Die Römer, die Ägypter und die alten Griechen: Wenn es um die Bewohner des Altertums geht, so fällt der historische Scheinwerfer häufiger auf bestimmte Völker als auf andere – oder hast du schon einmal etwas von den Lykiern gehört? Einst in den Grenzen der heutigen Türkei zuhause, liegen viele Spuren dieser mysteriösen Hochkultur noch immer im Schatten. Und doch ist eines unbestritten: Die Lykier haben der Nachwelt atemberaubende Felsbauten hinterlassen, die nicht nur die außergewöhnlichen Fertigkeiten sondern, auch das tiefgreifende Wissen ihrer Erschaffer bezeugen! Doch wie haben die Lykier ihre architektonischen Wunderwerke in die Wirklichkeit gebracht? Was wissen wir über die Herkunft und das Schicksal dieses Volkes – und weshalb hätte es die USA ohne die Lykier in dieser Form wohl niemals gegeben?
die Römer die Ägypter und die alten
Griechen wenn es um die Bewohner des
Altertums geht so fällt der historische
Scheinwerfer häufiger auf bestimmte
Völker als auf andere oder hast Du schon
mal was von den lykian gehört einst in
den Grenzen der heutigen Türkei zu Hause
liegen viele Spuren dieser mysteriösen
Hochkultur noch immer im Schatten und
doch ist eines unbestritten die Lykia
haben der Nachwelt atemberaubende
felsbauten hinterlassen die nicht nur
die außergewöhnlichen Fertigkeiten
sondern auch das tiefgreifende Wissen
ihrer Erschaffer bezeugen aber wie haben
die Lykia ihre architektonischen
Wunderwerke in die Wirklichkeit gebracht
was wissen wir über die Herkunft und das
Schicksal dieses Volkes und weshalb
hätte es die USA ohne die Lykia in
dieser Form wohl niemals gegeben wer
nach den Anfängen einer langvergangenen
Hochkultur sucht ist in der Regel gut
damit beraten seine Nase in
zeitgenössische Aufzeichnungen zu
stecken denn wer könnte uns einen
besseren Einblick in das Leben eines
Volkes geben als diejenigen die ihm
selbst begegnet sind tatsächlich werden
die Lykia bereits in Homers Elias
erwähnt wahrscheinlich im achtten oder
7b jahrhundert verfasst schildert das
fiktionale Werk einen Abschnitt des
legendären trujanischen Krieges und
während das Epos berichtet dass die
Lykier dabei Seite an Seite mit den
Trojanern in die Schlacht gezogen sind
lässt uns auch ein gut 4 000 Jahre alter
phönizischer Obelisk aufräuchen einst in
büblos im Libanon geborgen erzählt das
Artefakt von einem gewissen Volk der
Luca oder auch luuki und meint damit
womöglich jene Kultur die wir heute als
LK kennen trotzdessen schlummern die
Ursprünge der lykischen Kultur aber noch
immer weitestgehend im Dunkeln fest
steht nur dass sie einst ein Gebiet
bewohnten das kleiner war als Schleswig
holzstein demnach erstreckte sich das
Kerngebiet der Lykia entlang der
türkischen Mittelmeerküste zwischen den
heutigen touristenhotspots Antalia und
daman von dort aus reichte es tief bis
ins zerklüftete Hinterland wo die Berge
mehr als 2000 m über ihrer Umgebung
tronen und wo noch immer viele Ruinen
von der ehemaligen Anwesenheit der Lykia
Zeugen denn wenn es um architektonische
Zeitzeugen geht war dieses Volk ein
wahrer Meister seines Fachs es erschuf
beeindruckende Theater prächtige
säulenalleen kanalisierte Straßen Tempel
Termen und
aquedukte das auffälligste steinerne
Vermächtnis ist jedoch den Toten
gewidmet der außergewöhnliche
bestattungskult der Lykia um das zu
erkennen genügt schon ein kurzer Blick
auf die imposanten Felsengräber von Myra
etwa um das Jahr 400 vor Christus
errichtet und im wesentlichen Teil des
Taurusgebirges gelegen lässt die
alterwürdige direkt in den
steingeschlagene Städte tief in die
bestattungsrieden der Lykia blicken denn
im Gegensatz zu uns betteten die Lykia
ihre Verstorbenen nicht unter der Erde
zu letzten Ruhe sondern in luftigen
Höhen was es mit den Hintergründen der
schwindelerregenden Beisetzung auf sich
hatte ist leider nicht abschließend
