Die Bücher Ellen Whites sind immer noch hochaktuell. Johannes Kovar erzählt von einer Erfahrung, die durch das Buch "Vom Schatten zum Licht" möglich wurde.
Ach, ein Buch aus dem 19. Jahrhundert, das ist doch gar nicht mehr zeitgemäß, das sollte gar nicht im großen Stil verbreitet werden.
Ich sage nein, gerade dieses Buch hat erstaunliche Kraft.
Für andere ist es vielleicht das Leben Jesu, der Sieg der Liebe, das besser passt, oder der Weg zu Christus, oder wie auch immer diese Titel in der modernen Sprache lauten.
Aber ich habe festgestellt, dass gerade dieses Buch erstaunliche Kraft ausübt.
Liebe Gemeinde, ich möchte euch bitten, mit mir gleich einen Text aus der Offenbarung aufzuschlagen.
Offenbarung, Kapitel 9, den Vers 16.
Wir wollen den gemeinsam lesen.
Ich persönlich habe hier immer die Elberfelder Bibel.
Jetzt habe ich jemanden gesucht, der diesen Vers in der Lutherbibel hat.
Und darf ich dich bitten, zu mir heraufzukommen.
Und wir wollen diesen Vers gemeinsam lesen.
Und schaut, was bei euch vom Wortlaut hier in dieser Bibel steht.
Offenbarung, Kapitel 9, der Vers 16.
Und die Zahl des reitenden Volkes war viel tausend mal tausend.
Ich hörte ihre Zahl.
Habt ihr das gehört?
Was hat die Schwester vorgelesen?
Viel tausend mal tausend.
Ja, wie viel ist denn das?
Wenn ich dem Luthertext folge, dann kann ich das nicht genau sagen.
Ich lese euch jetzt vor, wie das bei mir in meiner Elberfelder Bibel steht.
Und die Zahl der Truppen zu Pferde war, jetzt hört gut zu,
zweimal zehntausend mal zehntausend.
Ich hörte ihre Zahl.
Ja, wie viel ist das?
Bitte?
Aha, bei dir in deiner Bibelübersetzung steht das schon ausgerechnet drinnen.
200 Millionen.
Richtig gerechnet.
Ja, warum drückt sich Johannes hier so seltsam aus?
Warum sagt er nicht gleich 200 Millionen?
Warum steht dort zweimal zehntausend mal zehntausend?
Damals, vor zweitausend Jahren, war zehntausend die Zahl,
die die höchste Zahl war und einen eigenen Namen hatte.
Wenn man davon mehr oder ein Vielfaches ausdrücken wollte,
musste man so eine kleine Rechnung anstellen.
200 Millionen steht da.
Ich will jetzt nicht weiter über diesen Text und über die Posaunen reden.
Mir geht es nur um die Größe der Zahl.
200 Millionen.
Und das ist die böse Seite, die hier beschrieben wird.
200 Millionen.
Jetzt gibt es in diesem Vers noch so einen kleinen Nachsatz.
Ich hörte ihre Zahl.
Ich hörte.
Normalerweise in der Offenbarung sieht Johannes Dinge,
die ihm Gott in der Vision zeigt.
Über 40 Mal kommt vor.
Und ich sah.
Hier hört er etwas.
Einige Stellen in der Offenbarung berichten davon,
dass Johannes etwas hört.
Aber es gibt nur zwei Stellen, wo er eine Zahl hört.
Das ist die eine Stelle.
Jetzt schlagen wir die andere Stelle auf.
Das ist Kapitel 7, Vers 4.
Offenbarung 7, Vers 4.
Und wieder hört Johannes eine Zahl.
Und ich hörte die Zahl der Versiegelten.
144.000.
Und so weiter.
Was möchte ich jetzt mit diesem Vergleich sagen?
Die Zahl der Bösen.
200 Millionen.
Die Zahl der Guten.
Nur 144.000.
Ich glaube, dass das eine symbolische Zahl ist.
Aber wir sehen hier ein Größenverhältnis.
Die böse Seite ist sehr groß.
