Schachmatt für Iran? Trumps geheime Allianz mit Eritreas brutalem Regime | VisualPolitik DE

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13 Videoaufrufe·04.06.2026
Schachmatt für Iran? Trumps geheime Allianz mit Eritreas brutalem Regime | VisualPolitik DE
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Eine Einigung lässt weiter auf sich warten, denn Teheran leistet weiterhin Widerstand.
Hier bei Visualpolitik haben wir euch ja bereits die Hauptgründe dafür erklärt.
Dazu kommt aber noch, dass sie genau wissen, dass sie ein neues Druckmittel in der Hand
haben, falls die Situation völlig aus dem Ruder läuft.
Hierbei handelt es sich um den Seeweg, der die Weltgemeinschaft jederzeit noch stärker
in Bedrängnis bringen könnte.
Und nein, diesmal meine ich nicht die Straße von Hormuz.
Es gibt einen Ort auf der Landkarte, dem mittelalterliche arabische Seefahrer einen Namen gegeben haben,
den ihr so schnell nicht wieder vergessen werdet.
Auf Arabisch bedeutet das wortwörtlich das Tor der Tränen.
Das ist absolut kein Zufall.
Über Jahrhunderte hinweg waren Schiffe, die diese knapp 30 Kilometer breite Meeränge
durchqueren wollten, mörderischen Winden, tückischen Strömungen und völlig gnadenlosen
Piraten ausgesetzt.
Es starben so viele Seeleute, dass die Menschen der Region beschlossen, den Ort genau so zu
taufen.
Das Tor der Tränen.
Jetzt, mitten im Jahr 2026, blickt die ganze Welt wieder auf genau dieses Tor.
Bab el-Mandeb, wie das Tor der Tränen nach Hormuz zum zweiten strategischen Nadelöhr
für den Iran werden könnte.
Während wir alle auf den Iran, Israel und die Straße von Hormuz schauen, gibt es einen
weiteren maritimen Korridor, der kurz davorstehen könnte, zum nächsten großen Schauplatz
des Konflikts im Nahen Osten und zum endgültigen Auslöser einer globalen Krise zu werden.
Denn das Rote Meer ist bedroht.
Im Jahr 2025 startete Trump eine Luftkampagne gegen die Houthi-Miliz, nachdem diese Gruppe
den Handelsverkehr im Roten Meer mit Raketen und Drohnen angegriffen hatte.
Da der Krieg gegen den Iran nun voll entbrannt ist, besteht jederzeit logischerweise die
Gefahr, dass diese Gruppe eine ähnliche Offensive startet.
Das ist absolut nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, denn die Gefahr ist real.
Und in Washington nimmt man das verdammt ernst.
US-Flugzeugträger umfährt Afrika auf dem Weg in den Nahen Osten
Um jegliches Risiko eines Hinterhalts zu vermeiden, entschied sich die USS George W. Bush, ein
100.000 Tonnen schwerer Atomflugzeugträger auf ihrer Rückreise Afrika zu umrunden, um
mögliche Probleme im Roten Meer zu umgehen.
Das bedeutet natürlich Tausende von Kilometern Umweg, deutlich längere Reisezeiten, mehr
Treibstoff und wesentlich höhere Gesamtkosten, um die Meerenge vom Bab-El-Mandeb zu umfahren.
Das ist aber natürlich noch nicht das größte Risiko.
Das eigentliche Risiko besteht darin, dass Hormuz faktisch blockiert bleibt und die Houthis
dadurch ermutigt werden, Schiffe an diesem anderen kritischen Punkt anzugreifen.
Denn das würde die Lieferungen saudischer Öltanker nach Asien massiv verzögern und
das könnte die Energiekrise, die sich bereits abzeichnet, logischerweise erheblich verschärfen.
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Alles, was wir gerade sehen, ist kein vorübergehendes Phänomen.
Es ist ein inakzeptables strategisches Risiko.
Und das hat bereits Folgen.
Inzwischen sehen wir so unerwartete Bewegungen wie diese hier.
Die USA wollen Beziehungen zu abgeschottetem, aber strategisch wichtigem afrikanischen Staat
neu ordnen.
Eritrea wurde als Afrikas Nordkorea beschrieben und seine Küste am Roten Meer macht das Land
zu einem möglichen Bollwerk gegen den iranischen Einfluss.
Richtig gehört.
Während die Weltöffentlichkeit wie gebannt auf den Iran-Staat, haben die Vereinigten
Staaten soeben an einem absolut unerwarteten Ort einen Scherzsug unternommen.