geklärt Forscher vermuten jedoch dass
die Lykia einem sogenannten
entrückungsglauben folgten und davon
überzeugt waren dass die Seelen der
Toten mit Hilfe von vogeldämonen ins
Himmelreich gelangten folglich hätten es
die geflügelten Kreaturen also leichter
gehabt wenn sie ihre Fracht an einem
möglichst Punkt einsammeln konnten
unterm Strich sind die Felsengräber aber
nicht nur wegen ihrer Lage und ihrer
außergewöhnlichen Konstruktion so
bedeutend sondern auch aufgrund der
Tatsache dass sie ganz im Stil der
lykischen Wohnhäuser errichtet wurden
demnach sind die Gräber also ein
gemeißeltes Abbild des alltäglichen
Lebens und manche von ihnen zählen bis
zu drei Stockwerke darüber hinaus waren
die Grabstätten in der Regel für mehrere
Personen gleichzeitig vorgesehen sehr
wahrscheinlich handelte es sich dabei um
Verwandte sass die Familiie Bande auch
über den Tod hinaus aufrechterhalten
wurde die zahllosen Skulpturen und
Reliefs die den Komplex ziehen tun
schließlich ihr übriges um den
mystischen Glanz längst vergangener Tage
erstrahlen zu lassen und doch traten die
Verstorbenen Lykia ihre Reise ins
Jenseits zu weilen auch auf anderen
Wegen an beispielsweise in Sarkophagen
die sich aber deutlich von den
ägyptischen Sägen unterscheiden die du
jetzt wahrscheinlich vor Augen hast so
zeichneten sich die lykischen Sarkophage
einerseits durch ihre beeindruck Ende
Größe aus und andererseits durch ihre
spezielle Aufmachung in der Regel
bestanden sie aus drei Teilen aus einem
Sockel einer Grabkammer und einem
spitzendeckel und offenbar kam die
Gemeinschaft auch bei dieser
Bestattungsform nicht zu kurz es wurden
bereits lykische Sarkophage entdeckt in
denen die Toten zusammen mit ihren
Angehörigen und Sklaven Ruten die
säulengräber gelten Wied darum als die
älteste aber auch als die am wenigsten
verbreitete Bestattungsform der Lykia
bislang nur westlichen Teil des
ehemaligen Lykien nachgewiesen bestehen
diese aus einem monoliten der sich nach
oben hin verjüngt und im Normalfall zwei
Kammern enthält diese archäologischen
Sensationen erwecken die Vergangenheit
zum Leben zurück in der Welt der
Lebenden erkennen wir dass lyken an der
Schnittstelle vieler Hochkulturen lag
ganz gleich ob die Phönizier die
Griechen die Römer oder die Perser alle
machten hier auf ihren Handelsreisen und
Feldzügen Halt und hinterließen ihre
Spuren innerhalb dieses kulturellen
Schmelztiegels erwuchs ein Volk das
gewisse externe Einflüsse übernahm wie
etwa die römische Badekultur doch
gleichzeitig stets eine eigene Identität
bewahrte denn obwohl die Lykia mal dem
griechischen mal dem persischen und mal
dem römischen Machtbereich Unterlagen
besaßen sie ihre eigene Sprache und
individuelle Gottheiten des Weiteren
entwickelten sie auch ein eigenständiges
Schriftsystem dieses lässt sich bis zum
Ende des sech jahrhunderts vor Christus
zurückverfolgen und und zeigt starke
Parallelen zum griechischen nur zehn der
insgesamt 29 Buchstaben gelten als
einzigartig doch leider lassen sich die
schriftlichen Aufzeichnungen nur in
Teilen entschlüsseln es gibt einfach zu
wenige erhaltene Zeugnisse die den
Experten bei dieser Aufgabe helfen
könnten ein Umstand der nicht zuletzt
der Tatsache geschuldet ist dass die
lykische Schrift im Laufe der Zeit
unterging denn nachdem Alexander der
Große Lykien im Jahr 333 vor Christus
erobert hatte setzte sich endgültig das
griechische durch und die
geheimnisvollen Zeichen verschwanden in
der Versenkung und was für die Schrift
galt sollte zwischen dem 11 und 13
jahrhundert auch die Lykier selbst
treffen auf den Einmarsch der
islamischen Völker aus dem Osten folgte
der Untergang der einszu prächtigen
Kultur mit samt ihren Städten so kam es
dass die Natur die Heimat der Lykia nach
und nach zurück eroberte und den
Archäologen unserer Tage einen wahren
