Mit Sehschwächen wie der Kurzsichtigkeit(Myopie), Weitsichtigkeit(Hyperopie), Altersweitsichtigkeit(Presbyopie) und Hornhautverkrümmung(Astigmatismus) hat ein Großteil der Bevölkerung zu kämpfen. Brillen und Kontaktlinsen galten bislang als die Sehhilfen schlechthin, auch wenn sie Nachteile mit sich bringen - neue Technologien auf Laser-Basis bieten heute eine bessere Alternative - allen voran die (individuelle-Femto-)LASIK-Technologie - die ich in diesem Video mit Unterstützung vom sehkraft-Augenzentrum erkläre.
Danke an 'epidemicsound.com' für die tolle Musik! 🎶
Sage und schreibe, 80% der menschlichen Wahrnehmung läuft über das Sehen ab.
Umso schlimmer, wenn die optischen Sinnesorgane ihre Arbeit nicht optimal verrichten.
Mit Unterstützung von Sehkraft gehe ich heute auf die Ursachen der gängigsten Sehschwächen ein
und zeige euch, wie mithilfe neuster Technologie das Tragen von Brille und Kontaktlinsen der Vergangenheit angehört.
Die visuelle Wahrnehmung umfasst die Aufnahme optischer Reize durch die Augen,
die Weiterleitung der Signale zu den Sehzentren im Gehirn und schließlich die Verarbeitung zum Seheindruck.
Während die visuelle Wahrnehmung demnach weit über die reine Aufnahme von Information hinausgeht,
stellen gerade die Augen die häufigste Fehlerquelle des Sehens dar.
Kein Wunder, wenn man sich die Komplexität des Sehvorgangs mal vor Augen führt.
Zu aller Anfang tritt Licht in den Augapfel ein und wird an der Hornhaut und Linse,
zusammen das sogenannte Linsensystem, so gebündelt, dass der Fokus oder auch Brennpunkt genannt,
sich an einer ganz bestimmten Stelle auf der Netzhaut findet, dem gelben Fleck.
Dort befindet sich die größte Dichte an farbempfindlichen Sinneszellen und zugleich der Ort des schärfsten Sehens.
Kleinste optische Abweichungen, sogenannte refractive Fehler,
resultieren bereits in einer drastischen Verschlechterung der Sehkraft.
Die Kurz- und Weitsichtigkeit, die beide zu den besagten refractiven Fehlern zählen,
sind die am häufigsten beobachtete Fehlerursache des Sehens,
welche direkt auf das Linsensystem oder aber auf die Länge des Augapfels zurückzuführen ist.
Bei der Kurzsichtigkeit oder Myopie befindet sich der Brennpunkt vor der Netzhaut,
weil entweder das Linsensystem eine zu starke Brechkraft aufweist oder der Augapfel zu lang ist.
Während bei nahen Distanzen der Fokus nach wie vor passt,
sind die Lichtstrahlen bei weiter Entfernung bereits wieder zerstreut, wenn sie die Netzhaut erreichen.
Eine unscharfe Abbildung entsteht.
Im Gegensatz dazu befindet sich bei der Weitsichtigkeit oder Hyperopie
der Brennpunkt bei nahen Distanzen hinter der Netzhaut,
weil entweder die Brechkraft des Linsensystems zu gering oder der Augapfel zu kurz ist.
Auch hier treffen die Lichtstrahlen zerstreut auf die Netzhaut und ergeben ein unscharfes Bild.
Des Weiteren zählt zu den refractiven Fehlern die sogenannte Altersweitsichtigkeit oder Pressbiopie,
die jedoch nicht auf einen zu kurzen Augapfel,
sondern auf einer verringerten Fähigkeit zur Verformung der Linse zurückzuführen ist.
Für nahe Objekte reicht die Brechkraft des Linsensystems damit nicht mehr aus und das Bild ist auch hier unscharf.
Anders bei der sogenannten Stabsichtigkeit, besser bekannt als Hornhautverkrümmung oder Astigmatismus,
bei der eine ungleichmäßig geformte Hornhaut dazu führt,
dass die Lichtstrahlen je nach Achse unterschiedlich stark gebrochen werden.
Die Folge ist nicht etwa ein falsch positionierter Brennpunkt,
sondern vielmehr eine Brennlinie, die in einer verzerrten Wahrnehmung resultiert.
