Frau Prof. Dr. habil. Rosmarie Barwinski erklärt uns die Veränderungstheorie, die psychischen Prozessen zugrunde liegt. Zeigt die verschiedenen Aspekte der Psychotherapie auf und stellt auch die Beziehung zum Therapeuten / Therapeutin als einer der wichtigsten Faktoren dar. In Studien wurde dies auch wissenschaftlich belegt. Wir Menschen sind von Anfang an Bindungswesen und heilsame Beziehungen können uns heilen. Wichtig ist auch sich aus der Opferrolle rauszubewegen und in die Selbstwirksamkeit zu kommen
Prof. Dr. habil. Rosmarie Barwinski hat die Leitung SIPT Schweizer Institut für Psychotraumatologie. Das SIPT setzt sich für Anliegen von Traumaopfern ein und bietet Fortbildungen für verschiedene Berufsgruppen an, die in ihrer Arbeit mit traumatisierten Menschen konfrontiert sind. Sie hatte lange eine Professur in klinischer Psychologie an der Universität Köln, ist Mitherausgeberin der Fachzeitschrift Trauma und Autorin.
▬ Zu Gast ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Prof. Dr. habil. Rosmarie Barwinski Moderation: Silvia Müller Sendungsnummer: Nhol_230324_S2_23-barwinski
▬ Kontakt & Links ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Prof. Dr. phil. habil. Rosmarie Barwinski Psychoanalytikerin, Psychotherapeutin SPV/FSP SIPT Schweizer Institut für Psychotraumatologie Neuwiesenstrasse 95 CH-8400 Winterthur Tel.: +41 (0)71 886 48 24 Webseite: https://psychotraumatologie-sipt.ch/ E-Mail: [email protected]
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sind sie schon angemeldet bei vikisana
herzlich willkommen liebe Zuschauerinnen
und Zuschauer zu unserem Format
Naturmedizin heute geht es um psychische
Veränderungsprozesse was passiert in
einer Psychotherapie mit unserer Psyche
dieses spannende Thema darf ich heute
mit Frau Professor Dr Rosmarie barwinski
besprechen sie ist Leiterin des
Schweizer Institut für
Psychotraumatologie
Buchautorin und mit Herausgeber in der
Fachzeitschrift Trauma bleiben Sie dran
[Musik]
hallo liebe Rosemarie schön bist Du bei
uns
ein spannendes Thema weil ich glaube
vielen Menschen ist das überhaupt nicht
bewusst und vielleicht auch manchmal ein
bisschen ein Hindernis in eine
Psychotherapie einzusteigen weil man
sich irgendwie nicht so richtig
vorstellen kann wie diese
Veränderungsprozesse von Staaten gehen
können oder was da überhaupt passiert
es ist tatsächlich auch eine sehr
komplexe Frage die natürlich auch sehr
sehr breit geht und wie man sich diese
Veränderungen in der Therapie vorstellt
ist natürlich auch wieder sehr Schulen
abhängig also in der Verhaltenstherapie
geht man vielleicht eher von lern und
konditionierungsprozessen aus in der
zwischenalyse geht es steht im
Vordergrund die löse Lösung von
interpsychischen Konflikten also eben
wie gehen wir mit unseren inneren
Konflikten so um das
Veränderungsschritte möglich werden
und meine Vorstellung also irgendwas ich
gerne im Biergarten vorstellen würde
wäre eben tatsächlich dass man
menschliche Veränderung auch als
dialektischen Prozess verstehen kann ich
gehe vielleicht ich bringe mal für ein
Beispiel von einem Kollegen ist kein
eigenes Beispiel aber ich finde das tut
sehr gut diese Dynamik veranschaulichen
das war der Herr Pen nennen wir ihn z.B
der kam in eine Psychotherapie weil er
in seinen Beziehungsmustern zu Frauen
immer wieder das gleiche Muster
wiederholt hat er hat sich in diesem
jüdische Beziehung gestürzt war
begeistert es gab nur noch die Frau
Hobbys hatte vernachlässigt andere
Beziehung waren ohne interessant also er
praktisch in die Idealisierung hinein
gesprungen nach relativ kurzer Zeit kam
aber dann die Enttäuschung und die ist
meistens so gemündet dass er nach sehr
