⚠️ VIDEOBESCHREIBUNG ⚠️ Wirklich ganz anders! Ducati Monster SP Die kleinen Änderungen an jeder fahrwerksschraube führen zu einem wirklich anderen Motorrad, die SP fährt ganz anders als die normale Ducati Monster. Und damit wird sie vom schnöden Brot und Buttermotorrad zu einem echten Titelanwärter im vergleich der oberen Mittelklasse nakedbikes gegen KTM Duke 990, Yamaha MT09, Kawasaki Z900, Triumph Street Triple 765 RS und BMW F900R.
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Ducati Monster SP. Ich glaube noch kein Motorrad hat mich so sehr an meinen YouTube-Kollegen
zweifeln lassen, wie dieses Motorrad. Damit herzlich willkommen beim Original, herzlich
willkommen in diesem Video.
Bevor wir reingehen, muss ich vielleicht einmal kurz ausholen. Normalerweise ist es so, dass
ich keine Motorradtests gucke von Bikes, die ich selber testen möchte, einfach um mich
davon frei zu machen und mich nicht beeinflussen zu lassen. Da ich ja die normale Monster getestet
habe, gerne mal da oben reinschauen, habe ich mir dann später die Videos zu SP angeschaut,
weil ich eigentlich nicht vorhatte, dieses Bike zu testen und der O-Ton war einfach immer
der gleiche, so ist ein ganz anderes Bike, fährt es viel besser, die Federelemente,
die machen das Bike so viel besser. Und ich bin jetzt schon andere Motorräder gefahren
mit besserem Fahrwerk oder besseren Federelementen und ich weiß, dass das viel helfen kann, aber
das macht kein komplett neues Bike draus. Dann war ich doch ein bisschen skeptisch, weil
alle meinten, es fährt wirklich viel besser und 5 Minuten Recherche reichen, um rauszukriegen,
warum das so viel besser fährt und es eben nicht nur an den Federelementen liegt und
deshalb springen wir auch jetzt direkt mal in das Thema Fahrwerk.
Die Ducati Monster SP ist motortechnisch gleich mit der normalen Monster und der Monster Plus
natürlich, es ist wie gesagt nur das Fahrwerk. Und was ist denn nun anders? Das offensichtlichste,
weil es leuchtet ja auch Gold, ist die Gabel und das Federbein, das ist hier von Öhlins,
einmal mit 150mm hinten und 140mm vorne. Vorne voll einstellbares Öhlins NEX, 30mm Upside
Down Gabel, 43mm Titan Nitrit beschichtet und wie gesagt 140mm Federweg hinten, das
Federbein ist progressiv angelenkt. Klar sprechen die Feinde an und man spürt wirklich
jeden Millimeter, den die Gabel sich bewegt und davon hat sie jeweils eben 10mm mehr Federweg
vorne wie hinten, also 150 zu 140 und 140 zu 130, könnte man ja erwähnen. Achso, ja
genau, stimmt, die Leuchten ja Gold. Und die Sitzhöhe ist anders, die Standardsitzhöhe
zumindest, die ist 840mm bei der Monster SP und 120mm bei der normalen Monster und sie
ist 2kg leichter. Das ist nicht weltbewegend, das ist bei der Monster immer noch gut um
Prozent rum oder so, aber es trägt auf jeden Fall auch natürlich dazu bei, dass man ein
bisschen besser fahren kann. Aber, und das ist das große Aber, nur die Federelemente,
die Sitzhöhe von 2cm und 2kg weniger macht das für ein Motorrad nicht ein komplett neues,
krass anderes Motorrad, das macht ein deutlich besser fahrbares Motorrad, aber da muss noch
