Klar & einfach - 🇩🇪 Versicherungen in Deutschland - Learn German Fast Podcast.

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[00:00:00]: Begrüßung
[00:01:26]: Geschichte der Versicherungen in Deutschland
[00:02:22]: Welche Versicherungen brauche ich?
[00:02:40]: Krankenversicherung
[00:03:42]: Haftpflichtversicherung
[00:07:16]: Hausratversicherung
[00:08:23]: Glasversicherung
[00:10:14]: Unfallversicherung
[00:11:47]: Berufsunfähigkeitsversicherung
[00:14:40]: Versicherer: privat vs. gesetzlich
[00:16:37]: Worauf achten bei Beratern?
[00:20:50]: Abschluss
Videozusammenfassung
KI-generiert**Zusammenfassung der Podcast‑Folge (Deutsch)**
Hallo Leute, herzlich willkommen in einer neuen Podcast-Folge.
Ich habe heute einen unerwarteten Gast da,
meinen Schwiegervater slash Vermögensberater.
Danke, dass du da bist.
Gerne, danke für die Einladung.
Kannst du dich kurz vorstellen?
Ja, mein Name ist Rolf Redmeier, ich bin 66 Jahre jung,
verheiratet, habe zwei Kinder, ein und zwei Schwiegerkinder,
wo ich ja nur geradezu Gast bin
und mache diesen Beruf als Vermögensberater seit jetzt 39 Jahren.
Sehr cool.
Wir haben euch das schon vor sehr vielen Monaten versprochen,
über das Thema Versicherungen zu sprechen.
Und heute ist es soweit.
Ich habe einen Experten dabei,
also ich hoffe, dass wir das Thema noch ein bisschen aufklären können.
Gerne.
Gut, dann starten wir direkt.
Meine erste Frage ist ein bisschen allgemein.
Was unterscheidet Deutschland im Bereich Versicherungen von anderen Ländern?
Was würdest du sagen?
Im Grundsatz ist es eigentlich so,
dass es sehr viele Versicherungen in Deutschland gibt,
also auch sehr viele Absicherungsmöglichkeiten in Deutschland gibt,
die alle allerdings reguliert sind.
Also jedenfalls, wenn man den normalen Markt nimmt.
Die angelsächsischen Länder, also zum Beispiel England oder USA oder Australien,
die haben ein anderes System, auch für die Beratung ein anderes System.
Und das unterscheidet hauptsächlich die anderen Länder.
Aber was würdest du sagen, wo kommt das in Deutschland her,
dass es hier so viele verschiedene Versicherungen gibt?
Und wann fing das eigentlich an?
Erst nach dem Krieg oder schon vor dem Krieg?
Also ist das so kulturell bedingt?
Das ist kulturell bedingt.
Also angefangen hat das, glaube ich, schon in den 1800, Mitte 1800er Jahre.
Wurde ja die erste deutsche Rentenversicherung gegründet von Bismarck
und dann auch die Arbeitslosenversicherung.
Und darauf aufbauen kam, glaube ich, so dieser Bereich zustande.
Versicherungen gibt es schon ganz, ganz viel länger.
Weil Waren, Termine, Versicherungen.
Wenn man Waren verschickt hat über die Welt, das gab es ja schon ganz lange,
dann konnte man das absichern bei Händlern.
Also z.B. haben ganz viele Juden gemacht.
Das waren früher die Geldhändler oder halt auch die,
die Kreditgeschäfte gemacht haben.
Und daher war das schon im Mittelalter schon teilweise.
Spannend.
Okay, das wusste ich z.B. nicht.
Okay, dann gehen wir direkt zum Thema Versicherungen in Deutschland aktuell.
Welche Versicherungen braucht man im ersten Jahr, wenn man nach Deutschland zieht?
Also vielleicht hast du zwei, drei, auf die man unbedingt achten muss,
wenn man hier neu ist.
Wenn man neu ist, gibt es eigentlich eine einzige, die ganz, ganz wichtig ist.
