Gefühle auf Deutsch_ 10 starke Ausdrücke (B2, C1)

German Glotto
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Oct 6, 2025 #education #deutsch
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Das macht mir Angst. Ich habe Hoffnung. Ich habe Mitleid.
So könnt ihr auf eine ganz einfache Art und Weise über Gefühle sprechen. In diesem Video geht es um die fortgeschrittene Art.
Im Deutschen kombinieren wir Gefühle gerne mit bestimmten Verben. Das jagt mir Angst ein, sagen wir zum Beispiel.
Wenn ihr diese Kombinationen kennt, klingt euer Deutsch sofort natürlicher und viel abwechslungsreicher.
Jemandem Angst einjagen ist umgangssprachlich und bedeutet jemandem Angst machen, also dafür sorgen, dass jemand Angst hat.
Jemandem Angst einjagen klingt aber eindrücklicher.
Hier ist noch ein Beispiel.
Der Gedanke an die lange Operation jagte ihm Angst ein.
Der Gedanke an die Operation machte ihm Angst.
Oder der große Hund jagte den Kindern Angst ein, also der Hund machte den Kindern Angst.
Die Kinder hatten Angst vor dem Hund.
Mit seinen Aussagen schürt der Experte Angst vor einer Wirtschaftskrise.
Angst schüren, das bedeutet dafür sorgen, dass die Angst in einem Menschen immer größer wird.
Der Experte sagt wahrscheinlich, dass es der Wirtschaft sehr schlecht geht.
Damit macht er den Menschen Angst vor einer großen Krise.
Und nicht nur das, er verstärkt die Angst der Menschen, macht sie noch größer.
Das Verb schüren benutzt man eigentlich, wenn man über Feuer spricht.
Wenn man ein Feuer schürt, dann bewegt man das Holz im Kamin so, dass es wieder stärker brennt.
Wenn man Ängste schürt, macht man die Angst größer, so wie das Feuer im Kamin.
Hier ist noch ein Beispielsatz.
Die Gerüchte über Entlassungen schüren Ängste bei den Mitarbeitern.
Die Gerüchte verstärken die Angst der Mitarbeiter.
Die Angst davor, entlassen zu werden, den Job zu verlieren.
Oder mit ihrer ständigen Berichterstattung über Kriminalität schürt die Zeitung Angst bei der Bevölkerung.
Die Zeitung berichtet ständig über Kriminalität und macht damit die Angst in der Bevölkerung immer größer.
Wenn man jemandem Angst einjagt, macht man jemandem plötzlich Angst.
Wenn man die Angst bei jemandem schürt, verstärkt man die bereits vorhandene Angst in einer Person.
Das Verb schüren benutzt man auch in Verbindung mit anderen Emotionen, vor allem mit dem Wort Hass.
Zum Beispiel, er benutzt die sozialen Medien, um Hass zwischen den Bevölkerungsgruppen zu schüren.
Er benutzt die sozialen Medien also, um den Hass zwischen den Menschen zu verstärken.
Seine traurigen Augen erregten Mitleid.
Der Ausdruck Mitleid erregen bedeutet bewirken, dass andere Mitleid fühlen.
In diesem Beispielsatz sage ich also, als andere Menschen seine traurigen Augen sahen, hatten sie sofort Mitleid mit ihm.
Oder die Hauptfigur des Romans erregt sofort Mitleid, weil sie sehr krank ist.
Man hat also beim Lesen sofort Mitleid mit dieser Hauptfigur.
Ein anderes Verb, mit dem Mitleid häufig steht, ist Empfinden.
Man empfindet Mitleid mit jemandem.
Das ist etwas schöner, als einfach nur zu sagen, ich habe Mitleid.
Ich könnte also sagen, ich empfand Mitleid mit ihm, als ich seine traurigen Augen sah.
Oder man empfindet sofort Mitleid mit der Hauptfigur des Romans.
Unser nächster Ausdruck ist, einen Groll gegen jemanden hegen.
Ein Groll ist ein stiller Zorn, fast schon ein Hass, den man in sich trägt und den man nicht nach außen zeigt.
Wir können sagen, nach all den Jahren hegt er immer noch einen Groll gegen seinen ehemaligen Chef.
Das bedeutet, er ist immer noch wütend auf seinen Chef, wegen etwas, das schon lange her ist.
Er hat sehr negative Gefühle gegenüber seinem Chef, aber diese Gefühle versteckt er in sich.
Er zeigt sie nicht offen.
Noch ein Beispiel.
Der Student hegte einen Groll gegen den Professor, wegen dem er durch die Prüfung gefallen war.
Er ist also sehr wütend auf diesen Professor.
Statt einen Groll gegen jemanden hegen, kann man auch einfach sagen, einen Groll auf jemanden haben.
Also, er hat immer noch einen Groll auf seinen ehemaligen Chef oder er hat einen Groll auf den Professor.
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Das neue Medikament weckt Hoffnungen bei Patienten mit chronischen Erkrankungen.
