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Viele haben den Beitragsschock von den letzten Wochen noch gar nicht verdaut.
Die Schätzer haben ja mitgeteilt, dass im Durchschnitt um 0,8 Prozentpunkte die entsprechenden
Krankenkassenzusatzbeiträge steigen sollen.
Doch jetzt machen schon die nächsten Diskussionen die Runde.
Es geht natürlich um Themen wie zum Beispiel weitere Streichungen von Leistungen, aber
auch das Zusammenlegen von mehreren Krankenkassen, um hier vor allem den Verwaltungskostenblock
zu reduzieren.
Wir schauen uns hier die neuesten Meldungen an, wo man auch ganz klar sagen kann, das
kann wirklich nochmal zu einem massiven Nachteil für den Bürger kommen, aber auch natürlich
zu einigen Vorteilen.
Welche, welche sind, das erfährst du in diesem Video und damit herzlich willkommen zu einem
neuen Video hier von Steuern mit Kopf auf YouTube.
Und ja, Karl Lauterbach musste ja im Grunde jetzt vor ein, zwei Wochen hier Farbe bekennen,
denn so ganz so schön und toll ist die Welt ja doch nicht mehr, denn die Kostensteigerungen
sind ja auch an den entsprechenden Krankenkassen nicht vorbeigekommen.
So wie man sich gefreut hat, dass zum Beispiel jetzt natürlich Pflegekräfte immer besser
bezahlt werden und so weiter und so fort, wo ja einige auch applaudierend an entsprechend
den Balkonen gestanden sind, kommt natürlich jetzt die Rechnung.
Denn wenn ich auf der einen Seite jetzt hier die Kosten erhöhe, dann muss natürlich irgendjemand
auf der anderen Seite das bezahlen.
Das ist jetzt an der Stelle natürlich auch komplett ohne Wertung gemeint, so vorab, aber
jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie kann man zum Beispiel diesen steigenden Personalkostenblock,
Medikationskostenblock und so weiter und so fort andersweitig auffangen.
Und da ist zum Beispiel ein Vorschlag aktuell, der jetzt in den letzten Jahren immer wieder
durchgekommen ist, zum Beispiel die Zusammenstreichung der entsprechenden Krankenkassen.
Aktuell gibt es in Deutschland hier laut welt.de circa 95 Krankenkassen und die Anzahl
soll jetzt gesenkt werden.
Hintergrund ist natürlich ein einziger Punkt, den wir auch schon vor ein paar Wochen angesprochen
haben.
Einige der entsprechenden Krankenkassen könnten auch schlicht und ergreifend pleite gehen.
Ja, das ist ein Fakt, der natürlich auch mit dazu kommt, denn die Finanzierungsausstattung
oder die Kapitalausstattung einiger Krankenkassen ist nicht so gut, dass man jetzt hier wirklich
sagen kann, okay, diese sind weiterhin tragfähig, weil der Grundkostenblock ist natürlich bei
allen relativ gleich.
Und deswegen kann es auch hier sozusagen zu Zwangsheiraten kommen oder auch Flindenhochzeiten,
wie man auch sagt.
Wie ja auch schon einige Experten das angekündigt haben, dass plötzlich an der Stelle eine,
ja sage ich mal, Krankenkasse, die finanziell nicht so gut ausgestattet ist, plötzlich
an dieser Stelle hier zu einer größeren verschmolzen wird.
Vor allem diejenigen, die finanziell angeschlagen sind, könnte es hier als erstes treffen.
Das sagt zum Beispiel auch der Präsident des Sozialverbandes hier Deutschland, Ralf
Hermes.
Eine Reduzierung der Krankenkassen würde dafür sorgen, dass das Geld der Versicherten,
das jetzt für teure Strukturen ausgegeben werden muss, tatsächlich in die Gesundheitsversorgung
fließt.
Weiter heißt es hier natürlich, für eine qualitativ hochwertige serviceorientierte
Betreuung der Bevölkerung sollten circa, jetzt kommt es, 25 Krankenkassen zielführend
sein.
Hintergrund ist nämlich auch, dass einige sagen, ja, aber es ist ja gerade der Wettbewerb
eigentlich, der das Ganze im Grunde sicherstellt, dass man sagt, okay, man hat immer die beste
Leistung.
Kann man nachvollziehen.
Die Frage, die aber einige mittlerweile aufwerfen, sind es 95, die notwendig sind oder reichen
entsprechend 70 weniger, dementsprechend 25.
Und ein Thema, was mir dann aufgestoßen ist, den Herrn Hermes, den hatte ich noch im Kopf
aus einer anderen Thematik, der, wie gesagt, hier aktuell auch der Chef der IKK mit ist,
und zwar letztes Jahr hat er einen weiteren Vorschlag gemacht.
Und hier heißt es nämlich um drastische Einsparungen.
Das ist ein Artikel, der jetzt auch schon vom letzten Jahr ist, vom 01.06.2023, wo aber
bereits damals diese extremen Kostenblöcke bekannt waren.
Und zwar heißt es hier, dass um die Last des milliardenschweren Defizits in der GKV
hier abzubauen, hat hier vor allem Ralf Hermes vorgeschlagen, drastische Einsparungen.
Erstens zum Beispiel, zahnärztliche Behandlungen, Zahnersatz und Homöopathie sollten nicht
mehr im Grunde ganz einfach finanziert werden.
Bei Homöopathie hatten wir jetzt die Debatten, aber auch zahnärztliche Behandlungen und
Zahnersatz sind hier relevant.
