Die Reise in den Westen: Kapitel 3 – Lied 1 Die Kraft erwacht

Die Reise in den Westen: Kapitel 3 – Lied 1 Die Kraft erwacht
Ein Atemzug — ein Sprung, so weit,
Der Affe lacht — erfüllt von neuer Zeit.
Ein Wirbelwind tanzt um sein Haar,
Er spürt: Er ist nicht, was er vorher war.
Er lernte Formeln, er lernte den Klang,
Er hörte den Wind, er spürte den Drang.
Mit jedem Tag wuchs sein Mut,
In seinem Herzen kocht das Blut.
Er meistert Sprünge, er zähmt den Sturm,
Er spürt den Himmel in jeder Form.
Die Wolken beben unter seinem Fuß,
Sein Blick wird scharf, sein Geist ein Fluss.
Die Kraft erwacht — im Geist, im Bein,
Ein König erhebt sich — aus Stein.
Er tanzt mit Donner, er springt durchs Licht,
Er vergisst fast — sein wahres Gesicht.
Er glaubt, er sei nun ohne Grenze,
Ein Held der Himmel, frei von Schwänze.
Doch tief im Grund, so leise, so klar —
Schlummert der Spiegel, wer er wirklich war.
„Ich kann so weit, ich kann so hoch!
Kein Wind, kein Meer hält mich noch!
Die Sterne scheinen wie Spielzeug klein,
Kein Himmelstor sperrt mich ein!“
Doch leise spricht der Wind ihm zu,
„Vergiss den Ursprung, und du verlierst im Nu.“
Er lacht darüber, schüttelt den Klang,
Vergisst die Stille, wo Weisheit begann.
Die Kraft erwacht — ein Feuer, ein Schrei,
Die Welt bebt, die Wolken weich.
Ein König tanzt, so wild, so frei,
Doch Wahrheit ruft — im Innern dabei.
Er denkt, er fliegt schon über das Dao,
Doch sein Schatten flüstert: „Bleib doch schlau.“
Denn die größte Stärke ist oft ganz leis,
Nur wer still bleibt, bleibt wirklich weis.
„Kraft ist nur Hülle, nicht der Kern,
Wer fliegt, der fällt, wird neu lernen.“
[male]
„Ein Funke glüht, ein Sturm verweht,
Nur wer bleibt, der wirklich versteht.“
Die Kraft erwacht — ein Segen, ein Fluch,
Ein Schritt zum Himmel, ein Blick zurück.
Ein König schreit, ein Schüler weint,
Die Reise geht — doch Wahrheit scheint.