Ihr seht schon, die refractiven Sehfehler sind vielseitig,
können glücklicherweise aber allesamt mittels einfacher Vorschaltung von Sammel- oder Streulinsen ausgeglichen werden.
Die Rede ist von Brille und Kontaktlinse.
Da diese Sehhilfen aber eine ganze Reihe an Nachteilen mit sich bringen
und der technologische Fortschritt auch bei den Augen keinen Halt macht,
gewinnt der Einsatz von Lasern zur Korrektur von Sehschwächen zunehmend an Bedeutung.
Allen voran die Lasik-Behandlung.
Die Laser Assisted In-Situ Keratomylusis, kurz Lasik, ist die gängigste Form der refractiven Chirurgie,
welche in den letzten 25 Jahren über 85 Millionen Mal zum Einsatz kam.
Mittels eines Mikrokeratoms, einer Art Hornhauthobel,
wird dabei eine hauchdünne Lamelle in die Hornhaut des Auges geschnitten.
Dieser sogenannte Flap wird zur Seite geklappt und die eigentliche Laserbehandlung beginnt.
Innerhalb weniger Sekunden formt ein sogenannter Exzema-Laser, ein Gaslaser im UV-Bereich,
die offenliegende Hornhaut neu, indem präzise gesetzte Laserpulse zu einem Gewebeabtrag führen.
Grundlage bildet dabei die sogenannte Photoablation, die das laserbedingte Verdampfen der Hornhaut beschreibt.
Nachdem die Brechkraft der Hornhaut und damit die Sehschwäche korrigiert wurde,
wird der Flap auf die behandelte Oberfläche zurückgelegt und wächst innerhalb weniger Wochen wieder an.
Das Tragen von Brille und Kontaktlinse gehört der Vergangenheit an.
Doch es geht noch besser mit der individuellen Femtolasik,
welche den aktuellsten Stand der refractiven Laserchirurgie darstellt.
Namensgebend findet dabei ein Femtosekundenlaser, also ein Laser mit Pulsen im Femtosekundenbereich, seine Verwendung.
Statt des unpräzisen Hornhauthobels setzt dieser Laser circa 1,5 Millionen feinster Pulse
auf eine genau definierte Tiefe innerhalb der Hornhaut.
Ganz ohne Schnitt entsteht so ein Flap, der einfach angehoben werden kann.
Zudem wird bei jedem Patienten ein individuelles Abtragungsprofil berechnet.
Durch die Anwendung dieser Customized Ablation Treatment, kurz CAT,
ist man in der Lage, auch komplexe und feinste Fehlsichtigkeiten, die sogenannten Fehler höherer Ordnung, zu korrigieren.
Das Ergebnis ist eine weitaus schärfere Sicht, als sie mit Brille und Kontaktlinse je möglich wäre,
sowie eine optimierte Nacht- und Kontrastsicht.
Weitere Technologien, wie das 6D Eye Tracking, sorgen dafür, dass seitens des Patienten kein Fehler gemacht werden kann.
Die Bewegungen des Auges werden dabei mehr als 1000 Mal in der Sekunde überprüft
und die Position des Lasers innerhalb von nur 3 Millisekunden neu ausgerichtet.
Mit dem Eye Tracking ist der Laser dem Auge also immer einen Schritt voraus
und macht die Femtolasik nicht nur zum präzisesten, sondern auch zum sichersten Verfahren in der heutigen Medizin.
An dieser Stelle vielen Dank an Matthias Maus und sein Team vom Sehkraft Augenzentrum,
welche mir für dieses Video einen wertvollen Einblick in die refractive Laserchirurgie und den heutigen Stand der Technik ermöglicht haben.
Solltet ihr nun selbst an einer Behandlung mit der individuellen Femtolasik interessiert sein,
welche übrigens schon ab 18 Jahren möglich und sogar empfohlen ist, da sie die weitere Verschlechterung der Augen stoppt,
dann schaut gerne mal auf seekraft.de vorbei, wo ihr zahlreiche interaktive Elemente rund um Sehschwächen und Augenkorrekturen erleben könnt.
Kann ich als Ergänzung zu diesem Video wirklich nur empfehlen.
Was ist eure Meinung zu einer solchen Laserbehandlung?
Würdet ihr eine Korrektur bei euch selbst durchführen lassen oder habt ihr Bedenken?
Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen und bewertet wie immer das Video, um mir ein Feedback dazulassen.
Danke und bis bald!