Und zwar in Eritrea.
Es handelt sich wahrscheinlich um eines der unbekanntesten, isoliertesten und verschlossensten
Länder der Erde.
Ein armes, militarisiertes afrikanisches Land, das seit Jahrzehnten von einem der repressivsten
Regime der Welt regiert wird.
Das sogenannte afrikanische Nordkorea.
Ein Land, das in den internationalen Medien praktisch unter dem Radar läuft und durch
diesen Konflikt nun zu einer geopolitischen Schlüsselfigur ersten Ranges werden könnte.
Deshalb prüft man in Washington jetzt die Möglichkeit, die Beziehungen zu diesem Land
wieder herzustellen.
Denn mehreren Quellen zufolge soll Mesut Bulos, einer von Trumps wichtigsten Gesandten für
den Nahen Osten und Afrika, ausländischen Regierungen bereits mitgeteilt haben, dass
Washington plant, einige Sanktionen gegen Eritrea schrittweise aufzuheben.
Und genau hier kommt natürlich die große Frage.
Warum ist Eritrea auf einmal so wichtig?
Was genau steht im Roten Meer auf dem Spiel?
Passt gut auf, denn manchmal ist die wichtigste Figur auf dem Schachbrett nicht die, die am
hellsten glänzt, sondern die, auf die niemand schaut.
Legen wir los!
Das andere Ufer Über Homos wurde viel gesprochen, aber es
gibt noch mehr.
Stellt euch ein Dreieck vor.
An der nördlichsten Spitze liegt der Suezkanal mit einer Breite von 205 Metern.
Es ist eine künstliche Wasserstraße, die das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet.
An der östlichen Spitze liegt die Straße von Hormus.
An der südlichen Spitze liegt die Meerenge von Bab El Mandeb, 30 Kilometer breit und
durch eine kleine jemenitische Insel namens Perim in zwei Kanäle geteilt.
Genau dieses Dreieck ist eines der großen Kreislaufsysteme der Weltwirtschaft.
Durch das Rote Meer laufen jedes Jahr zwischen 12 und 14 Prozent des gesamten Welthandels.
Dazu gehören 30 Prozent des weltweiten Containerverkehrs, Waren im Wert von mehr als einer Billion
Dollar, 40 Prozent des gesamten Handels zwischen Europa und Asien und heute ungefähr 4 Millionen
Barrels pro Tag, die Saudi-Arabien über den Hafen von Jambu exportieren kann.
Das Problem an der Sache ist, dass das gesamte globale Handelssystem ohne diese Route einen
riesigen Umweg um das Kap der guten Hoffnung im Süden Afrikas machen muss.
Im besten Fall sprechen wir von 10 zusätzlichen Tagen auf See, angespannten Lieferketten und
einem mehr als erheblichen Anstieg der Versorgungskosten.
Und wisst ihr, was das eigentliche Problem ist?
Die Houthis wissen das ganz genau und die Iraner ebenfalls.
Diese Gewässer unpassierbar zu machen, wäre ein schwerer Schlag für die weltweite wirtschaftliche
Stabilität.
Und genau das führt uns direkt zu Eritrea.
Eritrea erlangte 1993 nach 30 Jahren Krieg seine Unabhängigkeit von Äthiopien und seit
diesem ersten Tag regiert Präsident Isayash Afvergi ununterbrochen, ohne Wahlen, ohne
Gnade und ohne jemanden Rechenschaft abzulegen.
33 Jahre später ist er immer noch an der Macht.
Im unabhängigen Eritrea hat er eines der am strengsten, abgeriegelten und repressivsten
Regime der Welt aufgebaut.
Sogar der US-Kongress bezeichnet das Land offiziell als das Nordkorea Afrikas.
Und das kommt nicht von ungefähr.
Freedom House, die Organisation, die politische Rechte und bürgerliche Freiheiten weltweit
bewertet, stuft Eritrea und Nordkorea auf exakt derselben Autoritarismusstufe ein.
UN-Experten haben über Jahrzehnte systematische Folter, religiöse Verfolgung, erzwungenes
Verschwinden sowie einen obligatorischen und zeitlich umbegrenzten nationalen Militärdienst
dokumentiert.
Genauso ist es.
Männer und Frauen können ganze Jahrzehnte lang gezwungen werden, dem Staat zu dienen.
Deshalb fliehen jedes Jahr tausende Eritreer aus dem Land und riskieren dabei ihr Leben.
Und die Frage liegt auf der Hand.
Was um alles in der Welt hat Washington an einem Ort wie diesem entdeckt?
