Ceramics 5: Which technique can I use to build almost anything? The coil technique.

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2 Videoaufrufe·18.08.2026
Workshops in my own studio: www.hilofuchs.com • Instagram: hilofuchs_com
Coil technique: With this technique, you can build small bowls, animals, and even large sculptures. Basically, anything. This coiling technique is fundamental knowledge for everyone from toddlers to adults. It's suitable for beginners to professionals. I'll dem …
KI-generiert·Kann Fehler enthalten
Videozusammenfassung
KI-generiertArtist Hilo provides a comprehensive tutorial on the \"coil technique\" (Wulsttechnik) for creating ceramic figures and vessels. She explains the process from preparing the clay and creating a base plate to building height through layered coils, emphasizing the importance of moisture control and proper blending to ensure structural integrity.
Hallo, ich bin die Hilo, ich bin Künstlerin, ich mache seit über 20 Jahren Figuren, meist aus Keramik.
In meinem Atelier gebe ich Workshops. Für meine Teilnehmer habe ich kurze Tutorials vorbereitet
und die zeige ich gern allen, die sich dafür interessieren. Viel Spaß!
Mit dem Draht schneide ich mir ein größeres Stück ab, portioniere es in längere Teile
und schlage es dann sehr grob schon mal in Form.
Diese langen Kanten rollen wir dann zu langen Wulsten oder Würsten.
Eine Faustregel beim Tonkneten ist, dass wir mit dem Daumenballen von innen nach außen rollen.
Warum? Um die Luft sollte eine im Ton drin sein, rauszukneten.
In dem Fall ist es aber nicht ganz so wichtig, es ist neuer Ton und da hat sich keine Luft eingeschlichen.
Wir rollen uns ganz einfach von innen nach außen gleichmäßig dicke Wülste.
Ich mache mal ein paar wenige auf Vorrat.
Nebenbei gesagt, aber sehr wichtig ist, dass ihr den Ton immer feucht haltet und die Plastik verschließt.
Meinen Vorrat an Wulsten halte ich auch feucht. Entweder wickele ich sie in ein sehr feuchtes Baumwolltuch
oder ich umhülle sie locker in Plastik.
Ein kleiner Spritzer mit dem Wassersprayer in die Plastik reicht.
Bitte nicht den Fehler machen und im Wasser tränken. Feucht halten reicht allemal.
Ich zeige die Wulstechnik am Beispiel eines Minizylinders.
Für die Bodenplatte schlage ich mir einen Ton auf mein Arbeitsbrett und drücke ihn mir entweder mit den Händen zurecht
oder rolle ihn mit dem Roller.
Wenn ich anfänglich schon sehr anspruchsvoll auf die Form achte, könnte ich die Platte mit einer Karte abziehen
oder mit der geraden Kante meines Modellierwerkzeugs zu einer Fläche glätten.
Dann definieren wir die Bodenplatte, zum Beispiel geht es mit einer Töpfernadel.
Die Hand lassen wir fest am Brett und mit der anderen drehen wir das Brett und ritzen sanft den Kreis ein.
Dann schneiden wir die Form einfach aus.
Noch einfacher geht es, wenn wir zum Beispiel einen Deckel auflegen und eine Platte ausschneiden.
Nur bei großen Gefäßen raue ich die Bodenplatte leicht an, um sie zu schlickern.
Ich erwähne es trotzdem der Vollständigkeit halber, denn mit der Wulstechnik kann man ja alles bauen.
Kleine Gefäße, große Gefäße.
Ich habe fast alle meine Figuren mit der Wulstechnik gebaut.
Ich greife mir den ersten Wulst, schneide ihn entweder gerade oder schräg an und setze ihn auf die Platte.
Das Ende vom Wulst schneide ich auch durch und presse die beiden Teile fest aneinander und verstreiche sie gut miteinander.
Mit dem Daumen streiche ich von der Mitte meines Wulstes aus, schräg nach unten.
Das gleiche mache ich auch innen.
An die Innenseite kommt man manchmal mit den Fingern nicht gut hin.
Helfen tut hierbei ein Modellierholz, das eine leichte Wölbung hat und den Ton sehr gut eindrückt.
Ich greife zu meinem zweiten Wulst, schneide ein Ende zu einer klappen Fläche,
lege den Wulst auf, schneide das andere Ende ab und verbinde sie, indem ich sie gut miteinander verstreiche.
Dann streichen wir den Wulst wieder 45 Grad, also leicht schräg, nach unten.
Das gleiche machen wir auch von unten nach oben.
Und auch die Innenseite verstreichen wir gut, entweder mit dem Daumen oder mit einem Hilfswerkzeug.
Wir bringen unsere zwei Reihen Wulst besser in Form und nehmen uns ein Werkzeug zu Hilfe.
Mit der geraden Kante können wir schön der Zylinderform nachgehen und sie klarer definieren.
Nach diesem Prinzip kann ich auf meinen Zylinder Reihe für Reihe aufbauen.
Angenommen ihr werdet am ersten Tag nicht fertig, müsst ihr den Ton gut in Plastik einwickeln, damit er feucht bleibt.
Achtet darauf, dass die Plastik kein Loch hat und macht nicht den Fehler, wie so häufig ganze Schulklassen, den Ton geradezu einzuwässern.
Zwei, drei Spritzer mit dem Wassersprecher reichen völlig und dann relativ dicht abpacken.
Am nächsten Tag packen wir den Zylinder aus.
Bei größeren Objekten würde ich jetzt die Fläche anrauen und schlickern, bevor ich den Wulst auftrage,
aber für so ein kleines Stück ist das nicht notwendig.
Am einfachsten und häufigsten legt man den Wulst übrigens einfach als Spirale auf.
Die Spirale aufzulegen kann den Nachteil haben, dass die Form leicht ausleiert und wir mehr nacharbeiten müssen.
Der Vorteil ist, es geht um einiges schneller.
Bitte beim Auflegen gleich in der richtigen Form auflegen und leicht andrücken.
Zusammengefasst ist das Wesen der Wulstechnik, den Ton mit dem Daumen von der Mitte aus schräg nach unten und von unten schräg nach oben streichen und somit verbinden.
Spiralenartig gehen wir bis zur letzten hoch und verbinden die Wulste auch wieder innen.
Zuletzt wird die Form noch zu einer Fläche mit der geraden Kante unseres Werkzeugs zusammengezogen und nach Belieben geglättet, verziert etc.