Das ist die private Haftlichversicherung.
Aha, ich dachte die kranke Versicherung.
Die Krankenversicherung natürlich auch.
Aber die ist in der Regel, wenn man sich hier meldet als Zuziehender,
wird man ja erstmal in die gesetzliche Krankenversicherung eingestuft.
Das heißt, man wird automatisch eigentlich aufgenommen, wenn man sich meldet.
Also man muss sich dann bei der Krankenkasse auch anmelden.
Aber halt, das läuft normalerweise halt über die Ämter auch mit.
Okay, aber trotzdem, das ist schon der erste Schritt,
dass man sich bei einer Krankenversicherung selber meldet
und sagt, dass man aufgenommen werden möchte.
Oder muss.
Muss.
Aufgenommen werden muss.
Und kann man sich die Krankenversicherung auch selbst aussuchen, die gesetzliche?
Im Normalfall ja.
Also wenn man jetzt halt in dem Bereich, wenn das über das Amt läuft,
dann sind das in der Regel die AOKs, das heißt die allgemeinen Ortskrankenkassen,
die das abdecken.
Und von da aus, wenn man da drin ist, kann man sich dann nach 18 Monaten,
das ist die Mindestlaufzeit, wo man drin sein muss,
kann man dann die Krankenkasse sich selber aussuchen.
Es gibt, ich weiß nicht, 4, 30, 40 gesetzliche Krankenkassen,
wo man sich das aussuchen kann.
Okay, gut, aber das ist die Pflicht.
Und die anderen Versicherungen, die keine Pflicht sind,
aber unbedingt notwendig sind, oder aus deiner Sicht notwendig sind.
Aus meiner Sicht notwendig sind, ist halt, was ich schon eben gesagt hatte,
die private Haftpflichtversicherung.
Sie deckt Schäden ab, die ich anderen zufüge.
Also nicht absichtlich zufüge, das ist natürlich immer ausgeschlossen.
Aber wenn ich, als Beispiel mal, ich gehe völlig gedankenverloren über die Straße,
gucke nicht richtig, ob da jemand kommt,
man muss immer eine Vollbremsung machen, um dich nicht überzufahren,
und da fährt einer hinten drauf,
dann ist das zum Beispiel über die private Haftpflichtversicherung abgedeckt,
die Schäden, die dadurch entstanden sind.
Leute, wir werden das ganze Gespräch für euch skripten und zusammenfassen.
Also alle Versicherungen, alles, was wir erklären, werden wir für euch auflisten.
Also wenn dieses Thema für dich wirklich aktuell ist,
dann ladet ihr das Skript komplett kostenlos herunter.
Klicke auf den Link unter diesem Video oder in den Shownotes,
falls du diese Folge auf einer der Podcast-Plattformen hörst.
Dann gehen wir weiter.
Die Haftpflichtversicherung ist ein Muss aus deiner Sicht.
Und was würdest du sagen, wie oft benutzt man diese Versicherung wirklich?
Ja, wenn man Kinder hat, tritt sie heilig häufiger mal auf.
Okay, also diese Versicherung ist quasi für die ganze Familie dann?
Oder wie funktioniert das?
Ja, also man kann diese Versicherung in drei Stufen abschließen.
In der Regel als Single, wenn man keine Familie hat.
Als Paar ohne Kinder, als Paar mit Kindern.
Sondern sind alle Kinder immer gleich mit versichert.
Egal, wie viele Kinder das sind.
Und Kinder machen gerne mal etwas, was vielleicht zu einer Situation führt,
wo man bezahlen muss.
Und also jemandem schaden zu viel.
Irgendwas kaputt machen.
Und dann wäre das bei Kindern über sieben Jahren versichert.
Kinder unter sieben Jahren sind in der Regel nicht schuldfähig.
Und da muss schon eine Aufsichtspflichtverletzung der Eltern vorliegen,
dass die Kinder dann in Regress genommen werden können.
