Ulrich Maiwald spricht: "Selige Sehnsucht", ein Gedicht von J. W. von Goethe

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Selige Sehnsucht
Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend'ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.
In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung
Wenn die stille Kerze leuchtet.
Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.
Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt.
Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.
Johann Wolfgang von Goethe
[Musik]
selige
Sehnsucht von Johann Wolfgang von
[Musik]
Goethe sagt es
niemand nur den
weil die Menge gleich
[Musik]
verhöhnet das lebendge will ich preisen
das nach Flammentod sich
sehnet in der Liebesnächte Kühlung die
dich
zeugte wo du zeugtest
überfällt dich fremde
Fühlung wenn die Stille Kerze
leuchtet nicht mehr bleibest du umfangen
in der Finsternis
Beschattung und dich reißet neu
Verlangen auf zu höherer
Begattung keine Ferne macht dich
schwierig kommst geflogen und
gebannt und zuletzt des Lichts
begierig bist du
Schmetterling
verbrannt und solange du das nicht
hast dieses
Stirb und
werde bist du nur ein trüber
Gast
auf der dunklen
[Musik]
Erde
[Musik]
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