Die 27 unglaublichsten Orte Österreichs die Du sehen MUSST!

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1656. Salzburg wird zur Residenz eines geistlichen Fürstentums.
Regiert von Erzbischöfen, die Politik und Baukunst nicht als getrenntes Fähren kannten.
Bis heute steht das in Stein. Festungen, die Macht demonstrieren.
Kirchen, die Glauben inszenieren. Ein Stadtbild, das nicht zufällig so geschlossen wirkt.
Österreich ist ein Land der Schichten. Hohe Tauern und Donauauen, Gletscherwasser und Barockkuppeln, Wehrmauern und Weinberge.
Ich bin Thomas und ich nehme Sie mit in ein Land, das sechs Jahrhunderte lang von einer einzigen Familie regiert wurde.
Die Krimmler Wasserfälle liegen im Salzburger Land am westlichen Rand des Nationalparks Hohe Tauern.
Mit einer Gesamtfallhöhe von 380 Metern gelten sie als die höchsten Wasserfälle Österreichs.
Das Wasser der Krimmler Ache stürzt in drei Hauptstufen über steile Felswände in das Tal.
Die oberste Stufe misst rund 140 Meter, die mittlere 100, die untere nochmals 140.
An Sommertagen drückt Schmelzwasser aus dem Einzugsgebiet der Hohen Tauern den Durchfluss auf bis zu 25 Kubikmeter pro Sekunde.
Die Gischt steigt dabei weit über die Felskanten hinaus und durchfeuchtet den umliegenden Bergwald.
Ein Wanderweg führt entlang aller drei Stufen bis zur Oberkante.
Der Anstieg beträgt etwa 400 Höhenmeter auf rund vier Kilometer Wegstrecke.
Mehrere Aussichtsplattformen sind direkt an den Fallkanten angelegt.
Im Winter frieren Teile der Kaskaden zu Eissäulen, während im Kern weiterhin Wasser fließt.
Der Nationalpark Hohe Tauern, in dem die Wasserfälle liegen, wurde 1981 gegründet
und ist mit einer Fläche von über 1800 Quadratkilometern das größte Schutzgebiet der Alpen.
Wien wurde im 12. Jahrhundert zur Residenzstadt der Babenberger und später zum Zentrum der Habsburger Monarchie.
Der Stephansdom, dessen Südturm 136 Meter misst, prägt die Stadtsilhouette seit dem 14. Jahrhundert.
Er ist Bischofskirche der Erzdiözese Wien und eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke Mitteleuropas.
Die Hofburg diente über sechs Jahrhunderte als Sitz der Habsburger.
Heute beherbergt sie unter anderem die österreichische Nationalbibliothek und die spanische Hofreitschule.
Schloss Schönbrunn, die ehemalige Sommerresidenz, wurde 1796 in seiner heutigen Form fertiggestellt
und ist seit 1996 UNESCO-Welterbe.
Auch das historische Zentrum Wiens trägt diesen Schutzstatus, eingetragen im Jahr 2001.
Die Wiener Staatsoper, eröffnet 1869, zählt zu den führenden Opernhäusern weltweit.
Die Karlskirche, ein Hauptwerk des Barockarchitekten Johann Bernhard Fischer von Erlach, wurde zwischen 1718 und 1739 errichtet.
Das obere Belvedere, erbaut von Johann Lukas von Hildebrandt, beherbergt heute Gustav Klimts Gemälde Der Kuss.
Das Riesenrad im Prater stammt aus dem Jahr 1897 und war bei seiner Eröffnung eines der größten der Welt.
Die Donau durchquert Wien auf einer Länge von rund 33 Kilometern, aufgeteilt in den Hauptstrom,
den Donaukanal und die Neue Donau, die als Hochwasserschutz- und Naherholungsgebiet dient.
Burg Kreuzenstein steht auf einer Anhöhe bei Leobendorf im Bezirk Korneuburg, knapp 20 Kilometer nördlich von Wien.
Die ursprüngliche Burg wurde im 12. Jahrhundert errichtet und diente als Befestigung über dem Donautal.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie weitgehend zerstört und blieb danach über zwei Jahrhunderte eine Ruine.
Ab 1879 ließ Graf Johann Nepomuk Wilczek die Anlage neu errichten.
Er sammelte über Jahrzehnte Bauteile, Waffen, Möbel und Kunstgegenstände aus ganz Europa und fügte sie in den Neubau ein.
Das Ergebnis ist kein originalgetreuer Wiederaufbau,
sondern eine bewusste Zusammenstellung mittelalterlicher Fragmente zu einem idealisierten Gesamtbild.
Türme, Wehrgänge, Steinbögen und Kapelle bilden ein geschlossenes Ensemble, das verschiedene Epochen und Regionen vereint.
Im Winter liegt die Burg unter Schnee, umgeben von dichtem Wald, dahinter öffnet sich das flache Weinviertel mit Feldern und Siedlungen.
1993 diente die Anlage als Drehort für eine Verfilmung der drei Musketiere.
