Up´n Swutsch mit Marco Friedl | SV Werder Bremen

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16 Abonnenten
24 Videoaufrufe·29.12.2024
Up´n Swutsch ist zurück und für den ersten Talk nach langer Pause begrüßt Moderator Lou Richter unseren Mannschaftskapitän Marco Friedl in einem besonderen Ambiente. Genauer gesagt im Beck´s Ambiente, gleich neben dem Weserstadion. Also einschalten bei Werder Up'n Swutsch...
Da hinten ist das Weserstadion, sieht man jetzt gerade nicht.
Da ist die Weser, sieht man auch nicht.
Aber gleich kommt der Kapitän, den wird man gut sehen,
weil Luciane hat drinnen alles wunderschön eingeleuchtet,
in diesem herrlichen Ambiente.
So heißt der Laden, ihr seid relativ neu wieder am Start.
Ja genau richtig, seit 3. Juli sind wir hier.
Luciane, wunderschöner Name, kann man mit Lu abkürzen?
Ja, kann man.
Ist das schön.
Es ist ein bisschen schattig hier, habt ihr drinnen eingeheizt?
Ja, ich bin schon sehr wach mit drinnen,
brasilianischer Temperament auch.
Dann lass uns reingehen.
Ah, hier ist es aber schön muckelig jetzt drin,
tatsächlich so ein bisschen brasilianisch.
Ich freue mich hier im Ambiente und jetzt
kommt die offizielle Begrüßung durch den Ansager.
Liebe Leute, eine Freude, dass ihr da seid.
Herzlich Willkommen bei OpenSwitch.
Ich freue mich sehr, dass das musikalisch bedeutendste Duo
seit Modern Talking uns heute wieder unterstützt.
Es sind die wunderbaren Weserbutsche Tjark und Martin.
Tjalf und Martin, eine Freude.
Und jetzt zur Hauptperson des heutigen Abends.
Er ist ganz klar einer der besten Exporte aus Österreich
seit Erfindung des Wiener Schnitzels.
Er ist der Verteidigungsminister.
Er ist der Mann, der dafür sorgt, dass die Null steht.
Er ist der Kapitän des SV Werder Bremen.
Ich will es ganz kurz machen und ich hoffe,
ihr fallt direkt ein, wenn ihr seht, worum es geht.
Wer ist besser als Aldi, Penny, Lidl?
Ganz klar der Marco.
Als hätten wir es geprobt.
Marco, grüß dich.
Hier bitte Platz.
Ah, kanntest du es?
Nein, das kann ich nicht.
Es ist angeblich der Hit des Jahres 2014 in Österreich gewesen.
Die Band heißt Bilderbuch und der Song heißt Maschinen.
Ja, bist du Maschinen?
Ja, aber ich kenne es leider nicht.
Ah, gut.
Hätten wir doch ein Live-is-Live-Spiel müssen.
Da hätte ich ja gesagt.
Marco, schön, dass du da bist als Maschine.
Es läuft ganz gut gerade im Augenblick.
Wir sitzen hier ein paar Tage nach dem St. Pauli-Spiel.
Drei 1-0-Siege in Folge.
DFB-Pokal-Viertelfinale erreicht.
War es schon mal so schön bei Werder wie gerade?
Ja, natürlich in den letzten Jahren, wenn man daran denkt,
hatten wir sicher Momente, wo es nicht so lief.
Jetzt muss man sagen, klar, es macht Spaß, es läuft.
Es ist eine sehr gute Stimmung im Verein, außerhalb des Vereins,
also in der Stadt.
Es ist schade, dass es nur noch ein Spiel ist,
bevor die Winterpause ist.
Aber klar, da wollen wir auch noch mal angreifen
und den Flow, den wir gerade haben, mitnehmen.
Da soll der Berliner sich mal nicht zieren,
sondern einfach sagen, es wäre schön,
wenn Werder mal auf Platz 6 zum Beispiel,
theoretisch auf Platz 5 überwintern könnte.
So gut war es seit 2011 nicht mehr.
Für dich läuft es auch ganz gut.
Kicker, Rangliste im Sommer,
Platz 7 bei den Innenverteidigern, unverhältnismäßig weit hinten.
Ich glaube aber, das ist noch ein bisschen was nach vorne gegangen,
weil du eine große Konstanz entwickelt hast,
sehr gute Noten bekommst.
Wenn ich sage, der Marco Friedl ist in der Form seines Lebens,
was ist daran falsch und richtig?
Das kann ich jetzt noch nicht beurteilen.
Vielleicht in 10 Jahren, wenn du mich noch mal fragst,
dann kann ich sagen, ob ich in der Form seines Lebens war.
Ich würde es nicht sagen.
Ich würde sagen, dass ich mich sehr gut fühle,
ich fühle mich sehr wohl.
Ich habe zum Glück keine Bewegung,
in meinem Körper geht es gut.
Ich versuche damit, dass es mir rundum gut geht,
der Mannschaft etwas zu geben.
Das versuche ich Woche für Woche auf den Platz zu bringen.
Nicht nur ich, sondern vor allem auch das Thema zu Nullspielen.
Die ganze Verteidigung ist gerade auf einem guten Niveau
und da müssen wir viel investieren,
dass es auch in den nächsten Wochen so bleibt.
Es steht einiges bevor.
Jetzt steht dir Folgendes bevor.
Wir haben hier wieder die wunderbare Hakebeck-12-Buddel.
In dieser Hakebeck-12-Buddel befinden sich zwölf Aussagen.
Diese Aussagen bitte ich dich zu ergänzen.
Ich fange an und du führst das zu einem für dich sinnvollen Abschluss.