Glücksfall bescherte denn tatsächlich
blieben viele Ruin und Artefakte auf
diese Weise erstaunlich gut erhalten und
der Sand gibt immer neue historische
schätzepreis beispielsweise wäre da ein
Straßenverzeichnis dass der erste
römische Statthalter Quintus veranius im
Jahr 46 nach Christus in eine hohe
mauermeißeln ließ dort wurden sämtliche
Entfernungen zwischen allen lükischen
Städten festgehalten eine einmalige
historische Geografie die nicht nur das
gesamte lükische Straßennetz aufdeckt
sondern den Forschern auch erlaubt die
vorher nur in Schriften genannten
Städtenamen konkreten Ruinen zuzuordnen
nicht weniger aufregend war der Fund
eines römischen Leuchtturms er ist der
einzige weltweit der weitestgehend in
seinem Originalzustand erhalten
geblieben ist allerdings mussten die
Experten schon zweimal hinschauen um das
uralte Bauwerk auch als solches zu
identifizieren der Leuchtturm lag lange
Zeit zum Großteil unter Sand begraben
und war optisch nicht von einem
gewöhnlichen Felsen zu unterscheiden
nach dem Abtransport von 6us
lwagenladungen Sand später war jedoch
klar dass hier die ganze Zeit ein
unersetzliches Relikt geschlummert hatte
und während dieses in der Antike noch
die Westseite der Hafeneinfahrt
gesichert hatte befand es sich zum
Zeitpunkt seiner Entdeckung schon knapp
einen Kilometer von der mittlerweile
versandeten Küste entfernt wie die Lykia
der amerikanischen Verfassung den Weg
ebneten unweit des Leuchtturms befindet
sich wiederum ein Zeitzeugnis das
beweist wie verblüffend die Lykia
Struktur er waren im Detail handelt es
sich dabei um das Ratsgebäude das eins
knapp 1500 Menschen platzbot und das
eine ganz ähnliche Funktion besaß wie
der Bundesrat oder das amerikanische
Repräsentantenhaus heute folgt man den
Ausführungen der Archäologen so tagte
hier eins das Parlament die ehemals
selbstständigen Stadtstaaten hatten sich
vermutlich um das Jahr 167 vor Christus
zum lykischen Bund zusammengeschlossen
um sich gegen feindliche Völker zu
schützen gut 65 Jahre später erzählte
dann der Bund 23 stadtmitglieder und die
Organisation wirkt rückblickend
erstaunlich modern jeder Stadtstaat
entsandte je nach Größe und
Bevölkerungszahl zwischen einem und drei
Abgeordneten das Staatsoberhaupt der
sogenannte lüjarch wurde wiederum jedes
Jahr aufs Neue gewählt das gleiche galt
für den Schatzmeister den Kommandanten
und den Sekretär des Bundes allerdings
war die besondere Position des lkiarchen
keineswegs nur den vorbehalten auch
Frauen konnten im alten lüquien zum
Oberhaupt des Bundes aufsteigen wenn es
zwischen den einzelnen Städten dann
einmal zu Konflikten kam kümmerten sich
gemeinsame Gerichte um die Angelegenheit
und der lükische Bund achtete auch
darauf dass seine Mitglieder der
übergeordneten Verfassung treu blieben
im Jahr 43 nach Christus wurde Lykien
schließlich zur römischen Provinz doch
trotz alledem blieb der Bund noch etwa
350 weitere Jahre bestehen und wenn man
so möchte dann basiert sogar die ische
Verfassung auf diesem Vermächtnis der
Antike so bezeichnete der französische
staatsphilosoph montesqueie die lykische
Verfassung in seinem Werk vom Geist der
Gesetze als das beste Modell für eine
föderale Republik denn im Gegensatz zu
anderen altertümlichen Bündnissen war
das politische Gewicht der einzelnen
Mitglieder hier direkt an Ihre Größe
geknüpft und tatsächlich besaßen
Montesquieus Ansichten auch in Übersee
einen großen Einfluss seine Schriften
und somit auch das Erbe der Lykia
beeinflussten die Gründerväter der USA
welche dem Jungen Staatenbund am 17
September
1787 in Philadelphia eine Verfassung
gaben und du bist jetzt hoffentlich in
der Verfassung uns ein Abo dazulassen
drück jetzt sehr gerne auf das Däumchen
und den aboutton und lass dir nie wieder
ein spannendes Video von uns entgehen
bis bald
[Musik]