Die Sammlung Wilczek im Inneren umfasst rund 5300 Objekte, darunter spätgotische Altäre, Rüstungen und historische Handschriften.
Die Wachau erstreckt sich über rund 36 Kilometer entlang der Donau in Niederösterreich.
Zwischen Melk und Krems hat sich der Fluss tief in das Gelände geschnitten und ein enges Tal mit steilen Hängen geschaffen.
Auf einem Felsvorsprung über der Donau liegt Stift Melk, ein Benediktinerkloster, das im frühen 18. Jahrhundert nach Plänen von Jakob Brandhauer im Barockstil umgebaut wurde.
Die Deckenfresken und die vergoldeten Innenräume gehören zu den bedeutendsten Beispielen barocker Sakralkunst in Mitteleuropa.
Am gegenüberliegenden Ende der Wachau erhebt sich Stift Göttweig über dem Donau.
Flussabwärts liegt Dürrenstein, bekannt durch die Ruine einer Burg, in der Richard Löwenherz im Jahr 1192 mehrere Monate gefangen gehalten wurde.
Weißenkirchen mit seiner spätgotischen Wehrkirche gilt als eines der besterhaltenen Weinbaudörfer der Region.
Schloss Schönbühl steht auf einem Felsen direkt über dem Flussufer.
Die Terrassen an den Steilhängen werden seit Jahrhunderten für den Weinbau genutzt.
Grüner Feldliner und Riesling prägen die Rebflächen, die durch Trockensteinmauern gestützt werden.
Diese Mauern regulieren die Temperatur und schützen den Boden vor Erosion.
Die gesamte Kulturlandschaft wurde im Jahr 2000 als UNESCO-Welterbestätte eingetragen.
Die Trockensteinmauern der Wachauer Weinbergterrassen umfassen zusammen eine geschätzte Länge von rund 3000 Kilometern.
Dürrenstein liegt am linken Ufer der Donau.
Eingebettet in die Wachau einen 30 Kilometer langen Abschnitt zwischen Melk und Krems.
Der Ort zählt wenige hundert Einwohner, doch seine Geschichte reicht weit zurück.
Das Chorherrenstift Dürrenstein wurde 1310 gegründet und im 18. Jahrhundert im Barockstil umgebaut.
Der blau-weiße Turm der Stiftskirche gilt als eines der bekanntesten Motive der Wachau.
Im Inneren verbinden sich Stuck, Fresken und vergoldete Altäre zu einem geschlossenen barocken Gesamtbild.
Heute ist das Stift kein aktives Kloster mehr, aber als Kulturdenkmal öffentlich zugänglich.
Oberhalb des Ortes steht die Ruine der Burg Dürrenstein.
Hier wurde der englische König Richard Löwenherz im Winter 1192 auf Befehl von Herzog Leopold V. gefangen gehalten,
bevor er gegen ein hohes Lösegeld freikam.
Von den Mauern der Ruine öffnet sich der Blick über die Donau, die Weinberge und die umliegenden Hügel.
Im Winter liegt oft Schnee auf den Resten der Anlage, im Sommer ziehen Schiffe durch das Tal.
Die Wachau wurde 2000 als Kulturlandschaft in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Der Weinbau prägt die Hänge bis heute, vor allem Grüner Weltliner und Riesling wachsen auf den Terrassen entlang der Donau.
Salzburg liegt am Nordrand der Alpen, dort wo die Salzach das Stadtbild in zwei Hälften teilt.
Die Altstadt auf der linken Flussseite gehört seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Ihren Namen verdankt die Stadt dem Salz, das hier über Jahrhunderte gehandelt wurde und den Wohlstand der Region begründete.
Die Festung Hohensalzburg thront auf dem Festungsberg oberhalb der Altstadt.
Sie wurde im Jahr 1066 unter Erzbischof Gebhardt errichtet und in den folgenden Jahrhunderten zur heutigen Größe ausgebaut.
Sie zählt zu den größten erhaltenen Burganlagen Europas.
Vom Festungsberg aus sind der Salzburger Dom, die Franziskanerkirche und die Abtei St. Peter zu überblicken.
Der Dom, den heiligen Rupert und Virgil geweiht, wurde in seiner heutigen Form im frühen 17. Jahrhundert unter Erzbischof Wolf Dietrich begonnen und unter seinen Nachfolgern vollendet.
Die Getreidegasse in der Altstadt ist für ihre schmiedeeisernen Zunftzeichen bekannt.
In der Hausnummer 9 wurde 1756 Wolfgang Amadeus Mozart geboren. Sein Geburtshaus ist heute ein Museum.
Auf der rechten Salzachseite liegt Schloss Mirabell mit seiner barocken Gartenanlage, angelegt zu Beginn des 17. Jahrhunderts.
Der Markatsteg, eine Fußgängerbrücke über die Salzach, verbindet beide Stadtteile.
Im Dezember füllt ein Christkindlmarkt den Domplatz.
Die Festung Hohensalzburg ist über eine Standseilbahn erreichbar, die seit 1892 in Betrieb ist.
