CO₂ Kompensation - Wie Nachhaltig sind Kompensationsprojekte wirklich?

Wohllebens Waldakademie
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46 Videoaufrufe·08.06.2024
Im heutigen Video geht es um das Thema CO₂-Kompensation. Es gibt unglaublich viele naturbasierte Projekte, die in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen sind. Aber wird das Ganze reguliert? Tobias erklärt euch in diesem Video mehr dazu und gibt hilfreiche Hinweise darauf, welche Projekte gar keinen echten Mehrwert für einen CO₂-Ausgleich bieten.
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herzlich willkommen hier bei einem neuen
Video auf dem YouTube-Kanal von der
waldakademie heute möchte ich mit euch
über das Thema CO2 Kompensation in Wald
oder in waldprojekten in Deutschland
sprechen und zwar ist der freiwillige
Markt in den letzten Jahren sehr sehr
groß gewachsen das heißt es kam sehr
viele Projekte aus dem Boden sind sehr
viele Gelder an solche Projekte
geflossen und der Markt ist unreguliert
das heißt es gibt da keine gesetzlichen
Regulatorien dementsprechend ja ist ist
auch nicht ganz transparent welche
Projekte sollte man unterstützen welche
Projekte machen wirklich Sinn und welche
eben auch nicht für größere Unternehmen
gelten andere Regeln das heißt die sind
im regulierten CO2 Markt
unterwegs dort gehen die Gelder aus den
CO2 Verkäufen in France die wiederum
auch dann für Klimaschutzprojekte
genutzt werden aber damit wollen wir uns
heute nicht beschäftigen sondern wir
konzentrieren uns wirklich auf den
freiwilligen CO2 Markt hier in
Deutschland
wie funktionieren überhaupt
Klimaschutzprojekte im Wald es gibt
verschiedene Methoden um zu ermitteln
wie viel CO2 in solchen Projekten
gebunden wird über die Projektlaufzeit
oder historisch schon gebunden wurde
darauf will ich später eingehen aber wir
fangen mal an mit der wissenschaftlichen
Methodik es gibt ein baseline Szenario
das heißt das ist quasi das Szenario wie
es wäre wenn das Klimaschutzprojekt
nicht zustande käme wir stehen hier
gerade auch wenn es tatsächlich nicht so
aussieht
im Wald auf einer kegeschlagenen
Waldfläche wo jetzt hier auch wieder ein
bisschen zumindest aufgeforstet wurde
und hier wäre z.B das baseline Szenario
dass sich von alleine wieder Wald ansamt
oder eben gepflanzt wird weil es vom
Gesetzgeber vorgeschrieben ist das heißt
hier muss wieder Wald entstehen und hier
ist das baseline Szenario es wächst
wieder Wald dementsprechend sind
grundsätzlich Klimaschutzprojekte im
Wald bieten keinen Mehrwert weil sie ja
kein Unterschied zum baseline Szenario
machen weil es gibt dann nämlich das
projektszenario das
projektszenario das zeigt quasi an wie
viel CO2 durch das Projekt gebunden wird
und die Differenz zwischen dem baseline
Szenario also hier unten und dem
projektszenario diese Fläche hier das
ist das was zusätzlich an CO2 gebunden
wird und da haben wir zwei Möglichkeiten
das zu messen einmal exante und einmal
expost bei expost ist es so dass
geschaut wird wie viel wurde in der
Vergangenheit denn mehr gebunden das
heißt ein einfaches Beispiel wir haben
ein Wald und der Wald hat einen sehr
hohen biomassevorrat und dieser
biomassevorrat ist weit über dem was
andere Wälder in diesem Alter oder in
diesem Zustand haben und dementsprechend
wird dann die Differenz zwischen dem
durchschnittzwald und dem tollen Wald
sage ich jetzt mal m die Differenz der
Biomasse wird dann für die CO2
Berechnung benutzt das wurde in der
Vergangenheit schon mehr gebunden
als im baseline Szenario wenn wir jetzt
exante Projekte nehmen das sind z.B
häufig auch aufhaustungsprojekte wie
dieses hier auch wenn es nicht gut ist
wird es häufig gemacht und ich erkläre
euch jetzt wie das gerechnet wird dann
wird gesagt das baseline Szenario ist
dass dort kein Wald steht und durch das
Aufforstungsprojekt also das
projektszenario werden wieder Bäume
gepflanzt und die Binden CO2 und da
diese Bäume das CO2 noch nicht gebunden
haben schaut man wie viel CO2 binden die
denn in der Regel z.B in den nächsten 30
Jahren und das schreibt man dann gut das
heißt man gibt sich quasi ein Kredit für
30 Jahre in der Zukunft zahlt sich die
CO2 Menge schon jetzt aus und kann damit
dann seine Emission kompensieren und
dieser Ansatz oder grundsätzlich auch
der Ansatz mit naturbasierten Lösungen
ist super unsicher weil wir haben
verschiedene Risikofaktoren es kann z.B
passieren dass die Bäume hier alle
vertrocknen
und ja dann wäre das CO2 nicht gebunden
und dann wird es auch in den nächsten 30
Jahren nicht passieren das heißt dann wä
es hinfällig es könnte passieren dass
diese Waldfläche abbrennt es kann
passieren dass diese Waldfläche ähm
einem Sturm zum zum Opfer fällt und es
kann sein dass diese Waldfläche