Ehrlich gesagt die Eltern, natürlich nicht die Kinder.
Wie teuer ist so eine Versicherung? Einfach so um den Drehungen?
Also wenn man sie Standalone abschließt.
So Single?
Standalone meine ich als Einzelvertrag.
Nur den einen Vertrag.
Dann liegt man so bei zehn Euro im Monat.
Zehn Euro im Monat? Okay, das kann man noch vertragen.
Das ist überschaubar.
Überschaubar, genau.
Und vor allem dann ist man abgesichert.
Für die wichtigsten Dinge erstmal ist man abgesichert, wenn man jemandem schaden zu viel.
Ist es nicht auch so, dass man diese Versicherung ganz häufig vorweisen muss,
wenn man in eine Wohnung einzieht?
Ja, privater Pflichtversicherung deckt zum Beispiel auch innerhalb der Wohnung einen Schaden ab.
Wenn zum Beispiel in die Waschmaschine der Schlauch platzt.
Das Wasser läuft aus.
Ich bin nicht in der Wohnung, weil ich jetzt arbeiten bin als Beispiel.
Dann ist es so, dass die Schäden, die dadurch entstehen am Gebäude,
also dass getrocknet werden muss, dass der Raum getrocknet werden muss
und zum Beispiel in der Wohnung unter mir gemalt werden muss neu,
weil da Wasserflecken sind und auch getrocknet werden muss.
Das übernimmt dann die privater Pflichtversicherung von mir.
Und deswegen verlangen das sehr, sehr viele Vermieter.
Ja, sinnvoll.
Welche Versicherungen sind optional
und welche sind unnötig aus deiner Perspektive?
Unnötig, ja oder nein, kann man so gar nicht sagen.
Das kommt immer auf euch an, was ihr als sinnvoll erachtet.
Es gibt Dinge, die meiner Meinung nach auch noch wichtig sind.
Das wäre dann die Hausratversicherung.
Wenn ich mir schon etwas angeschafft habe
und es passiert dieser Fall mit der Waschmaschine
und meine Möbel quellen auf durch das Wasser,
dann ist das über die Hausratversicherung abgesichert.
Okay, also für die Wohnung haben wir dann die Haftpflichtversicherung
und die Hausratversicherung.
Das heißt, wenn meine Dinge in der Wohnung kaputt gehen,
dann wird diese Versicherung das auch bezahlen.
Genau.
Okay, das war mir zum Beispiel auch nicht klar.
Ich dachte, dass das alles über die Haftpflichtversicherung läuft.
Nein, meine eigenen Sachen, die selber von einem Schaden betroffen sind,
sind dann über den Hausrat versichert.
Das ist vielleicht ganz einfach zu erklären.
Wenn ihr euch vorstellt, ihr habt ein Haus
und ihr dreht das Dach mal weg und dreht das Haus um
und alles, was rausfällt, ist Hausrat.
Alles, was drinnen bleibt, z.B. fest verbunden ist wie die Küche,
ist Wohngebäudeversicherung.
Das ist also anders als die Hausrat.
Das sind so Unterschiede, ganz einfach erklärt.
Es gibt natürlich ganz viele andere Unterschiede noch,
aber das wäre einfach erklärt.
Okay, Hausrat sollte man eigentlich auch haben.
Dann käme da noch die Glasversicherung dazu.
Die Glasversicherung betrefft eigentlich auch mehr,
so wie heutzutage fast jeder von euch hat ein Smartphone
und das Smartphone hat ein Display.
Jeder kennt den Spider auf dem Smartphone,
dass das Glas kaputtgegangen ist.
Da geht man zur Laboratur in einen großen Markt
und dort kann man das reparieren lassen
und reicht das über seine Glasversicherung ein.
Wow, also wenn mein Handy kaputt geht,
Das Glas.
Das Glas, also das Display.
Wenn das kaputt geht, kann ich das in die Versicherung einreichen?
