Die heutigen Themen: 00:32 Keine Aussage von Trump im Amtsenthebungsverfahren 02:57 Biden macht Außenpolitik der Trump-Ära rückgängig 04:29 Klage gegen Biden-Regierung wegen „Rechtswidriger Kündigung“ 06:02 Republikanische Partei verliert in den USA an halt
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Nun zu den Nachrichten.
Die Demokraten haben den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump aufgefordert, in seinem Amtsenthebungsverfahren
auszusagen.
Das hat Trump und sein Anwaltsteam nun abgelehnt.
Denn sie wittern in der Aufforderung eine Falle.
Mehr dazu im folgenden Beitrag.
Der leitende Impeachment-Manager, Repräsentant Jamie Raskin, schickte einen Brief an Trump.
Darin fordert er Trump auf, vor dem Senat auszusagen.
Und sollte der Angeklagte dem nicht nachkommen, werde dies beim Verfahren gegen ihn verwendet.
Trumps Anwaltsteam wies den Brief zurück.
Dieser zeige nur, die Demokraten haben keine Beweise für ihre Behauptungen.
Behauptungen, der ehemalige Präsident hätte zur Gewalt im US-Kapitol angestiftet.
Zudem stünden Trumps Äußerungen unter dem Schutz der Meinungsfreiheit und er habe somit
keinesfalls direkt zur Gewalt angestiftet.
Was sie sagen ist, dass er Dinge gesagt habe, die unter den gegebenen Umständen vorhersehbar
zu Gewalt geführt haben.
Das ist kein Verbrechen.
Das ist laut oberstem Gerichtshof eine geschützte, freie Meinungsäußerung und das schafft einige
Probleme für die Staatsanwälte in diesem Verfahren.
Und laut Nathanson sei dies der wahre Grund, warum Trump aussagen soll.
Die Kläger hoffen, dass Trump beim Verfahren etwas äußert, was die Lücken in ihrer Anklage
füllen sollte.
Gleichzeitig hat der Senat darüber debattiert, ob der Prozess verfassungsgemäß sei, da
Trump nicht mehr im Amt ist.
Für verfassungsmäßig stimmten am Ende 55 Senatoren, wohingegen 45 Senatoren dagegen
stimmten.
Senator Lindsey Graham äußerte sich gegenüber Fox News über die Erfolgsaussichten der Abstimmung.
Ich denke etwa 47 oder 48 Personen werden dafür stimmen, dass dies verfassungswidrig
ist, doch nicht genug, um das Verfahren zu stoppen.
Würde der Senat entscheiden, er habe die Zuständigkeit, wäre eine Option für den
ehemaligen Präsidenten Trump, vor Gericht zu ziehen und zu sagen, ich möchte, dass
dieses Amtsenthebungsverfahren gestoppt wird, denn der Senat ist für das Verfahren nicht
zuständig.
Ich bin mir nicht sicher, ob er das gewinnen wird, aber das wäre eine seiner Optionen.
Das Senatsverfahren wird am kommenden Dienstag beginnen.
Es könnte schnell abgeschlossen werden, doch wenn die Parteien Zeugen aufrufen, könnte
es sich in die Länge ziehen.
US-Präsident Joe Biden legte bei seinem ersten Besuch im Außenministerium seinen Plan für
die US-Außenpolitik dar.
Und wie auch schon in anderen Bereichen, geht es in vielen Punkten darum, die Anordnungen
während der Trump-Ära rückgängig zu machen.
Biden versichert, er werde sich den Herausforderungen stellen, die China für die nationale Sicherheit
der USA darstellt.
Ebenso würde der Missbrauch in Bereichen der Wirtschaft und Menschenrechte angegangen
werden.
Auf der anderen Seite aber betont Biden die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Regime.
Wir sind bereit, mit Peking zusammenzuarbeiten, wenn es in Amerikas Interesse liegt.
Wir werden als ein starker Mitbewerber auftreten, indem wir es zu Hause besser machen, mit unseren
Verbündeten und Partnern zusammenarbeiten, unsere Rolle in internationalen Institutionen
erneuern und unsere Glaubwürdigkeit und moralische Autorität zurückgewinnen.
Bidens Ansatz schlägt einen anderen Ton an, als der von Ex-Präsident Trump, der die Idee
einer vollständigen Abkopplung von China verfolgte.
Zudem wolle der Präsident Flüchtlingen vor Gewalt einen sicheren Hafen in den USA bieten.
Deshalb genehmige ich heute eine Exekutiv-Anordnung, um die harte Arbeit der Wiederherstellung
unseres Programms zur Aufnahme von Flüchtlingen zu beginnen, um der beispiellosen globalen
Notlage nachzukommen.
Weiterhin beabsichtigt Biden, Trumps Anordnung rückgängig zu machen, und zwar die in Deutschland
stationierten US-Truppen abzuziehen.
Trump hatte zuvor gemeint, der NATO-Verbündete trage finanziell nicht genug zur eigenen
Verteidigung bei.
Dass bei einem Regierungswechsel neue Mitarbeiter bevorzugt werden, die der eigenen Parteilinie
entsprechen, ist rechtgängige Praxis.