Mal gucken.
Alles klar.
An Bremen mag ich besonders den Regen.
Im Winter gibt es relativ viel.
Zur kälteren Jahreszeit gibt es relativ viel.
Hier kriege ich alles.
Wenn ich dann woanders hinfahre, habe ich oft schöneres Wetter.
Das gehört natürlich zu Bremen dazu.
Bist du ein Freund des Regens?
Nicht Regen, aber es wäre schön, wenn es schneien würde.
Wenn es immer kalt wäre.
Das gehört zu Bremen dazu.
Mein erstes Fußballidol war Sinedine Zidane.
Kein Österreicher?
Nein.
Nicht der Kranke?
Nein.
Ich war auch relativ früh.
Aber Sinedine Zidane.
Ein bisschen erfolgreicher.
Unwesentlich.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen Deutschland und Österreich
ist?
Der Kaiserschmarrn.
Schmeckt den Österreicher.
Tut es mir leid.
Aber ist besser.
Der Grünkohl zum Kaiserschmarrn passt einfach nicht.
Der beste Fußballer, mit dem ich je zusammengespielt habe, war?
Schwierige Frage.
Ich würde sagen Robert Lewandowski.
Bei den Bayern noch damals.
Vor allem ich als Verteidiger.
In den Trainings.
Ich habe mit ihm zu tun gehabt.
Mit ihm zusammengespielt.
Lewy würde ich da relativ weit oben sehen.
Sehr anstrengend im Training.
Er ist ein relativ guter Stürmer.
16 Tore in dieser Saison schon wieder.
Privat kann ich mich tierisch aufregen.
Über?
Nichts Falsches sagen.
Es gibt wenig, wo ich mich jetzt aufrege.
Ich würde sagen,
über mich selber manchmal.
Weil ich manchmal,
vor allem in freien Tagen,
Zeit habe,
über das Wochenende nachzudenken.
Über Sachen nachzudenken.
Da bin ich schon oft mit mir selber beschäftigt.
Kartes nach.
Aber wurde ich besser.
Wenn ich nicht Fußballer geworden wäre, dann?
Dann wäre ich nicht Fußballer geworden.
Dann wäre ich wahrscheinlich
in die Fußstapfen von meinem Vater gestiegen.
Dann wäre ich Polizist geworden.
Polizist?
Scharf schießen.
Hoffentlich nicht.
Die entscheidende Lektion,
die ich bei Bayern gelernt habe, war?
Mir san mir heißt so viel wie ja.
Das Spiel ist noch nie vorbei.
Es geht immer weiter.
Es ist noch lange nicht zu Ende.
Es kann immer noch was passieren.
Ich habe leider gar kein Talent im ...
Gestern hatten wir Weihnachtsfeier.
Da wurde ich vor 700 Leuten
vom Verein auf der Leinwand gezeigt,
wie ich Jingle Bells gesungen habe.
Deshalb singen.
Ganz klar.
Antitalent.
Mein schönster Moment im Fußball war?
Im Fußball?
Ja.
Schwierig.
Es gab ein paar Momente,
ob es nach dem Verkorks die Relegation war.
Dann würde ich aber trotzdem
ganz klar mit dem Aufstieg gehen.
Ganz schlecht reingeschadet in die Saison.
Dann Woche für Woche Spiele gewonnen.
Dann mit den Fans hier auf der Straße in Österreich.
Die Aufstiegsparty, die wir gehabt haben,
war schon mein schönster Moment.
Schon groß.
Ich würde gerne mal einen Abend verbringen mit?
LeBron James.
LeBron James?
Ja.
Du bist aber eher ein Football-Fan
als ein Basketball-Fan, oder?
Sprechen wir gleich noch.
Mein Lieblings-Schimpfwort ist?
Jetzt möchte ich was Schönes Österreichisches hören.
Mein Lieblings-Schimpfwort?
Dass man was lernt für den Tannenbaum.
Schimpfen darf man ja gar nicht.
Wenn es passt.
Euter Schleichti.
Euter Schleichti?
Ja.
Neben der Familie, ist eh klar,
könnte ich nie verzichten.
Auf?
Wenn wir schon beim Fußball sind,
würde ich Fußball nehmen.
Ich bin ganz klein,
habe ich angefangen mit drei Jahren.
Mit zwei Jahren habe ich das erste Mal
gegen den Ball gekickt.
Leben ohne Fußball würde es nicht geben.
Es hat es vor mir in meiner Familie
schon nicht gegeben.
Spielt der Fußball bei deinem Vater,
bei deiner Mutter,
bei deinen Vorfahren,
auch immer schon eine große Rolle?
Ja, schon.
Mein Opa war relativ gut,
ganz früher noch.
Papa hat auch sehr viel,
spielt heute noch mit den Altherren.
War schon immer eine fußballbegeisterte Familie.
Dann sitze ich wahrscheinlich so durch.
Mein Kleiner wird vielleicht auch
irgendwann Fußball spielen.
Beidfüßig, zweisprachig.
Klar.
Nicht so wie der Papa.
Mit dem harten linken Eisen.
Das ist aber das, was gerade
bei Bayern einige bei dir
ganz großartig fanden,
dass du ein Linksfuß warst.
Der war sehr gefragt seinerzeit.
Ja, vor allem im Fußball,
heutzutage im modernen Fußball,
ist es ja oft so, dass Mannschaften
einen Links- und Rechtsfuß
in der Innenverteidigung haben wollen.
Man sieht es ja,
mit einem linken Fuß
gibt es nicht so viele,
wie mit einem rechten Fuß.
Es kann ein Vorteil sein,
wenn du Linksfuß bist
und der Linke ein guter Fuß ist von dir.