Genau.
Also muss man gucken, ob die Versicherung,
die man abschließt, das auch hat.
Also ich gehe mal davon aus,
dass das mit den Partnern, mit denen ich zusammenarbeite,
die haben das.
Leute, das ist ein cooler Trick.
Also merkt euch das.
Wenn ihr eine Hausratversicherung habt und euer Handy,
also das Display.
Glasversicherung.
Aber ist Glasversicherung ein Teil von Hausrat?
Nein.
Oh je, also wir haben Haftpflicht, Hausrat, Glasversicherung.
Und würdest du sagen,
dass die meisten Menschen keine Glasversicherung haben
oder deine Kunden haben meistens eine Glasversicherung
oder sagst du, okay, das ist jetzt nicht so wichtig?
Nein, das nehmen wir schon eigentlich immer mit rein,
um halt solche Sachen mit abzudecken.
Also das wäre das Smartphone-Display.
Das wäre zum Beispiel auch eine Glasscheibe von einem Fenster.
Und mit dem PC, wie ist das da?
Nein.
Ah, okay, nur Display von einem Handy.
Nur Handy, auch kein Tablet.
Aber warum?
Also weißt du, wo das herkommt?
Weil das meiste ist halt das Smartphone, wo es kaputt geht.
Ah, okay.
Also das ist quasi auch ein Verkaufsargument für die Versicherung.
Natürlich, weil so ein Smartphone-Display
kostet ja auch mal schnell 250, 300 Euro.
Ja, ja.
Und so eine Glasversicherung kostet im Jahr 60 Euro.
Gut, also noch mal,
wir hatten Krankenversicherung, Haftpflichtversicherung,
Rathausratversicherung, Glasversicherung.
Hast du noch etwas?
Unfallversicherung.
Unfallversicherung, okay.
Ich sage mal den deutschen Text dazu.
Wenn ein von außen eindringendes Ereignis auf dich einwirkt,
dass du einen Unfall hast,
also zum Beispiel hinfällst bei Glätte jetzt,
wie es jetzt gerade ist draußen.
Wenn du dann einen bleibenden Schaden hast,
wird der in eine sogenannte Invalidität umgewandelt.
Also es gibt so prozentuale Sätze,
zum Beispiel ein nicht mehr zu benutzendes Bein
hat so und so viele Prozente,
ein Arm so und so viele Prozente, Finger.
Ist alles geregelt danach.
Also, okay, Moment.
Du bist umgefallen, dann hast du einen gesundheitlichen Schaden.
Genau, so einen dauerhaften gesundheitlichen Schaden.
Dann wäre das über diese Unfallversicherung,
dann bekommst du einen einmaligen Geldbetrag.
Auf der einen Seite kannst du das machen,
um halt zum Beispiel Umbaumaßnahmen,
wenn du einen Rollstuhl brauchst, in der Wohnung zu finanzieren.
Ah, okay.
Dann kannst du dort auch noch eine Rente mitversichern.
Also ab 50 Prozent Invalidität
würdest du dann die vereinbarte Rente monatlich bekommen.
Okay.
Also diese Rente vereinbart man dann beim Abschließen des Vertrags.
Ja.
Okay.
Und davon hängt dann auch die Höhe der Kosten,
die man für diese Rente versichert.
Natürlich.
Umso mehr man versichert, umso teurer wird es.
Ja.
Und diese Versicherung findest du auch als sinnvoll?
Ja, vor allen Dingen für Personen,
die gesundheitlich eingeschränkt sind,
weil es dort keine Gesundheitsprüfung gibt.
Aha.
So, wenn man zum Beispiel die nächste Versicherung,
die wichtig dann wäre, wenn man hier auch arbeitet in Deutschland,
wäre die Berufsunfähigkeitsversicherung.
Berufsunfähigkeitsversicherung.
Also der Name sagt schon wahrscheinlich viel aus,
darüber, was die Versicherung macht.