Der Ausdruck Hoffnungen wecken beschreibt, dass etwas oder jemand bei anderen Menschen Hoffnung entstehen lässt.
Hier im Beispiel gibt es ein neues Medikament.
Dieses Medikament lässt bei Menschen mit chronischen Krankheiten die Hoffnung auf Heilung entstehen.
Sie hoffen, dass ihre Krankheit geheilt werden kann.
Noch ein Beispiel.
Die Gespräche zwischen den Präsidenten wecken Hoffnungen auf ein Ende des Konflikts.
Also, die beiden Präsidenten sprechen miteinander und diese Tatsache lässt bei den Menschen Hoffnung entstehen.
Wegen dieser Gespräche fangen die Menschen an zu hoffen, dass der Konflikt bald vorbei sein könnte.
Die neue Studie sät Zweifel an der Wirksamkeit des Medikaments.
Zweifel an etwas säen bedeutet, dafür sorgen, dass Menschen anfangen, an etwas zu zweifeln.
In dieser neuen Studie steht etwas, das Menschen an dem Medikament zweifeln lässt.
Noch ein Beispiel.
Die Aussage des Zeugen sätet Zweifel am Ablauf der Tat.
Das bedeutet, ein Zeuge hat etwas gesagt, das nicht zu den bisherigen Informationen oder zu den Aussagen anderer Zeugen passt.
Dadurch entstanden Zweifel, ob der Ablauf der Tat wirklich so war, wie man ihn bisher angenommen hatte.
Oder der Fehler im Lebenslauf sätet Zweifel an seiner beruflichen Vergangenheit.
Hier geht es um eine Bewerbung für einen Job.
Im Lebenslauf dieser Person war ein Fehler.
Dieser Fehler hat dazu geführt, dass man unsicher wurde.
Man fragte sich, stimmt der Lebenslauf wirklich?
Hat die Person vielleicht etwas verschwiegen oder sogar absichtlich gefälscht?
Das Verb säen benutzen wir eigentlich, wenn wir über Pflanzen sprechen.
Wenn man die Samen einer Pflanze in die Erde streut, dann sät man sie.
Und hier streut man im übertragenen Sinne einen kleinen Zweifel in die Köpfe der Menschen, aus dem dann große Zweifel entstehen können.
Ein anderes Verb, das wir häufig zusammen mit dem Substantiv Zweifel säen, ist hegen.
Die Experten hegen Zweifel an der Echtheit des Dokuments.
Das bedeutet, die Experten haben Zweifel.
Sie bezweifeln, dass das Dokument echt ist.
Oder, ich hege keinen Zweifel daran, dass er die Wahrheit sagt.
Das bedeutet, ich bezweifle nicht, dass er die Wahrheit sagt.
Ich bin überzeugt davon, dass er die Wahrheit sagt.
Diesen Ausdruck sehen wir vor allem in der geschriebenen Sprache.
Im Alltag sagt man statt Zweifel hegen meistens einfach Zweifel haben.
Als das Feuer ausbrach, gerieten viele Menschen in Panik.
Das Substantiv Panik steht oft mit dem Verb geraten.
In Panik geraten bedeutet plötzlich Panik verspüren, also sehr große Angst und Aufregung.
Noch ein Beispiel.
Sie geriet in Panik, weil sie am Flughafen ihren Pass nicht finden konnte.
Sie hatte also plötzlich große Angst und war sehr aufgeregt, weil der Pass weg war.
Oder, er geriet in Panik, als er im Wald den Wanderweg nicht mehr finden konnte.
Er hatte also sehr große Angst, weil er sich verirrt hatte und wurde panisch.
Ein weiteres Verb, das oft zusammen mit Panik steht, ist verbreiten.
Die Nachricht über vergiftetes Trinkwasser verbreitete Panik in der ganzen Stadt.
Panik verbreiten bedeutet, dass etwas oder jemand dafür sorgt,
dass viele Menschen gleichzeitig große Angst und Aufregung, also Panik, empfinden.
Als die Nachricht bekannt wurde, dass das Trinkwasser möglicherweise vergiftet ist,
hatten plötzlich sehr viele Menschen große Angst.
Diese Angst hat sich in der gesamten Stadt ausgebreitet.
Noch ein Beispiel.
Der Kommentar des Ministers verbreitete Panik an der Börse.
Der Minister hat etwas gesagt, vielleicht eine unklare Bemerkung
oder eine sehr negative Einschätzung der wirtschaftlichen Lage.
Und durch diesen Kommentar bekamen die Anleger plötzlich große Angst
und viele von ihnen haben sofort reagiert,
zum Beispiel, indem sie ihre Aktien verkauft haben.
Diese Angst hat sich wie eine Kettenreaktion ausgebreitet.
Möchtet ihr gern mehr Videos über Substantive und die dazu passenden Verben sehen?
Dann schreibt mir doch gerne einen Kommentar.
Und wenn ihr generell mehr über deutsche Verben erfahren möchtet,
schaut mal in meine Playlist, die verlinke ich euch hier.
Vielen Dank fürs Zuschauen und bis nächste Woche.
Macht's gut.