Und die gute Seite vergleichsweise klein.
Das erinnert mich so an ein Thema,
das schon aus dem Alten Testament kommt.
Die Wahngläubigen sind nicht die große Masse,
sondern oft eine kleine, manchmal sogar verschwindend kleine Zahl.
Denkt an die Geschichte von Noah.
Wie viele werden gerettet schlussendlich?
Nur acht Menschen.
Denkt man an die Geschichte von Elia.
Der meint, der Einzige zu sein, der noch übrig geblieben ist
und seine Knie nicht vor Baal gebeugt hat.
Und dann sagt ihm Gott, nein, es gibt noch immerhin 7000.
Aber im Vergleich zu ganz Israel trotzdem eine kleine Zahl.
Und im Neuen Testament setzt sich das fort.
Es sind immer die übrigen.
Eine kleine Anzahl der Überrest, je nach Bibelübersetzung,
die die wahren Gläubigen sind.
Wie wird denn von anderer Seite her argumentiert?
Ich denke jetzt an die katholische Kirche, die sagt,
wir sind sehr viele.
Wir sind über eine Milliarde Katholiken.
Und außerdem haben wir die ganzen Kardinäle und Professoren.
Die können sich doch alle nicht irren.
Da wird mit der Größe argumentiert.
Ich sage, das ist eine falsche Argumentation.
In der Bibel entscheidet es nicht nach der Größe,
sondern offensichtlich nach anderen Kriterien.
Nach welchen Kriterien wird denn in der Bibel entschieden?
Schlagt mit mir einen weiteren Text auf.
Kapitel 12, der Vers 17.
Offenbarung, Kapitel 12, der Vers 17.
Und der Drache, das ist der Satan,
und der Drache wurde zornig über die Frau,
das ist die Gemeinde,
und ging hin, Krieg zu führen mit den
Übrigen, steht er bei mir in der Elberfelder,
ihrer Nachkommenschaft.
Und jetzt wird erklärt, wie sich die zusammensetzen.
Welche die Gebote Gottes halten
und das Zeugnis Jesu haben.
Es geht nicht um die Größe,
sondern es geht um diese zwei Kriterien.
Gebote Gottes und das Zeugnis Jesu.
Welche Gebote werden da gemeint sein?
Naja, offensichtlich die 10 Gebote.
Alle 10 Gebote, inklusive Sabbatgebot.
Und dann steht hier noch ein zweites
Erkennungszeichen.
Das Zeugnis Jesu.
Und über das möchte ich heute mit euch
ein bisschen nachdenken.
Was ist denn das?
Dieses Zeugnis Jesu.
Ich habe jetzt ein paar PowerPoint-Folien,
die wir uns anschauen wollen.
Und ich habe hier einfach ein paar
deutsche Bibelübersetzungen genommen
und die wollen wir uns gemeinsam ansehen.
Die Einheitsübersetzung sagt,
die die Gebote Gottes bewahren
und an dem Zeugnis für Jesus festhalten.
Das Zeugnis für Jesus.
Wer gibt hier ein Zeugnis
nach dieser Einheitsübersetzung?
Wer gibt hier ein Zeugnis?
Es sind wir, die Menschen, die Gläubigen.
Sollen wir über Jesus ein Zeugnis ablegen?
Ja sicher, keine Frage, das ist richtig.
Aber die Frage ist,
ob Johannes diesen Text so gemeint hat.
Schauen wir uns eine andere Übersetzung an.
Das sind die Menschen,
die Gottes Gebote befolgen
und als Zeugen für Jesus treu bleiben.
Wer sind die Zeugen?
Ja wir, die Menschen, die Gläubigen.
Und jetzt beachtet,
das ist die Ausgabe von 1997
und drei Jahre später
gibt es einen neuen Wortlaut.
Das sind die Menschen,
die Gottes Gebote befolgen
und festhalten an dem,
wofür Jesus als Zeuge einsteht.
Wer gibt hier nach dieser Fassung das Zeugnis?
Ja Jesus.
Ja wie jetzt?