Als du angefangen hast,
warst du Stürmer.
Dann hast du ständig
eine Altersklasse höher gespielt
und trotzdem alles kaputt geschossen.
Ständig Torschützenkönig.
Als 12-Jähriger gegen 15-Jährige
Irgendwann bei Bayern München
hat dir einer gesagt,
versuch es mal hinten.
Wie kam das bei dir an?
Im ersten Moment eigentlich nicht gut,
weil ich dachte,
vielleicht sind sie nicht zufrieden mit mir,
vielleicht mache ich es nicht mehr so gut vorne.
Gut informiert übrigens,
war wirklich so.
Früher war ich echt Stürmer.
Alles kaputt geschossen,
hat man mir erzählt.
Also der Marco,
das war praktisch eine Maschine.
Der hat die ganze Zeit
5, 6, 7.
Ich habe relativ viel getroffen.
Ich war relativ früh,
relativ groß und robust.
Dann haben mich die Mitspieler eingeholt.
Dann war ich eigentlich so,
dass ich dachte,
dass die Umschulung auf die Linksverteidigerposition kam,
dass vielleicht der Verein nicht zufrieden war
oder ich das nicht mehr so gut gemacht habe.
Hat damals der Heiko Herrlich
mich umfunktioniert.
Jetzt im Nachhinein,
muss ich sagen,
bin ich ihm sehr dankbar.
Ich bin mir relativ sicher,
dass ich als Stürmer es nicht zum Profi geschafft hätte.
Der hat in mir etwas gesehen.
Der hat mir damals erzählt,
Marcel Schnelzer hat das auch gemacht bei Dortmund.
Ich war dann so,
dass mir das Spaß gemacht hat,
dass ich mich angefreundet habe mit der Position
und im Großen und Ganzen
sehr, sehr glücklich bin.
Linksaußen angefangen, dann in die Mitte gerückt
und jetzt ja zentraler Innenverteidiger,
wo man ordentlich auf die Hölzer kriegt,
aber auch austeilt, oder?
Ist es sehr viel anders geworden?
Es ist ein Geben und Nehmen, würde ich sagen.
Das Schöne ist,
im Fußball trifft man sich ja immer zweimal.
Da habe ich sicher auch schon mal
einen auf den Deckel von einem bekommen,
wo ich ihn raufgestiegen bin.
Andersrum ist es genauso.
Das gehört dazu.
Ich bin ein Freund davon,
wenn es mal ein bisschen robuster wird,
auch ein bisschen aggressiver wird.
Aber ja, vor allem
als zentraler Innenverteidiger
musst du natürlich schon aufpassen,
weil es relativ schnell geht,
dass du einen Schritt zu spät bist
und dann gibt es relativ schnell die rote Karte.
Da kann das Foul auch noch
so wenig hart wie möglich gewesen sein,
aber es reicht auch für einen kleinen Kontakt.
Deshalb muss man das schon ein bisschen abbiegen.
Ich finde immer, keine Autopsie, kein Foul.
Ja, wenn du das sagst,
dann gebe ich das und so weiter.
Du bist mit 19 hier nach Bremen gekommen,
von Bayern ausgeliehen damals.
Mit was für einer Perspektive
bist du hierher gekommen?
Hast du dir vorstellen können,
dass das hier eine zweite Heimat wird?
Nein, im ersten Moment nicht.
Aus dem Grund einfach,
weil es für mich ein extrem neuer Schritt
in meinem Leben war.
Ich war damals in München,
das ist eine Stunde weg von Österreich.
Ich hatte meine Freunde, meine Familie
in der Umgebung.
Ich konnte immer nach Hause fahren,
das war eine Stunde weg.
Dann in den hohen Norden, ganz weit weg alleine.
Das war schon erstmal ein Schritt,
wo ich damit klarkommen musste,
mich einleben musste.
Aber mir hat dann einfach so viel
der Verein zurückgegeben, die Spieler und alles.
Drumherum hat es mir so gefallen,
dass es für mich relativ schnell klar war,
wenn der Verein will, würde ich gerne
über die eineinhalb Jahre hinausbleiben.
Dass es dann jetzt schon
im Januar sieben Jahre sind,
hätte ich jetzt auch nicht gerechnet.
Aber ich fühle mich sehr wohl.
Und seit der Aufstiegssaison als Kapitän,
ein Österreicher als Kapitän
an der Weser, auch nicht schlecht.
Die Rolle des Kapitäns,
was erwartest du von dir selber?
Wie fühlst du diese Rolle aus?
Im ersten Jahr ist es schon schwierig,
vor allem für einen jungen Spieler.
Du warst sehr jung, einer der jüngsten Kapitäne
überhaupt in der Bundesliga.
Der jüngste, glaube ich sogar.
Also war schon
ein gewisser Druck,
jetzt im Nachhinein würde ich sagen,
unbewusst für mich.
Ich habe mir zu dem Zeitpunkt
wenig Kopf gemacht, aber wenn ich das
jetzt so ein bisschen Revue passieren lasse,
dann ist es sicher so, dass ich
versucht habe,
ich wollte es so gut wie möglich machen,
habe dann oft unbewusst
meine Leistungen,
natürlich in der Achterbahnfahrt, die waren nicht gut,
da war ich nicht zufrieden mit mir.
Und dann war es einfach so,
dass du das so gut ausführen willst,
dass du die Hauptaufgabe als Kapitän
und das ist Verantwortung
und jede Woche für Woche
auf einem guten Niveau zu spielen,
war mich dann vernachlässigt.
Das war schon so, dass ich mir das Jahr darauf
versucht habe, es anders zu machen.
