Chinas Konfuzius-Institute üben in subtiler Weise Einfluss auf die westliche Gesellschaft aus. Unterstützt werden sie oft aus Politik und Wirtschaft. Dass der kulturelle Austausch meist nur ein Vorwand ist, wird dabei gern übersehen.
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Willkommen zu Epoch Times Nachrichten, mit dem Thema, wie Konfuzius-Institute die deutsche
Gesellschaft infiltrieren.
Teil 1 – Kooperation mit Audi und Siemens
Ein Artikel von Nancy McDonnell vom 20.
Mai 2021
Chinas Konfuzius-Institute üben in subtiler Weise Einfluss auf die westliche Gesellschaft
aus.
Unterstützt werden sie oft aus Politik und Wirtschaft.
Dass der kulturelle Austausch meist nur ein Vorwand ist, wird dabei gern übersehen.
Es bestehen kaum mehr Zweifel, dass die Konfuzius-Institute der kommunistischen Partei Chinas als Werkzeuge
eingesetzt werden, um die One Belt, One Road-Initiative weltweit zu fördern.
Dabei soll die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Ländern unter dem Banner der
Verbreitung von Sprache und Kultur geebnet werden.
In letzter Zeit sind die Institute jedoch stark in die Kritik geraten.
Es ist der Verdacht aufgekommen, dass die KP Chinas unter dem Deckmantel der Sprach-
Unter dem berechtigten Verdacht, die Institute unterstehen dem Propagandaministerium der
kommunistischen Partei Chinas, wurden weltweit immer mehr Institute geschlossen.
So ließ etwa Schweden 2020 alle Institute schließen, kurz darauf folgte die Schweizerstadt
Basel.
Auch die USA und Kanada haben Institute geschlossen.
Seit 2006 gibt es in Deutschland 19 Konfuzius-Institute.
Vor allem zwei deutsche Konzerne müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, in Zusammenarbeit
mit diesen Instituten der KP Chinas Tür und Tor zu öffnen, Audi und Siemens.
Beide Unternehmen arbeiten seit langem eng mit China zusammen.
Das Audi-Konfuzius-Institut Ingolstadt, AKII, besteht seit 2016 und ist Bestandteil der
Technischen Hochschule Ingolstadt.
Die Hauptsponsoren des Instituts sind die Audi AG, die Stadt Ingolstadt, die Technische
Hochschule Ingolstadt, die Southern China University of Technology und Hanban, Konfuzius'
Hauptbüro in Peking.
Eine Organisation, die dem chinesischen Bildungsministerium unterstellt ist und damit direkt der kommunistischen
Partei.
Auf seiner Website ist wohl klingend zu lesen, dass eine wirtschaftliche Verflechtung ohne
einen kulturellen Austausch auf die Dauer nicht nachhaltig ist.
In diesem Sinne flankiert das Audi-Konfuzius-Institut Ingolstadt, die China-Strategie der Stadt
Ingolstadt und der Region in besonderer Weise, und fördert über die Themen Technologie,
Innovation, Nachhaltigkeit und Management, die Industrien in Deutschland und China in
partnerschaftlicher Weise.
Das Institut versteht sich daher als eine Stätte des interkulturellen Austausches und
der Begegnung.
Die freie chinesische Journalistin Yang Hong, die länger in Bayern lebte und dort einen
Magister in Germanistik absolvierte, veröffentlichte im April 2021 einen Untersuchungsbericht über
die Konfuzius-Institute in Deutschland und deren Verflechtungen mit Wirtschaft und Politik.
Über das Audi-Konfuzius-Institut schreibt sie, dass es das erste der Welt sei, das mit
Investitionen eines renommierten multinationalen Konzerns etabliert wurde.
Dabei investierten der deutsche Audi-Konzern und die Stadt Ingolstadt in den Betrieb des
Konfuzius-Instituts, während Hannbahn die Kosten für chinesisch Lehrer- und Lehrmaterial
übernommen habe.