abrupt sich dann wieder von dieser
Partnerin getrennt hat ich sage es
bisschen locker das lief vielleicht zehn
Jahre also lange lange Zeit und dann
irgendwann hat er gedacht ja vielleicht
liegt es auch an mir genau und
vielleicht sollte ich bald zu jemand
gehen um das sie zu schauen was passiert
eigentlich mit mir was mache ich da
eigentlich man kann eigentlich sagen ist
in immer in zwei Pole geraten also
einerseits dieses ganz
symbiotisch verschmolzen mit z.B der
Partnerin oder dann genau der Gegenpol
eben dieser abrupte Trennung also dann
haben wir eigentlich ein Konflikt wo
zwei konträre Poulet zueinander stehen
die immer das Gegenteil voneinander
sehen also einerseits die Symbiose
andererseits der absolut
beziehungsabbruch beides ist nicht
lebbar weil nur in der Symbiose muss es
einem zu eng werden man kommt ja nie zu
sich und beziehungsabbruch Menschen sind
bildungstiere sage ich mal so wir
brauchen andere Menschen das ist auch
wieder schwierig und ist auf die Dauer
nicht Leber also geht es eigentlich
immer darum wie kann man die zwei Pole
wieder miteinander verknüpfen und damit
ein Entwicklungsschritt machen
dieser Patient der musste eigentlich
lernen dass eben Symbiose oder ich sag
mal sowas das Symbiose nicht immer
erdrückend und selbstverlust bedeutet
sondern die positive Komponente der
Symbiose wäre ja eben in Beziehung
stehen
[Musik]
das gleiche müssen wir uns beim Gegenpol
Fragen also bei dieser Gruppen Trennung
was ist da die positive Komponente
positive Komponente ist überhaupt
Abstand nehmen können also und dann
hätten wir die Ressourcen aus diesen
beiden Polen herausgearbeitet und dann
geht es eigentlich darum wie können wir
diese Ressourcen miteinander verknüpfen
um aus dieser Polarisierung rauszukommen
bei diesem Mann war gewissermaßen das
Ziel wie schafft es in Beziehung zu
halten aber sich auch abgrenzen zu
können das ist ein innerer
Entwicklungsschritt also eben er musste
immer räumlich
Symbiose oder Abbruch immer wieder
wiederholen sondern Ziel war dass er
innerlich sich abgrenzen konnte um die
Beziehung langfristig auch behalten zu
können und ich denke das sind gutes
Beispiel wie man sich therapeutische
Prozesse vorstellen kann es geht immer
um Konfliktlösungen im primär zwischen
analytischen Denken in anderen Theorien
wird das vielleicht auch anders
ausgedrückt und dann geht es darum wie
können wir die Ressourcen aus diesen
beiden Polen nutzen um sie auf einer
höheren Ebene nutzbar zu machen sehr
abstrakt aus aber sehr gut erklärt und
mir kommt auch noch der Gedanke manchmal
könnte sehr vielleicht auch helfen wenn
man selber versteht warum hat man dieses
dieses Muster vielleicht kann es ja sein
dass von der Kindheit her musste man
sehr viele
Kompromisse eingehen nee dass man
irgendwie die Zuneigung bekommen hat und
es hat sich irgendwie wirklich ganz
stimmig angefühlt aber es war natürlich
damals vielleicht lebensnotwendig und
heute hat man vielleicht das gleiche
Muster aber ist man ist ja jetzt
erwachsen und vielleicht hat erklärt dir
das auch noch so dass man dieses auch
versteht woher kommt das dann überhaupt
oder also finde ich ganz wichtig nämlich
eben es kommt ja nicht einfach nur so
weil man so ist
eine Geschichte haben und vielleicht
kriegt man noch bisschen mehr Empathie
für sich wenn man die eigene Geschichte
berücksichtigt und eben sich besser
versteht warum man bestimmte
Schwierigkeiten aktuell hat also ich
finde es hilft dem Umfeld wie einem
selber ein klein bisschen mehr
Fürsorglichkeit für sich zu entwickeln
und es ist immer solche Mustern haben
natürlich in der Regel eine sehr sehr
lange Geschichte und dann wird die Frage
