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Willkommen zu Epoch Times Nachrichten, mit dem Thema, Syrer will für Grüne in den Bundestag,
und hofft auf Last-Minute-Einbürgerung.
Ein Artikel von Reinhard Werner vom 4.
Februar 2021.
Der syrische Flüchtling und Seebrücke-Aktivist Tarek al-Aws, der unter anderem an der Reichstagsinschrift
dem deutschen Volke Anstoß nimmt, will als Direktkandidat der Grünen zum Bundestag kandidieren.
Nach eigenen Angaben ist er noch kein deutscher Staatsbürger.
Der im September 2015 als syrischer Flüchtling nach Deutschland gekommene frühere Mitarbeiter
des Roten Halbmoons und heutige Protagonist der Organisation, Seebrücke, Tarek al-Aws,
will im September 2021 als Direktkandidat der Grünen im Stimmkreis Oberhausen und in Slaken
für den Bundestag kandidieren.
Auf Twitter stellt er sich als solcher auch bereits mit einem Video vor.
Wie die Welt berichtet, soll ihn die Mitgliederversammlung der Partei dort auch schon zum Direktkandidaten
für den Stimmkreis Bundestagswahlkreis 117, Oberhausen-Wesel III, gewählt haben.
Politisch sind die Chancen für die Grünen, dort ein Direktmandat zu erringen, überschaubar.
Im Jahr 2017 kam ihr Kandidat Patrick Voss auf 5,6 Prozent der Stimmen, die zu den bundesweit
bekannteren Politikern der Grünen zählende Bärbelhöhen, kam zuvor bereits maximal auf
10,1 Prozent der Erststimmen.
Der Stimmkreis 117 besteht in seiner heutigen Form seit 2002, zuvor umfasste er lediglich
die Stadt Oberhausen.
Die SPD hatte dort bis dahin unter Wolfgang Grothaus Ergebnisse von teilweise mehr als
60 Prozent erzielt.
Bei der Bundestagswahl 2017 fiel die Partei, die mittlerweile von Dirk Wöpel vertreten
wird, auf ein Erststimmenergebnis von 38,5 Prozent zurück.
Oberhausen, den Slaken gilt dennoch nach wie vor als sicherer Stimmkreis für die Sozialdemokraten.
Neben einer offenen Flüchtlingspolitik und einer Verbesserung der Lebenssituation von
Asylbewerbern in Deutschland, will der Gründer der Vereinigung, Refugee Strike Bochum, die
angebliche Klimakrise, in den Mittelpunkt seiner politischen Arbeit stellen.
Er sieht eigenen Angaben zufolge, auch in NRW die Chance, einen sozialen und ökologischen
Wandel zu vollziehen.
Alaa Aus, der in Syrien Jura studiert hat, erklärte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk
Deutschland, RND, er wolle, die Stimme derer sein, die in Deutschland als Geflüchtete
leben und deren Perspektive in den Bundestag einbringen.
In einem symbolischen Akt, so wurde spekuliert, wolle der grünen Politiker möglicherweise
auch an die Inschrift des Reichstags Hand anlegen.
Es solle dort, so Alaa Aus, nicht mehr heißen, dem deutschen Volke, sondern für alle Menschen,
die in Deutschland leben, erklärte Alaa Aus gegenüber dem RND.
Mittlerweile hat eine Sprecherin des Kandidaten gegenüber der Welt, deutlich gemacht, dass
die Äußerung von Alaa Aus nicht wörtlich zu verstehen sei und keine Absicht impliziere,
an der Inschrift etwas zu verändern.
Alaa Aus ist nach eigener Darstellung im Bereich des Präventions- und Krisenmanagements bei
einer Nichtregierungsorganisation in Berlin tätig.
Zudem sei er bis kurzem im Koordinationskreis der Bewegung Seebrücke aktiv gewesen und
sei dies nach wie vor im Vorstand des Flüchtlingsrats Berlin.
Spätestens bei der Sitzung des Kreiswahlausschusses zur Zulassung der Wahlvorschläge, die voraussichtlich
im Juli stattfinden wird, könnten die Ambitionen des 31-Jährigen auf ein Bundestagsmandat
zumindest vorerst ein Ende finden.