Die Technische Universität Ingolstadt stellte die Schulräume, die Ausstattung und die Mitarbeiter
der Verwaltung zur Verfügung.
Weiter führt sie aus, Audi gehört zu den meistverkauften Luxus-Automarken der Welt.
Die Firma hat ihren Hauptsitz in Ingolstadt.
Laut Bedu Encyclopedia erstreckt sich das Händlernetz von Audi auf dem chinesischen
Markt über 99 Städte mit 185 Händlern und ist damit das größte, umfassendste und auf
höchstem Niveau arbeitende Service-Netz für Luxus-Automobile in China.
Wie es zur Gründung des Instituts in Ingolstadt kam, dafür zitiert sie Professor Peter Trobschuh,
der seit 2011 den Bereich Unternehmensverantwortung und Politik der Audi AG in Ingolstadt leitet
und Vorstandsmitglied des Audi-Konfuzius-Instituts ist.
Wir alle hier bei Audi sind uns bewusst, dass ein Großteil unseres Geschäfts vom Markt
China abhängt.
Wir sprechen vom zweiten Heimatmarkt.
Gemeinsam mit unseren chinesischen Kollegen haben wir diskutiert, was man tun könnte,
um hier in Deutschland die Bedeutung Chinas noch mehr herauszustellen.
Indem wir die Menschen intensiv über China informieren und für das Land begeistern, können
wir auch deutsche Mitarbeiter für einen Aufenthalt in China motivieren.
Und weiter.
Unsere chinesischen Kollegen haben dann den Kontakt zu Hanban, der Zentrale der Konfuzius-Institut
im Pekinger Bildungsministerium aufgenommen, um unser Interesse zu bekunden.
Für die Region Ingolstadt ist uns zugute gekommen, dass die Stadt mit Unterstützung
des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer zum bayerischen Zentrum für China
werden möchte.
So fiel unsere Idee, ein Konfuzius-Institut zu gründen, auf fruchtbarem Boden.
Daraus resultiere laut der Autorin, dass das Konfuzius-Institut von Anfang an mit dem Ziel
gegründet wurde, den enormen wirtschaftlichen Interessen, sowohl Deutschlands als auch Chinas
gerecht zu werden.
Dieser Ansatz stehe auch im Einklang mit Xi Jinpings Aussage, dass Konfuzius-Institute,
neben gutem Chinesisch-Unterricht, neue Wege, entsprechend den Bedürfnissen ihrer Standorte,
erschließen sollen.
Das Audi-Konfuzius-Institut unterhält auch eine enge Arbeitsbeziehung zu Huawei.
Laut der Website des Audi-Konfuzius-Instituts verfügt das Institut über ein Microlab,
sowie über eine technische Forschungsinitiative zwischen Hochschulen und der Industrie.
Seine Forschungsgruppe besteht aus Experten verschiedener Disziplinen.
Von Computational Neuroscience, Künstlicher Intelligenz, Virtual Reality, Business Intelligence,
zu autonomen Embedded Systems und Robotik.
Das Ziel ist, ein multidisziplinäres Ökosystem zwischen Hochschulen in China und Deutschland
und regionaler Industrie aufzubauen.
Ein lokaler Partner, der dieses Projekt unterstützt, ist die Big Data Streaming Group am Huawei
European Research Center.
Zum Teil wird die Forschungsarbeit im Rahmen eines zentralen Innovationsprogramms, des
Mittelstandes des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, SIM-Projekt, gefördert.
Am 13. und 14.
Februar 2019 veranstalteten das AKII und seine beiden Trägerhochschulen, die Technische
Hochschule Ingolstadt, THI, und die South China University of Technology, SCUT, ein
gemeinsames zweitägiges Seminar.
Es fand an der Technischen Hochschule Ingolstadt, sowie im Forschungszentrum von Huawei in München
statt.
Im Rahmen des Seminars gingen drei Professoren der SCUT, sowie Experten der THI nach München
und kommunizierten mit den Experten des Forschungszentrums Huaweis in München.