muss man das bewusst machen das wieder
auch zwei unterschiedlichen
Therapieschulen sehr unterschiedlichen
bestimmten Schulen sagt man man muss das
ganz bewusst machen muss einfach anders
machen also so gewissermaßen in der
zwischenalyse wird man sagen nein es
sollte bewusst gemacht werden damit man
den auch bewusst auch
Alternativen ausprobieren kann wichtig
ist vielleicht auch noch diese
Veränderungsprozesse sind nicht nur
kognitive Prozesse also nicht nur vom
Kopf her sondern es braucht immer ein
anderes erleben bei diesem HP wenn man
dieses Beispiel wiederholt der musste
erleben dass ihnen Beziehung dieser
nicht eingehängt wird und dass er dass
man ihm Fürsorge trägt also er musste
diese Erfahrung machen und das aufgrund
dieser Erfahrung
einerseits eben ich werde nicht
eingeengt und über mich er wird nicht
verfügt andererseits auch wenn da
Konflikte sind heißt das nicht immer bzw
dieses erfahren hatten den inneren
Entwicklungsschritt ausgelöst wo eben
wie gesagt der Patient machen muss und
nicht Therapeut unter Therapeutin machen
kann aber es ist eine Sache von Kopf
aber vor allen Dingen auch Erfahrung die
den veränderungswirksam ist ich glaube
das ist ganz ein wichtiger Punkt den ich
auch immer wieder sehe wenn ich mit
Menschen arbeite das wirklich
kognitiv weiß man vom Kopf her weiß man
ja oft aber das ist da ich kann ja
einfach so oder so haben oder diese
Situation ist eigentlich nicht
gefährlich jetzt für mich
und das innere Gefühl sagt Alarmstufe
Rot oder und mich erinnert das jetzt
auch ein bisschen so in dem Beispiel
dass du erzählst dass wirklich
vielleicht nach der dieses Symbiose
vielleicht ähnlich eben auch ein
Glaubenssatz sein könnte dass Beziehung
nur so ist und irgendwie hält man es
nicht aus und hat gar keine andere
Strategie wenn die Not nicht so groß ist
und ich glaube manchmal hilft es ja dann
auch zu wissen ist vielleicht noch ein
altes Gefühl dass jetzt aber jetzt habe
ich andere Handlungsmöglichkeiten
um das anders ja zu verarbeiten und man
kann das Gefühl vielleicht ein bisschen
auch sagen das war von früher es ist
jetzt noch da aber jetzt habe ich eine
andere Möglichkeit dann kann sich das
Gefühl ja auch verändern oder also ich
denke das ganz wichtig und das ist
vorhin schon mal angetönt und da bin ich
noch nie so drauf eingegangen ich glaube
das ist wirklich zentrale nennen also
eben eben vom Gefühl her dass das ja
vielleicht gar nicht mehr der Aktualität
entspricht ne und natürlich sind wir
Menschen
sozialisierten aufgewachsene dass wir
ähm ganz anderer Erfahrungen da sind wir
wirklich andere Erfahrungen machen ich
denke auch ein Stück bewusst machen das
dann überhaupt Veränderung Schritte
möglich werden auf dem Hintergrund eines
anderen selbst
gefühlt dass eben nicht mehr das
ohnmächtige ausgelieferte Kind zu sein
sondern eben wirklich jetzt handeln zu
können
und das finde ich auch bei dir wirklich
so schön und das berührt mich auch immer
sehr dass du wirklich auch du hast ja
vorher schon oder ich weiß jetzt nicht
gibt es in diesem Interview war gesagt
der Mensch ist ein bindungstier oder und
dass wir auch wenn man therapeutisch
arbeitet diese Komponente wirklich nicht
vernachlässigen darf weil dass man die
Menschen wirklich da auch begleitet und
abholt und da was daran an sicherer Raum
stattfindet und wieder in die eigene
mächtigung zu kommen oder das ist mir
ein besonderes Anliegen weil leider
heute eher eine Tendenz besteht so
Techniken in der Therapie anzuwenden das
macht ja auch Sinn und ist sich auch
eine gute Sache aber ich denke es muss
immer auf dem ich ich vergleiche das wie
mit zwei Ebenen also die eine Ebene ist
vielleicht so den Technik aber das läuft