Burg Hohenwerfen steht auf einem Felskegel hoch über dem Salzachtal im Pongau südlich von Salzburg.
Erzbischof Gebhard von Salzburg ließ sie im 11. Jahrhundert als Grenzfestung errichten.
Gemeinsam mit der Festung Hohensalzburg und der Burg Hohen Osterwitz gehört sie zu den großen erhaltenen Wehranlagen der Region.
Ihre Lage kontrollierte den einzigen Durchgang durch das enge Tal und machte sie über Jahrhunderte strategisch bedeutsam.
Mehrfach wurde sie belagert, mehrfach umgebaut.
Unter den Salzburger Erzbischöfen diente sie zeitweise als Staatsgefängnis, später als Jagdsitz.
Im 19. Jahrhundert verfiel die Anlage, bevor sie aufwendig restauriert wurde.
Im Innenhof stehen ein Urturm und eine Kapelle dicht beieinander.
Auf den Wehrgängen sind historische Geschütze erhalten.
Heute beherbergt die Burg ein Waffenmuseum und eine Greifvogelschau, bei der Adler, Falten und Bossarde über dem Tal fliegen.
Der Aufstieg vom Ort Werfen zur Burg dauert zu Fuß etwa 25 Minuten, alternativ verkehrt ein Aufzug.
Der Gollinger Wasserfall liegt im Salzburger Land, eingebettet in dichten Nadelwald am Rand der Berchtesgadener Alpen.
Der Schwarzbach stürzt hier in zwei Stufen über eine Gesamthöhe von rund 76 Metern in die Tiefe.
Am Fuß des Falls treibt eine hölzerne Wassermühle, die an die frühere Nutzung der Wasserkraft in dieser Region erinnert.
Der Weg nach oben führt über befestigte Stufen und Stege direkt am Fels entlang.
Dabei reicht die Gischt bis weit auf die umliegenden Moospolster und Fahne, die den Untergrund großflächig bedecken.
Die obere Fallstufe entspringt einer Karstquelle im Fels.
Das Wasser tritt dort direkt aus dem Berg hervor und fällt frei über die Abbruchkante.
Besonders nach der Schneeschmelze führt der Schwarzbach so viel Wasser, dass die Gischt den gesamten Kessel ausfüllt.
Der Gollinger Wasserfall gilt als einer der höchsten und wasserreichsten Wasserfälle im Land Salzburg und steht als Naturdenkmal unter Schutz.
Das Gosautal liegt im oberösterreichischen Salzkammergut, eingebettet zwischen den Ausläufern des Dachsteinmassivs.
Der vordere Gosausee spiegelt die umliegenden Felswände auf seiner Oberfläche.
Das Wasser schimmert smaragdgrün, gespeist von Schmelzwasser aus dem Dachsteingletscher.
Im Winter liegt der See unter einer geschlossenen Eisdecke, die Ufer verschwinden unter meterhohem Schnee.
Der Ort Gosau erstreckt sich als Streusiegelung durch das gesamte Tal.
Alte Holzhäuser stehen zwischen Weideflächen, auf denen im Sommer Rinder grasen.
Die evangelische Pfarrkirche stammt aus der Zeit nach dem Toleranzpatent von 1781, als protestantische Gemeinden erstmals wieder Gotteshäuser errichten durften.
Die gotische Pfarrkirche und die rosafarbene Kalvarienbergkirche auf einem Hügel oberhalb des Ortes prägen die Silhouette des Tals.
Nebel steigt regelmäßig aus dem Tal auf und hüllt die Dächer und Türme ein, bevor er sich an den Bergflanken auflöst.
Die Landschaft wechselt innerhalb weniger Stunden zwischen klarer Alpensicht und vollständiger Wolkendecke.
Die Felsen rund um den Gosausee sind durch Verwitterung in steile Wände und Kanten geformt,
dicht bewachsen mit Nadelwald bis zur Baumgrenze.
Das gesamte Dachsteingebiet wurde 1997 als Teil der Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein ins UNESCO-Welterbe aufgenommen.
Hallstatt liegt am Westufer des Hallstätter Sees, eingebettet zwischen Wasser und dem steil aufragenden Dachsteinmassiv.
Der Ort zählt zu den ältesten Siedlungen im Salzkammergut. Bereits in der Bronzezeit wurde hier Salz abgebaut.
Dieses Salz machte Hallstatt über Jahrhunderte wohlhabend und gab einer ganzen archäologischen Epoche ihren Namen – der Hallstattzeit.
Die Häuser stehen dicht gedrängt am Hang, teils auf Holzpfählen über dem Ufer errichtet.
Viele stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
In Zentrum steht die evangelische Christuskirche mit ihrem schlanken Turm, der das Ortsbild über dem See prägt.
Die katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt oberhalb des Marktes bewahrt einen spätgotischen Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert.
Bekannt ist auch das angeschlossene Beinhaus mit über 600 bemalten Schädeln, eine Tradition, die auf den begrenzten Platz des Friedhofs zurückgeht.