Dieses Seminar über Künstliche Intelligenz war das erste deutsch-chinesische Wissenschaftssymposium
unter der Leitung des Audi-Confucius-Instituts Ingolstadt, seit seiner Vertragsschließung
2016.
Die USA gehen davon aus, dass die von Huawei produzierten Netzwerksysteme, Hintertüren,
haben.
Die Vereinigten Staaten schlossen deshalb das 5G-Netz von Huawei aus und initiierten
im August 2020 die Aktion Sauberes Internet – Clean Network.
Nur wenige Monate später, am 10.
November, gab der damalige US-Außenminister Pompeo bekannt, dass sich 170 Unternehmen
aus über 50 Ländern der Initiative Sauberes Internet angeschlossen haben.
Diese Länder haben sich verpflichtet, für ihre 5G-Netze nur vertrauenswürdige Anbieter
von Kommunikationsausrüstung einzusetzen.
Es ist unklar, ob Audi sich der Sicherheitsrisiken von Huawei bewusst ist.
In der Tat wird nicht nur Huawei als Spionageunternehmen betrachtet, sondern auch das Confucius-Institut
selbst, schreibt Hong.
Bereits 2006 wandte sich das Confucius-Institut Nürnberg Erlangen, an den weltweit führenden
deutschen Technologieriesen Siemens, eines der Gründungsmitglieder des Confucius-Instituts
Nürnberg Erlangen, das stets finanzielle Unterstützung anbietet.
Siemens ist ein Mischkonzern mit den Schwerpunkten Automatisierung und Digitalisierung in der
Industrie, Infrastruktur für Gebäude, dezentrale Energiesysteme, Mobilitätslösungen für
den Schienen- und Straßenverkehr, sowie Medizintechnik.
Laut Hongs Bericht ist das Unternehmen seit 1872 in China aktiv und unterstützt seit
145 Jahren die Entwicklung Chinas mit innovativen Technologien und Produkten.
Siemens erzielte in China im Geschäftsjahr 2017 einen Gesamtumsatz von 7,2 Milliarden
Euro und beschäftigte über 32.000 Mitarbeiter.
Siemens hat sich zu einem integralen Bestandteil der chinesischen Gesellschaft und Wirtschaft
entwickelt und zum Förderer der One Belt, One Road-Initiative.
Als Mitglied des Vorstands der Siemens AG, sagte Cedric Neike, Siemens sei ein perfekter
Partner für die One Belt, One Road-Initiative und habe eine gut etablierte Präsenz in den
Ländern und Regionen, die sich entlang ihrer Route befinden.
Siemens kenne ihre Marktcharakteristika und spiele eine integrale Rolle bei der Förderung
der globalen Zusammenarbeit und der gemeinsamen Wertschöpfung zum Nutzen aller.
Für die Journalistin ist es unter diesem Gesichtspunkt nicht verwunderlich, dass das
Konfuziusinstitut Nürnberg erlangen als Modell-Konfuziusinstitut ausgezeichnet wurde, konnte es doch Großunternehmen
in seiner Region in den Dienst der One Belt, One Road-Initiative stellen, schreibt sie.
Die Partnerschaft zwischen Siemens und der KP Chinas ist jedoch auf den Prüfstand gestellt
worden.
Hong geht in ihrem Bericht auf die, im November 2019 veröffentlichten Dokumente, des International
Consortium of Investigative Journalists, ICIJ, ein, die China Cables, welche die Umerziehung
von Uiguren und anderen ethnischen Minderheiten in Xinjiang durch die KP Chinas enthüllten.
Darin heißt es, dass das deutsche Unternehmen Siemens Technologie zur Datenerfassung für
lokale Unternehmen in Xinjiang zur Verfügung stellte, die dazu dienen kann, die Uiguren
zu kontrollieren.
Die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestages, Gide Jensen, forderte
nach Bekanntwerden der Nachricht die Europäische Union auf, hohe Beamte zu sanktionieren, unter
anderem Chen Guanguo, den Parteisekretär der autonomen Region Xinjiang.