ja immer auf der
grundlegenden Ebene der Beziehung und
die trägt ja eigentlich ob man zum
Beispiel etwas annehmen können oder
umsetzen können oder einfach nur im Kopf
bleibt aber gar keine emotionale
Erfahrung wird weil die Beziehungsebene
zu wenig mit
berücksichtigt wurde
dann könnte man eben auch wirklich sagen
dass
Beziehung auch eine gewisse Heilung
beinhalten kann oder also in der
Psychotherapie Forschung wird als der
hauptwirkfaktor in einer Therapie die
therapeutische Beziehung definiert also
von daher ist das ist eigentlich das
Fundament aber was manchmal irritierend
ist dass dann eben in Untersuchungen
trotzdem zum Beispiel die Wirkung
bestimmter Techniken untersucht wird
aber eben die Beziehung in den
Hintergrund gerät obwohl das eigentlich
den allgemeinen Ergebnisse widerspricht
läuft es leider trotzdem so unter
Forschung ja da bin ich jetzt auch
erstaunt dass überhaupt in der Forschung
das Resultat kommt das eben die Bindung
so ein wichtiger Punkt ist weil eben wie
du sagst es werden oft Techniken
erforscht das habe ich auch erlebt dass
ich in der Psychiatrie gearbeitet habe
das wirklich der Fokus auf Techniken war
auf
Konzepten und ich persönlich aus einfach
aus meinem Gefühl heraus hatte jemand
den Eindruck dass die die Beziehung auch
oftmals sogar manchmal die Beziehung der
Patienten und aneinander auf das
therapeutische wenn ich so sagen möchte
fast war das muss ich traurigerweise
auch sagen als die Therapie selber weil
dann eben die Beziehungsebene viel zu
wenig Raum bekommen hat
kannst du dir erklären weshalb dass das
so ist obwohl es jetzt auch das höre ich
zum ersten Mal wissenschaftlich
begründet ist schon sehr bekannt
tatsächlich
also für den traumabereich würde ich
sagen hat sicher mit Ohnmacht zu tun
also eben sich mit Traumata zu
beschäftigen ist auch immer eine
Konfrontation mit der eigenen machten
und Hilflosigkeit und das sind keine
angenehmen Gefühle ich glaube die hat
niemand sehr gerne und wenn man dann
über einen Handwerkszeug verfügt wo man
eben handeln kann ist es natürlich auch
für die Therapeuten Entlastung also ich
möchte nicht Technik allein vertäuschen
darum geht's mir nicht aber das man doch
darüber es liegt hier und schaut ähm
Moment was was läuft auch auf der
Beziehungsebene Technik ist manchmal
sogar sinnvoll damit überhaupt nur
Therapeut aus der Ohnmacht draußen
und ratlos nicht mehr weiter wissen aber
eben diese Reflexion finde ich und das
immer wieder zurückgehen auf die andere
Ebene ist eigentlich zentrale und eben
jetzt zum Thema Veränderungsprozess ich
finde das sehr hilfreich sich immer
wieder zu überlegen wenn ich jetzt in
dem ein Pool bin wie würde der dagegen
gesetztliche Pool aussehen um
das Fenster zu öffnen und eben auch aus
dieser vielleicht Ohnmacht wenn man nur
im einen Puls steckt wieder rausfinden
zu können einfach eine andere Sichtweise
auch zu entwickeln auf das ganze ich
frage mich dann ein bisschen müsste man
nicht auch vielleicht die Ausbildung der
Therapeuten oder Psychiater Psychiaterin
weil die sind ja alle mega wirklich
total engagiert aber haben vielleicht
auch nicht das dieses Werkzeug der
Beziehungspflege weil ich glaube das hat
relativ wenig Raum ein in der Ausbildung
oder sich das falsch das ist wieder von
Schule zur Schule sehr unterschiedlich
also von daher bestimmte Therapie
Schulen steht das im Vordergrund bei
anderen
für den nicht dieses Gewicht gegeben für
traumatherapeutische Richtung kann ich
sicher sagen dass ich finde im Moment
leider die Beziehungsgestaltung
vernachlässigt wird und immer wieder
neue Techniken auf dem Markt erscheinen
wo ja auch gut sind und Sinn machen aber