Sollen wir ein Zeugnis ablegen
nach Offenbarung 12, Vers 17?
Oder ist es Jesus, der ein Zeugnis ablegt?
Merkt ihr,
dass da nicht immer das Gleiche dasteht?
Gut, schauen wir uns weitere Übersetzungen an.
Hoffnung für alle.
Das sind die Menschen,
die nach Gottes Geboten leben
und sich zu Jesus bekennen.
Wer legt hier das Zeugnis ab?
Wieder wir, die Menschen.
Neues Leben.
Da wurde der Drache zornig über die Frauen
und erklärte ihren übrigen Kindern den Krieg.
Allen, die Gottes Gebote halten
und bekennen, dass sie zu Christus gehören.
Wer legt das Zeugnis ab?
Wieder die Menschen.
Basisbibel, die ist ganz neu.
Und bereit sind,
als Zeugen für Jesus einzutreten.
Ihr merkt,
viele moderne Bibeln sagen,
wir sind die Zeugen.
Aber ist das richtig?
Ist das so gemeint von Johannes?
Jetzt schauen wir uns die genauen Übersetzungen an.
Die Elberfelder Bibel.
Welche die Gebote Gottes halten
und das Zeugnis Jesu haben.
Wer gibt hier das Zeugnis?
Wir, die Menschen, die Gläubigen?
Oder Jesus?
Ja, das ist nicht mehr ganz so klar und deutlich
nach dieser Formulierung.
Das ist irgendwie ein bisschen doppeldeutig.
Jetzt schauen wir uns die Lutherbibel noch an.
Die Gebote Gottes halten
und haben das Zeugnis Jesu.
Also die Lutherbibel und die Elberfelder Bibel,
die sind hier ganz diplomatisch,
würde ich behaupten.
Die legen sich nicht wirklich fest.
Ja, was machen wir jetzt?
Wie finden wir heraus, was gemeint ist?
Habt ihr einen Vorschlag?
Also meinen Vorschlag könnt ihr schon erahnen.
Schauen wir doch in den griechischen Grundtext hinein.
Gut, aber bevor wir das tun,
noch eine andere Überlegung.
Verzeiht mir,
jetzt steige ich ein bisschen in die Grammatik ein.
In die deutsche Grammatik
und vielleicht auch in die griechische Grammatik.
Ich habe hier eine Überschrift
Genitivus, Genitiv, zweiter Fall.
Ja, könnt ihr euch vielleicht erinnern von eurer Schulzeit her.
Und ich habe hier ganz profane Sätze,
die ich euch hier zeige.
Und wir werden merken,
dass hier ein unterschiedlicher Sinn transportiert wird.
Die Entdeckung Amerikas war 1492.
Amerikas, das ist so ein Genitiv, so ein zweiter Fall.
Und wenn wir uns den Satz anschauen,
steht auch schon rechts daneben.
Amerika ist sicher das Objekt.
Alles klar, soweit gut.
Und jetzt schauen wir uns einen zweiten Satz an,
der sehr ähnlich klingt,
aber doch was anderes ist.
Die Entdeckung Edisons war die Glühbirne.
Wurde da der Edison entdeckt?
Sicher nicht.
Also wir verstehen,
das ist irgendwie zwar ein Genitiv
und der Satz fängt gleich an,
aber hier ist was ganz anderes gemeint.
Edison ist hier das Subjekt,
die Person, die agiert, dieser Agens.
Er ist der Entdecker.
Könnt ihr mir folgen, soweit?
Also zwei Sätze, zwei Genitive
und sie werden anders verwendet.
Meistens, wenn wir Deutsch als Muttersprache haben,
dann denken wir über solche Dinge gar nicht nach.
Uns ist das sowieso klar
und wir machen das ganz automatisch richtig.
Jetzt denken wir noch einmal an unseren Satz
aus Offenbarung 12, Vers 17.
Das Zeugnis Jesu.
Ist Jesus jetzt das Objekt,
über das wir ein Zeugnis ablegen
oder ist er es, der selber das Zeugnis ablegt?