Das Salzbergwerk oberhalb des Ortes gilt als das älteste der Welt mit nachgewiesener Nutzung seit über 3000 Jahren.
Stollen und Abbaukammern sind bis heute zugänglich.
Im Jahr 1997 wurde die Region Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut als UNESCO-Welterbe eingetragen.
Bei Wintereinbruch spiegeln sich die Fassaden still auf der ruhigen Seeoberfläche.
Der gesamte historische Ortskern misst kaum 300 Meter in der Länge.
Der Dachstein erhebt sich an der Grenze zwischen der Steiermark und Oberösterreich.
Sein Gipfel erreicht 2995 Meter.
Unterhalb der Felswände liegt Ramsau, eine Gemeinde auf einem Hochplateau, die seit dem Mittelalter besiedelt ist.
Die Kulturlandschaft aus Wiesen, Wäldern und verstreuten Höfen steht unter Landschaftsschutz.
Im Winter verwandelt sich das Plateau in eines der bedeutendsten Langlaufgebiete der Alpen.
Über 200 Läupenkilometer ziehen sich durch das Tal.
Ramsau war mehrfach Austragungsort internationaler Langlaufbewerbe.
Pferdeschlitten bewegen sich auf geräumten Wegen zwischen den Ortsteilen.
Wer abseits der Läupen unterwegs ist, findet Routen für Schneeschuhwanderungen und Radfahrten auf Breitreifen durch frischen Schnee.
Im Sommer führen markierte Steige durch das Egelgrieß und über Kare bis an den Rand des Gletschers.
Am Gipfelbereich verbindet eine Hängebrücke zwei Felsgrate.
Die Aussichtsplattform Treppe ins Nichts ragt 14 Stufen frei über den Abgrund hinaus.
Tief im Berginneren liegt die Dachstein-Rieseneishöhle.
Teil eines Höhlensystems, das seit 1810 dokumentiert ist.
In der Halle des Parzivaldoms türmen sich Eisformationen, die je nach Jahreszeit wachsen oder schmelzen.
Die Region Dachstein-Salzkammergut wurde 2007 als Teil einer grenzüberschreitenden Kulturlandschaft in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Traunkirchen liegt auf einer kleinen Halbinsel am Westufer des Traunsees im oberösterreichischen Salzkammergut.
Der Ort schiebt sich auf einer schmalen Landzunge in den See hinein, flankiert vom Steilabfall des Traunsteins auf der gegenüberliegenden Seite.
Schon im 11. Jahrhundert gründeten Benediktinerinnen hier ein Kloster, das über Jahrhunderte das geistliche und wirtschaftliche Zentrum der Gegend bildete.
Der Traunsee selbst ist mit einer Tiefe von 191 Metern der tiefste See Österreichs.
Sein Wasser ist klar und kalt, gespeist von der Traun, die aus dem Hallstätter See zufließt.
Der Erlerkogel und die umliegenden Gipfel rahmen das Becken ein und trennen es vom offenen Alpenvorland.
Der Friedhof von Traunkirchen liegt direkt oberhalb des Ufers, eingebettet zwischen Kirche und See.
Auf dem Johannesberg, einer bewaldeten Kuppe am Rand der Halbinsel, steht eine kleine Kapelle.
Sie ist über einen Fußweg erreichbar, der den Hügel umrundet.
Die Pfarrkirche selbst, hervorgegangen aus der ehemaligen Klosterkirche, birgt im Inneren die Fischerkanzel.
Diese barocke Kanzel aus dem späten 17. Jahrhundert ist in Form eines Fischerbootes gestaltet und zeigt den wunderbaren Fischzug des Apostels Petrus.
Die Fischerkanzel gilt als eines der bekanntesten Beispiele barocker Holzschnitzkunst in Oberösterreich.
Kmunden liegt am Nordufer des Traunsees, eingebettet in das oberösterreichische Salzkammergut.
Das Wahrzeichen der Stadt ist Schloss Ort, eine Wasserburg auf einer kleinen Insel, die über einen hölzernen Steg mit dem Ufer verbunden ist.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg um das Jahr 1190.
Am Ufer entlang reihen sich die Bürgerhäuser der historischen Seepromenade.
Hier liegt auch die Gisela, ein Raddampfer aus dem Jahr 1871, eines der ältesten noch erhaltenen Dampfschiffe Österreichs.
Der Traunsee selbst ist mit einer Tiefe von 191 Metern der tiefste See des Salzkammerguts.
Im Süden begrenzt der Traunstein mit knapp 1651 Metern die Sicht.
Der Yachthafen und der angrenzende Churpark bilden den Übergang zwischen See und Stadtzentrum.
Kmunden besitzt eine der wenigen verbliebenen Straßenbahnlinien Österreichs, die den Bahnhof mit dem Rathausplatz verbindet.
Die Stadtpfarrkirche, dem heiligen Nikolaus geweiht, geht in ihrer heutigen Form auf das 15. Jahrhundert zurück.
