Experten bezweifeln Chinas offizielle Wirtschaftszahlen

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© 2020 Epoch Times
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Chinas Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um mehr als 2 Prozent gewachsen.
Das geht aus den offiziellen chinesischen Daten hervor, die am Montag veröffentlicht wurden.
Doch nicht alle China-Experten halten diese Zahl für glaubwürdig.
Am Montag gab China bekannt, dass seine Wirtschaft im Jahr 2020 um 2,3 Prozent gewachsen ist.
Es behauptet, dass China die einzige große Volkswirtschaft ist, die während der Pandemie gewachsen ist.
Doch ein renommierter chinesischer Gelehrter stellt die Wirtschaftsstatistiken des Landes
kürzlich in einem Finanzforum öffentlich infrage.
Yu Yong Ding ist Wirtschaftswissenschaftler und Mitglied von Chinas führender Expertenkommission,
der China Social Science Academy.
Chinesischen Medienberichten zufolge sagte Yu im Dezember in seiner Rede auf einem Finanzforum in Peking,
Zitat, ich habe absolut kein Vertrauen in irgendwelche Berechnungen zu Chinas potenzieller wirtschaftlicher Wachstumsrate.
Wie können wir eine genaue Berechnung anstellen, wenn wir keine verlässlichen Basisdaten haben? Zitatende.
Yu stellt mehrere Aspekte der offiziellen Daten infrage.
Dies betrifft unter anderem die Beschäftigung, die Staatseinnahmen und die Investitionen in die Fertigung.
Beispielsweise wurden laut Chinas offizieller Statistik bis Dezember letzten Jahres 10 Millionen Arbeitsplätze geschaffen.
Aber Yu führte aus, dass die Zahl nicht zu Chinas Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts passt.
Denn sollten 10 Millionen weitere Arbeitsplätze geschaffen worden sein,
müsste das Bruttoinlandsprodukt mindestens um drei Prozent zugenommen haben.
Er erwähnte auch das Problem der Arbeitslosigkeit.
Hochschulabsolventen in China haben es zum Beispiel schwer, einen Job zu finden.
Auch viele Wanderarbeiter verloren ihre Arbeit.
All dies deutet auf eine schwierige wirtschaftliche Situation hin.
Dann schaute er sich die Statistiken zu den Staatseinnahmen an.
Offizielle Daten besagen, dass die budgetierten Einnahmen für 2020 über 21,03 Billionen Yuan betragen.
Das sind circa drei Billionen US-Dollar.
Yu sagte jedoch, dass dies nur möglich wäre, wenn das Bruttoinlandsprodukt eine Wachstumsrate von 5,4 Prozent erreichen würde, was nicht der Fall ist.
Auch ein chinesischer Beamter gab zu, dass es Probleme mit den offiziellen Wirtschaftszahlen von China gibt.
Yin Zhongqing ist der stellvertretende Direktor des Finanz- und Wirtschaftsausschusses des Nationalen Volkskongresses der KPC.
Einem chinesischen Medienbericht vom März letzten Jahres zufolge sagte Yin,
dass die Summe der Bruttoinlandsprodukte aller Provinzen grösser sei als das nationale Bruttoinlandsprodukt.
Er gab auch zu, dass es schon lange Betrug bei den offiziellen Wirtschaftszahlen von China gibt.
Laut Yin würde dies daran liegen, dass einige lokale Regionen miteinander konkurrieren und ihre Zahlen verfälschen.
Ein Reporter von Legal Daily listete auch einige Hintergrundursachen für dieses Phänomen auf.
Als eine der Ursachen wird der Wunsch lokaler Beamter aufgeführt, bei Führungsbewertungen gut abzuschneiden,
weshalb die Notwendigkeit gesehen wird, lokale Zahlen anzupassen.
Die Karrieren dieser lokalen Beamten hängen auch von den lokalen Wirtschaftszahlen ab.