vielleicht einfach wieder gerodet wird
und in allen Fällen wird das CO2 hier
wieder frei schauen wir uns mal an was
solche Flächen noch für einen großen
Nachteil haben dass CO2 Projekte auf
bestehenden Waldflächen also mit
auffforstung z.B auf klgeschlagenen
Waldflächen keinen gesetzlichen nutzen
oder zusätzlichen Nutzen bringen und
damit auch kein ökologischen Nutzen
bringen habe ich euch ja eben schon
erklärt aber es kommt noch ein ganz
wichtiger Punkt dazu wenn wir so Flächen
haben wie hier wo größere Flächen kahl
geschlagen werden Gasen hier gigantische
Mengen CO2 aus dem Boden aus das heißt
hier die Humusauflage durch das
einstrahlende Sonnenlicht wird erwärmt
das regt das bodenlebe Leben an und die
Bodenlebewesen die zersetzen ganz viel
kohlenstoffhaltige Materialien und dazu
kommt's dann oder dann passiert hier
eine oder entsteht hier eine große CO2
das Perfide an der ganzen Sache ist dass
es jetzt Projekte gibt die sagen okay
Pflanzen hier Bäume und in 30 Jahren
steht hier ein Biomasse Vorrat X drauf
und dafür vermarkten wir dann CO2
Zertifikate und dann werden CO2
Zertifikate für Flächen rausgegeben die
eigentlich gigantische Mengen CO2
emittieren das heißt man kompensiert
sein CO2 mit Projekten die CO2
emittieren und das kann ja nicht richtig
sein dazu gibt's übrigens ein richtig
tolles Forschungsprogramm wir blenden
euch mal hier Bild ein und zwar geht's
darum oder haben wir da den besonderen
Fall dass eine Fläche von dem
Forschungsprojekt von Kü betroffen war
und eine andere Fläche nicht das heißt
da war eine Fläche das war eine
Freifläche und die andere Fläche war
weiterhin mit Bäumen bestanden und dort
hat man den Gasaustausch zwischen dem
Ökosystem und der Atmosphäre gemessen
und das hat gezeigt dass in den ersten
Jahren nach dem Windwurf damals das
heißt nachdem die Fläche dann quasi
freigestellt war dass in den ersten
Jahren gigantische Mengen CO2 emittiert
sind und sich erstmal quasi eine
riesengroße kohlenstoffschuld aufgebaut
hat das heißt es war ganz viel auf der
Seite äh Boden in Atmosphäre und jetzt
dauert erstmal wieder viele Jahre bis
überhaupt die Bilanz wieder auf Null ist
das heißt bis dieses Ökosystem wieder
die zusätzlichen Emission eingefangen
hat und dann beginnt erst der Zeitpunkt
wo wieder wirklich CO2 gebunden wird und
die Atmosphäre damit auch entzogen wird
und das in der Regel weit über diese 30
Jahre hinaus das heißt solche Projekte
die im Wald stattfinden können nicht als
CO2 Projekte eingesetzt werden werden
sie aber ganz häufig diese Projekte
bitte nicht unterstützen kann man
überhaupt noch CO2 Projekte im Wald
unterstützen ich würde sagen Jain also
grundsätzlich bin ich persönlich kein
Fan von kompensationsprojekten aus den
eben genannten Gründen das heißt es könn
z.B Feuer durchgehen es können Stürme
durchgehen es kann in trockenen Sommern
passieren dass auch tolle intakte Wälder
mal zum Teil zumindest
absterben wir wissen ja nicht wohin die
Reise noch geht im klimaw und dann würde
dieses CO2 wieder frei werden hinzu
kommt dass wir gerade fossiles CO2 in
die Atmosphäre emittieren und wir wollen
ja möglichst wenig in der Atmosphäre
haben das heißt das kann auch jetzt ich
sag mal unsere Biosphäre das heißt da wo
sich das Leben abspielt nicht wieder
abfangen und dementsprechend ist es
allerwichtigste die Menge an CO2 in der
Atmosphäre zu reduzieren und auch bei
waldschutzprojekten ist es so wir müssen
natürlich konsequenterweise auch fordern
wir tun das viele Projekte die äh die
die waldschutzprojekte machen machen es
nicht dass wir den dass wir den
Holzverbrauch in Deutschland drastisch
senken das ist ein ganz ganz wichtiger
Punkt wenn wir auch global die wäer
schützen wollen zusammengefasst um das
Klima zu schützen sollten wir möglichst
wenig CO2 emittieren möglichst wenig
Rohstoffe verbrauchen sowohl fossile
Rohstoffe als auch Holz m und dann ist
natürlich trotzdem sind solche
Klimaschutzprojekte trotzdem ganz ganz
gute Sachen oder können ganz gute Sachen
sein und da kann CO2 auch eine gute
Messgröße sein wie stark sollte man das
Projekt unterstützen aber eine
klassische klassische Kompensation wo
man sagt okay gut ich kompensiere jetzt
mein Flug z.B das würde ich persönlich
nicht empfehlen man kann der Natur ein
bisschen was zurückgeben aber gut machen
kann man es dann wieder nicht wenn euch
das Video gefallen hat gibt uns gerne
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wenn ihr mehr über das Thema erfahren
wollt dann schaut doch auch mal bei uns
auf der Website vorbei wir da viele
spannende Informationen rund um das
Thema CO2 Kompensation
Umweltschutzprojekte und rewilding
Projekte und ja ich würde mich freuen
wenn wir uns demnächst wiedersehen
würden bis bald