Nun, die ehrlichste Antwort lautet schlicht und ergreifend Geografie und Infrastruktur.
Schaut mal hier.
Eritrea kontrolliert Bab-el-Mandeb nicht so, wie der Iran Hormuz bedrohen kann.
Es hat keine Marine, keine Flotte, die in der Lage wäre, die Meerengel zu blockieren,
keine Zerstörer, die im Roten Meer patrouillieren.
Und es kann ganz sicher nicht allein die Sicherheit einer der sensibelsten Seerouten der Welt
garantieren.
Wenn die Huthi morgen beschließen würden, eine neue Angriffskampagne gegen Handelsschiffe
zu starten, wäre Eritrea nicht gerade der Akteur, der sie militärisch stoppen könnte.
Aber darum geht es nicht.
Es geht darum, dass Eritrea etwas besitzt, das in einer maritimen Krise fast so viel
wert sein kann wie eine Flotte.
Wir sprechen von mehr als 1100 Kilometern Festlandküste am Roten Meer, direkt auf der
afrikanischen Seite der Route, die Bab-el-Mandeb mit Suez verbindet.
Denn die Vereinigten Staaten brauchen in den Gewässern des Roten Meeres nämlich nicht
nur Kriegsschiffe, sondern vor allem strategische Stützpunkte.
Sie benötigen Häfen zum Auftanken, Reparieren, Lager für Materialrotationen oder zur Unterstützung
von Einsätzen.
Sie brauchen Start- und Landebahnen, von denen Überwachungs-, Transport- und Aufklärungsflugzeuge
operieren können.
Und wenn wir von Flugzeugen sprechen, sprechen wir auch von Drohnen.
Sie sind auf Orte angewiesen, von denen sie aus das Geschehen beobachten, Bedrohungen
frühzeitig erkennen und Gleitzüge koordinieren können.
Vor allem aber dürfen sie sich nicht von einem einzigen Land abhängig machen.
Bislang war Djibouti der große militärische Anker des Westens in der Region.
Das Land ist zu einer Art Luxushotel für ausländische Armeen geworden.
Dort befindet sich Camp Lemonnier, die große US-Basis am Horn von Afrika.
Gleichzeitig finden wir in diesem kleinen Land aber auch Chinas erste Militärbasis
im Ausland.
Und es geht nicht nur um die Vereinigten Staaten und China.
In Djibouti sind auch Frankreich, Japan, Italien und weitere Akteure mit maritimen Interessen
in der Region präsent.
Wie gesagt, ein regelrechtes Hotel für die wichtigsten Streitkräfte.
Genau darin liegt aber auch das Hauptproblem.
Der Standort ist völlig überlastet.
Washington operiert dort in einem Land, in dem sich ausgerechnet sein größter geopolitischer
Rival ebenfalls eingenistet hat.
Deshalb beginnt Eritrea deutlich attraktiver zu werden.
Es würde ermöglichen, Ressourcen zu verteilen, alternative Routen zu öffnen, mehr logistische
Tiefe an der afrikanischen Küste zu schaffen und die Abhängigkeit von einem Stützpunkt
zu reduzieren.
Ein anschauliches Beispiel ist der Hafen von Assab im Süden Eritreas, etwa 120 Kilometer
von Bab el-Mandeb entfernt.
Während des Jemen-Krieges nutzten die Vereinigten Arabischen Emirate die Anlagen in Assab als
logistische und militärische Basis.
Es gibt also schon einen klaren Präzedenzfall dafür, dass eine Regionalmacht ihre Stärke
über diese Infrastruktur projiziert hat.
Natürlich hat Eritrea nicht nur eine interessante Lage auf der Karte zu bieten, sondern bringt
auch sehr spezifische Bedingungen mit, die das Land zu einem echten strategischen Werkzeug
machen können.
Assab verfügt beispielsweise über 7 Tiefwasser-Liegeplätze, mehr als 1000 Meter Kaimauer, einen maximalen
Tiefgang von fast 11 Metern und weitläufige Lagerflächen.
Das bedeutet, dass der Hafen über genügend Kapazität verfügt, um große Schiffe aufzunehmen,
enorme Frachtmengen zu bewegen und logistische sowie militärische Operationen in einem gewissen
Umfang mitten im Roten Meer zu unterstützen, direkt vor den Toren der Meerenge.
Sicherlich sind diese Daten schon etwas älter und mit Vorsicht zu genießen.
Eritrea ist schließlich ein extrem abgeschottetes Land und nicht gerade ein Paradies für statistische
Transparenz, weshalb diese Anlagen vermutlich stark sanierungsbedürftig sind.