Beides ist möglich.
Okay, gut.
Dann schlage ich vor,
schauen wir uns das einmal im griechischen Text an.
Okay, ich würde so gerne
jetzt eine Griechischstunde mit euch machen,
aber dazu reicht leider die Zeit nicht.
Aber was möchte ich euch sagen?
Das sind zwei Zeilen.
In der ersten Zeile steht,
die die Gebote Gottes halten
und in der zweiten Zeile,
die das Zeugnis Jesu haben.
Und wenn ich mir das im Griechischen anschaue,
dann ist die Parallelität
zwischen der ersten griechischen
und der zweiten griechischen Zeile
noch deutlicher als im Deutschen.
Ich habe sie auf Deutsch auch.
Die, ganz wörtlich übersetzt,
die, die halten die Gebote Gottes
und in der zweiten Zeile die,
die haben das Zeugnis Jesu.
Was bedeutet das jetzt?
Ich muss gestehen,
das Griechische ist auch nicht ganz eindeutig.
So gesehen kann es sein,
dass sich die eine deutsche Übersetzung
für die eine Variante
oder für die andere Variante entscheidet.
Aber ich habe jetzt noch zwei Argumente,
dass ich sage,
es ist tatsächlich das Zeugnis,
das Jesus zugunsten seiner Gemeinde ablegt.
Und lesen wir uns die gemeinsam durch.
Der parallele Aufbau dieser beiden Zeilen
fordert eigentlich eine parallele Übersetzung.
Wenn die Gebote von Gott kommen,
dann auch das Zeugnis von Jesus.
Könnt ihr dem folgen?
Ist das logisch, nachvollziehbar?
Ja, gut.
Jetzt habe ich noch ein zweites Argument hier.
Das griechische Wort Zeugnis
und wenn danach eben ein Genitiv folgt,
kann in den johannäischen Schriften,
damit meine ich das Johannesevangelium
und die Johannesbriefe
und natürlich auch die Johannesoffenbarung,
immer als genitivus subjektivus verstanden werden.
Wenn Johannes sagen wollte,
dass ein Zeugnis über jemanden abgelegt wird,
dann hat er immer eine Präposition verwendet,
um das auszudrücken.
Für die, die Griechisch können,
das wäre die Präposition peri.
Gerhard Pfandl, ein alter Bogenhofner,
der hat darüber einmal einen Artikel geschrieben.
Also, wie müssen wir diesen Text deuten?
Das Zeugnis wird von Jesus
zugunsten seiner Gemeinde abgelegt,
damit die Leute wissen,
das ist die richtige Gemeinde.
Schlagt mit mir noch einmal die Offenbarung auf
und wir wollen da weiterblättern zu Kapitel 19.
Offenbarung Kapitel 19 und den Vers 10 lesen.
Johannes ist in der Vision
und dann kommt der Engel,
der ihm etwas erklärt
und Johannes steht in der Gefahr,
diesen Engel anzubieten.
Das ist der Hintergrund.
Offenbarung 19, Vers 10.
Und ich fiel zu seinen Füßen nieder,
ihn anzubeten, und er sprich zu mir,
siehe zu, tu es nicht.
Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder,
die das Zeugnis Jesu haben.
Bete Gott an, denn das Zeugnis Jesu
ist der Geist der Weissagung.
Geist der Weissagung.
Das ist Weissagung.
Ich habe einmal einer jungen Frau Bibelstunden gegeben
und habe ich auch vom Geist der Weissagung gesprochen.
Dann schaut sie mich an und ich habe verstanden,
sie hat nicht verstanden, was ich sage.
Weissagung, habe ich gesagt,
das ist ein anderes Wort für Prophetie.
Im Griechischen steht dort auch Prophetia.
Das verstehen wir auch,
wenn wir nicht Griechisch gelernt haben.
Jetzt schaut noch einmal in diesen Bibeltext hinein.
Der Engel sagt, ich bin ein Mitknecht.
Und dann spricht er von den Brüdern
und dann vom Zeugnis Jesu
und von der Weissagung, von der Prophetie.