mehr dahinter stecken. Und es ist eindeutig die komplett geänderte statische Geometrie
und das haben wohl alle vergessen zu erwähnen. Radstand 2mm kürzer, Lenkkopfwinkel 1° steiler
und der Nachlauf trotz längerer Federwege 6mm kürzer, von nur noch 87mm, das ist ultra
kurz. Und jetzt wird da langsam ein Schuh draus, oder eben ein Stiefel. Mit all den
Änderungen, Lenkkopfwinkel, Nachlauf, Radstand, Gewicht, Federelemente, Umlenkwinkel, der
Schwinge, haben die so viele Kleinigkeiten geändert, dass jetzt wirklich ein anderes
Motorrad rausgeworden ist. Die Änderungen sind einzeln betrachtet nicht viel. Ja,
2mm Radstand, da kannst du die Kette um ein Glied kürzen, da hast du es auch schon erreicht. Aber
es ist vor allem die Summe der Änderungen, denn dieses Motorrad fährt viel handlicher in die
Kurven rein und es ist gleichzeitig stabiler. Das erreicht man vermutlich auch mit dem ab Werk
verbauten Lenkungsdämpfer, der hilft natürlich. Und wir haben natürlich auch andere Reifen verbaut
ab Werk. Wir haben die Rosso 4, die sind deutlich besser als die Rosso 3. Die haben zwar immer noch
das gleiche Problem, dass die Flanken weit außen sehr lange brauchen bis sie warm werden und richtig
Grip bieten, aber es ist halt auch ein super Upgrade. Bei der Monster SP ist einfach Kurve
gedacht, Kurve gemacht, die lenkt wirklich sehr sehr harmonisch ein. Das Fahrwerk, auch hier würde
ich schon fast wieder von einem Setup reden. Ihr merkt schon, es kommt relativ nah ran an eine
Street Triple 765 RS und der Vergleich kommt ja bald noch. Also es ist wirklich ein grandios
funktionierendes Setup und Fahrwerk. Das Feedback der Federelemente finde ich tatsächlich dann das
Beste in der Klasse. Die haben sehr gut Progression, sind auch relativ straff, aber halt wirklich so,
dass es im Alltag super zu gebrauchen ist und man auch genau die richtige Menge an Feedback von
der Straße bekommt. Das ist nicht so, dass man auf einem schlechteren Asphalt denkt, die ganze Zeit
oh Gott, oh Gott, warum wackelt hier alles so? Aber es ist auch nicht so, dass man wie bei einer GS
irgendwie so drüber schweben würde. Es ist wirklich eine saugute Menge an Feedback, um sportlich und
trotzdem sicher zu fahren. Weiterhin, wenn man dann doch zu schnell war, hat die SP natürlich
auch die Brembo Monoblock Stilemas verbaut. Das war zu seiner Zeit als Bikerausgang quasi das
Höchste, was Brembo hatte. Mittlerweile gibt es glaube ich neue. Auf der normalen Monster sind die
M432 auch Monoblocks, die zum Beispiel auch auf einer Streetfighter V2 verbaut sind. Auch die M432
sind super gute Bremsen. Ja, die ist nicht so kristallklar wie die Stilema, aber muss man halt ein
bisschen fester ziehen und das braucht halt länger, bis man ein Gefühl dafür kriegt. Die Stilemas
trotzdem sind minimal leichter noch. Hilft alles. Es hilft halt alles so ein Mühen. Ich glaube, dass auch
die Summe von dem Kapitel Fahrwerk, dass diese massiven Änderungen ausgeblieben sind, aber
unzählige kleine Änderungen und die geben in Summe halt dann doch wieder eine große massive
Änderung. Aber kann man übersehen als Tester. Ich meine, die Federelemente glänzen immerhin Gold.