Also wenn du nicht mehr arbeiten kannst,
dann bist du versichert und bekommst trotzdem Geld.
Richtig?
Also wenn du über 50 Prozent Invalidität,
also berufsunfähig bist,
das wird festgestellt von Medizinern,
dann bekommst du die vereinbarte Rente.
Und zwar so lange, wie der Vertrag läuft.
Also ob du ihn mit 60, 65, 67, 70 abgeschlossen hast,
so lange würdest du diese Rente bekommen.
Auch wenn du erst 35 bist oder 30 bist
und hast dann diese Einschränkungen vom Beruf her,
würdest du das bekommen, solange wie der Vertrag läuft,
solange du berufsunfähig bist.
Sollte durch Rehabilitationsmaßnahmen
und Ähnliches diese Berufsunfähigkeit wieder aufgehoben werden,
dass du deinen Beruf wieder ausüben kannst,
dann ist es so, dass du das Geld natürlich nicht mehr bekommst.
Was ist der Unterschied zwischen Unfallversicherung
und Berufsunfähigkeitsversicherung?
Unfallversicherung sagt das Wort schon.
Du musst einen Unfall haben.
Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung
kann der Leistungsfall auch durch Krankheit eintreten,
zum Beispiel durch Burnout.
Aber ist es nicht so,
dann reicht mir vielleicht die Berufsunfähigkeit.
Wenn ich die habe,
dann brauche ich vielleicht die Unfallversicherung nicht.
Nein, ja, ist richtig.
Dann brauchst du innerhalb der Unfallversicherung
nicht den Baustein der Rente.
Was ich gesagt habe,
du bekommst eine monatliche Rente
ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit.
Den brauchst du dann nicht,
wenn du eine Berufsunfähigkeit hast.
Diese Einmalzahlung ist vielleicht sinnvoll,
solltest du einen Rollstuhl haben,
um dann Umbaumaßnahmen in der Wohnung machen zu können,
dass du die Türen verbreitest,
damit du mit dem Rollstuhl da durchkommst,
das Auto umbaust,
dass du trotzdem Auto fahren kannst.
Das sind alles Sachen,
die die Einmalzahlung abdecken kannst,
die du in der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht bekommst.
Da bekommst du ja nur die Rente.
Aha, oder Gehalt quasi.
Nee, Rente.
Also auch wenn du mit 35 berufsunfähig bist,
dann heißt das Rente?
Ja.
Ah, okay.
Was wird oft ignoriert und hat dann später Folgen?
Gibt es so irgendwelche?
Die Berufsunfähigkeitsversicherung
ist völlig unterschätzt.
Bei ganz vielen Leuten brauche ich nicht,
gerade bei Jüngeren leider Gottes.
Und ist sie teuer?
Deshalb wollen die Leute sie nicht haben?
Meistens kommt es auf den Beruf an.
Ein handwerklicher Beruf ist sehr, sehr viel teurer
wie ein Beruf, der im Büro stattfindet.
Natürlich, weil Handwerker häufiger Unfälle haben.
Genau, und halt Invaliditäten haben dadurch auch,
dass sie diesen Beruf nicht mehr ausüben können.
Und deswegen wird das meistens nicht gemacht.
Und wenn man das nicht machen möchte,
weil man sich das vielleicht auch nicht leisten kann,
das ist noch eine andere Sache,
da sollte man wenigstens die Unfallversicherung
mit dem Baustein Rente machen.
Sind die Versicherungen privat?
Also ist das eine private Firma, die das betreibt?
Oder wird das staatlich betrieben?
Nein, das sind meistens fast alles Aktiengesellschaften
oder Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit nennt sich das,
die so etwas machen.
Ah, okay.
Also ich wiederhole mal kurz, um das zusammenzufassen.
Und wenn du noch was ergänzen möchtest,
können wir dann auch noch sprechen.
Wir hatten die Krankenversicherung, Hauptpflichtversicherung,
Hausrat, Glasversicherung, Unfallversicherung
und Berufsunfähigkeit.