Ihr Innenraum zeigt spätgotische Netzrippengewölbe und barocke Altarausstattung.
Die Straßenbahn Gemunden misst etwa 2,3 Kilometer und gilt damit als eine der kürzesten Trammstrecken Europas.
Der Grüne See liegt im Gemeindegebiet von Trageus St. Katharain in der Obersteiermark.
Im Winter ist er oft kaum mehr als eine flache Senke am Fuß des Hochschwabmassivs.
Doch mit der Schneeschmelze im Frühjahr füllt sich das Becken mit Schmelzwasser, das durch den hohen Mineralgehalt eine intensive grüne Färbung annimmt.
In den wasserreichsten Wochen, meist zwischen Mai und Juni, erreicht der See eine Tiefe von bis zu zwölf Metern.
Wege, Bänke und Wiesen, die im Herbst noch begehbar waren, liegen dann vollständig unter Wasser.
Die Sichtweite beträgt in dieser Phase oft mehr als 30 Meter, was den See zu einem der klarsten Gewässer der Ostalpen macht.
Seit 2014 ist das Tauchen im Grünen See verboten.
Die steirische Landesregierung stellte den See unter Naturschutz, um die empfindliche Unterwasservegetation und das Quellsystem dauerhaft zu sichern.
Im Spätsommer fällt der Wasserspiegel wieder und das Becken trocknet bis auf wenige Restflächen aus.
Dieser jährliche Zyklus aus Füllung und Rückgang macht den Grünen See zu einem der ungewöhnlichsten Saisongewässer im gesamten Alpenraum.
Graz liegt am Übergang zwischen den Alpen und dem steirischen Hügelland.
Die Stadt wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt und diente den Habsburgern als Residenz der innerösterreichischen Linie.
Vom Schlossberg aus, einer befestigten Erhebung über der Mur, wurde die Stadt gegen osmanische Angriffe verteidigt.
Die Festung galt als uneinnehmbar und wurde erst 1809 unter Napoleon teilweise geschleift.
Der Urturm auf dem Schlossberg stammt aus dem 13. Jahrhundert und zeigt eine Besonderheit.
Der große Zeiger zeigt die Stunden, der kleine die Minuten.
Am Hauptplatz steht das Rathaus aus dem 19. Jahrhundert.
Von hier aus erstreckt sich die Altstadt, die seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.
Die Domkirche, geweiht dem heiligen Egidius, wurde unter Friedrich III. im 15. Jahrhundert errichtet.
Ihr Inneres zeigt barocke Altäre und Fresken aus der Gegenreformation.
Wenige Schritte entfernt führt im Grazer Burg eine doppelläufige Wendeltreppe aus dem 16. Jahrhundert zwei Stockwerke empor, ein seltenes Beispiel gotischer Bautechnik.
Außerhalb der Altstadt liegt Schloss Eggenberg, der bedeutendste Barockpalast der Steiermark.
Seine Architektur folgt einem kosmologischen Programm.
365 Fenster stehen für die Tage des Jahres, 24 Prunkräume für die Stunden des Tages.
Auf der Mur verbindet die Murinsel, eine schwimmende Plattform aus Stahl und Glas, beide Ufer seit 2003.
Mit rund 300.000 Einwohnern ist Graz die zweitgrößte Stadt Österreichs.
Die Riegersburg steht auf einem Basaltkegel in der östlichen Steiermark.
Der Felsen erhebt sich rund 200 Meter über das umliegende Hügelland und war bereits in der Bronzezeit besiedet.
Die erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1138.
Im 17. Jahrhundert ließ Baronin Katharina Elisabeth von Galler die Anlage zur stärksten Festung der Steiermark ausbauen.
Elf Tore, sechs Zugbrücken und drei Kilometer Wehrmauer schützten die Burg.
Während der Osmanenkriege galt sie als uneinnehmbar.
Kein feindliches Heer hat die Riegersburg je durch Belagerung bezwungen.
Heute beherbergt die Anlage zwei Museen. Eines dokumentiert die Geschichte der Burg und ihrer Besitzer.
Das zweite widmet sich den steirischen Hexenprozessen des 17. Jahrhunderts.
Ein Schrägaufzug verbindet den Ort am Fuß des Felsens mit dem Burgplateau.
Die Weinberge rund um den Basaltkegel gehören zum Anbaugebiet Vulkanland Steiermark, benannt nach den erloschenen Vulkanen der Region.
Der Basaltkegel selbst ist einer der besterhaltenen Vulkanschlote im gesamten steirischen Becken.
Heiligenblut liegt auf rund 1200 Metern Seehöhe im Mülltal, am Fuß des Großglockners.
Der Ort gehört zur Gemeinde Heiligenblut am Großglockner in Kärnten und ist Ausgangspunkt der Großglockner Hochalpenstraße,
die seit 1935 über das Hochtor nach Salzburg führt.
Das Ortsbild wird von der Wallfahrtskirche St. Vinzenz bestimmt.
