Endlich wieder mal basteln! Diesmal Messerbau von Anfang an. (Teil 1) Geplant ist ein Puukko oder Leuku - artiges feststehendes Allround- bzw. Outdoormesser. Ich nehme euch erst mal mit zum Messerschmiedekurs und anschließend habe ich das Werkstück zu Hause schon mal ein bisschen weiterbearbeitet.
Meine Kamera: Sony Alpha 6400 Und zusätzlich: Panasonic Lumix DMC-FZ300 Mein Schnittprogramm: DaVinci Resolve 19.0 Die Audiospur nehme ich auf und bearbeite ich mit Audacity 3.7.
Vielen Dank an meine Familie für die Unterstützung.
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hallo und herzlich Willkommen zu ein
neuen vegan Video ich weiß ich habe
letztes undter vorletztes Mal auch schon
erzählt dass ich eigentlich ein Podcast
vorhabe und der ist auch fest eingeplant
das wird kommen nur mache ich
zwischenzeitlich immer wieder mal Dinge
von denen ich denke dass die euch auch
interessieren
und das will ich euch natürlich auch
zeigen oder nicht vorenthalten diesmal
soll schon wieder mal ums schmieden
gehen was heißt schon wieder na ich habe
vor einiger Zeit mal einen Schmiedekurs
gehabt wo ich eine sperpitze geschmiedet
habe und habe dann anschließend auch
hübschen kleinen sper draus gemacht wie
ich finde
und nun hatte ich wieder eine
Gelegenheit zu einem Schmiedekurs und
zwar für ein
Messer und ich habe ja schon gesagt dass
z.B solche einfachen SC scandy Messer
ähm
den mittelalterlichen Vorbildern
ziemlich ähneln es ist nicht genau
dasselbe aber es hat deutliche Anklänge
an diese alten mittelalterlichen
Messer vom Design her von der Machart
her und ich habe mir so gedacht das
könnte ich doch auch mal selber
probieren also habe ich die Gelegenheit
genutzt als ich gesehen habe dass es
hier in der Nähe einen interessanten
Schmiedekurs gibt
und deswegen will ich euch natürlich
zeigen was wir da beim Schmieden gemacht
haben also man nimmt im Grunde ja so ein
Stück
Baustahl man könnte auch vielleicht eine
alte pile nehmen oder ein Werkzeug das
irgendwo noch
herumfliegt wichtig ist dass dieser
Stahl von der Zusammensetzung her schon
ein Gewissen Kohlenstoffanteil hat in
unserem Fall war es C45 Stahl messerfans
werden mir zustimmen dass das vielleicht
nicht der
allertllste Messerstahl ist da gibt es
hochwertigere z.B
440C oder der 1095 der in USA gerne
benutzt wird oder noch hochwertigere wie
beispielsweise pulverstahl also lmax
oder
ähnliches nur sind die halt auch sehr
schwer zu
verarbeiten und nachher auch
zu verwerten das heißt man brauch dann
auch zum Teil spezielles Werkzeug dafür
und muss beim Schmieden auch ganz
besonders aufpassen
also es hat schon Gründe warum bei so
Anfängerkursen
lieber Material genommen wird dass
ich wo man dann auch mit wenig aufwanden
ganz guten Erfolg schon sieht
und überhaupt ist es wahrscheinlich dann
auch wichtiger dass die Wärmebehandlung
und ich sag mal für ein einfaches
Gebrauchsmesser ist so ein Stahl
definitiv auch schon ausreichend
gut also wo bin ich hingefahren auf die
Burg Brandenstein eine Burg ganz hier in
der Nähe im
osthässischen und angeboten wurde das
ganze von dem Schmied namens Benjamin
aringhaus wir waren eine kleine Truppe
und ich will euch daran mal kurz ein
bisschen teilhaben lassen Burg
Brandenstein ist aus dem 13 jahrhundert
und immer noch bewohnt die Burg liegt
malerisch in der Nähe von Schlüchtern in
Osthessen und wir gucken hier in
Richtung
kzichtal es ist ein Samstag Morgen an
dem typischen Oktobertag und ich bewege
mich mal in Richtung
Innenhof und hier haben wir den Schmied
stehen benjamin hat das Handwerk von der
Pike aufgelernt und ich finde das merkt
man dem Kurs auch
an die Schmiede ist offen aber überdacht
was ich ganz angenehm finde denn in der
Nähe der Esse ist es ja immer sehr warm
und übrigens diese esse ist wie man hier
ganz gut sehen kann eine Gasesse nicht
wie beim letzten Kurs
Kohlenfeuer
und das bedeutet natürlich man muss