Es ist ein gewisser Lernprozess,
wo du reinwachsen musst.
Jetzt gibt es gar keine Probleme,
ich fühle mich sehr wohl,
ich fühle mich sehr gut in der Rolle
und kann mir das natürlich durchaus
vorstellen für die nächsten Jahre,
dass es so bleibt.
Du hast bei Bayern
durchaus gute Trainer gehabt.
Pep Guardiola, Jupp Heynckes,
also ich sage mal, die drei besten
Trainer der Welt hast du erlebt.
Guardiola, Heynckes, jetzt Ole Werner.
Was macht Ole
anders als die beiden anderen,
wenn du das so vergleichst?
Ja,
Ancelotti war ja auch noch dabei,
da gab es schon...
Da wurde aber viel geraucht
auf dem Kabinengang.
Sehr viel geraucht.
Aber Fakt ist, die sind so lange
schon drin, ich glaube,
dass das schon
auch Erfahrung ganz weit
oder ganz woanders ist, weil die halt
einfach so viel erlebt haben, ihren Titel gewonnen,
die haben alles mögliche gewonnen,
aber der Ole ist halt
ein ganz anderer Typ.
Wenn du mit Pep redest oder mit Ole
redest, ist das natürlich was anderes,
weil es viel näher ist zu dir,
finde ich. Ich habe ein super
Verhältnis mit Ole, ich bin sehr, sehr, sehr
happy, dass er hier ist. Auch die letzten
Jahre, man sieht es, wir haben uns, nicht nur wir
Spieler, sondern er auch extrem weiterentwickelt.
Wir haben zum Glück
im Großen und Ganzen die Mannschaft zusammengeblieben,
das heißt, du kannst im Trainingslager
viel besser arbeiten und das
Zwischenmenschliche ist einfach ein Top-Typ
und man sieht es ja
Woche für Woche, die Ergebnisse passen auch,
deshalb
passt er überragend zu uns und ich hoffe,
dass wir ihn noch ein paar Jahre hier haben
und dass er noch mein Trainer ist für die nächsten
Jahre. Wir hatten am vergangenen
Wochenende im Grunde genommen ein Softporno,
drei Öschis auf
St. Pauli.
Die Österreicher und
Werder Bremen, das ist ja eine spezielle Verbindung.
Drei Tatsächliche in der Startformation
gab es ja lange nicht, Romano Schmid,
der andere Marco, der Krüll
und der Fredelort.
Es gibt ja diese lange
Tradition zwischen Werder
und den Österreichern, also angefangen mit
Petzay und Pfeifenberger
und Herzog und Anautowicz
und Grilicz und
haben wir noch einen Icz? Ah, Junusowicz,
natürlich, sicher.
Was
zieht die Österreicher
zu Werder, was zieht Bremen
die Österreicher an?
Ein familiärer Club. Ich glaube,
wenn du jeden Österreicher fragst, der hier war,
hat er sich in der Zeit, wo er hier war,
sehr wohl gefühlt. Das war ja auch bei mir so ein Thema.
Ich wusste natürlich
über die Jahre, es waren viele Österreicher
bei Werder. Dann kamen
die ersten Gespräche mit Werder und
ich habe damals auch mit Flo Kainz
gesprochen.
Das hat mir dann einfach ein gutes Gefühl
gegeben und deshalb kann ich es bestätigen.
Es ist was anderes als in Österreich,
also der Norden von Deutschland
und vor allem Bremen ist anders als Österreich,
aber es passt irgendwie
und deshalb kann ich nur jedem
Österreicher sagen, der
im Gespräch mit Werder Bremen ist,
es ist auf jeden Fall ein Club, der dich
unfassbar gut aufnimmt,
der wie eine Familie ist und
deshalb bin ich sehr, sehr froh,
dass ich auch in den jungen Jahren damals
einen Schritt gewagt habe.
Wir haben euch gebeten,
dass ihr Fragen an Marco Friedl aufschreibt.
Da wird hinten noch fleißig
geschrieben, jetzt aber husch husch,
denn die wollen wir jetzt einsammeln,
die Bierdeckelfragen. Wir machen das übrigens
länger als Ina Müller, habe ich mir sagen lassen.
Aber ich bin nicht sicher.
Wir sammeln die jetzt ein.
Liebe Weserbutchers,
spielt uns die Karten an den Tisch
und dann gibt es gleich
die Fragen aus deinem Fankreis
hier an dich. Bin sehr gespannt.
Die Weserbutcher.
Kann man das als Klingelton runterladen?
Ja.
So, also,
die Fragen aus dem Fankreis.
Wie bereitet ihr euch auf das
DFB-Pokalspiel vor?
Das ist am 25. Februar
bei einer Mannschaft namens Bielefeld
in einer Stadt, die es gar nicht gibt.
Also ihr seid schon qualifiziert.
Dann machen wir das so.
Dann werden wir uns natürlich
gleich wie sonst auch vorbereiten.
Wir wissen um die Wichtigkeit
dieses Spiels.
Trotzdem,
auch wenn die jetzt
Freiburg und Gladbach
rausgeworfen haben, dann wollen wir
als Bundesligist dort ganz klar
weiterkommen. Das muss unser Ziel sein.
Da brauchen wir nicht drum herum reden.
Fakt ist aber auch, dass wir um die
Gefährlichkeit von Bielefeld wissen,
vor allem in deren Stadien.
Aber wir fahren dort hin
und werden uns so vorbereiten, dass wir dann im Halbfinale stehen.
Da drücken wir alle die Daumen.
Mit wem kommst du im Team
am besten klar?
Mit allen,
die nicht husten.