Dieser hat die Wahlvorschläge auf ihre Gesetzmäßigkeit zu prüfen und ein wesentliches Element ist
dabei die aktive und passive Wahlberechtigung der Personen, die sich um ein Mandat bewerben
wollen.
In § 12 des Bundeswahlgesetzes, BWG, sind beide Fälle der Wahlberechtigung jedoch daran
gebunden, dass der betreffende Deutscher im Sinne des 116 Absatz 1 des Grundgesetzes ist,
also entweder durch Geburt oder einen rechtsgültigen Verwaltungsakt, die deutsche Staatsangehörigkeit
erworben hat.
Letzteres wäre im Fall Allah aus, der derzeit über eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis
verfügt, allerdings erst möglich, wenn dieser seit acht Jahren dauerhaft und rechtmäßig
in Deutschland gelebt hat.
Das deutsche Staatsangehörigkeitsgesetz kennt nur wenige Ausnahmen vom Mindesterfordernis
des achtjährigen Aufenthalts.
Artikel 10, Absatz 2, nennt die Fälle der Mitteinbürgerung von Ehegatten und minderjährigen
Kindern eines Einbürgerungsbewerbers Absatz 3 die erfolgreiche Teilnahme an einem Integrationskurs,
die den erforderlichen Zeitraum des Aufenthalts auf sieben Jahre verkürzen kann.
Allah aus zählt jedoch offenbar auf die Bestimmung des zweiten Satzes von Absatz 3, dem zufolge
bei vorliegen besonderer Integrationsleistungen, insbesondere beim Nachweis von Sprachkenntnissen,
die die Voraussetzungen des Absatzes 1, Satz 1, Nummer 6 übersteigen, die Wartefrist auf
sechs Jahre verkürzt werden kann.
Der Kandidat in Spee hat die Verleihung der Staatsangehörigkeit aus diesem Grund bereits
beantragt.
Eigenen Angaben zufolge sei er im Juli 2015 aus Syrien geflüchtet und am 4.
September 2015 in Deutschland eingetroffen.
Dies wäre der früheste Zeitpunkt, zu dem der Antragsteller den sechsjährigen Mindestaufenthalt
erfüllt haben könnte.
Um gemäß § 15 BWG das Wahlrecht ausüben zu können, reicht es aus, am Wahltag selbst
Deutscher im Sinne des Art 116 GG zu sein.
Die Kreiswahlausschüsse werden mit einiger Wahrscheinlichkeit zu einem Zeitpunkt tagen,
an dem entweder die Sechsjahresfrist noch nicht verstrichen oder der Einbürgerungsbescheid
noch nicht durch Aushändigung seine Wirkung entfaltet haben wird.
Eine Vorauseinbürgerung ist im Staatsangehörigkeitsgesetz nicht vorgesehen.
Alleraus zufolge habe seine Rechtsanwältin dennoch erklärt, sie erwarte bezüglich der
Verleihung der Staatsangehörigkeit bereits einen positiven Entscheid im ersten Quartal
2021.
Nach den Bestimmungen des BWG liegt ein gültiger Wahlvorschlag erst dann vor, wenn der erforderliche
Nachweis der Wahlberechtigung zum Zeitpunkt der Prüfung vorliegt.
Es sei denn, der Nachweis kann infolge von Umständen, die der Wahlvorschlagsberechtigte
nicht zu vertreten hat, nicht rechtzeitig erbracht werden.
Ein noch nicht rechtskräftiger Einbürgerungsbescheid könnte als solcher Umstand gewertet werden,
dazu müsste die Kreiswahlbehörde allerdings möglicherweise eine Prognoseentscheidung,
bezüglich des Ausgangs des Einbürgerungsverfahrens treffen.
Der Kreiswahlausschuss entscheidet dem BWG zufolge, am spätestens 58.
Tag vor der Wahl über die Zulassung der Kreiswahlvorschläge.
Nach der Entscheidung über die Zulassung eines Kreiswahlvorschlages ist jede Mängelbeseitigung
ausgeschlossen.
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oder nicht zugelassen wurde, droht im Extremfall eine Nachwahl im Stimmkreis 117.
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