Aber selbst mit dieser Vorsicht ist klar, dass Assab nicht einfach nur ein leerer Strand
gegenüber von dem Jemen ist.
Hinzu kommt weiter nördlich der Hafen von Massawa.
Der wichtigste Handelshafen Eritreas.
Das sind zwar keine gigantischen Infrastrukturen, aber sie würden jegliche Kontrolloperationen
erheblich erleichtern.
Und genau gegenüber von Massawa finden wir einen weiteren Punkt, der oft übersehen wird,
aber für die Kontrolle dieser Gewässer sehr wichtig sein könnte.
Ich spreche vom Dalak Archipel.
Wir sprechen hier von einer Inselgruppe mitten im Roten Meer, etwa 50 Kilometer von der Küste
Eritreas, deren Hauptinsel Dalak Kebir ist.
Und aufgepasst, denn die Geschichte zeigt uns unmissverständlich, wie wichtig diese
Inselgruppe ist.
Während des Kalten Krieges richtete die UDSSR auf eine der Inseln des Dalak Archipels den
933. logistischen Stützpunkt der sowjetischen Marine ein.
Das war natürlich keine Megabasis vom Typ Sevastopol, aber es war eine Anlage, die dafür
gedacht war, im Ernstfall Marineoperationen im Roten Meer, im Persischen Golf und im Indischen
Ozean zu unterstützen.
Der Stützpunkt verfügte über Anlegestellen, Lagerhäuser, Treibstoff- und Wassertanks,
einen Hubschrauberlandeplatz, Wohngebäude und sogar über das Schwimm-Dock PD-66, das
rund 8500 Tonnen heben konnte.
An dieser Basis, die von 1977 bis 1991 betrieben wurde, konnten sowjetische Schiffe fernab
der Heimat repariert, versorgt und gewartet werden.
Und heute könnten diese Vorzüge statt für Moskau für Washington attraktiv werden.
Wie ich schon gesagt habe, ist Djibouti völlig überlastet und wird vom größten Konkurrenten
überwacht.
Der Sudan ist durch den Bürgerkrieg zerrissen, der Jemen stellt eine Bedrohung dar und Somalia
bleibt fragil, auch wenn Israel versucht, sich über Somaliland einen Fuß in die Tür
zu verschaffen.
Am Ende bleibt Eritrea übrig, ein unbequemer Akteur, aber eben auch einer der wenigen Küstenstaaten
mit einer starken staatlichen Kontrolle über eine absolut kritische maritime Position.
Diese Option hat allerdings ihren Preis und der ist weitaus höher, als es auf den ersten
Blick scheint.
Was genau führt Trump also um Schilde mit Eritrea und welche realen Risiken birgt dieser
Kurs?
Das neue Spielbrett des Roten Meeres Um zu verstehen, was Washington mit Eritrea
vorhat, muss man zunächst verstehen, dass die eritreische Regierung von den Vereinigten
Staaten seit Jahrzehnten als problematischer, isolierter und praktisch toxischer Staat
behandelt wird.
Im Jahr 2021 verhängte die beiden Regierungen Sanktionen gegen die eritreische Regierungspartei,
Hohe Funktionäre des Regimes und Teile des Militärs wegen ihrer Rolle im Äthiopienkrieg.
Konkret wurden sie beschuldigt, zahlreiche Morde, systematische Misshandlungen und massive
Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben.
Und das ist noch nicht alles.
Die Vereinigten Staaten kritisieren seit Jahrzehnten die repressive Bilanz des Regimes von Isayash
Aferki.
Tatsächlich nahm die Trump-Regierung Eritrea 2025 sogar in ihr Einreiseverbot für die Vereinigten
Staaten auf.
Außerdem hat das Außenministerium Eritrea wiederholt wegen religiöser Verfolgung als
Land von besonderer Besorgnis eingestuft, insbesondere mit Blick auf christliche Gruppen.
Doch jetzt scheint all das plötzlich in den Hintergrund zu rücken.
Die USA werden Sanktionen gegen Eritrea aufheben, da die Spannungen am Roten Meer Allianzen
verschieben.
So ein Dokument.
Die Geheimdiplomatie hinter den Kulissen läuft bereits seit Monaten auf Hochtouren.
Im September traf sich Mesut Bulos, Trumps Sondergesandter für Afrika am Rande der UN-Generalversammlung
in New York mit dem eritreischen Außenminister Osman Salih Mohamed.