Und jetzt blättern wir noch einmal
ein Stückchen weiter zu Kapitel 22
und lesen die Verse 8 und 9.
Wieder die gleiche Situation.
Wieder steht Johannes in der Gefahr,
den Engel anzubeten.
Und jetzt lesen wir, was dort steht.
Kapitel 22, 8 und 9.
Und ich, Johannes, bin der,
welcher diese Dinge hörte und sah.
Und als ich sie hörte und sah,
fiel ich nieder, um anzubeten
vor den Füßen des Engels,
der mir diese Dinge zeigte.
Und er spricht zu mir, siehe zu, tu es nicht.
Ich bin dein Mitknecht.
Wieder das gleiche Wort.
Und der deiner Brüder.
Wieder das gleiche Wort.
Der Propheten und derer,
welche die Worte dieses Buches bewahren.
Was können wir jetzt ableiten?
Auf dem Banken 12, Vers 17.
Das Zeugnis Jesu.
Das ist der Geist der Weissagung oder Prophetie.
Und wer gehört dort dazu?
Die Brüder, die Propheten.
Das ist einfach eine Gleichung,
die hier von der Bibel aufgestellt wird.
Was bedeutet das jetzt für uns?
Die letzte Gemeinde in der Weltgeschichte
braucht die Gabe der Prophetie.
Wenn ihr euch da im Neuen Testament
diese verschiedenen Listen
mit den Gaben in der Gemeinde anseht,
die Prophetie, die kommt überall vor.
In all diesen Listen.
Ich habe jetzt hier ein paar Sätze formuliert.
Lesen wir uns die gemeinsam durch.
Als Adventgemeinde glauben wir,
dass sich im Leben und Wirken von Ellen White
dieser Geist der Weissagung manifestiert hat.
Ellen White war eine Prophetin.
Wir können aber davon ausgehen,
dass in der letzten Endzeit
noch viele weitere Propheten aufstehen werden.
Denken wir an Joel Kapitel 3
und viele andere Texte.
Wenn ihr euch über Ellen White
ein bisschen informieren wollt,
da gibt es auch eine gute Homepage.
www.ellenwhite.de
Unser Prediger Thomas Eisner
mit seiner Frau, mit der Tina,
die haben das gestartet.
Ich arbeite da jetzt auch ein bisschen mit.
Und eine kleine Anekdote hier am Rande.
Wie wir überlegt haben,
unter welcher Internetadresse
wir das laufen lassen sollen,
haben wir gesagt,
Ellen White, wenn das im Namen
dieser Domain drinnen steht,
das wäre eigentlich ideal.
www.ellenwhite.de
Das wäre also unsere Traumadresse.
Allerdings, die war natürlich schon vergeben,
aber ohne Inhalt.
Und unser Raphael Ludescher
hat dann irgendwie herausgefunden,
wer diese Adresse besitzt.
Und dann war der Vorschlag,
wir können doch diese Adresse abkaufen.
12.500 Euro war der erste Vorschlag.
Und dann habe ich gesagt,
das ist aber schon sehr teuer.
Und der Raphael hat das ja geschickt gemacht
und hat ein bisschen Verhandlungen geführt.
Schlussendlich haben wir nur wenige
100 Euro dafür zahlen müssen.
Wer sich also über Ellen White informieren will,
dem schlage ich vor,
auf Deutsch zu dieser Adresse zu schauen.
Ich habe vorher die katholische Kirche erwähnt.
Die scheut sich nicht, von ihren Heiligen zu reden.
Da gibt es dann einen Papst, der stirbt
und dann wird überlegt,
ob der nicht auch selig gesprochen
und heilig gesprochen werden könnte.
Ich habe einmal vor Jahren in der Zeitung gelesen,
in Frankreich gab es ein paar Millionen Katholiken,
die überlegt haben,
die Maria zur vierten Gottheit zu erheben.
Ich war richtig überrascht, wie ich das gelesen habe.
Es ist auch nicht dazu gekommen.
