Die meisten hatten schon eins, muss man dazu
sagen. Wir
geben schon ein Handbuch mit dazu.
Gern gelesen
ist, glaube ich, eher so ein Quick Guide, wo
wir machen wirklich, wenn der
Kunde abholt, so eine 2-3-tägige
Übergabe. Wie viele?
2-3 Tage.
Wo wir wirklich viele Punkte durchgehen.
Aber es ist natürlich sehr viel Input in
sehr kurzer Zeit.
Aber auch, wir verschwinden ja nicht,
wenn der Kunde sein Fahrzeug abgeholt hat.
Ihr verschwindet nicht nach der Fahrzeugübergabe und der Bezahlung?
Nein, wir sind dann immer noch für die
Kunden da und
erfahrungsgemäß kommen in den ersten
Wochen der Reise
viele Fragen. Dann
bin ich meistens, ich
oder Rolf auch, wir sind zusammen,
haben wir einen WhatsApp-Business-Account.
Rolf da.
Genau. Und kümmern uns dann auch
gerne noch um eventuelle
Fragen. Es geht oft um
Details. Wie stelle ich nochmal
die Wassertemperatur am
Boiler ein? Kleinigkeiten.
Wir haben auch die Möglichkeit
noch
over the air
die Steuerung zu ändern, gewisse
Lichtatmosphären zu
ändern. Was das krass ist,
wir haben bei Vario
ein Geheimfach.
Und ich
habe jetzt ein Auto verkauft, da muss
glaube ich ein Geheimfach drin sein und ich
habe es nicht gefunden bei der Übergabe.
Könnt ihr auch ein Geheimfach einbauen?
Ja, das ist
relativ gängig sogar.
An geheimen Stellen.
Also
ein Tresor ist ziemlich Standard.
Aber wenn wir Kunden haben, die wirklich für Jahre
unterwegs sein wollen, damit
man so einen Reisepass wirklich
100% sicher
verstauen kann,
gibt es auch
Bretter, die muss man dann vielleicht
demontieren und dann
findet man erst den Tresor.
Sehr schön.
Also kommt vorbei.
Vielen Dank.
Ich gebe es auf.
Kaschmir in
Billig.
Ja stimmt.
Ich liebe NRW.
Also plant bitte für 50 Kilometer auch mal eine Stunde
ein in NRW. Tschüss.