„Was hier gerade in Deutschland passiert, ist kein Strukturwandel. Es ist ein wirtschaftliches Massensterben“, sagt AfD-Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Bundestages, Bernd Schattner zu Beginn der aktuellen Stunde. Einig waren sich alle Fraktionen, das die Wirtschaftslage nicht gut aussieht, doch die Lösungsansätze sind dabei verschieden.
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Was hier gerade in Deutschland passiert,
ist kein Strukturwandel. Es ist ein
wirtschaftliches Massensterben ausgelöst
von dieser Regierung und ihrem
ideologischen Irsinn",
sagte der AfD Politiker Bernt Schattner
in einer durch seine Fraktion
einberufenen aktuellen Stunde.
Deutschland, einst Industrienation,
Exportweltmeister,
Technologieführer,
verkommt unter ihrer Führung zum
Industriefriedhof Europas.
Dabei ging es um den massiven
Stellenabbau bei deutschen
Vorzeigeunternehmen wie Bosch und
Lufthansa. Anders bewertet der
wirtschaftspolitische Sprecher der SPD
die aktuelle Lage.
Ausweislich der Herbstprognose bessert
sich die konjunkturelle Situation in
Deutschland, aber die Lage bleibt
herausfordernd. Für die Wirtschaftskrise
sieht er verschiedene Gründe.
Wir haben weltwirtschaftliche
Verwerfungen angefangen mit der
Pandemie, dem russischen Angriffskrieg
oder diese völlig eratische Zollpolitik,
die ihr Freund Donald Trump macht, den
sie immer so verehren, der ist eins der
größeren Standortrisiken für Deutschland
und Europa, genauso wie Sie. Und es
trifft eine Exportnation
überproportional. CDU-Pitikerin Saskia
Ludwig hingegen hält den strickten
Chinakurs von US-Präsident Donald Trump
geostrategisch gesehen für richtig. Auf
die Überschwemmung der EU mit billigen
E-Autos, Solarpanelen oder
Windkraftanlagen müsse man reagieren.
Ich denke das, was Trump dort macht ist
zwar momentan sehr sehr schwierig, aber
geostrategisch der richtige Weg. Wie
wollen Sie sich anders unlauterem
Wettbewerb diesen massiven Angriffen auf
unsere Wirtschaft erwehren? äh wenn man
das nicht erstens klar benennt und
zweitens dann noch klar sanktioniert.
Sie warnt vor dem Einfluss Chinas.
China macht es nicht aus
marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten
heraus. China ist eine Diktatur, die
hochsubventioniert in andere
Wirtschaften eingreift
und betont eine Förderung
marktwirtschaftlicher Elemente.
Wir als CDU sagen auch ganz klar, dass
wir Technologieoffenheit haben wollen.
Das heißt eben kein Verbrenner aus. Den
Schutz deutscher Unternehmen vor
unfairen Wettbewerb aus China hält auch
die Grünen Fraktion für wichtig. Sie
fordert klare Zielvorgaben und feste
Rahmenbedingungen für die Zukunft.
Und deswegen ist es so wichtig, dass wir
in Europa, dass wir in Deutschland bei
unseren Klimazielen bleiben, denn die
Klimaziele stehen als Garant dafür, dass
es Investitionssicherheit gibt für die
Unternehmen in diesem Land.
Linkenpolitikerin Janine Wissler
kritisiert, dass Unternehmenstellen in
Deutschland abbauen würden, um ihre
Gewinne zu erhöhen. Aber wenn ztausende
Menschen ihre Jobs verlieren, da hört
man gar nichts von ihnen. Und ich sage
Ihnen ja, das deutsche Wirtschaftsmodell
steckt in der Krise.
Es brauche eine stärkere staatliche
Beteiligung an deutschen Unternehmen,
denn Bosch habe im letzten Jahr noch
über 3 Milliarden Euro Gewinn gemacht
und der Lufthansa Geschäftsführer würde
weiter Millionen im Jahr verdienen. Der
wirtschaftspolitische Sprecher der AfD
betont gegenüber Times, dass man kein
konjunkturelles, sondern ein
strukturelles Problem habe. Wir müssen
innovativer werden. Das funktioniert
aber nur, wenn der Rahmen stimmt. Das
heißt, wir müssen dafür sorgen, dass die
Steuerlast der Unternehmen geringer ist,
dass die Lohn Nebenkosten geringer sind,
die Energiepreise viel geringer sind.
In seinen Augen sei die Energiewende
misslungen. SWAT Journal sagt: "Ja, wir
haben die dümmste Energiepolitik der
Welt und das ist richtig. Wir brauchen
also die Reaktivierung der günstigen,
sicheren Versorgung über Kernkraft und
wir müssen auch neue Kernkraftwerke
bauen. Das wäre die optimale
Energieversorgung für Deutschland.
Auch CD Politikerin Ludwig kritisiert
den jetzigen Regierungskurs mit der SPD
als Regierungspartner, die eine andere
Wahrnehmung und Argumentation von
Marktwirtschaft habe, wie sie auch in
der Habera herrschte.
Politik soll vorgeben, was wir wollen
und dann muss der Markt das tun, was man
erwartet. So funktioniert
Marktwirtschaft eben nicht. Ich glaube
aber, dass wir gerade in dem Prozess
sind, dieses neu zu lernen, ähm
auch miteinander zu diskutieren, dass
all die Subventionen, die wir die
letzten Jahre schon gegeben haben, eben
nicht zum erwünschten Effekt geführt
haben.
Auch die AfD fordert eine freiheitliche
Wirtschaftspolitik, die Autohersteller
und Kunden gemeinsam darüber entscheiden
lässt, was auf dem Markt gängig sei. Es
ist ja mittlerweile so, dass die
deutschen Autohersteller nicht mehr
weiterforschen an Verbrennungsmotoren,
wo wir weltweit führend waren und
wahrscheinlich auch noch sind in weiten
Teilen. Äh, aber das hat man schon
eingestellt, weil man weiß, ab 35 darf
der Verbrenner gar nicht mehr verkauft
werden und das ist der falsche Ansatz.
Als letzter Sprecher in der aktuellen
Stunde betonte CDU-Pitiker Dr. Klaus
Wiener, man könne und werde die
wirtschaftlichen Probleme aus eigener
Kraft lösen.
Und das, liebe Kolleginnen und Kollegen,
geht nur mit unseren Rezepten und mit
einer Wirtschaftsordnung, die eben nicht
neu ist, sondern für die wir seit
Jahrzehnten wie keine andere Partei
stehen, nämlich mit der sozialen
Marktwirtschaft.
Die Zahl der Firmenleiten war 2024 so
hoch, wie seit 10 Jahren nicht mehr. Für
2025 werden noch mehr Insolvenzen
erwartet.