Ende 2025 kam Bulos dann in Kairo zu einem privaten Treffen direkt mit dem eritreischen
Präsidenten Isayash Aferki zusammen.
Und im April diesen Jahres reiste Trumps Sondergesandter erneut nach Kairo, um sich mit dem ägyptischen
Präsidenten Al-Sisi zu treffen, um ihm mitzuteilen, dass die Aufhebung der Sanktionen unmittelbar
bevorstehe.
Drei Treffen, drei Länder und ein Plan, in dessen Zentrum Kairo steht.
Denn hier erscheint wahrscheinlich einer der wichtigsten und zugleich am wenigsten kommentierten
Akteure dieser ganzen Geschichte.
Es ist das Land, das als Vermittler zwischen Washington und Asmara auftritt.
Ägypten.
Und dieses Land hat selbstverständlich seine Gründe dafür.
Angriffe auf die Schifffahrt kosten Ägypten 10 Milliarden Dollar an Einnahmen aus dem
Suezkanal.
Al-Sisi, der Krieg im Iran und das Chaos im Roten Meer haben Ägypten in den letzten
Jahren Unmengen an Geld gekostet.
Und für ein Land mit so angespannten Staatsfinanzen wie Ägypten ist ein Verlust von 10 Milliarden
Dollar schlichtweg verheerend.
Entscheidend dafür, dass Ägypten sich in diesen Schlamassel hineingegeben hat, ist
aber nicht nur das.
Entscheidend ist vielmehr, was uns diese Nachricht sagt.
Schaut mal.
Der äthiopische Premierminister sagt, der Damm werde die ganze Region mit Strom versorgen.
Doch Ägypten fürchtet, er könnte die Wasserversorgung während Dürren einschränken.
Ganz genau.
Äthiopien hat im vergangenen Jahr die große äthiopische Renaissance-Talsperre eingeweiht
und darüber hinaus neue Wasserprojekte an diesem Fluss angekündigt.
Für Äthiopien sind diese Staudämme unerlässlich, um zu einer regionalen Energiemacht zu werden.
Für Ägypten hingegen stellen sie eine existenzielle Bedrohung dar.
Das Land ist bei seiner Wasserversorgung fast vollständig vom Nil abhängig und fürchtet
die Kontrolle über den Wasserfluss zu verlieren.
Kairo ist sich bewusst, dass dies Addis Ad-Deba einen gewaltigen Einfluss verschaffen würde.
Deshalb baut Ägypten seit Jahren eine regionale Strategie auf, um Äthiopien einzukreisen
und unter Druck zu setzen.
Und Überraschung, Eritrea ist Teil dieses Plans.
Genau das und nichts anderes ist das große Ziel Kairos.
Es geht darum, die historische Konfrontation zwischen Eritrea und Äthiopien zu nutzen,
um die Regierung von Abi-Amed zu schwächen.
Hinzu kommt, dass sie gerade zu besessen davon ist, einen Zugang zum Meer zu bekommen, was
in Eritrea automatisch als direkte Bedrohung verstanden wird.
Man muss bedenken, dass Äthiopien über 138 Millionen Einwohner hat, während Eritrea
gerade einmal auf 3 bis 4 Millionen kommt.
Das heißt, langfristig hat Addi Ad-Debas alles, um seinen früheren Weggefährten erneut
zu verschlingen.
Und genau so entsteht eines der großen Probleme für die Vereinigten Staaten.
Beim Versuch, die Hudi zu kontrollieren, könnten sie am Ende das Pulverfass für einen völlig
neuen Krieg in dieser Ecke Afrikas entzünden.
Wie dem auch sei.
Wenn eines feststeht, dann, dass die Sicherung der Passage durch das Rote Meer längst kein
Luxusmeer ist.
Und in diesem Kontext sammelt Eritrea gerade Eifrig-Punkte, obwohl das Land von einer der
schrecklichsten Regierungen überhaupt geführt wird.
Für das Weiße Haus sind das mittlerweile offenbar nur noch Nebensächlichkeiten.
Die Zeiten in Washington haben sich geändert und die Fragen lauten nun.
Glaubt ihr, dass die Vereinigten Staaten das Richtige tun, wenn sie sich Eritrea annähern?
Kann dieses Bündnis das Rote Meer stabilisieren oder wird es die Lage am Horn von Afrika nur
noch weiter verschlimmen?
Sehen wir hier einen genialen Schachzug Washingtons, um den Iran einzudämmen oder den Anfang einer
weiteren geopolitischen Katastrophe?
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Wie immer vielen Dank fürs Zuschauen, macht's gut und bis zum nächsten Mal.