Jesus Christus.
Sehr, sehr coole Mannschaft.
Ich glaube, dass wir uns untereinander
sehr gut verstehen. Alle kennen
zum Beispiel den Mitch Reiser
am längsten auch von der Zeit
bei Bayern.
Deshalb würde ich den Mitch sagen.
Hast du eine Leibspeise?
Immer noch.
Das habe ich schon sehr oft gehört.
Die Käsespätzle von der Mama.
Die sind hervorragend.
Muss ich mal die Mama loben.
Aber das weiß sie auch.
Alle zwei Wochen werde ich das irgendwie gefragt.
Es bleiben die Käsespätzle.
Nur Käsespätzle oder ein bisschen
Speck dran?
Ein bisschen Zwiebel, wie es sich gehört.
Schnittlauch drauf.
Europa mit Werder
oder für einen hochdotierten Vertrag
bei einem anderen Verein im Mittelfeld
herumdümpeln?
Wir spielen ja um
irgendwas zu erreichen, um irgendwas zu gewinnen.
Also Europa.
Meinung zur
Pyro-Show letzte Woche gegen Pauli.
Wie nimmt man sowas als Spieler
wahr?
Grundsätzlich finde ich es
nicht verkehrt.
Ich glaube, das gehört zum Fußball.
Ist ja auch schön anzusehen.
Der Verein sieht es nicht gern,
weil es immer ein bisschen in die Geldbörse geht.
Aber es gehört dazu.
Wir als Fußballer merken es eigentlich gar nicht,
wenn es während des Spiels passiert.
Nur so wie es jetzt passiert, ist es halt nicht schön.
Du fängst gerade an, musst nach zwei Minuten
wieder aufhören, hast wieder eine Pause
von 15, 20 Minuten.
Das nervt.
Nervt ganz klar, aber ich hoffe,
dass das jetzt eine Ausnahme war, dass
wegen dem eine Spielunterbrechung gewesen ist.
Ja, vielleicht muss man sich tatsächlich mal zusammensetzen
und eine Regelung finden, weil
Pyro komplett abschaffen wird nicht klappen.
Warum?
Andererseits eben die Geschichte,
dass ihr da gerade loslegen wollt und dann
nochmal 10 Minuten in der Kälte steht, ist auch
unangenehm.
Und, wie du sagst, sehr teuer.
Man könnte, ich glaube, zwei gute Jugendtrainer
dafür einstellen, für das, was Werder
an eine Strafe für die Pyro-Seite.
Über 100.000 ist es dieses Jahr schon.
Ja, es ist relativ viel.
Wie gesagt, nicht nur Werder.
Es gehört dazu.
Da brauchen wir auch nicht lügen, du wirst es nie im Leben
abschaffen können. Es wird nicht funktionieren.
Deshalb sollte man vielleicht
sich da zusammensetzen und eine Lösung suchen.
Ja, sehr schön.
Was war dein schönstes Weihnachtsgeschenk?
Ach, jetzt wird es heimlich.
Das ist eine sehr gute Frage.
Schwierig.
Damals diese Adidas Uwe Seeler.
Damals.
Was waren die ersten Schuhe?
Du musst die Marke nicht sagen.
Ich weiß gar nicht. Adidas Schuhe mit Reißverschluss,
weil ich Probleme hatte mit dem Schuhbinden.
An der Zeit habe ich einen Reißverschluss bekommen.
Ob das dann an Weihnachten war,
weiß ich tatsächlich nicht,
aber das war ein cooles Geschenk.
Deshalb nehmen wir das.
Was ist deine Lieblingsband
und
wann warst du zuletzt
auf einem Konzert?
Band? Schwierig.
Da sitzen die Freunde,
die sind cool.
Sonst habe ich keine
Band.
Ich habe eher
Artisten oder
Sänger und Rapper, vielleicht sowas.
Aber auf Konzerte gehe ich sehr oft,
sehr gerne.
Vor kurzem war es
Travis Scott in Hamburg.
Was war dein erstes Auto
und warum?
Lars will das wissen.
Mein erstes Auto war,
dadurch, dass ich
bei Bayern gespielt habe und
die Olympiaspieler von Audi
Autos bekommen haben,
konntest du dir immer einen selber konfigurieren.
Die Mama hat mir das nicht erlaubt,
was ich wollte. Logisch, mein erstes Auto.
Deshalb hatte ich ein A1 Superwagen.
Kleiner Flitzer.
Damals war mir wichtig,
mit Gangschaltung, damit ich das lerne,
besser noch.
Das war mein besseres A1.
Hat Spaß gemacht.
Ja.
Hätte auch der A8 sein können,
aber da hat die Mama gesagt, lass mal stecken.
Das geht sie noch nicht ganz aus, hat sie gesagt.
Das lassen wir mal lieber sein.
Oder Käsespätzleverbot für immer.
Ja, dann doch.
Wirst du mit Werder
jemals einen Titel holen?
Mehr bitte als Frage, schreibt hier jemand.
24. Mai.
Das ist unser Ziel.
Ganz klar. Dafür haben wir noch
zwei Spiele, dass wir im Finale stehen.
Da wollen wir hin.
Klar, wir wollen am liebsten jedes Jahr gewinnen.
Ein Titel ist nicht möglich.
Dieses Jahr sind wir weit gekommen.
Viel weiter als die letzten Jahre.
Da war man nach der ersten oder zweiten Runde vorbei.
Ja, ganz klar.
Wir wollen unbedingt nach Berlin.
Wenn du den Pokal spielst,
willst du den Titel gewinnen.
Jetzt wird es nochmal sehr persönlich.