das wirklich auch in diesen Tod und und
Ausbildungen diesem Aspekt wirklich mir
rechnen getragen werden müsste dass wir
mir ein Anliegen weil ich glaube gerade
im Bereich der Traumatherapie das
wirklich die Gefahr auch ist dass der
Therapeut oder Therapeutin schnell
überwältigt wird selber von seiner
Ereignissen und dass man da selber auch
irgendwie etwas zur Verfügung hat nicht
zu sehr in diesen traumastrudel
reinzugehen sich selber immer wieder zu
regulieren ist das auch in der
Ausbildung ein Teil weil ich glaube
wirklich eben die eigenen Therapie oder
Eigenregulierung dass das überhaupt eine
Voraussetzung ist und wirklich damit den
Menschen so zu arbeiten wie gesagt sehr
unterschiedlich wie das in den
verschiedenen Schulen angeboten wird und
auch wie das Schwergewicht gesetzt
werden also das ist natürlich meine
Position ist hier vertreten weil ich
einfach aus Erfahrung da überzeug davon
bin und einfach auch weiß dass
Techniken nur funktionieren wenn das auf
dem entsprechenden auf der
entsprechenden tragenden Beziehung
aufgebaut ist sonst glaube ich
hat es auch keine große Wirkung oder
sicher keine langfristige Wirkung ich
überlege mir jetzt gerade so weil ich
finde das schon noch ein spannendes
Thema jetzt auch aus meiner Wahrnehmung
was ich in den
Spitälern gearbeitet habe es ist sind
wirklich ganz tolle Menschen die dort
arbeiten aber ich glaube auch jetzt
nicht mehr ganz so die Situation ist zum
Teil so überfordert und dass du so viele
Menschen betreuen musst und du wie die
Zeit nicht hast und dann ist ja schon
mal da eine Überwältigung weil du so
viele Menschen hast und dann kann es
vielleicht auch ein gewisser Schutz sein
wenn du dann dich hinter der Technik ein
bisschen verstehst oder ja weil fast ist
ja fast nicht möglich emotional auf alle
Menschen so einzugehen oder wie siehst
du das oder also ich denke da wird
institutionell eigentlich für deutlich
wie viel Gewichte Beziehung gegeben wird
und das sind natürlich dann eher
Institution institutionelle oder
politische Frage wenn überhaupt gar
keine Gelegenheit mehr ist mit der
Beziehung zu arbeiten ich denke das
hat viel auch mit dem Fachverständnis zu
tun und vielleicht auch mit
Unwissenheit gegenüber therapeutischen
Prozessen was die braucht um wirklich
menschliche Veränderungen zu ermöglichen
also welche Rahmenbedingungen es braucht
um solche Veränderungsschritte möglich
zu machen
ich glaube da ist man hat wieder an den
Punkt der jetzt wieder an der ja
ziemlich besprochen wurde in den letzten
Jahren eben auch beim Pflegepersonal
Überforderung ja auch dort ist es ja das
gleiche wenn du so viele Menschen
betreut ist auch wenn du jetzt nicht im
Ängsten sind psychotherapeutische Arbeit
ist bist du irgendwie auch überflutet
und das ist dann schwierig entweder
kommt man selber in die Erschöpfung oder
man muss sich so ein bisschen zu fest
Distanzieren von den Menschen dass man
eben diese therapeutische Beziehung
nicht mehr anbieten kann und vielleicht
auch wenn Sie jetzt ein anderes Thema
ist wärst doch nochmals dafür dass man
wirklich auch da wieder vielleicht eine
andere Ausrichtung Gewichten Gewichtung
finden könnte also ich würde mir sehr
wenig ja weil ich glaube langfristig
spart man auch Kosten wenn wir da
wirklich der Beziehung mehr Rechnung
tragen und vielleicht auch der
eigenwirksamkeit die über Beziehung ja
gestärkt wird und nicht nur über das
ausrichten bestimmter Tätigkeiten
ja das wäre wirklich sehr sehr
wünschenswert und eben auch dass der der
Berufe auch wieder wirklich Freude
machen kann das kann ich einfach auch
aus eigener Erfahrung ist das mir auch
ein Herzen sagen Gelegenheit einfach so
viele Menschen die wirklich so tolle
