11 Videoaufrufe·01.12.2023
Schon gewusst? Auf der Höllentalbahn, die von Freiburg im Breisgau nach Donaueschingen fährt, geht es ganz schön steil bergauf. Denn auf der 12 km langen Strecke zwischen Himmelreich und Hinterzarten muss die Bahn eine Steigung von 400 Höhenmeter bezwingen. Damit gilt sie als die steilste Hauptstrecke in Deutschland. Nicht nur dieses Superlativ, sondern auch viele tolle Ausblicke auf Felsformationen, Täler und dichte Wälder begeistern Bahnreisende auf ihrer Fahrt in den Schwarzwald. Auch Wanderguide Klaus lässt sich das Erlebnis auf der Schiene nicht entgehen und hat deshalb heute den Wanderpfad verlassen, um in die Bahn umzusteigen. Auf der Fahrt mit der Höllentalbahn gibt er Einblicke in die spannende Entstehung der Bahnstrecke. Ein paar Anekdoten aus der Bahngeschichte und der sagenhafte Hirschsprung dürfen auch nicht fehlen!
Reise mit Wanderguide Klaus zurück in die Zeit als im Jahr 1882 die Höllentalbahn gebaut wurde. Nach und nach wurden die einzelnen Streckenabschnitte hinzugefügt, nachdem die Streckenführung zu Beginn eigentlich anders geplant war. Statt 36 Tunnels wurden aufgrund von Sparmaßnahmen dann doch weniger gebaut - dafür aber steiler! Um die Ravennaschlucht zu überbrücken wurde das 36 m hohe Ravennaviadukt gebaut, das einen einzigartigen Blick auf das Höllental, das Hofgut Sternen und die darunter liegende Schlucht bietet.
Seid ihr schon mit der Höllentalbahn gefahren? Schreibt es gerne in die Kommentare, wie euch die Strecke gefallen hat!
raus mit Klaus geht's heute auf eine
Tour von Hinterzarten durch Höllental
nach Himmelreich und wen kann man da
alles treffen einen Hirsch einen
begnadeten Ingenieur man kann
fantastische Bauwerke sehen
naja weil das sollte alles doch ein
bisschen weit ist habe ich gedacht in
diesem Fall ich nehme einfach die
Eisenbahn die historische Höllentalbahn
die von Hinterzarten runterfährt
Richtung Freiburg und zwar bin ich
unterwegs auf dem Schiff zwischen
Hinterzarten
[Musik]
jetzt aber zügig zum Zug dass ich nicht
noch mal einen verpasse
die Reise beginnt 14 Minuten laut
Fahrplan 12 km bergab durchs Höllental
heute fahren hier moderne Triebwagen
früher schleppten schwere Dampfloks die
Wagen in den Hochschwarzwald
[Musik]
Bernhard schwer kennt sich aus in der
hochschwarzwäldergeschichte die
Höllentalbahn ist für ihn eine der
schönsten Eisenbahnlinien in Deutschland
es ist eine technische Meisterleistung
weil keine Eisenbahn so steil ist wie
die Höllentalbahn ist die steilste
Eisenbahnstrecke Deutschlands die mit
normalspurigen Zügen betrieben wird ne
sieht man schon an dieser Grafik gut
vielleicht ein bisschen steiler als das
Original rechts oben Hinterzarten links
unten Himmelreich
dazwischen das raffiner Viadukt und jede
Menge Höllental drumherum wobei die Bahn
einen Ort fast nicht verlässt auf Ihrer
Strecke zum Großteil der Höllentalbahn
geht durch unsere schöne Gemeinde
Breitnau wir sind die einzige Gemeinde
in Deutschland mit drei Bahnhöfen wo
kein Zufall breiten aus bürgermeister
Josef haber Stroh trägt es mit Fassung
das alle Züge durchrauschen durch die
früheren Bahnhöfe höllsteig posthalde
und Hirschsprung früher ja früher sagt
er komme raus in die Natur zum
Hirschsprung hat dort so einen kleinen
Spaziergang gemacht und Kaffee getrunken
die Zeiten sind leider vorbei
der Zug auch gleich kommt die engste
Stelle da wo der Sage nach mal ein
Hirsch über das Tal gesprungen sein soll
einer aus Bronze schaut von oben auf
Straße und Bahnstrecke und für alle
hirschgucker im Zug wäre es natürlich
perfekt wenn der hier anhalten würde
damit man das gute Stück auf dem Felsen
bewundern kann denn im Vorbeifahren hat
man gerade mal 5 Sekunden Zeit in da
oben zu entdecken und schon wieder
Tunnel
Ankunft im Himmelreich so heißt der
Bahnhof in den schon mein Zug zurück
nach Hinterzarten einfährt
ja natürlich wieder vorbei am Hirsch
kurz den Kopf verrenken und dann ist da
auch wieder der Bahnhof Hirschsprung
[Musik]
früher war es so dass von Hirschsprung
bis Hinterzarten die Züge mit einer
zahnradlokomotive nachgeschoben werden
mussten solche Loks mussten bis in die
30er Jahre hinter die Züge gespannt
werden das Zahnrad griff dann in die
Zahnstange und half dem Zug Gespann auf
dem Weg nach oben und so ging es dann
mit Zahnrad hier den Berg hoch
Planer der Bahn der badische Baudirektor
Robert Gerwig immer wenn es darum ging
Gebirge zu überwinden wäre der richtige
Mann ursprünglich hatte es sogar mal die
Idee gegeben die Strecke länger aber
dafür nicht so steil zu bauen so wie
Gerwig ist am Gotthard gemacht hatte
hier die rote Linie da wären glaube ich
26 tunnelsnotwendig gewesen oder den
Großherzog dann doch zu teuer im
zahnradbahnhof Hirschsprung gab es ehe
dem sogar eine Wirtschaft mit einer
legendären Werte angeblich erst wenn der
letzte Gast bezahlt hatte im Bahnhof
Hirschsprung dann ist die Wert hinaus
auf dem Bahnsteig und hat gepfiffen und
dann wusste das Bahnpersonal dass sie
erst dann eben abfahren durften
weiter aufwärts wieder Richtung Ravenna
Viadukt
das ist wahrlich imposant 36 Meter hoch
vier Züge pro Stunde fahren drüber und
die S-Bahn heute hat es leichter als die
Dampfzüge früher selbst die hier auf
einer Modellbahnanlage vom Höllental
brauchen manchmal eine helfende Hand
[Musik]
nach 12 Minuten ja bergauf geht
schneller ist Hinterzarten erreicht eine
kleine Zeitreise durch den
Hochschwarzwald geht zu Ende
und wenn ihr jetzt sagt moment mal
normalerweise macht er doch Wanderungen
ja ja aber so eine kleine zügige Auszeit
ist ja auch mal ganz nett und man kann
Teile der Strecke auf dem wunderschönen
Wanderweg dem Heimatpfad Hochschwarzwald
betrachten wenn man auf dem unterwegs
ist im Zeichen dieser Schilder hörsteig
dann kommt man unter anderem auch unter
dem Ravenna Viadukt durch und dann
geht's natürlich hoch in ihrer
weihnachtsschlucht zurück Richtung
Hinterzarten Tages lang also
[Musik]