nicht dauernd Luft zu führen also mit
blasebalk oder so die ist auch so heiß
genug alles andere was wir so Werkzeug
benutzt haben denke
war im Mittelalter auch nicht so viel
anders ob
ambos oder Hammer oder die
Zangen das ist eigentlich seit
Jahrhunderten nicht groß verändert also
jetzt
Bereich kalum
sch jeder von uns hat zu Beginn sein
Werkstück zugeteilt bekommen und dann
haben wir aber als Team
zusammengearbeitet das heißt einer war
immer der Schmied und hat sein Werkstück
aus der Esse geholt und die anderen
beiden als zuschläger haben im Grunde
die Arbeit für ihn
mitverrichtet so dass das also
auch alles ein bisschen einfacher war
und auch schneller fertig wurde
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an dem Kurs haben übrigens
ausschließlich Kerle teilgenommen und
die meisten wollten auch so ein Messer
machen einer eine Axt und zwei was
Größeres also ein Sachs oder ein
größeres Küchenmesser weiß ich nicht
mehr so
genau was wir hier sehen ist übrigens
ein
schlichthammer den haben wir
zwischenzeitlich immer wieder mal
benutzt denn wir wollten jaö flache und
glatte Klinge haben und wenn man vorher
mit den großen hämmern das Werkstück
bearbeitet dann bekommt man das einfach
nicht so glatt hin deswegen ist der
schlichthammer hier immer wieder
notwendig
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gewesen was ich hier in allerkürze zeige
hat sich
natürlich einige Stunden
hingezogen liegt ein bisschen auch daran
dass wir ja alle Anfänger waren geübter
Schmied braucht da wahrscheinlich nicht
ganz so lange aber so ein
Handwerk das braucht trotzdem auf jeden
Fall seine Zeit und apropos geübter
schliet benjamin hat natürlich
zwischenzeitlich immer wieder auch mal
eingegriffen und ein bisschen
mitgeholfen damit wir am Ende auch ein
wirklich gutes Resultat
hatten hier sehen wir beispielsweise
schon ansatzweise wie der Griff geformt
wird also zunächst der Griff und dann
die
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Schneide im Anschluss hat er uns dann
erklärt wie man die Spitze vom Messer
formt indem man erstmal ein Dreieck
sozusagen abschlägt
und dann die Spitze eben nach oben
hochschmieden
kann wir machen jetzt hier
45°el hier eine Kerbe rein n ein Stück
weiter ja
der Ansatz muss hinter der Kante also
hier hinter dieser Ecke sein so sag ich
mal halb Zentimeter Zentimeter so sonst
kommt der aus Versehen noch über über
die über die Kante das W schlecht es
geht darum dass man hier eine Spitze
richtig hinkriegen die kann hier erst
mal oben eine durchmeißen dass man hier
eine schöne gerade
4° Blut hat und auch bei diesem nächsten
Arbeitsvorgang sieht man wieder dass wir
hier im Team gearbeitet haben das heißt
wir haben uns ich bei allen Tätigkeiten
immer entsprechend abgewechselt und
unterstützt noch mal herzlichen Dank an
Benjamin aringhaus an dieser Stelle
falls sich jemand auch für so ein Kurs
interessiert kann er sich vielleicht
auch an mich wenden ich werde das gerne
weiterleiten ich jedenfalls habe ganz
viel gelernt und hatte auch richtig Spaß
bei dem ganzen Kurs und ich kann es nur
empfehlen
schonkel nachdem das Werkstück seine
Form hatte der letzte und vielleicht
sogar einer der wichtigsten
Arbeitsvorgänge nämlich das Abschrecken
man nennt diesen ganzen Vorgang
eigentlich
Wärmebehandlung und bei der sperspitze
hatte ich das Eisen noch in kaltes
Wasser getaucht hier stattdessen in
Öl beides ist eine liebte Methode zum
Härten von Stahl allerdings beim Öl wird
das Werkstück etwas langsamer gekühlt
und die Gefahr einer Rissbildung ist
hier etwas
geringer nach dem Härten muss man das
ganze noch Anlassen das heißt bei
geringerer Hitze muss ich das Metall
etwas entspannen können sonst ist es zu
spröde das habe ich direkt vor dem Ofen
gemacht und hier sieht man nun das
vorläufige Resultat sieh noch ein
bisschen grob aus ist aber glaube ich
von der Form her schon
erkennbar der nächste Arbeitsgang ist