Ihr gotischer Spitzturm ragt über die Dächer hinaus und ist eines der meist fotografierten Motive der Ostalpen.
Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert fertiggestellt und beherbergt einen spätgotischen Flügelaltar aus der Werkstatt von Wolfgang Aslinger.
Im Inneren befindet sich ein Reliquiar, das der Überlieferung nach ein Fläschchen mit dem Blut Christi enthält.
Dieser Reliquier verdankt der Ort seinen Namen.
Das gesamte Gemeindegebiet liegt innerhalb des Nationalparks Hohetauern, des größten Schutzgebiets der Alpen.
Die umliegenden Hänge reichen von Almwiesen bis zu vergletscherten Gipfelzonen.
Heiligen Blut dient als Stützpunkt für die Besteigung des Großglockners, dessen Gipfel 3798 Meter erreicht und damit der höchste Punkt Österreichs ist.
Der Nationalpark Hohetauern wurde 1981 gegründet und umfasst heute eine Fläche von rund 1860 Quadratkilometern über drei Bundesländer.
Der Großglockner ist mit 3798 Metern der höchste Berg Österreichs.
Er liegt im Nationalpark Hohetauern, an der Grenze zwischen Osttirol und Kärnten.
An seinem Fuß erstreckt sich die Pasterze, der längste Gletscher der Ostalpen.
Die Großglockner Hochalpenstraße verbindet Salzburg mit Kärnten über 48 Kilometer Gebirgsstraße.
Sie wurde 1935 eröffnet und überwindet am Hochtor auf 2504 Metern ihren höchsten Punkt.
36 Kehren führen durch Höhenstufen von Almwiesen bis in vergletschertes Hochgebirge.
Die Straße ist nur von Mai bis Oktober befahrbar.
Schafe grasen im Sommer auf den Weideflächen entlang der Strecke.
Türkisfarbene Bergseen wie die Fuscherlacke und der Margeritzenstausee liegen in Mulden zwischen den Gebirgszügen.
Am Gipfelgrat selbst verläuft der Normalweg über den Kleinglockner.
Der letzte Abschnitt erfordert Kletterei im felsigen Gelände und ist nur mit alpiner Erfahrung sicher zu bewältigen.
Bei heiligem Blut stürzt der Jungfernsprung Wasserfall über eine Felsstufe ins Tal.
Der Nationalpark Hohe Tauern ist mit 135 Quadratkilometern Gletscherfläche das größte Schutzgebiet der Alpen
und seit 1982 als Nationalpark ausgewiesen.
Innsbruck liegt am Inn, eingefasst von den Kalkalpen im Norden und den Tuxeralpen im Süden.
Die Stadt ist seit dem 12. Jahrhundert ein Knotenpunkt zwischen dem Deutschen Reich und Italien, gesichert durch ihre Lage am Brennerweg.
Im 13. Jahrhundert erhielt Innsbruck das Stadtrecht.
Unter Kaiser Maximilian I. wurde sie zur Residenzstadt der Habsburger.
Das goldene Dachel in der Herzog-Friedrich-Straße entstand um 1450 als Erker mit über 2600 feuervergoldeten Kupferschindeln.
Eine Tribüne, von der aus der Herrscher Turniere und Feste auf dem Platz darunter verfolgte.
Die Nordkettenbahn verbindet das Stadtzentrum in wenigen Minuten mit dem Havelekar auf über 2000 Metern Höhe.
Schloss Ambras, südöstlich oberhalb der Stadt, diente Erzherzog Ferdinand II. als Renaissance-Residenz
und beherbergt eine der ältesten Kunst- und Wunderkammern Europas.
Die Pfarrkirche St. Nikolaus stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde im 18. Jahrhundert barock umgestaltet.
Der Dom zu St. Jakob, wenige Gehminuten entfernt, erhielt seine heutige Gestalt zwischen 1717 und 1724.
In seinem Inneren hängt das Gnadenbild Maria Hilf von Lukas Cranach dem Älteren.
Stift Wilten am südlichen Stadtrand gehört zu den ältesten Klostergründungen Tirols.
Seine Basilika zeigt Rokoko-Ausstattung in kräftigem Gelb und Rot.
Die Innsbrucker Altstadt wurde 2003 als Teil des historischen Zentrums unter Denkmalschutz gestellt.
Pertissau liegt am Westufer des Achensees, dem größten See Tirols.
Der Ort ist auf drei Seiten vom Karwendelgebirge umschlossen und gehört zur Gemeinde eben am Achensee.
Im Winter dient das Tristenautal als Ausgangspunkt für Langlaufläuben, die durch das angrenzende Naturschutzgebiet führen.
Am Ufer liegt die Anlegestelle der Linienschiffe, die den See zwischen Pertissau und der gegenüberliegenden Ostseite unterhalb des Klobenjochs befahren.
Die Häuser des Ortes stehen dicht am Seeufer, darüber die Pfarrkirche.
Abends spiegeln sich die Lichter der Fassaden im ruhigen Wasser.
