Im Juni vergangenen Jahres erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz, dass die Bundesregierung die finanziellen Herausforderungen der Länder und Gemeinden im Blick habe. Er kündigte an, dass er sich für eine faire Bund-Länder-Finanzbeziehung einsetzen wolle.
Im Koalitionsvertrag ist die Veranlassungskonnexität festgehalten. Das bedeutet, dass, wenn der Bund Gesetze oder Maßnahmen erlässt, die bei Ländern und Kommunen zu Mehrausgaben oder Mindereinnahmen führen, ein Ausgleich sichergestellt sein muss.
Nach dem gestrigen (05.03.2026) Treffen der Ministerpräsidenten mit den Vertretern der kommunalen Spitzenverbände erklärten beide Seiten, dass es noch keine Regelung und keinen Ausgleich für Mehrbelastungen gibt.
Ralph Spiegler, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, erklärte: „Die Kommunen sind die Keimzelle der Demokratie. So steht es übersetzt in Artikel 28 des Grundgesetzes. Wenn wir hinschauen, wie ist die Situation? Sie ist mit katastrophal nicht richtig beschrieben. Sie ist desaströs.“
Auf der Regierungspressekonferenz am Freitag wollte die Epoch Times von Regierungssprecher Steffen Meyer erfahren, warum es bisher keine Ergebnisse gibt und wo die Differenzen liegen. ________________________________________________________________
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Herr Mayer, im Juni vergangenen Jahres erklärte der Kanzler,
dass die Bundesregierung die besonderen finanziellen Herausforderungen
der Länder und Gemeinden im Blick habe und kündigte an,
dass er sich für eine faire Bund-Länder-Finanzbeziehung einsetzen wolle.
Im Koalitionsvertrag ist ja auch eine Veranlassungskonexität festgehalten.
Nach dem gestrigen Treffen der Ministerpräsidenten
mit den Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände erklärten beide Seiten,
dass es noch keine Regelung und einen Ausgleich für die Mehrbelastung
aufgrund neuer Bundesgesetze gibt.
Warum gibt es bisher keine Ergebnisse und was sind die Differenzen?
Ja, erstmal will ich nochmal unterstreichen,
dass Sie den Bundeskanzler da absolut richtig zitiert haben.
Die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen
ist für die Bundesregierung ein ganz hohes Anliegen.
In den Kommunen wird Demokratie am Ende auch vor Ort gelebt.
Dort sind Bürgerinnen und Bürger zu Hause.
Dort erleben sie den Staat jeden Tag auch im persönlichen Kontakt.
Insofern ist die finanzielle Ausstattung der Kommunen
und auch die Handlungsfähigkeit der Kommunen
für die gesamte Bundesregierung ein ganz, ganz hohes Anliegen.
Das ist auch der Grund, warum wir derzeit auch Gespräche führen,
auch zwischen Bund und Ländern.
Sie wissen, dass am Ende die Kommunalfinanzen
und die Verteilung öffentlicher Mittel
am Ende auch maßgeblich von den Ländern entschieden wird.
Und deshalb gibt es entsprechende Arbeitsgruppen und Arbeitszusammenhänge,
die sich genau mit dieser Frage derzeit auch beschäftigen.
Dass die Lösung dieser Herausforderung kompliziert ist
und sicherlich auch eine Reihe von Beratungen wirklich bedarf,
das am Ende so auszutarieren,
dass wir unsere Ziele da entsprechend auch erreichen.
Ich glaube, das erklärt sich auch von selbst.
Derzeit laufen die Gespräche auf unterschiedlichen Ebenen
und wir haben natürlich ein großes Interesse,
die auch dann zu einem guten Ende zu führen.
Können Sie einen Einblick geben, was da die größte Differenz ist?
Ich würde jetzt ungern einen Einblick geben in vertrauliche Gespräche,
die ja auch von der Vertrauensbasis geprägt sind,
die sich wie gesagt sehr, sehr wichtigen Themen
wie der Handlungsfähigkeit der Kommunen entsprechend annehmen.
Nochmal, seit vergangenen Herbst beraten Bund und Länder
über einen möglichen finanziellen Ausgleich für Länder und Kommunen
bei Gesetzesvorhaben des Bundes.
Diese Gespräche laufen und wir haben ein hohes Interesse,
die auch zu einem guten und vernünftigen Ende zu führen,
weil am Ende ist die finanzielle Ausstattung des Staates
Aufgabe von allen staatlichen Ebenen.
Nach dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Vertretern
der Kommunalen Spitzenverbände am Donnerstag hieß es...
Die Kommunen sind die Keimzelle der Demokratie,
so steht es übersetzt in Artikel 28 des Grundgesetzes.
Wenn wir hinschauen, wie ist die Situation,
dann ist sie mit katastrophalen nicht richtig beschrieben.
Sie ist desaströs.
Sowohl Länder als auch Kommunen hoffen auf einen konstruktiven Dialog
mit dem Bund und schnelle Ergebnisse.
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