Was ist dein erstes,
welches dein letztes Tattoo?
Und was bedeuten sie dir?
Da werden sicher noch ein paar dazukommen.
Das eine oder andere.
Mein erstes Tattoo habe ich mit meiner Schwester gemacht.
Gott sei Dank hat es nicht deine Schwester gemacht.
So ein Dreieck.
Das soll zusammen stehen.
Ganz schön sieht es auch an der gleichen Stelle aus.
Bei mir ist noch ein bisschen was dazugekommen.
Es wird sicher irgendwann mal
auch was von meinem Sohn irgendwo stehen.
Deshalb wird es sicher noch
das eine oder andere kleinere dazu folgen.
Vielen Dank für eure Fragen.
Sehr schöne Sachen dabei.
Ganz wunderbar.
Wir schaffen nicht alle,
weil bald fängt die Tagesschau an.
Aber du hast deinen Sohn angesprochen.
Du bist seit diesem Jahr, April glaube ich,
Papa.
Was hat das verändert?
Wie hat es dich verändert?
Ein ganz anderes Leben.
Ich glaube, dass du dich
in der Zeit, vor allem wo deine Freundin
oder Frau dann schwanger ist,
du willst dich darauf vorbereiten.
Das schaffst du aber nicht,
weil es natürlich was ganz anderes ist,
wenn er dann da ist, der Kleine.
Das ist ein unglaublich schönes Gefühl.
Jetzt kommt er dann schon langsam in ein Alter,
wo du merkst, da passiert was.
Dann will er gehen, schafft es nicht.
Dann will er das, schafft es nicht.
Fängt an zu quatschen, also unfassbar schön.
Wirklich ein Gefühl,
was du dein Leben nie vergessen wirst.
Teilweise natürlich auch
eine Umstellung, anstrengend auch,
aber das gehört völlig dazu.
Sie macht es auch sehr, sehr gut.
Deshalb sind wir alle rundum sehr happy.
In der Süddeutschen Zeitung
bist du neulich als Mr. Klartext
beschrieben worden.
Also der, der
nicht mit der Meinung
hinterm Berg hält.
Ein Österreicher hinterm Berg hält,
das ist ja eh Quatsch.
Also der, der geradeaus ist.
Bist du ein Typ, der
geradeaus ist?
Der die Dinge konkret
anspricht, wenn sie sich stören, wenn sie sich nerven?
Habe ich in letzter Zeit
ein paar Mal gemacht.
Wenn ich dann einfach finde,
das war nicht gut,
das hätte anders sein sollen,
das haben wir nicht gut gemacht als Team
oder was auch immer,
und ich danach gefragt werde, dann sage ich es.
Klar ist es natürlich heutzutage
so, dass dann oft auch ein riesengroßes
Thema daraus gemacht wird,
wo du dir danach im Nachhinein denkst, hätte ich es lieber
nicht gesagt. Aber trotzdem,
vor allem im Trainingslager auch, habe ich ja
auch gesagt, dass ich nicht zufrieden war,
dass wir nur da sind,
um zu trainieren.
Jetzt machen wir es relativ gut.
Vielleicht wirkt es dann auch manchmal,
deshalb würde ich schon sagen,
wenn mir etwas nicht passt, spreche ich es an.
Dafür stehe ich auch ein.
So bin ich.
Wenn es dann Probleme gibt, dann gibt es immer wieder Probleme.
Aber
ich bin trotzdem ganz normal.
Ich glaube,
aber als Kapitän muss man auch so sein.
Wenn du als Kapitän zu diplomatisch bist,
zu zurückhaltend, zu strategisch,
dann wird es auch
schwierig innerhalb der Mannschaft.
Klar wird es
bei jeder Mannschaft im Laufe des Jahres
immer wieder mal Themen geben,
bei den anderen Vereinen größer, bei den anderen kleiner.
Aber es gibt immer Sachen, wo du
auch nicht auf einen Nenner kommst.
Das ist halt einfach so.
Ich spreche es dann halt einfach an.
Dann ist es aus der Welt, dann weiß jeder Bescheid.
Und wenn es dann
wieder mal ein Problem geben sollte, dann setzt man sich
natürlich wieder zusammen und spricht darüber.
Aber ja, ich spreche das natürlich an.
Du hast gesagt,
LeBron James würdest du gerne mal treffen.
Mit dem könntest du dir vorstellen, einen Abend zu verbringen.
Aber ich weiß, dass du eigentlich eher ein Football-Fan bist.
Was magst du am Football?
Was ist dein Team?
Ich habe eigentlich kein Team.
Ich muss sagen, der Walter Adams.
Vielleicht kennt sich jemand aus dem Weitersieber.
Denkt die Bälle.
Der hat mich schon inspiriert, immer gefallen.
Deshalb habe ich viele
Spieler, die ich sehr gerne mag.
Ich habe kein Lieblingsteam, aber
der Sport an sich ist einfach hervorragend.
Ich war auch bei den Munich Games.
Das hat sehr Spaß gemacht.
Hoffentlich in
näherer Zukunft auch irgendwann mal wieder
vor Ort.
Neben dem Fußball ist es mein zweiter Sport,
der mir sehr geholfen hat.
Als Weitersieber wärst du
auch zu gebrauchen. Wahrscheinlich zu langsam.
Da fehlt mir das Tempo.
Die Spritzigkeit.
Deshalb wäre ich so ein Kicker,
der dann vielleicht reinschießen müsste.
Da gab es einige Fußballer, die als
Kicker große Karriere gemacht haben.
Aus Österreich erinnere ich mich an
Toni Fritsch.
Kennst du ihn?
Er hat bei Rapid Wien gespielt.