also folgerichtig so ein ganz bisschen
wie ein bildauer zu schauen welche Form
steckt denn in diesem Werkstück dass ich
da roh geschmiedet habe und kann man das
denn jetzt wirklich zu so einer
richtigen Klinge machen ich habe mir
also hier ein Stück Schulkreide
geschnappt das sieht man richtig gut auf
dem schwarzen schmiedezunder und habe
damit angezeichnet was ich da
wegschleifen möchte ein besserer Schmied
als ich hätte vielleicht gleich eine
dünnere Klinge ausgeschmiedet aber
umgekehrt ich habe halt jetzt genug
Material um da noch reichlich was
wegschleifen zu können
und ja ist ein bisschen mehr Arbeit
sollte aber
funktionieren also ab in die Werkstatt
das Gerät ist der
Schleifbock hier muss man natürlich mit
möglichst viel Geduld arbeiten denn das
Eisen darf jetzt nicht mehr zu heiß
werden sonst habe ich diesen Effekt vom
Anlassen also wenn mein Stahl jetzt
irgendwo zwischen 150 und
200° warm wird heiß wird dann entspannt
sich eben die durch das Härten erzeugte
Struktur wieder
und der Stahl wird zer aber verliert
eben an Härte und das möchte ich
natürlich beim Messer möglichst
vermeiden ich möchte ja dass die Klinge
nachher auch schnittbeständig ist also
nicht dauernd nachgeschliffen werden
muss ich habe hier also mit möglichst
viel Zeit und Geduld
gearbeitet meine Finger waren dai das
Thermometer also wenn mir es zu heiß
wurde an der Klinge habe ich aufgehört
für ein Moment und habe es unter
Umständen in Wasser gekühlt und habe
dann eben erst wieder
angefangen ich lerne ja immer auch gerne
aus Büchern oder meintwegen auch aus
Youtube Videos aber letztenendes finde
ich Praxis doch durch nichts zu ersetzen
und ähm klar bin ich nach zwei
schmiedekursen noch kein
Metallbauer aber ich habe hier trotzdem
reichlich auch aus der aus der Praxis
gelernt und das bestätigt mich halt in
der These dass das man einfach machen
muss um rauszufinden wie sich die Dinge
verhalten
damit habe ich das ganze nun im Profil
hinbekommen und ich glaube man sieht
schon etwas besser was draus werden
soll so nicht erschrecken hier kommt mal
wieder ein
Hinweis denk
dran like und subscribe also dass ihr
vielleicht einfach mal ein Like da lasst
und vielleicht auch den Kanal abonniert
ansonsten könnt ihr mir wie immer in die
Kommentare schreiben insta Facebook und
per E-Mail ihr wisst schon würde mich
jedenfalls freuen wenn ihr euch da ein
bisschen beteiligt und ich schreib ja
immer
[Musik]
zurück wenn man im Internet mal das
Stichwort wikingermesser eingibt kriegt
man ziemlich oft Klingen zu sehen an
denen noch schwarzer Zunder dran ist
das soll irgendwie urig aussehen und
noch ein bisschen mehr nach Mittelalter
ganz ehrlich ich glaube eigentlich nicht
dass das früher auch so war sondern man
hat auch früh
schon gerne polierte und silberglänzende
klingen gehabt denn
erstens das lässt sich dann leichter
pflegen zweitens sieht's natürlich sehr
viel edler aus
und ich möchte das hier auch so haben
also diesen Zunder das nennt man auch
Abbrand das ist im Grunde eine
Oxidschicht die sich da beim Schmieden
ergibt und
ja wie gesagt es gibt Leute die mögen
das die finden das irgendwie gut und
bisschen uriger aber ich möchte es hier
nicht haben deswegen schleife ich es
jetzt ab
und ja auch das hat wieder ziemlich
Geduld und Zeit erfordert ich habe es ja
hier ganz kurz zusammengefasst aber man
sieht natürlich dass ich da
M immer wieder auch das ganze in Wasser
Tunke damit es eben nicht zu heiß wird
und immer wieder begutachte wie es nun
aussieht und ich wollte es natürlich
auch alles möglichst Plan und eben haben
damit es nicht etwa eine Welle hat oder
irgendwie schief ist oder so deswegen
hier braucht man auch
Geduld und apropos Geduld wenn ihr
wissen möchtet ob da am Ende tatsächlich
ein Messer dabei rauskommt müsst ihr
noch ein bisschen warten das zeige ich
euch dann in Teil
2 also bis dahin tschüss und vielen Dank
für diesmal fürs zuschauen