Aber ich habe festgestellt,
andere reden über das,
was sie so in ihrer Kirche vorhaben,
sehr wohl und ohne Scheu.
Oder denken wir an die Mormonen.
Die erzählen die Geschichte,
dass dieser Engel Marrone gekommen ist
und diesen Gründer der goldene Platten gebracht hat,
die er dann übersetzt hat.
Und das ist dann das Buch Mormon geworden.
Die scheuen sich alle nicht, über das zu reden.
Warum sollten wir uns darüber scheuen,
über Ellen White zu reden?
Das müsste doch eigentlich
die selbstverschämtlichste Sache der Welt sein.
Noch dazu, weil in allen Gabenlisten
des Neuen Testaments
die Gabe der Prophetie auch erwähnt wird.
Ich erzähle euch jetzt eine Geschichte über Ellen White,
die ihr vielleicht noch nicht kennt.
Ellen White war ja einige Jahre in Australien.
Dann überlegt sie zurück,
nach Amerika zu gehen, in ihre Heimat.
Ursprünglich kam sie da so aus dem Nordosten.
Dort ist es aber im Winter schon wirklich richtig kalt,
viel Schnee, kein so angenehmes Leben im Winter.
Und so entschließt sie sich,
in den Südwesten zu gehen, nach Kalifornien.
Vorhin in der Kindergeschichte
haben wir auch das Haus gesehen,
in dem sie dann gewohnt hat.
Und diese Geschichte, die ich euch jetzt erzähle,
spielt sich in den Jahren 1902, 1903 und 1904 ab.
Wie alt war Ellen White da?
Das müsste man wissen, wann sie geboren ist.
Dann könnten wir rechnen.
Manche fangen schon an, im Kopf zu rechnen.
Sie war also circa 75, 76 Jahre alt.
In Kalifornien stand ein Sanatorium zum Verkauf.
Und Ellen White hatte die Idee,
dieses Sanatorium, das wäre wirklich etwas für uns als Adventgemeinde.
Gesundheitsbotschaft, Kneippkuren, Wasseranwendungen.
Wir sollten dieses Sanatorium kaufen.
Die Vereinigung dort, diese kalifornische Vereinigung,
war aber skeptisch.
Aus zwei Gründen.
Sie hatten kein Geld.
Das war schon ein triftiger Grund.
Und der zweite Grund war,
es gab dort eine lang anhaltende Dürreperiode.
Insgesamt ist es dann über acht Jahre gegangen.
Und so haben dann die Brüder in der kalifornischen Vereinigung gesagt,
naja, es wäre zwar schön, aber erstens, wir haben kein Geld
und zweitens sind wir nicht wirklich davon überzeugt,
dass es eine gute Idee ist, weil es kein Wasser gibt.
Ich zeige euch hier dieses Sanatorium.
Das ist ein altes Foto.
Erdgeschoss, erster Stock, zweiter Stock.
Paradise Valley, das Paradiestal.
Subtropisches Klima, alles perfekt, großes Land, acht Hektar.
50 Zimmer sind in diesem Haus.
Und Ellen White denkt sich,
das wäre schön, wenn wir das kaufen könnten.
Dieses Haus wurde knapp davor
für 25.000 Dollar renoviert.
Renoviert.
Wir denken jetzt nach heutiger Währung,
ein Dollar ist ein Euro, so plus minus 25.000.
Das ist nicht ganz so viel.
Aber damals war das sehr, sehr viel Geld.
Und jetzt steht dieses Haus zum Verkauf für,
mit Grundstück, 20.000 Dollar.
Also die Renovierung hatte viel mehr gekostet als das Haus
und das Grundstück jetzt kosten sollte.
Aber woher nehmen?
Und so vergehen die Wochen und Monate und der Preis sinkt.
15.000 Dollar, 8.000 Dollar, 1903.
Jänner 1904, 6.000 Dollar.
Die Nachbarschaft hat sich aufgelöst.
Die Leute sind weggesiedelt.
Es war kein Wasser da über Jahre.
Es war sinnlos, dort etwas zu kaufen.
