Zeichenmaterialien und ihre Wirkung / Bleistift Graphit Pastellkreide Kohle Marker

Arnold Erklärt
35 Abonnenten
2 Videoaufrufe·02.11.2024
In diesem Video seht ihr einige elementare Zeichenmaterialien. Testet selbst und findet euer eigenes Material!
Hey, ich bin Arnold und ich erkläre euch heute...
Das Zitat von Pablo Picasso betont nicht nur, dass Zeichnen besonders günstig ist,
sondern dass man mit denkbar unterschiedlichen Materialien zeichnen kann.
Hier werden euch ein paar Beispiele vorgestellt.
Die Pastellkreide löst sich leicht vom Stift, kann auch verwischt werden
und ist deswegen ein interessantes Zeichenmaterial.
Ebenso wie die Kohle, die ähnliche Eigenschaften aufweist,
aber meist nur in Schwarz verfügbar ist.
Der Bleistift, eine Grafittonmischung, kennt ihr sicherlich schon.
Hier kann man verschiedene Zeichentechniken anwenden,
je nachdem, ob man die Spitze verwendet oder den Stift seitlich hält.
Das nennt man schummern.
Der Grafittstift ist aus einem ähnlichen Material gewonnen,
löst sich aber deutlich leichter auf dem Blatt
und ermöglicht daher eine sehr expressive Strichführung.
Und zuletzt sei noch auf den Marker hingewiesen,
der ja bekanntlich gar nicht vom Blatt abgelöst werden kann.
Er wird meist für Comiczeichnungen verwendet,
aber auch im Bereich Modedesign werden häufig Entwürfe damit angelegt.
Ihr seht jetzt hier mit den verschiedenen Zeichenmaterialien,
wie jeweils ein Apfel entsteht.
Und ihr werdet feststellen, dass sich die Wirkung der Zeichnung
allein durch das verwendete Material sehr unterscheidet.
Hier nochmal das sogenannte Schummern.
Der Bleistift wird hier für seitlich gehalten.
Und ihr seht schon den Unterschied zum Zeichnen mit der Spitze.
Hier sind nämlich die Einzelstriche stehen im Vordergrund.
Man kann freie Linien zeichnen, Parallelschraffuren machen,
je nachdem was man braucht.
Bei einem Apfel würde man überwiegend gekrümmte Linien verwenden,
da der Gegenstand ja rundlicher Natur ist.
Mit einem Bleistift kann man sicherlich so zeichnen,
dass der Einzelstrich überhaupt nicht mehr erscheint.
Mit dem Grafittstift ist das meistens kein Anliegen.
Der Marker hat ebenfalls eine ganz andere Natur,
allein durch die besondere Dunkelheit, die die Farbe hier aufweist.
Beim Kohlestift kann es reizvoll sein,
die Farbe auch mit dem Finger oder mit dem Stift so auf dem Blatt zu verteilen,
dass hier bestimmte Hell-Dunkel-Werte entstehen.
Das geht auch mit der Pastellkreide so.
Hier gibt es meistens auch noch andere Farben,
sodass man hier sogar regelrecht einen Übergang zur Malerei hinbekommen könnte.
Hier seht ihr den Apfel mit der Pastellkreide nochmal.
Ihr könnt also ganz unterschiedliche Materialien wählen.
Und ihr werdet sehen, er erreicht damit unterschiedliche Effekte.
Ihr werdet sicherlich ein Material finden, das euch besonders liegt.
Hierfür müsst ihr das aber erstmal testen.
Schaut euch an, welche Wirkung, welche Eigenschaften haben die jeweiligen Zeichenmaterialien
und sucht euch einen Gegenstand aus,
den ihr mal in vier verschiedenen Zeichenmaterialien zeichnet.
Durch Probieren habe ich beispielsweise herausgefunden,
dass der Grafittstift mir am ehesten liegt,
weil ich gerne schnelle, expressive Zeichnungen mache.
Jetzt weise ich noch auf die digitalen Möglichkeiten hin.
Mit einem günstigen Zeichenpad für den PC,
Anschluss über USB, kann man natürlich auch zeichnen mit Apps.
Und es gibt noch die etwas teurere Variante mit dem Pencil von Apple,
der im Moment aber nur über das iPad Pro angeschlossen werden kann.
Das ändert sich aber bald.
Der Vorteil des digitalen Zeichnens, das ihr hier gerade seht,
ist, dass man alle verschiedenen Stiftarten in den Apps anwählen kann.
Nichtsdestotrotz empfehle ich euch erstmal die analogen Möglichkeiten durchzutesten
und dann in einem zweiten Schritt, falls ihr merkt,
ich bin am Zeichnen wirklich sehr interessiert, dann auch mal ein Pad zu holen.