Sie plädierte dafür, dass Deutschland darauf drängt, die Uigurenfrage in den UN-Sicherheitsrat
aufzunehmen.
Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass deutsche Unternehmen wie Siemens, die in Xinjiang tätig
sind, die Pflicht haben, auf die Menschenrechte zu achten.
Wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen an den Uiguren, könnten deutsche Unternehmen
bald gezwungen sein, ihre Aktivitäten in der Region Xinjiang im Nordwesten Chinas einzuschränken,
oder sich ganz von dort zurückzuziehen.
Ein entsprechendes Lieferkettengesetz ist jedoch erneut im Parlament vertagt worden.
Neben der Partnerschaft mit Siemens, hat das Konfuzius-Institut Nürnberg Erlangen auch
eine Partnerschaft mit der Infineon Technologies AG.
Bereits bei der Gründung des Kuratoriums des Konfuzius-Instituts Nürnberg Erlangen
im Jahr 2010, sei Professor Klaus Bucherer, Aufsichtsratsvorsitzender der Infineon Technologies
AG, und Mitglied im Hochschulrat der Universität Erlangen-Nürnberg, einer der Mitglieder gewesen,
schreibt Hong.
Infineon Technologies, eines der weltweit führenden Halbleiter-Unternehmen, wurde offiziell am
1.
April 1999 in München gegründet.
Laut Bedu, ähnlich wie Wikipedia, hauptsächlich in Festlandchina benutzt, begann Siemens Semiconductor
1995 als Vorgänger von Infineon Technologies China, Co., in den chinesischen Markt einzutreten.
Das Unternehmen Infineon Technologies entstand im Jahr 1999 durch die Ausgliederung des Halbleitergeschäfts
von Siemens.
Im März 2018 kündigte Infineon Technologies ein Joint-Venture mit der chinesischen SAIC
Motor Corporation Limited an, und unterhält enge Partnerschaften unter anderem mit Chinas
ZTE, Huawei, Founder und Groucho.
Für Hong geht daraus hervor, dass Infineon Technologies eine wichtige Rolle im Bereich
der chinesischen Wirtschaft spielt.
Darüber hinaus hat auch das Konfuzius-Institut Nürnberg Erlangen Kontakt mit Huawei, das
von der US-Regierung als Spionageagentur der KP Chinas betrachtet worden ist.
Laut Hongs Bericht feierte am 5.
Dezember 2016 die Sinologie der Universität Erlangen-Nürnberg gemeinsam mit Huawei, die
Eröffnung des Lehramtsstudiengangs Erweiterungsfach Chinesisch, und die mediale Neugestaltung
des Chinesisch-Unterrichts durch Huawei.
Im Namen von Huawei spendete Carsten Senz der Sinologie 50 Tablet und eine zentrale
Steuerungsplattform.
Senz ist Senior Manager der Öffentlichkeitsarbeit von Huawei in Deutschland.
Das Europäische Forschungs- und Entwicklungszentrum von Huawei befindet sich in München.
In einem Interview mit der Deutschen Welle vom 17.
Juli 2020 sagte Senz, Deutschland sei ein sehr wichtiger Markt für Huawei.
Darüber hinaus erklärte kürzlich der Chef der Bundesnetzagentur, in dieser Frage sei
die Haltung der deutschen Regierung dieselbe wie immer, das heißt sie werde einen Anbieter
nicht allein wegen seiner Herkunft ausschließen.
Er glaube, dass Deutschland in dieser Hinsicht ein sehr gutes Beispiel für andere Länder
sei.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen den Ausschluss von Huawei ausgesprochen,
und ist dabei auf starken Widerstand von Mitgliedern ihrer eigenen Partei und anderer Parteien
gestoßen, schreibt die Journalistin.
Aber Merkel weiß, wenn Huawei ausgeschlossen wird, würde die deutsche Autoindustrie vom
chinesischen Markt verdrängt werden, so Hong.