Der Motor bleibt der gleiche wie bei einem normalen Monster. Es ist der 111 PS, 937 Kubik, Testastretta,
desmodromisch gesteuert und natürlich in allen Monster-Modellen mit 30.000 km Desmoservice, was
ich tatsächlich nicht schlecht finde. Die 111 PS liegen an bei 9.250 Umdrehungen und 93 Nm bei
6.500 Umdrehungen und dank des optimal getroffenen Getriebes steigt die Ducati wütend aufs Hinterrad,
wenn man zu schnell zu viel beschleunigen möchte. Auch wenn sich die 9.500 Umdrehungen nach weit
oben anhören, sind sie nicht. Bereits vor 4.000 Umdrehungen liegen konstant über 80 Nm an. Das
Motorrad ist recht kurzzügig ausgelegt und dreht sehr schnell hoch. Die schiebt auch oben raus noch
richtig sauber durch und die 111 PS gehen wirklich gut und fühlen sich nach deutlich mehr an. Aber
das gleiche habe ich damals auch schon in dem normalen Monster-Video gesagt. Und die ganze
Schwärmerei führte dazu, dass ich mir das Motorrad kaufen wollte. Jetzt wisst ihr, ich habe mir eine
Streetfighter V2 gekauft, aus einem relativ einfachen Grund. Und zwar, meine Frau und ich
wollten zusammen Motorrad kaufen. Sie ist halt kleiner als ich, ist vermutlich deshalb auch
weiter nach vorne gerutscht und hat sich innen am Oberschenkel am Zylinderkopf verbrannt.
Jungs, da fährt die Mama Motorrad. Die wurde schon sehr heiß. Wir hatten an diesem Tag 34 Grad,
es wurde auch mir zu heiß und auch ich habe dann versucht, den Oberschenkel vom Motor
wegzukriegen, damit die Luft es irgendwie ein bisschen kühlt oder so. Also man merkt immer da,
wo sie dann den Wheelie anfängt hier, 5,5 oder so, da hast du nochmal richtig, ab da hast du
richtig Kasala. Ich glaube aber auch im Sportmodus ist die im ersten Gang gedrosselt. Ich meine,
im Touring ist sie im ersten und zweiten ein bisschen gedrosselt. Und was man auch sagen muss,
der rechte Oberschenkel, der ist haarfrei. Da wird es ein bisschen warm. Aber wie ihr gesehen habt,
vor allem im Vergleich mit der 821, eine enorme Entwicklung, die Ducati dahin gelegt hat. Und
der Motor ist das jetzt eigentlich, wenn Leute sagen, die 1000er sind mir zu viel für die
Landstraße, das ist eigentlich einer dieser Motoren, den du haben willst. Der hat wirklich
genug Power zwischen 0 und 120, wirklich einfach komplett vorne mitzuspielen. Aber
du fährst halt nicht aus Versehen mal 190 auf der Landstraße, was mit einer Streetfighter V4
einfach passieren kann. Also die kommt sehr leicht vorne hoch. Soundtechnisch ist der
auch wirklich nicht so verkehrt. Auf der SP ist natürlich der Termignoni verbaut. Und es
ist ein Euro5-Motorrad, die brüllt dich nicht an wie eine alte Ducati. Die ist mechanisch,
wird die Streetfighter V2, kommen Motorgeräusche hoch und der Termignoni klingt auch gut. Wirklich,
so dass ich sagen würde, das passt, da bin ich zufrieden damit und hat mir eigentlich ganz gut
gefallen. Beim Thema Elektronik ist alles dabei, wie bei der normalen Monster auch. Das Wichtigste,
wie gesagt, ist immer die 6-Achsen-IMU, also der Schrägheitssensor für Schräglagen, ABS und
Traktionskontrolle. Wir haben das bekannte 4,3 Zoll Ducati-Display, auch das gleiche wie in der
Streetfighter. Kristallklar ablesbar, weiß oder schwarz als Hintergrundfarbe. Ihr habt alle wichtigen
Infos drauf, ihr könnt alles separat einstellen. Auch da bin ich immer penibel drum, das wisst ihr.
Sonst behindert mich halt Elektronik. Hier ist wirklich alles komplett einstellbar. Bei der
Monster ist, glaube ich, der Fahrmodus Red noch dazubekommen. Und ganz wichtig, die haben die
Launch-Control neu abgestimmt. Die Bedienung ist gleich wie bei der Streetfighter V2. Das heißt,
dieser Blinkerknopf ist wieder fünffach belegt und braucht ein bisschen, bis man sich daran gewöhnt
hat. Auch sonst ist die Kritik die gleiche, weil Streetfighter heißt, man sieht halt nicht,
während der Fahrt, was man eingestellt hat, und kommt in das Menü nicht rein. Aber ansonsten kann
man da nichts Negatives sagen. Das Display könnte ein bisschen größer sein, ja. Aber es ist okay,
es ist gut ablesbar. Die Elektronik funktioniert, wie sie sollte. Auch mit Wheelie-Control ein geht
die ziemlich gut und sehr leicht vorne hoch. Also eigentlich so, wie man es haben will.