Arbeit leisten und in dieser Schöpfung
kommen und sich dann irgendwann
vielleicht auch entscheiden einen
anderen Beruf zu machen wo es sie
eigentlich von von der Begabung her da
wunderbar passen würde und er kann es
manchmal erst man muss mal die
Rahmenbedingungen da sind die sind ja
zentrales muss man denke ich kann man
gar nicht weiter sprechen und das andere
aber den auch doch ohne Schulung eben
die umgehen mit diesem
Zimmer beim Thema gegenüber tragen oder
Umgang mit den eigenen Emotionen in der
Therapie ich glaube das sollte
eigentlich jeder Ausbildung Fokus sein
ja und das ist ja auch toll dass ihr das
anbietet bei euch auch für
Pflegefachleute oder Leute die jetzt
nicht chemotherapeutischer Arbeiten
vielleicht kannst Du doch da noch ein
zwei Worte dazu sagen weil das finde ich
so eine wichtige Information weil das
sind wir wirklich beim Thema Umgang mit
den eigenen Emotionen das wir haben ja
ein trauma-institut oder so zu uns
kommen
Fachpersonen die sich in diesem Bereich
fortbewegen wollen und die sind immer
mit diesen heftigen Ohnmachtsgefühlen
Hilflosigkeit oder auch wirklich sehr
starken Effekten konfrontiert und da
brauche ich schon ein Stück Schulung um
mit diesen Gefühlen umgehen zu können
und auch wie man entsprechend auf diese
Gefühle den reagiert und die wirklich um
in der Beziehung zu bleiben und eben
auch selber ausgebrannt zu werden und
irgendwann keinen Spaß mehr angefühl am
Beruf zu haben das ganz wichtig ist es
dann auch eine Möglichkeit für Menschen
die zum Beispiel in einer Institution
arbeiten mit Menschen die
geflüchte ziehen und auch dramatische
Erlebnisse haben die jetzt nicht im
engsten Sinne therapeutisch arbeiten
aber wo auch natürlich ein Wissen über
diese ganzen Prozesse sehr hilfreich ist
ist die Ausbildung oder gibt es auch
Weiterbildungen die offen sind für sagen
wir medizinische oder therapeutische
Laien also wir bieten für eben drei
Berufsgruppen dieses Fortbildungen an
für die Psychotherapeuten aber ebenfalls
für Berater also was ein sehr sehr
breites
Feld ist und für Pädagoginnen und
Pädagogen weil gerade eben im
beratungskontext oder in der Arbeit mit
Flüchtlingen ist es wirklich eine
menschlich große Herausforderung auch
mit diesen Gefühlen und diesen diesen
Schicksalen mit denen denn eben die
helfenden konfrontiert sind mit den
umgehen zu können damit sie eben selber
stabil bleiben können und das denke ich
ist
[Applaus]
manchmal wichtiger als eben die
Anwendung bestimmtes Strategien oder
Techniken aber bald schließlich
gegenseitig nicht aus aber es da brauche
es wirklich auch Know-how und das kann
man ein Stück auch lernen schön also
wunderbare Arbeit ihr da leistet
möchtest du vielleicht noch sagen was
ich Menschen hinwenden können ich denke
gerade auch für Lehrerinnen also
Pädagogen Pädagogin ist das natürlich
auch immer wichtiger und wo kann man
sich da hinwenden wenn man noch sich da
ein bisschen vertiefen möchte
gewischen natürlich sehr gerne unsere
Homepage haben also
Psychotraumatologie ein Wort klein
geschrieben Strich
Sepp
schweizerinstitut für
psychotherapeutologie.ch und da sind die
Fortbildungen eben nach Berufsgruppen
aufgelistet und aber sie noch Adressen
angegeben wo man sich genauer
informieren kann sehr gerne
danke vielen Dank schön dass du bei uns
Rosmarie es ist immer sehr bereichern
danke schön
danke liebes Publikum auch Ihnen ganz
herzlichen Dank fürs zuschauen schön
waren sie dabei ich hoffe Sie konnten
ein bisschen eintauchen ins Verständnis
was die psychischen Prozesse in einer
Therapie sein könnten und vielleicht
auch etwas für sich herausnehmen bleiben
Sie gesund und auf Wiedersehen
[Musik]
[Musik]