Die USA und China sind Vorreiter bei KI-Anwendungen. Das schafft ein Abhängigkeits- aber auch Sicherheitsrisiko gerade bei der Nutzung von chinesischen KI-Modellen.
Daher fragte Epoch Times den Digitalminister Karsten Wildberger und Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) wie Deutschland den Spagat schaffen will deutschen Forschungseinrichtungen, dem universitären Bereich, aber auch der Wirtschaft die Nutzung von KI zu ermöglichen, aber gleichzeitig nicht Abhängigkeiten und Sicherheitsrisiken zu vergrößern. ________________________________________________________________
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Germany is discussing how to remain competitive in AI development despite lagging behind the US and China in general-purpose AI. Ministers Carsten Wildberger and Dorothee Bär emphasize focusing on cybersecurity, specialized models, dual-use research, and attracting global talent to ensure sovereignty and security.
Wie kann Deutschland in der KI-Entwicklung aufholen?
Das war mit Thema der Klausurtagung im Schloss Neuhardenberg.
Dazu hatte man Eigenswirtschaftsvertreter geladen,
die jedoch deutlich gemacht hätten,
dass man im Bereich der Allzweck-KI bereits uneinholbar
den Anschluss zu den USA und China verloren hat.
Damit stellt sich ein Abhängigkeits- und ein Sicherheitsrisiko.
Wir fragten daher den Digitalminister Carsten Wildberger
und die Forschungsministerin Dorothee Bär,
wie man zukünftig den Risiken begegnen möchte
und verhindern will, dass man den Anschluss verliert.
Erst mal zum Thema Sicherheit ist das ein großes Thema.
Wir haben es bei der Diskussion um Mythos erlebt,
wenn die mächtigsten Modelle erst mal nicht verfügbar sind.
Da ist es trotzdem wichtig, auf Partnerschaften zu setzen.
Ich möchte aber betonen, im Bereich der Cybersicherheit
ist Deutschland im Forschungsbereich auch führend.
Wir haben uns in kürzester Zeit verständigt,
dass wir jetzt sehr zeitnah mit unserem KI-Sicherheitsinstitut starten werden.
Das wird auch ganz wichtige Impulse setzen.
Und ich möchte auch, dass unsere technischen Fähigkeiten,
das ist am Ende auch oft eine Frage der Skalierung,
das darf man natürlich nicht unterschätzen,
am Ende kommt es auf Rechenkapazität an
und Größe und sozusagen Megawatt, Gigawatt.
Aber wir haben auch Konsortien in Deutschland,
die hochinnovative Modelle gebaut haben.
Nehmen wir nur Sophie S. aus der Kooperation zwischen DFKI,
Fraunhofer und verschiedenen universitären Einrichtungen,
inklusive Startups, die in kürzester Zeit
auf deutscher Recheninfrastruktur sehr leistungsfähige Modelle gebaut haben,
für die Größe, Klasse, extrem leistungsfähig, auch sehr effizient.
Was das heißt, ist, wir haben viele Beispiele.
Und jenseits der Sprachmodelle sind in Deutschland
auch führende Unternehmen im Bereich der Visionsmodelle aktiv.
Das heißt, es ist ja nicht so, dass wir nichts anzubieten haben.
Also ich bin da trotzdem positiver,
weiß allerdings, wie schnell die Entwicklung läuft.
Und deshalb gilt es jetzt, das, was wir begonnen haben,
beschleunigt umzusetzen.
Also gerade im Bereich der Forschung
und im Bereich der Zusammenarbeit in der Wissenschaft,
in den außeruniversitären Wissenschaftseinrichtungen,
aber natürlich auch an den Universitäten,
würde ich schon sagen, dass die Zeit der Naivität komplett vorbei ist.
Wir wissen ganz genau, dass wir eben auch uns nicht mehr davor drücken können,
auch im Bereich der Wissenschaft viel stärker auf Dual Use zu setzen.
Das heißt, auch diese enge Verzahnung,
die auch mein Haus hat mit dem BMVg gemeinsam.
Und an der Stelle auch vielen Dank an Boris Pistorius
für die enge Zusammenarbeit.
Ist tatsächlich so, dass man oft den zivilen und den militärischen Teil
gar nicht voneinander trennen kann.
Und deswegen haben wir auch schon bei der Neuaufstellung
der Bundesregierung darauf reagiert.
Deswegen ist zum Beispiel meine Raumfahrtabteilung
gegliedert in zwei Unterabteilungen.
Einmal Raumfahrt, einmal Sicherheit.
Und das ganze Thema Sicherheit auch an den Universitäten,
auch Sicherheit, was so Themen wie Spionage und Ähnliches betrifft,
da sind wir in ganz enger Abstimmung auch mit dem Auswärtigen Amt,
weil wir uns natürlich auch in der Wissenschaft
ganz neuen geopolitischen Herausforderungen gegenüberstehen.
Das Zweite ist, dass wir uns wesentlich stärker nochmal
auch als Bundesregierung jetzt darauf besinnen,
auch die besten Kräfte, auch aus den Bereichen,
die Sie angesprochen haben, wieder zurückzubekommen nach Deutschland.
Wir haben ja auch letztes Jahr als Bundesregierung
gleich das 1000 Köpfe Plus-Programm aufgesetzt
oder auf Englisch die Global Minds Initiative.
Da war gerade die große Gain-Konferenz in der Bay Area
und da war auch ganz deutlich zu spüren,
wie viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler,
auch gerade aufgrund der Wissenschaftsfreiheit,
die wir im Grundgesetz garantiert haben,
auch wieder nach Deutschland zurückkommen wollen.
Da ist der Run sehr, sehr groß.
Die Fragestellung immer vom Ranking ist das eine,
aber was mich immer sehr stark beschäftigt
und da sind wir gut aufgestellt,
ist schon auch nochmal dieses gegenseitige Abhängigkeiten schaffen.
Das heißt, es merkt man jetzt gerade sehr deutlich
auch in der Raumfahrt im Zusammenspiel NASA-ESA.
Kann die ESA momentan ohne die NASA zum Mond? Nein.
Kann die NASA ohne die ESA zum Mond? Auch nein.
Weil wir durch das European Service Module,
was in Bremen zusammengebaut wird,
das wichtigste Tool geschaffen haben,
was auch für jede einzelne Artemis-Mission notwendig ist.
Und deswegen nochmal, die Verena Hubertz hat es gerade so schön angesprochen,
es ging früher, wenn es überhaupt um das ging,
was jetzt in einer Bundesregierung wichtig ist,
nämlich Wachstum, Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze,
wird immer automatisch auch in diesem Klang
die Souveränität und die Sicherheit mitgedacht.
Und das war vor wenigen Jahren eben noch nicht der Fall.