Aus Fehlern lernen mit Toni Maccaroni. Cowboy-Geschichte für Kinder, ideal für die Grundschule

Zauberkoffer
146 Abonnenten
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Eine Cowboy Geschichte für Kinder, die helfen kann, aus Fehlern zu lernen.
Die Geschichte ist Teil unserer Weltreise. In Amerika begegnen wir dem Cowboy Toni. Dieser kam aus Italien und reiste nach Amerika, um Cowboy zu werden. Auf seinem Weg begegnete er vielen Schwierigkeiten, welche er aber alle irgendwie meisterte. Seine Träume gab er nie auf ...
Ausmalbilder, die Geschichte als MP3 und Textversion Ihr hier: https://www.kinder-und-friedenslieder.de/geschichten-2/geschichten-amerika-toni-maccaroni-mit-podcast/
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Geschichten aus dem Zauberkoffer von Kinder und Friedensliedern.
Sie hören heute von unserer musikalischen Weltreise eine Geschichte von der Station Amerika.
Tony, Tony, Tony Macaroni
Tony Macaroni ist ein junger Mann aus Italien.
Er träumt davon ein Cowboy in Amerika zu werden.
Das stellt er sich ganz wahnsinnig aufregend und spannend vor.
Wie viele junge Männer möchte er gerne ein Held sein und seinen Mut und seine Kraft beweisen.
Doch das ist natürlich einfacher gedacht als getan.
Er wohnte fern am Mittelmeer
und sehnte sich nach Amerika so sehr.
Da packte er Lasso und Revolver ein.
Das nächste Schritt musste es sein.
Das warme Mittelmeer liegt im Süden von Europa
und Tony wohnte dort im schönen Italien.
Da, wo die Menschen jeden Tag Nudeln und Pizza essen.
Er träumte aber davon nach Amerika zu reisen und dort Cowboy zu werden.
Seit seiner Kindheit liebte er Pferde
und hatte oft auf dem Pferdehof seines Heimatdorfes mitgeholfen.
Ganz nebenbei hatte er dort auch Reiten gelernt.
Zum 16. Geburtstag schenkte sein Vater ihm ein Lasso und einen Revolver.
Beides gehört ja auf jeden Fall zur Grundausrüstung eines Cowboys.
So fühlte Tony sich bestens auf das Leben als Cowboy vorbereitet.
Bei einem Blick auf die Landkarte erschrak er jedoch kurz.
Um von Italien nach Amerika zu kommen,
muss man entweder ein Flugzeug nehmen oder ein Schiff.
Mit dem Schiff überquert man dann das Mittelmeer
und danach den riesigen Atlantischen Ozean.
Doch Tony zögerte nicht lange.
Er packte seinen Rucksack und machte sich ganz zuversichtlich
und vergnügt auf dem Weg nach Genua.
Hier gab es einen großen Hafen.
Dort traf er zum Glück auf einen sehr netten Kapitän,
der mit seinem Frachtschiff Nudeln und Parmesan nach Amerika verschiffen wollte.
Weil er kein Geld für eine Fahrkarte hatte,
bot er sich dem Schiffskapitän als Arbeitskraft an.
Auf dem Schiff musste er jeden Tag hart arbeiten.
Er half dem Schiffkoch in der Kombüse.
So heißt die Küche auf einem Schiff.
So musste er die schweren Mehlsäcke schleppen,
Dutzende von Kartoffeln schälen
und Berge von Pfannen und Töpfen abwaschen.
Nach über 30 Tagen an Bord kam er endlich in New York an.
Erstaunt stellte er fest, dass hier von der herrlichen Landschaft,
wie er sie aus Cowboy-Filmen kannte, nichts zu sehen war.
Der freundliche Kapitän erklärte Tony,
dass er noch weit, sehr weit Richtung Westen reisen müsse,
um diese Landschaften zu finden.
Wie so oft in seinem Leben war das Glück auf seiner Seite
und ein reicher Herr schenkte ihm eine Zugfahrkarte,
nachdem Tony dessen Tochter gerettet hatte.
Die Kleine hatte am Hafen von New York neugierig den Schiffen nachgeschaut
und war dabei ins Wasser gefallen.
Tony, der nie lange überlegte, bevor er etwas tat,
war kurzerhand hineingesprungen
und hatte die Kleine sicher an Land gebracht.
So stand er nun nach einer langen und mühsamen Reise
in seiner ganzen Pracht und mit Lasso und Revolver ausgerüstet
im wilden Westen von Amerika.
Tony seufzte ehrfürchtig beim Anblick der atemberaubenden Landschaft.
Er war ein Revolverheld.
Er hatte Mut, nur gar kein Geld.
Wie sollte Tony zu Geld kommen?
Er hat sich einfach auf der Bank genommen.
Doch das ist ihm nicht gut gekommen.