Denn hier heißt es wörtlich von ihm, der Lage angemessen wäre es, die kompletten zahnärztliche
Versorgung aus dem Leistungskatalog zu streichen.
Das war jetzt der damalige Chef der IKK, bzw. auch jetzt noch Chef der IKK und Präsident
des Sozialverbandes Deutschland, der diese Aussage getätigt hat.
Bedeutet also, das was wir im Grunde in der Vergangenheit immer so gerühmt haben, hey,
wir haben das beste Sozialsystem, Krankenversicherungssystem, gesetzliche Krankenversicherungen, medizinische
Versorgung, sonst irgendwas, könnte jetzt unter der extremst gestiegenen Last, Beitragslast
auf der einen Seite, steigende Kosten auf der anderen Seite, aber auch gleichzeitig
immer mehr Personen in entsprechend hier natürlich dem Sozialsystem, die keine Nettozahler sind,
die würden am Ende das System stark belasten.
Da kann man am Ende vielleicht sich irgendwann, und das musste ich auch dran denken, dass
es hier amerikanische Verhältnisse gibt, dass du z.B. dann z.B. Mitarbeiter mit einem Bonus
werben kannst, hey, bei uns gibt es Zahnersatz oder die Zahnzusatzversicherung, die übernehmen
wir für dich.
Das sind so Punkte, wo man sagt, da haben wir jahrzehntelang über die Amerikaner auch
lauthals gelacht, wo man sich aber die Frage stellen muss, gesetzliche Krankenversicherung,
ist das nicht eigentlich nur eine Basisversicherung, wo man auch sagen kann, okay, um jetzt mal
die andere Seite so ein bisschen zu beleuchten, die Basisversicherung sollte ja sichergestellt
sein, medizinische Notfallversorgung, grundsätzliche natürlich Versorgung von was weiß ich, allgemeinen
Ärzten und sonstiges, und dann hier ein Modell umbaut, wo man auch ganz klar sagen kann,
jeder muss in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen, wie gesagt, ich bin selber privat
versichert, aber alles, was man on top will, muss man im Großen und Ganzen hier natürlich
zusätzlich versichern.
Aber aktuell natürlich auch das Thema, Beitragsbemessungsgrenze würde dann wahrscheinlich, so wie es international
ist, wahrscheinlich kippen, also alles hat hier Vor- und Nachteile.
Aber auch entsprechend Karl Lauterbach hat sich hierzu geäußert, wie er heißt natürlich,
und das ist jetzt auch spannend, Karl Lauterbach sagt hier, es ist ganz klar, wir können uns
ein paar Dutzend Krankenkassen weniger gut vorstellen.
Das sagte hier vor allem auch Karl Lauterbach in einem Interview mit der BILD am Sonntag
und erklärte auch, wie vor allem das erreicht werden könnte, so heißt es hier, so plane
er ein Online-Portal, in dem Versicherte die Qualität der Krankenkassen vergleichen können
und nicht wie bisher vor allem den Beitragssatz.
Wörtlich heißt es weiter, wir machen jetzt per Gesetz zum ersten Mal eine Vergleichbarkeit,
dann wird die Zahl der Krankenkassen sinken.
Also, könnte man hier auch vermuten, dass es irgendwie so ein bisschen so geplante,
ja sag ich mal, in die Insolvenz schicken ist, so ein bisschen so, hey, naja, wenn ihr
vergleichbar seid, dann wählen die Kunden immer das beste Angebot, nicht nur auf Basis
des Beitragssatzes, aber hier eher natürlich auf Basis des entsprechenden Angebots, was
aber dazu führt, und jetzt sind wir beim spannenden Punkt, dass am Ende sowieso die
großen GKVs hier profitieren werden und das ist natürlich auch ein weiteres Problem,
wo man ganz klar zum Beispiel, man muss selbst die SZ hier in einem Kommentar von Werner
Bartens erkennen, nirgendwo in Europa sind die Gesundheitskosten so hoch, doch den Menschen
hier geht es deswegen nicht besser, im Gegenteil, auch die Krankenhausreform wird daran nichts
ändern und die Patienten geraten aus dem Blick.
Und das ist wirklich etwas, wo man sagen kann, das war irgendwann was, wo ich sage, hey,
da haben viele mich auch zu den internationalen Videos hier auf Stolme Kopf sehr kritisiert
und gesagt, hey Roland, boah, aber unser deutsches Krankensystem ist doch so gut.
Vorsicht, nein, ist es nicht mehr.
Das könnte man sagen aus den Märchenbuchautoren-Zitaten heraus, es war einmal, und zwar es war einmal,
dass Deutschland ein wirklich gutes System hatte, was aber leider in den letzten 9 Jahren
immer mehr erodiert ist, immer mehr natürlich zu einer Belastung der Beitragszahler führt,
was wir jetzt auch sehen, denn die steuerlichen Zuschüsse werden auch immer schwieriger durch
im Grunde Haushaltsdebatten und sonstiges, was am Ende dazu führt, du musst am Ende
mehr zahlen, hast aber nicht mehr, sondern klassische Inflation auf Basis der staatlichen
Kostensteigerung.
Wir auch übrigens, da muss man sich auch noch ein kleiner Fun-Fact zum Schluss, dann
gibt es ja auch Interviews mit einigen Pflegekräften aus Altenheim und sonstiges, die ganz klar
sagen, hey, es kann doch nicht sein, dass ich zum Beispiel dafür, dass ich einem älteren
Patienten, der sich irgendwo gestoßen hat, eine Schnittverletzung hat oder sonstiges
hier, am Ende einen Arzt konsultieren muss, um ihm ein Pflaster anzulegen.