Und das Grüne, die Natur war nicht mehr vorhanden.
Es war alles verdorrt.
Ellen White ist jetzt 76 Jahre alt und ergreift die Initiative.
Sie kennt eine reiche Witwe und bekommt von ihr 2.000 Dollar.
Und dann geht Ellen White, Initiativ, wie sie noch war,
in ihrem rüstigen Alter von 76 Jahren zur Bank
und borgt sich dort noch einmal 2.000 Dollar aus.
Sie muss dafür 8% Zinsen jährlich zahlen.
Das ist also ganz schön viel Geld.
Bei uns steigen da jetzt auch die Zinsen,
aber so hoch sind wir zum Glück noch nicht.
Dann hat sie 2.000 Dollar und 2.000 ergibt zusammen 4.000 Dollar.
Und dann, modern wie sie ist,
schreibt sie per Telegraph von Kalifornien nach New York
am anderen Ende der USA an den Besitzer,
einen gewissen Dr. Harrison, das war kein Adventist,
und sagt, wir würden das alles kaufen mit dem Betrag von 4.000 Dollar.
Und der weiß, das kriege ich nicht so schnell los
und sagt, ja, passt.
Und es ist verkauft.
Am gleichen Tag bekommt er dann etwas später,
ein paar Stunden später, ein Angebot für 6.000 Euro.
Aber er hat es schon an Ellen White verkauft.
Jetzt hatte Ellen White dieses Sanatorium,
aber das Problem des Wassers war noch nicht gelöst.
Ellen White wohnt ja dort in Kalifornien,
sie ist dort in der Nähe.
Sie beauftragt einen adventistischen Brunnenbauer
und sie schließt da mit ihm tatsächlich einen Vertrag.
Er soll 30 Meter in die Tiefe graben,
in der Hoffnung, dass sie auf Wasser stoßen.
Und an dem Tag, wo er dort schon recht tief hinuntergegraben hat,
ist Ellen White persönlich anwesend.
Sie haben dort auch ein, zwei Zelte aufgestellt
für die Arbeiter und zum Essen und so weiter.
Und er ist unten, dieser Arbeiter, er zielt an seinem Seil,
das war so das ausgemachte Zeichen, sie holen ihn hoch
und dann geht er zu Ellen White persönlich und sagt
und stellt ihr eine Frage.
Bist du sicher, dass Gott will,
dass wir als Adventisten dieses Sanatorium betreiben?
Er hatte 29 Meter hinuntergegraben und leider kein Wasser gefunden.
Und da sagt Ellen White drauf, ja, ich bin sicher.
Gott hat mir das dreimal gesagt, darum bin ich sicher.
Gut, sagt er, lässt sich da wieder an seinem Seil hinunter,
gräbt dort weiter und dann hört er etwas so in der Ferne
wie ein Rauschen von Wasser.
Dann gräbt er so einen seitlichen Stollen und siehe da,
er stößt tatsächlich auf Wasser.
In keiner geologischen Karte der damaligen Zeit war das eingetragen,
dass da unten ein unterirdischer Fluss läuft.
Er muss dann an seinem Seil schnell ziehen,
hat nicht mehr die Möglichkeit, all das Werkzeug mit nach oben zu retten
und sie haben auch Wasser.
Das ist nur eine kleine Geschichte, aber sie zeigt mir,
wie sehr Ellen White unter der Führung Gottes stand.
Später wurde das dann auch ein adventistisches Spitaltort.
Gut, wir kommen zum Schluss meiner Predigt.
Was können wir tun? Was will ich von euch?
Ich habe hier vier Punkte.
Erstens beschäftigen wir uns noch mehr mit biblischer Prophetie.
Studieren wir Daniel, studieren wir Offenbarung, Matthäus 24
und alles, was da in der Bibel über Prophetie gesagt wird.
Wir als Adventisten, wir müssen das studieren.
Das muss immer unser Ziel sein.
Mein zweiter Punkt.
Lesen und studieren wir die Schriften von Ellen White.