Er ist glaube ich in den
60er Jahren in die
NFL gegangen. War Kicker.
Jetzt wird es...
Du, der Opa erzielt vom Krieg ein bisschen was.
Toni Fritsch hat
immer die schöne Geschichte erzählt.
Das erste Training, er kriegt den Ball
und soll kicken.
Dann kam aber gleich so ein Kühlschrank
und fiel auf ihn drauf
und hat ihn dann so kurz an der Nase
gezupft und hat gesagt, welcome to the NFL.
Da wusste er,
was passiert und dass er ein bisschen schneller
sein muss. Toni Fritsch meine ich.
Guter Typ.
Wir gucken das
nachher nach.
Wenn du NFL-Spiele siehst
und siehst, wie die Menschen da ineinander
rauschen mit ICE-Geschwindigkeit
und annähernd der gleichen Wucht
und du siehst, wie dann manchmal
ein Fußballprofi am großen
Zeh leicht getroffen wird,
dann aber direkt nach dem Notarzt
verlangt,
ist das nicht manchmal ein bisschen unverhältnismäßig?
Ja.
Denke ich mir Woche für Woche, wenn ich
die NFL-Spiele anschaue oder auch die Fußballspiele,
wo oft
meiner Sache nicht viel ist, aber
wichtig ist, dass man sich dann
fünf, sechsmal im Kreis dreht.
Die
NFL
oder die Fußballspiele schon aus einem
anderen Holz geschnitzt. Das ist unglaublich,
wie es teilweise kracht da.
Auch nicht gesund teilweise.
Dieses Jahr waren unfassbar viele Verletzungen.
Aber ja, wenn dann
ein Riegel nach dem anderen auf den anderen
drauffällt, ist schon
krass, was die aushalten.
Ich habe mal mit einem Running Back gesprochen.
Den haben wir auch schon wieder vergessen.
Der hat auf jeden Fall gesagt, ich freue mich auf Schmerzen.
Also ich habe mir das so im Laufe
meiner Karriere so eingerichtet.
Im Kopf war ein Running Back,
also der viel Kontakt hat,
und der hat gesagt, ich finde es schön.
Wenn es dann wehtut, fühle ich mich
wohl, ich lebe, finde ich gut.
Das müsste man Fußballern
vielleicht nochmal näher bringen,
aber man weiß nicht, ob es klappt. Ist auch eine andere Geschichte.
Was mich sehr interessieren würde,
ist, Fußball ist ja ein Spiel mit
Wahrscheinlichkeiten. Ich würde gerne mit dir
ein paar Wahrscheinlichkeiten durchgehen.
Wie wahrscheinlich ist es,
dass ihr in Bielefeld
gewinnt?
Prozenter.
Wie wahrscheinlich ist es?
Ja, wir müssen unsere
Leistung bringen, wir müssen da sein,
und wenn wir unser Spiel durchbringen, dann ist es
sehr wahrscheinlich, dass wir da als Sieger vom Platz gehen.
Wenn nicht, dann sehen wir der nächste
Bundesligist, der ausscheidet, und das wollen wir auf jeden Fall verhindern.
Deshalb würde ich sagen,
Prozent ist schwierig.
100 gibt es klar kaum.
80.
Da muss man schon Gas geben,
dann sind wir bei 80 vielleicht.
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit
auf einen Pokalsieg von
Werder Bremen im Mai in Berlin?
Da wollte ich es ganz clever machen,
jetzt wollte ich schon 8 Mannschaften
sagen.
Jetzt haben wir
ein Viertelfinale, ein Halbfinale, ein Finale,
zwei, drei Spiele.
Noch sind es
vielleicht 30%.
Wir arbeiten
und schrauben daran, dass es in die Höhe geht.
Elfmeterschießen,
wird schon trainiert?
Nein, wir wollen es doch
klar machen.
Ich tippe ja auf
zweimal Elfmeterschießen im Halbfinale und im Finale.
Ne,
das wollen wir nicht.
Wenn wir dann gewinnen, ja, aber
ein Finale und ein Elfmeterschießen
und dann ausscheiden oder verlieren,
das tut weh.
Wäre es lieber, dass wir es davor fertig machen.
Schießt du Elfer?
Ja, wenn es dann dazu kommt.
Den ersten kriege ich sicher nicht,
den wird sicher der Tuxi schießen oder sonst wer.
Aber wenn wir 5 brauchen, bin ich auf jeden Fall dabei.
Mit dem harten linken Eisen,
unhaltbar.
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit
auf deine Teilnahme bei der WM 26?
Daran werde ich und muss ich
schrauben, dass sie in die Höhe geht im Moment.
Ja, so weit weg,
bloß ich war jetzt einmal dabei
und die letzten Male nicht.
Was stimmt mit diesem Ralf Rangnick nicht?
Ne, ich muss auf mich schauen,
ich muss Gas geben.
Das ist das, worum es geht.
Ich versuche da meine Leistung zu bringen und dann
hoffe ich, dass ich dabei bin.
Es wäre ein Riesenevent.
Klar, will ich dabei sein.
Deshalb ist es eher noch unwahrscheinlich,
aber ich werde daran arbeiten.
Wir drücken auch da die Daumen.
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit,
dass du den Vertrag 26 bei Werder verlängerst?
Das gibt es nicht 100%, habe ich mal gehört.
100% ist praktisch ein Muss.
Das, was ich die letzten 30 Minuten gesagt habe,
ist ja nicht daher gesprochen.
Ich fühle mich ja sehr wohl.
Trotzdem muss ich ganz ehrlich sagen,
im Moment ist es überhaupt kein Thema.