Bei sonstiges von Alltag, was mir generell so auffällt, ist es nicht neu, aber lobenswert,
Service alle zwölf Monate oder 15.000 Kilometer. Das ist schon ziemlich viel für einen Service-Intervall.
Die meisten Sonstige sind 10.000 und 12.000 Kilometer. Der S-Monster ist, wie gesagt,
30.000 Kilometer. Auch Verdichtungen waren nicht so hoch. Ich glaube, 13,1 zu 1. Ich finde,
Ducati hier fast schon niedrig. Aber ernsthaft, also ist noch im Rahmen auf jeden Fall. Und was
eine SP ja immer ausmacht, ist eine besondere Lackierung. Bei ihr sind es halt diese durchaus
gemixten Rottöne. Finde ich nicht schlecht, finde ich schön. Ich finde halt die alten SP-Lackierungen
wie von der Hyper mit dem Grau-Weiß finde ich halt ultra geil. Und ihr habt halt noch einen
roten Sitz. Ja, es gibt meiner Meinung nach genau zwei Gründe, die rote Sitze legitimieren. Das
eine ist ein Mercedes 300 SL von 1953, oder ihr seid vom Beruf Zuhälter. Wobei man kann es ja
schnell, also man kann den den Sitzbezug relativ schnell ändern, nicht euren Beruf. Auch wenn es
wirklich nur ein Kurztest war, die Monza SP hat ab Meter 1 überzeugt. Die sieht gut aus. Meine
Frau sieht darauf auch besonders gut aus, deswegen schade, dass wir sie nicht gekauft haben. Und die
Fahrwerksänderungen haben mich wirklich krass überrascht. Viele von euch haben ja kommentiert,
bitte teste die SP, teste die SP, du wirst überrascht sein. Und ich dachte mir, nur
Federelemente, das bringt schon was, aber das ändert kein Motorrad. Und dann wie gesagt,
kurz mal recherchiert und Upsala, die haben wir doch ganz schön Hand angelegt. Und das merkt man
so krass, das ist der Wahnsinn. Also ich muss ehrlich sagen, wenn ich so eine Monza hätte,
könnte ich nicht sagen, ihr müsst das und das und das so ändern, damit die so funktioniert,
keine Chance. Aber die Änderung, die spürt ja wirklich jeder Trottel. Also das ist krass,
es ist wirklich krass. Ich will nicht zu viel vorweg nehmen. Wichtig ist, wir haben jetzt alle
relevanten Motorräder getestet. KTM 990 Duke hatte ich im Frühjahr. Ganz neu die Yamaha MT-09. Zur
Sicherheit, wobei die da wahrscheinlich nicht auftauchen wird, eine Ducati Streetfighter V2
noch mal getestet. Dann haben wir die Z900, die F900R und die Street Triple 765 RS. Genau,
und das ist eigentlich, wenn ich so drüber nachdenke, die krasseste obere Mittelklasse,
die es je gab. Das wird vermutlich nicht arg viel besser, weil halt höhere Euronormen uns
da vielleicht immer ein bisschen einbremsen. Jetzt kommt ja die KTM 990R im Winter, eine Z900,
gibt es auch schon wieder Gerüchte. Also kann ich sagen, wir müssen dann das Video eh nochmal
neu machen. Aber in den nächsten Wochen kommt das Video mit der oberen Mittelklasse, wo die
Monster SP auf jeden Fall auftaucht, auf jeden Fall hingehört. Preistechnisch ist sie ja auch
fast schon Oberklasse, aber wir packen sie nochmal in die Mittelklasse. Ich hoffe,
auch wenn es ein Kurzes war, hat die der Bock drauf. Vielen Dank fürs Zuschauen und ansonsten
bis zum nächsten Video.