Die Bibel hat Priorität, aber Ellen White hilft einfach,
auch die Bibel gut und besser zu verstehen.
Mein dritter Punkt.
Werben wir für Ellen White, stellen wir sie positiv dar.
Wenn ich im Internet Ellen White eintippe,
dann komme ich zu einer Fußballerin und dann komme ich zu unserer Ellen White
und dann komme ich auch zu Internetseiten,
die negativ über Ellen White lesen.
Und unser Ansatz war, wir brauchen eine positive Homepage.
Und ich rede jetzt über sie.
Stellen wir Ellen White positiv dar.
Und mein letzter und vierter Punkt.
Verschenken wir ihre Bücher.
Dazu will ich euch noch eine kurze Geschichte erzählen.
Vor vielen Jahren habe ich einem jungen, damals jungen,
jetzt bin ich schon älter, einem damals jungen Ehepaar Bibelstunden gegeben.
Und schlussendlich haben sich die für die Taufe entschieden.
Ich habe sie getauft.
Und der Mann, der jetzt neuer Adventist war, Ingenieur,
hatte einen guten Job bei einer großen, weltweit agierenden Firma.
Und über die Jahre irgendwann hat er diesen Job leider verloren.
Er war arbeitslos.
Das macht man, wenn man arbeitslos ist.
Man geht zum AMS in Österreich, zum Arbeitmarktservice.
Und dort gibt es Betreuer, die helfen einem, dann einen neuen, passenden Job zu finden.
Das hat sich über Wochen und Monate gezogen.
Er war arbeitslos und an einem Freitagvormittag geht er wieder zu seinem Betreuer dort am AMS
und fragt nach, ob es nicht vielleicht irgendwie, irgendwo einen adäquaten Job für ihn gibt.
Der bedauert und sagt leider, ich habe da noch nichts in meinem Computer, das für sie passen würde.
Und unser Bruder greift in die Tasche und dann holt er dieses Buch heraus.
Vom Schatten zum Licht.
Freitagvormittag.
Und schenkt das seinem Betreuer beim Arbeitmarktservice.
Der arbeitet dann noch weiter bis am Freitagnachmittag.
Dann ist sein Dienst zu Ende und dann geht er nach Hause und am Freitagabend beginnt er genau dieses Buch zu lesen.
Freitagabend. Das ist ein dickes Buch, ein paar hundert Seiten.
Am Sonntagabend war er mit dem Buch fertig.
Ich habe die Geschichte von dem Bruder gehört und auch von dem Betreuer am Arbeitsmarktservice.
Beide haben mir die gleiche Geschichte erzählt. Ich kenne also beide Geschichten.
Er hat dann zu mir gesagt, ich habe dieses Buch verschlungen.
Mir war klar, mit der Kirche stimmen irgendwelche Sachen nicht, aber dieses Buch hat mir die Augen geöffnet.
Und ihr habt es sicher schon erraten, heute ist er Adventist.
Ich weiß nicht warum, aber diese Bücher von Ellenwhite haben eine unheimliche Kraft.
Es gibt zwar auch Adventisten heute, die sagen, ach ein Buch aus dem 19. Jahrhundert, das ist doch gar nicht mehr zeitgemäß.
Das sollte gar nicht im großen Stil verbreitet werden.
Ich sage nein, gerade dieses Buch hat erstaunliche Kraft.
Für andere ist es vielleicht das Leben Jesu, der Sieg der Liebe, das besser passt.
Oder der Weg zu Christus oder wie auch immer diese Titel in der modernen Sprache lauten.
Aber ich habe festgestellt, dass gerade dieses Buch erstaunliche Kraft ausübt.
Gut, schauen wir uns diese vier Punkte noch einmal an.
Wir als Adventgemeinde, wir als Adventisten, wir sollten uns mit der biblischen Prophetie beschäftigen.
Wir sollten Ellenwhite lesen und studieren.
Wir sollten für sie werben und wir sollten ihre Bücher verschenken.
Das ist das, was wir tun können.
Und Gott wird uns dabei segnen. Amen.