Im Sommer liegen Segelboote vor der Kulisse der Bergketten.
Am Südufer verkehrt die Achensee-Bahn, eine Zahnradbahn mit Dampfbetrieb, die seit 1889 den See mit dem Inntal verbindet.
Am Ufer stehen Strandkörbe auf Holzstegen, ausgerichtet auf das offene Wasser.
Der Achensee liegt auf 919 Metern Höhe und erstreckt sich über eine Länge von rund neun Kilometern.
Der Achensee liegt auf etwa 930 Metern Höhe zwischen dem Karwendelgebirge im Westen und dem Rofangebirge im Osten.
Er ist der größte See Tirols und erstreckt sich über eine Länge von rund neun Kilometern.
Am Westufer liegt der Ort Pertissau, am Nordufer Achenkirch, im Süden Maurach und eben am Achensee.
Das Wasser des Sees erreicht Trinkwasserqualität.
Der charakteristische Türkiston entsteht durch die geringe Sedimentfracht und die Tiefe von bis zu 133 Metern.
Der Buchauer Wasserfall stürzt unmittelbar am östlichen Seeufer in die Tiefe und speist den See zusammen mit mehreren Gebirgsbächen.
Im Sommer spiegeln sich bei ruhiger Oberfläche die umliegenden Gipfel nahezu vollständig im Wasser.
Zwischen Pertissau und der Geisalm verläuft ein Uferweg direkt am Westufer entlang, der nur zu Fuß oder per Schiff erreichbar ist.
Die Geisalm selbst ist eine der wenigen bewirtschafteten Almen Österreichs, die ausschließlich über einen Steig oder über den Wasserweg zugänglich sind.
Auf dem See verkehren Linienschiffe zwischen den Anlegestellen. Von Jenbach im Inntal führt die Achenseebahn hinauf zum See.
Sie wurde 1889 in Betrieb genommen und gilt als die älteste Zahnradbahn Europas, die noch mit Dampf betrieben wird.
Der Plansee liegt auf rund 1000 Metern Höhe in den Tiroler Alpen, eingebettet zwischen steilen Bergflanken nahe der Gemeinde Reute.
Mit einer Länge von knapp sechs Kilometern ist er der zweitgrößte natürliche See Tirols.
Ein schmaler Kanal verbindet ihn mit dem benachbarten Heiterwanger See, sodass beide Gewässer hydrologisch zusammenhängen.
Das Wasser ist außergewöhnlich klar. Im Sommer spiegeln sich die umliegenden Gipfel auf der ruhigen Oberfläche,
im Winter legt sich Schnee über die Ufer und die Bergstraßen, die den See erschließen.
Die Wassertemperatur bleibt auch in warmen Monaten kühl, typisch für Gebirgseen dieser Höhenlage.
Anders als viele Alpenseen ist der Plansee nicht durch Schifffahrt oder dichte Uferbebauung geprägt.
Ein Großteil der Uferzone ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar, was den See ruhig hält.
Der Plansee entwässert über den Archbach in den Lech und gehört damit zum Einzugsgebiet der Donau.
Burg Hoch Osterwitz steht auf einem 160 Meter hohen Dolomitfelsen im Kärntner Zollfeld.
Die Burg wurde erstmals 860 urkundlich erwähnt und gehört damit zu den ältesten Befestigungen Österreichs.
Seit 1571 ist sie im Besitz der Familie Kevenhüller, die sie bis heute verwaltet.
14 Burgtore sichern den gewundenen Aufstieg zum Gipfel.
Jedes Tor war eigenständig zu verteidigen, mit Fallgittern, Schießscharten und Pechnasen ausgestattet.
Die Anlage wurde nie im Kampf eingenommen. Georg Kevenhüller ließ die Tore im 16. Jahrhundert gegen die osmanische Bedrohung errichten.
In der Burgkapelle sind Fresken und Wappen aus dieser Epoche erhalten.
Der Aufstieg führt durch Wald und offenes Gelände, vorbei an den steinernen Tordurchgängen bis zur Kernburg mit Palas, Kapelle und Waffensammlung.
Von dort reicht der Blick über das Zollfeld bis zu den Kärntner Alpen.
Die Burg liegt rund 20 Kilometer nordöstlich von Klagenfurt, direkt an der Bundesstraße bei Launsdorf.
Burglands Kron steht auf einem Felskegel oberhalb von Villach in Kärnten.
Die Höhenburg wurde im 11. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt und kontrollierte über Jahrhunderte wichtige Handelswege zwischen dem Drautal und dem Ossiacher See.
Mehrfach wechselte die Anlage den Besitzer.
Unter den Kävenhüllern wurde sie im 16. Jahrhundert ausgebaut, bevor ein Brand im 18. Jahrhundert große Teile zerstörte.
Seitdem ist Launs Kron eine Ruine, deren Mauern und der markante Turm bis heute erhalten sind.
Von der Burganlage aus reicht der Blick über den Ossiacher See und die umliegenden Höhenzüge der Ossiacher Tauern.