Und das sind so die Sachen, die du empfehlen würdest.
Gibt es noch etwas vielleicht, was du ergänzen willst?
Ja, es gibt ja gesetzliche Absicherungen auch noch dabei.
Die muss man natürlich berücksichtigen,
wenn sie denn tatsächlich eintreten.
Weil dann die Höhe der privaten Absicherung
natürlich nicht so hoch sein muss.
Es gibt ja auch im gesetzlich abgesicherten Bereich eine,
das nennt sich ja nicht Berufsunfähigkeitsversicherung,
sondern Erwerbsminderungsabsicherung.
Da wird nur festgestellt, wie lange kannst du am Tag noch arbeiten.
0 bis 3 Stunden, 3 bis 6 Stunden oder über 6 Stunden.
Und danach gibt es Geld vom Staat.
Und das ist zwar nicht gerade sehr viel, was dann kommt,
aber es ist eine Grundabsicherung.
Dafür ist es ja da.
Und darauf aufbauen kann man dann die private machen.
Aber diese Absicherung gibt es erst,
wenn du mindestens 5 Jahre
in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hast.
Okay, also du musst mindestens 5 Jahre in Deutschland leben
und arbeiten und in die Rentenversicherung zahlen.
Ich bin ja schon seit sehr vielen Jahren in Deutschland
und auch für mich klingt das ziemlich komplex.
Ja.
Also wenn man sich alleine damit auseinandersetzen möchte,
dann dauert das entweder sehr viele Stunden
oder man wird oft verwirrt und sagt,
ach egal, mache ich gar nicht.
Es gibt ja aber sehr viele Berater auch so auf dem Markt,
die man vielleicht kontaktieren könnte.
Kannst du meiner Community ein paar Tipps geben,
worauf man bei den Beratern achten soll?
Das ist dann halt auch vielleicht die Sache, wo sie sagen,
ich habe Angst, dass mir was Falsches verkauft wird.
Also erstmal sollte er eine vernünftige Ausbildung haben.
Er sollte einem Berufsverband angehören,
weil dadurch auch sichergestellt ist,
dass er gewisse Versicherungen abgeschlossen hat für Falschberatung.
Dass er, wenn er unwissentlich falsch beraten hat,
dass er dann auch den entstandenen Schaden bezahlen kann überhaupt.
Weil als Berater ist man, wenn man freiarbeitet,
also als Handelsvertreter nennt sich das in Deutschland,
ist man dann mit seinem gesamten Privatvermögen haftbar.
Das sind so Sachen, die man theoretisch prüfen könnte.
Okay, hat er eine Ausbildung? Gehört er einem Berufsverband?
Auf der menschlichen Ebene gibt es so Warnsignale,
die man vielleicht bei den Beratern oft erkennt.
Und wo du sagen würdest,
mit dem würde ich vielleicht lieber nicht sprechen.
Wenn man zum Beispiel mit einem Berater eine Beratung macht
und dieser Berater sagt, das musst du unbedingt jetzt abschließen,
damit du jetzt dann abgesichert bist.
Und wenn das nicht passiert, dann bist du morgen schon tot.
Oder bist pleite, weil du den Schaden nicht bezahlen kannst.
Also wenn er drängelt.
Wenn er drängelt, ist es ein Warnsignal.
Ein seriöser Berater macht das nicht.
Der sagt, stell dir etwas vor.
Sagt, das würde ich an deiner Stelle so machen.
Und überlegst dir und melde dich.
Okay, ist es auch typisch,
dass die Berater dir mehrere Optionen geben?
Oder ist es meistens nur eine Option?
Weißt du, dass man das daraus auswählen kann und sagen,
ein guter Berater gibt dir meistens 2, 3 Optionen,
aus denen du auswählen kannst?
Nee, ein guter Berater fragt vorher, was du möchtest.
Aha, okay.
Und macht dann so, dass er daraus eine Empfehlung gibt.