Sieben Jahre eingesperrt, das hat ihn ziemlich ausgezerrt.
Danach hasste dreimal so viel Macaroni.
Der arme Cowboy, Cowboy Tony.
Tony, Tony, Tony, Macaroni.
Ich kannte einen Cowboy, den Cowboy nennt sich Tony.
Tony, Tony, Tony, Macaroni.
Dort angekommen, stellte Tony fest,
dass er nun dringend ein Pferd brauchte
und ohne Geld in diese Angelegenheit nicht weit kommen würde.
Er dachte kurz nach, was ja sonst nicht so seiner Art war
und tatsächlich fiel ihm etwas ein.
In all den aufregenden Geschichten,
die er über den Wilden Westen gehört hatte,
marschierten die harten Jungs doch ständig mit ihren Revolvern
in eine Bank und schrien, Geld oder Leben.
So schnappte er sich einfach seinen Revolver
und überfiel eine Bank.
Natürlich war Tony eigentlich ein lieber Kerl.
Als er die zitternden Menschen in der Bank sah,
merkte er schnell, dass er großen Mist gebaut hatte.
Die Polizei kam sofort angerast
und Tony ließ sich brav festnehmen.
Für lange Zeit musste er ins Gefängnis.
Doch Tony war jemand, der niemals aufgibt.
Da er auf keinen Fall wieder ins Gefängnis wollte,
strengte er sich an, eine ehrliche Arbeit zu finden.
Er schuftete ein ganzes Jahr lang
im örtlichen Restaurant in der Küche.
Ganz nebenbei begeisterte er dort alle von seinem Leibgericht,
Nudeln mit Tomatensauce und Käse.
Schließlich machte er sich mit prall gefüllten Geldbeutel
auf zum besten Farmer,
so heißen in Amerika die Landwirte, der Gegend.
Farmer John war bekannt dafür,
erstklassige Pferde zu züchten.
So ging Tonys Abenteuer fröhlich weiter.
Doch Tony war ein wahrer Feld.
So kam er schnell herein zu Geld.
Kaufte sich ein schnelles Blatt von einer Farm.
Da war er wieder, wieder arm.
War ein edler Mann und stellte Tony als Cowboy an.
Doch was Tony zunächst nicht wusste,
dass er nun Kühe treiben musste.
Doch was Tony zunächst nicht wusste,
dass er nun Kühe treiben musste.
Der Farmer war sehr nett,
nahm gerne das viele Geld
und gab Tony dafür ein hübsches Pferd.
Allerdings habt ihr vielleicht schon gemerkt,
dass Tony seine Pläne nie richtig gut durchdachte.
So stand er mit seinem schönen Pferd da
und hatte wieder gar kein Geld mehr.
Der Farmer John,
der ihm das Pferd für ziemlich viel Geld verkauft hatte,
fand Tony zum Glück sehr nett.
So überlegte er nicht lange
und bot ihm an,
auf seiner Farm als Cowboy zu arbeiten.
Tony war natürlich überglücklich
und sagte sofort ja.
Aber dann gingen die Probleme erst richtig los.
Tony hatte nämlich gedacht,
dass ein Cowboy einfach nur ganz cool
mit seinem Pferd durch die Landschaft galoppieren,
seinen Lasso schwingen
und ab und zu mit dem Revolver in die Luft schießen musste.
Jetzt stellte sich aber heraus,
was die Hauptaufgabe eines Cowboys war.
Er musste die riesengroße Rinderherde zusammenhalten,
also die Kühe hüten.
Tony jedoch war für diese Aufgabe,
wie sich herausstellen sollte,
denkbar ungeeignet.
Er schoss so wild,
so wild wie zwei.
Er hatte Hut und Lasso immer dabei.
Immer wenn ein Bulle kam,
war er in höchster Not,
zog seinen Colt und
schoss ihn einfach tot.
So jagten ihn die Farmer übers Meer zurück.
Ihr könnt euch nicht vorstellen,
wie schlimm das Ganze jetzt für Tony wurde.
Das Problem war nämlich,
dass er beim Anblick der riesigen Rinderherde,
die auf ihn zuraste,
vor lauter Angst in Panik geriet.
Kaum zu glauben, aber wahr.
Unser Tony hatte fürchterliche Angst vor Kühen.
Deswegen kam es ein- oder zweimal vor,
dass er in seiner Not einen Bullen,
vor denen hatte er wegen ihrer Größe
und den Hörnern besonders große Angst,
erschossen hat.
Die Leute auf der Farm waren natürlich
total sauer auf Tony und jagten ihn weg.
So kam Tony nach vielen Jahren
wieder zurück nach Italien.
Das Gute ist aber,
dass Tony immer an seine Träume geglaubt hat
und keine Angst davor hatte,
Fehler zu machen.
Und auch wenn er vielleicht nicht besonders klug war,
hat er doch immer etwas dazugelernt.