Ich schaue auf die Saison,
ich habe den Fokus auf die Saison
und dann werden wir uns sicher
in nächster Zeit auch mal zusammensetzen.
Jetzt ist es für mich aktuell kein Thema,
aber klar, ich kann es mir natürlich
sehr gut vorstellen.
Werder sicherlich auch.
Es wäre ja schade, wenn es da nicht irgendwie
zusammen käme.
Wir haben zum Schluss
Weihnachten steht vor der Tür,
ich weiß nicht, ob ihr es wusstet.
Wir haben zwei kleine Weihnachtsgeschenke
vorbereitet und wir beide spielen
ein kleines Spielchen.
Kennst du das Spiel Bierdeckel schnipsen?
Schnipsen?
Es geht so,
hier hinten haben wir noch jede Menge Bierdeckel
und wir schnipsen die...
Kennst du das?
Also so?
Kannst du das? Schon mal ausprobiert?
Ich habe es schon mal ausprobiert.
Das ist eh ein Weihnachtsgeschenk,
das Mikro kannst du mit nach Hause nehmen.
Ja, ich muss.
Jetzt folgende Aufgabe an euch.
Wer glaubt, dass wir mehr als drei
Bierdeckel schnipsen können?
Wir schnipsen im Team natürlich,
weil gemeinsam immer besser als gegeneinander.
Wer glaubt, dass wir mehr als drei schnipsen können?
Du bist
unser Mann für über drei.
Wer glaubt, dass wir mehr als sieben schnipsen können?
Ja?
Okay.
Und du da hinten?
Ich glaube, wir haben schon zwei.
Also ihr beide seid unsere Kandidaten.
Wenn wir mehr als drei schnipsen,
gibt es ein Geschenk für dich.
Wenn wir mehr als sieben schnipsen,
gibt es ein Geschenk für dich.
Sollen wir es ausprobieren?
Wir strengen uns wahnsinnig an.
Es geht um Weihnachten.
Ich versuche den einen erst mal.
Einen schaffen wir?
Ja, super.
Wollen wir gleich drei versuchen?
Du bist ein sehr ehrgeiziger Typ, oder?
Ja.
Ja, super.
Das gefällt mir sehr.
Ich hatte mal eine Freundin aus Österreich,
der war alles egal.
Was machen wir heute Abend?
Nein, war es nicht.
Nee, ich bin da schon.
Wenn ich mal spiele, werde ich auch gewinnen.
Nein, war es nicht.
Ah!
Aber wir haben zwei Versuche.
Ah!
Aber einer war schon da.
Pass auf, wir versuchen.
Jawohl!
Du hast schon mal was gewonnen.
Was haben wir gesagt?
Mehr als sieben.
Wollen wir fünf versuchen?
Du musst noch die drei schaffen.
Einer von uns war anreichend.
Wir sind ein Team.
Ich mache das für dich.
Meine Damen und Herren, Marco Friedl.
Völlig zu Recht der Applaus.
Selten einen Mann dezenter Schnipsen sehen.
Fünf versuchen wir.
Ah!
Du reißt es raus.
Du merkst es.
Wir sind ein Team.
Jetzt versuchen wir die sieben.
Fünf.
Sechs, sieben.
Vier, sieben.
Ich versuche es wieder.
Ich denke an diese Österreicher.
War es nicht.
Versuch du.
War nah dran.
Pass auf.
Ich habe das Gefühl, ich schaffe die sieben.
Bist du aufgeregt?
Zu Recht.
Sechs, sieben.
Hey!
Schenke.
War das am Ende die Gitarre?
Das klang wie ein Keyboard.
Wie machst du das?
Fantastisch.
Das ist so herrlich.
Für dich, mein Freund.
Zu Weihnachten.
Weil du an uns geglaubt hast.
Du weißt, dass Marco Friedl,
wenn er Leistung bringen muss,
Leistung bringt.
Ein Buhl-Set.
Gerade unter dem Tannenbaum.
Richtig schön.
Glückwunsch.
Für dich, Achtung.
Ein schönes Weihnachtstrikot.
Schau mal.
Mit dem Werder-Tannenbaum vorne drauf.
Schon schön, oder?
Alles Gute.
Gerne.
So.
Können wir nach Hause gehen, oder?
Wenn ihr nichts mehr habt.
Ja?
Foto machen wir gleich.
Ganz bestimmt.
Vielen Dank.
Hat großen Spaß gemacht.
Wir kriegen, glaube ich,
noch einen Abschiedstrunk, oder?
Luciane hat schon angezapft.
Trinkst du Alkohol,
wenn es sein muss?
Wenn es sein muss.
Unter der Person relativ wenig.
Jetzt halt klar.
Ab und an mal ein Gläschen,
wenn wir Weihnachtsfeier haben.
War gerade Weihnachtsfeier, oder?
Gestern, ja.
Aber ansonsten nicht.
Ich bin nicht so der Trinker.
Aber ab und an
schmeckt es dann doch ganz gut.
Vielen Dank für den Besuch.
War sehr interessant.
Hat Spaß gemacht.
Dankeschön an euch alle,
dass ihr da wart.
Hat Spaß gemacht.
Frohe Weihnachten.
Passt auf, dass nichts dazwischen kommt.
Guten Rutsch in 2025.
Es wird ein Jahr,
in dem der SV Werder Bremen
was Besonderes schafft.
Das kann ich aus tiefem Herzen sagen.
Ich habe in eine Glaskugel geschaut
und habe das gesehen.
Es wird ein gutes Jahr.
Luciane, alles Gute.
Vielen Dank, dass wir hier sein durften.
Alles Gute.
Lasst es euch gut gehen.
Servus.