Heute ist das Gelände frei zugänglich und bekannt für eine Greifvogelwarte, in der Adler, Bussarde und Eulen in täglichen Flugvorführungen gezeigt werden.
Der Felskegel, auf dem die Burg steht, erhebt sich rund 650 Meter über dem Meeresspiegel.
Minimundus in Klagenfurt zeigt über 150 Modelle bekannter Bauwerke im Maßstab 1 zu 25.
Die Anlage wurde 1959 eröffnet und liegt direkt am Wörthersee.
Jedes Modell wird aus Originalmaterialien gefertigt, soweit das im kleinen Format möglich ist.
Die Festung Sorotza aus der Republik Moldau steht hier neben der chinesischen Mauer und dem Borobudur-Tempel aus Indonesien.
Borobudur gilt als die größte buddhistische Tempelanlage der Welt und ist seit 1991 Teil des UNESCO-Welterbes.
Eine Dampflokomotive mit sichtbarem Abgasdampf fährt auf eigenen Gleisen durch das Gelände, vorbei am Eiffelturm und am Rila-Kloster, das als geistliches Zentrum Bulgariens gilt.
Das Wiener Riesenrad, die Freiheitsstatue und die Süleimanie-Moschee aus Istanbul stehen in unmittelbarer Nachbarschaft.
Das Lady-Isabella-Wasserrad von der Isle of Man ist das größte noch erhaltene Wasserrad der Welt.
Die Baituraman-Moschee aus Aceh, das Raffles-Hotel in Singapur und eine Ölplattform der OMV erweitern das Spektrum über klassische Sehenswürdigkeiten hinaus.
In Retz steht das Original einer Turmwindmühle, die hier als Modell mit drehbaren Flügeln nachgebaut ist.
Der Bahnhof Spital an der Drau, die Militärakademie in Wiener Neustadt und die belgische Torenkotmühle zeigen, dass Minimundus auch weniger bekannte Bauwerke aufnimmt.
Das Kloster Studenica in Serbien gehört seit 1986 zum UNESCO-Welterbe.
Die gesamte Parkfläche beträgt rund 26.000 Quadratmeter.
Burg Güssing gilt als die älteste Burg des Burgenlands.
Sie wurde 1155 erstmals urkundlich erwähnt und thront auf einem erloschenen Vulkankegel über der gleichnamigen Stadt.
Im Dezemberlicht liegt die Anlage still über den Feldern, der Fischteich am Fuß des Hügels spiegelt den Himmel.
Die Burg diente über Jahrhunderte als Grenzfestung gegen osmanische Vorstöße.
Mehrfach belagert wurde sie nie dauerhaft eingenommen.
Nach dem Ende der Türkenkriege verlor sie ihre militärische Funktion und fiel an die Familie Battiniani, die sie bis heute besitzt.
Im Inneren befindet sich ein Museum zur Geschichte des südlichen Burgenlands.
Mauerreste und Bastionen sind teilweise von Vegetation überwachsen.
Die Befestigungsanlagen lassen den ursprünglichen Umfang der Verteidigungslinien noch erkennen.
Unterhalb der Burg breitet sich Güssing mit rund 3700 Einwohnern aus, eingebettet in die flache Landschaft des südlichen Burgenlands.
Der Vulkankegel, auf dem die Burg steht, erhebt sich rund 60 Meter über die umliegende Ebene.
Burg Forchtenstein steht auf einem Dolomitfelsen am Rand des Rosaliengebirges, südlich von Wiener Neustadt.
Die Burg wurde im 14. Jahrhundert von den Grafen von Mattersburg errichtet und diente als Grenzfestung gegen Einfälle aus dem Osten.
Im Jahr 1622 gelangte die Anlage in den Besitz der Familie Esterhazy, die sie bis heute besitzt.
Unter Nikolaus Esterhazy wurde die mittelalterliche Burg zu einer massiven Festungsanlage ausgebaut.
Bastionen, Kasematten und ein tiefer Burgbrunnen entstanden in dieser Zeit.
Der Brunnen reicht über 150 Meter in den Fels und wurde von osmanischen Kriegsgefangenen gegraben.
Im Innenhof verbindet sich die spätgotische Bausubstanz mit barocken Erweiterungen.
Arkadengänge gliedern die Fassaden und der Neptunbrunnen markiert das Zentrum des Hofs.
In den Innenräumen befindet sich eine der bedeutendsten privaten Waffensammlungen Europas.
Rüstungen, Blankwaffen und Feldzeichen dokumentieren Konflikte vom 15. bis ins 19. Jahrhundert.
Daneben lagert die Esterhazy-Schatzkammer Porträts, Textilien und Objekte fürstlicher Repräsentation.
Die Burg wurde nie erobert, weder während der osmanischen Belagerungen 1683 noch in den Kurutzenkriegen danach.
Der Bergfried, der älteste erhaltene Teil der Anlage, erreicht eine Höhe von etwa 35 Metern
und ist damit weithin sichtbar über der Ebene des nördlichen Burgenlandes.