Doch dass dann Mitarbeiter der Vorregierung bei dem Wechsel aktiv zur Kündigung aufgefordert
wurden, das hatte es wohl noch nie in der Geschichte gegeben.
Ein betroffener Beamter lässt sich das nicht gefallen und klagt dagegen.
In einem Schreiben wurde der Beamte Roger Severino gewarnt.
Sollte er am 2.
Februar vor 17 Uhr nicht zurücktreten, würde seine Ernennung zum Rat beendet werden.
Verfasser des Briefes sei der stellvertretende Direktor des Personalbüros des Weißen Hauses
im Namen von Präsident Biden.
Roger Severino war ehemaliger Beamter des Gesundheitswesens.
Im August vergangenen Jahres berief Präsident Trump ihn in den Rat der US-Verwaltungsversammlung,
kurz ACERS.
Seine Wiederernennung war am 16.
Januar.
Die ACERS ist eine Bundesbehörde, die Verbesserungen von Verwaltungsprozessen und Verfahren empfiehlt.
Severino beklagt, diese Androhung einer Kündigung sei illegal, weil seine Amtszeit im Rat drei
Jahre andauert.
Dies ist so im fünften US-Code § 595 festgelegt worden.
Severino nennt den Schritt eine zynische Manipulation.
Selbst die Trump-Regierung habe keinen ACERS-Beauftragten aus der Obama-Ära vor Ablauf seiner Amtszeit
gekündigt.
Derartiges Vorgehen sei in der Geschichte der Organisation noch nie aufgetreten.
Die Erklage zufolge erhielten andere Ratsmitglieder ähnliche Aufforderungen.
Severino legt nun Einspruch gegen das Schreiben ein und bis dato gab es noch keine Antwort
des Briefverfassers.
Seit dem 6. Januar verließen Tausende Amerikaner die Republikanische Partei.
Wir sprachen mit einem Professor für Politikwissenschaft über die Spaltung innerhalb der Republikanischen
Partei und wie sie diese überwinden könnte.
Einer Analyse zufolge seien viele ausgetreten, weil sie das Gefühl hatten, die Partei habe
den ehemaligen Präsidenten Donald Trump verraten.
Eine andere These besagt, sie hätten die Partei verlassen, weil sie sich dafür schämten,
was am 6. Januar am Kapitol geschah.
Laut Professor Nicolás Giordano gäbe es die Spaltung in der Partei, weil sich viele
verschiedene Fraktionen gebildet haben.
Ich denke, wir werden immer ideologischer und politisch aktiver.
Wir wollen, dass unsere Politiker genau das tun, was wir sagen.
Und wenn sie es nicht tun, dann fangen wir an, sie als Verräter zu betrachten.
Sie verraten ihre Partei, sie verraten das Vertrauen der Partei und das wird zu einem
Problem.
Während die Republikanische Partei an Unterstützung verlor, griffen die Demokraten die Republikaner
im Kongress an.
Die Kongressabgeordnete Cori Bush drängt auf die Entlassung von über 100 republikanischen
Abgeordneten, die dafür stimmten, die Wahlergebnisse von 2020 aufzuheben und das, obwohl die Abgeordneten
berechtigt waren, die Wahl anzufechten.
Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez sagte, die Republikanische Partei sei in ihrem
Kern eine Partei der weißen Vorherrschaft.
Giordano zufolge sei das ein autoritäres Mittel, um politische Opposition auszuschalten.
Das ist sehr gefährlich, weil es darauf abzielt, die andere Seite als böse darzustellen.
Es ist dazu gedacht, die andere Seite zu dämonisieren, sie an den Rand zu drängen und letztendlich
zum Schweigen zu bringen.
Und das ist meine Sorge für die Zukunft.
Es geht dieser diffuse Begriff einheimische Feinde um.
Wir bezeichnen eine politische Partei als einheimischen Feind.
Das sind die Merkmale des Autoritarismus.
Das heißt, dass man alle politischen Parteien außer der, die an der Macht ist, verbietet
und abschafft.
Giordano sagt, normalerweise sei es nicht so einfach, für eine Regierung wie die US-Regierung
autoritär zu werden.
Aber mit Konzerninteressen, Big Tech, Mainstream-Medien und einer großen Anzahl von Anti-Trump-Amerikanern
hat die Demokratische Partei eine gute Chance.
Dem Professor zufolge müssten die Republikaner für sich klären, wo sie als Partei stehen.
Wenn die Republikanische Partei zerbricht, hilft das nur den Demokraten.
Das würde die Stimmen nur teilen.
Also müssen sie wieder zusammenfinden.
Obendrein gibt es die Demokraten, die die Schwäche der Republikanischen Partei sehen.
Sie sehen die Spaltung, die Machtkämpfe und sie versuchen das für ihren politischen Vorteil
auszunutzen.
Die Tausenden von Wählern, die zu den Unabhängigen wechselten, können weiterhin republikanische
Kandidaten unterstützen und an den Vorwahlen der Partei teilnehmen.
Das waren die NTD News.
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Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Abend.
Bis zur nächsten Sendung.