Und zwar eigentlich in der Regel eine Empfehlung.
Weil er sich ja vorher Gedanken gemacht hat darüber,
was er dir empfehlen möchte.
Und zwar er selber macht für sich,
die und die Option hätte ich für diesen Mandanten.
Und die Option passt aber am besten zu ihm aus den Gesprächen
oder aus dem Gespräch, das ich vorher geführt habe.
Ah, okay.
Also es gibt normalerweise ein kostenloses Beratungsgespräch.
Und der Berater soll fragen, was du möchtest.
Und dann vielleicht auch deine Lebenssituation ein bisschen verstehen.
Und dann gibt es eine Empfehlung.
Und er soll nicht drängeln.
Genau.
Also in der Regel sind das auch mehrere Termine.
Aha.
Also im ersten Termin macht man eigentlich als vernünftiger
oder seriöser Berater eine Datenaufnahme.
Das heißt, was hat derjenige?
Was möchte derjenige?
Wie viel Geld hat er zur Verfügung?
Was hat er bisher an Ausgabensituationen?
Was hat er gegebenenfalls schon an Absicherungen?
Es kommt ja darauf an, ob er neu nach Deutschland kommt
oder ob er schon ein paar Jahre hier in Deutschland lebt.
Und dann sagt man, okay, heute ist jetzt Schluss.
Habe ich auch genug erzählt?
In der Regel erzählt man dann als Berater ja auch viel.
Was ist wichtig? Worauf sollte man achten?
Und solche Dinge alles.
Und dann lässt man den Mandanten erstmal das in Ruhe sacken
und zieht sich zurück und arbeitet die Beratung aus.
Das war ein guter Spruch.
Etwas sacken lassen.
Das ist ein bisschen umgangssprachlich,
aber es ist ein toller Spruch.
Also etwas ruhen lassen.
Ich lasse das sacken.
Ich gebe dem Zeit.
Ich lasse den Mandanten überlegen, nochmal drüber nachdenken.
Ich lasse die Information sacken.
Genau.
Und das ist ein Punkt, der ganz wichtig ist.
Und in der Regel kommt dann der zweite Termin,
da wird die Beratung gemacht.
Es kann natürlich sein, dass der Mandant so begeistert ist,
dass er das an dem Abend auch noch gleich abschließen möchte.
Das ist okay.
Das ist auch nicht verkehrt, wenn dieser Wunsch nicht von mir kommt.
Wenn der Mandant sagt, ich möchte das jetzt machen
oder ich frage ihn natürlich,
möchtest du es jetzt machen oder möchtest du nochmal drüber nachdenken?
Wenn er sagt, ich möchte darüber nachdenken,
dann lässt man ihn in Ruhe und sagt, okay, pass auf,
wir machen jetzt Cut und in zwei, drei Tagen meldest du dich bei mir.
Ja.
Das ist okay.
Man kann aber auch gleich sagen, nee, pass auf, das gefällt mir.
Dann macht man sofort die Verträge und dann ist gut.
Ja.
Das sind die beiden Möglichkeiten, die man hat.
Ich würde sagen,
wir haben sehr intensiv über das Thema Versicherung gesprochen.
Dankeschön, Papa, für dein Wissen,
dass du bereit warst, vor der Kamera zu sprechen.
Und Leute, ich habe eigentlich noch viel mehr geplant
und zwar über das Thema Vermögensaufbau zu sprechen.
Also bitte schreibt in die Kommentare,
ob ihr den zweiten Teil von diesem Podcast hören wollt.
Und dann sprechen wir nochmal über den Vermögensaufbau.
Ansonsten like dieses Video,
schreibt ganz viele Kommentare.
War die Folge hilfreich?
Was war neu für euch?
Ja, also gebt uns ganz viel Unterstützung.
Und wir sehen uns nächste Woche in einem neuen Video.
Danke, Papa.
Bitte, tschüss.
Ciao.
