Was ist brutto und netto und wieso gibt es das überhaupt? Fragen rund um das Thema brutto/netto beantworten wir dir in diesem Video. Wenn du noch weitere Infos suchst, schau doch mal hier: 👉 https://bit.ly/2JlUfsY.
00:00 – Brutto & Netto 01:21 – Die Abgaben 01:48 – Beispielrechnung 04:06 –Wofür zahle ich Steuern? 05:28 – Zusatzleistungen zum Gehalt
Was ist der Unterschied zwischen brutto und netto? Brutto ist das Gehalt, was dir dein Arbeitgeber monatlich zahlt. Die Summe, die am Ende tatsächlich auf deinem Konto landet, ist das Nettogehalt. Im Bruttogehalt sind nämlich Steuern und Sozialabgaben enthalten, die automatisch von deinem Verdienst abgezogen werden. Somit fällt der Nettolohn immer etwas kleiner aus als der Bruttoverdienst.
Wieso sind die Nettobeträge bei jedem anders? Bekommst du in deiner Ausbildung beispielsweise ein Einkommen von 1100 Euro brutto im Monat, sind das um die 865 Euro netto – wenn du in der Steuerklasse 1 bist. Wie viel du netto ausgezahlt bekommst, hängt von der Höhe deines Gehalts, deinem Wohnort sowie deiner familiären Situation und somit deiner Steuerklasse ab. Ein 20-jähriger, lediger Junge, der noch bei seinen Eltern wohnt, ist beispielsweise in die Steuerklasse 1 einzustufen.
Was geschieht mit den Abzügen? Von deinem Einkommen gehen Sozialabgaben in Form von Beitragssätzen an die Sozialversicherung, die Rentenversicherung, die Krankenversicherung, die Pflegeversicherung sowie die Arbeitslosenversicherung ab. Für jede Versicherung fällt ein unterschiedlicher Beitragssatz an. Darüber hinaus zahlst du Steuern – nämlich die Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer, sofern du in der Kirche bist.
Warum gibt es brutto und netto? Solltest du mal erkranken, ist eine Behandlung mit den Abgaben gewährleistet – und du kannst sicher sein, dass du weiterhin dein volles Gehalt bekommst. Durch das monatliche Einzahlen in die Rentenkasse sorgst du darüber hinaus für deinen Ruhestand vor. Die Steuerabgaben, die du leistest, werden unter anderem in die Bildung und in die Infrastruktur investiert.
Wie rechne ich den Nettobetrag aus? Online findest du Gehaltsrechner – auch Brutto-Netto-Rechner genannt, mit denen du den Nettobetrag von deinem Bruttolohn ausrechnen kannst. Dafür musst du einfach die erforderlichen Angaben eintragen und der Rechner verrät dir, mit wie viel Geld du am Ende des Monats rechnen kannst.
Was sind Zusatzleistungen? Neben den Abgaben gibt es aber natürlich auch Zuschläge. Diese bekommst du zum Beispiel, wenn du an Wochenenden und an Feiertagen arbeitest – zwischen 50 bis 100 Prozent Zuschläge sind hier drin. Zuschläge bekommst du auch, wenn du Nachtschichten schiebst. Weitere Zusatzleistungen sind Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder auch das sogenannte 13. Gehalt. Einige Unternehmen bieten ihren Arbeitnehmern noch Fahrtkostenzuschüsse, vermögenswirksame Leistungen sowie die Möglichkeit zur betrieblichen Altersvorsorge an.
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Was bedeutet eigentlich brutto und netto? Wie rechne ich mein Nettogehalt aus und
was bleibt mir am Ende übrig? Die Antworten auf diese Fragen und noch ein
paar nützliche Tipps rund um das Thema brutto und netto gibt es in diesem Video
Mit den Begriffen brutto und netto hast du im Alltag wahrscheinlich nicht so viel
am Hut. Wenn du zum Beispiel von deiner Oma ein paar Euro zugesteckt bekommst
oder das Taschengeld von deinen Eltern auf dich wartet, ändert sich nichts am
Betrag. Das, was du bekommst, darfst du auch behalten.
Ganz so einfach ist es beim Thema Gehalt leider nicht mehr. Denn hier wird
unterschieden in Brutto- und Nettogehalt. Das Bruttogehalt ist das, was dein
Arbeitgeber dir bezahlt. Das Nettogehalt ist das, was dann monatlich auf deinem
Konto landet und leider etwas kleiner ausfällt als das Bruttogehalt. Und die
genaue Erklärung dazu, warum das so ist, gebe ich dir gleich. Du möchtest noch
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Zuerst werfen wir mal einen Blick auf die Begriffe. Beide Worte stammen aus dem
Italienischen. Brutto bedeutet so viel wie unrein oder auch mit Verpackung und
netto bedeutet sauber bzw. ohne Verpackung. Was wir uns jetzt
genauer ansehen, ist eben genau die Verpackung von deinem Gehalt. Und die
besteht aus einigen Abgaben, die du als Arbeitnehmer leisten musst. Das sind
Steuern und Sozialabgaben, die automatisch von deinem Gehalt abgezogen
werden. Nehmen wir also mal an, du hast ein monatliches Bruttoausbildungsgehalt
von 1100 Euro, also mit Verpackung. Und dann bleiben dir ohne Verpackung in
etwa 865 euro. Und wo sind jetzt diese 235 Euro
Differenz? Schauen wir uns das Ganze mal an einem
Beispiel an. Das ist Tim. Er macht eine Ausbildung zum
Bankkaufmann bei der TARGOBANK und befindet sich in seinem dritten
Ausbildungsjahr. Tim wird nach dem Bankentarif bezahlt und erhält somit
1100 Euro brutto im Monat. Nehmen wir nun an, Tim ist 20 Jahre alt,
ledig und wohnt bei seinen Eltern. Er kann also der Steuerklasse Eins
zugeordnet werden, aber dazu später mehr. Ein paar Tage, bevor Tim sein Gehalt auf
sein Konto erhält, bekommt er eine Gehaltsabrechnung per Post und diese
sieht dann wie folgt aus: Oben steht das Bruttogehalt. Tim bekommt in seinem
dritten Ausbildungsjahr also 1100 Euro. Die ersten Abzüge auf der
Gehaltsabrechnung sind dann die Beitragssätze für die Sozialversicherung,
also für die Rentenversicherung, die Krankenversicherung, die
Pflegeversicherung und die Arbeitslosenversicherung. Für jede
Versicherung gilt ein anderer Prozent- beziehungsweise Beitragssatz. Je nach
Höhe des Bruttogehaltes wird also ein anderer prozentuelle Beitrag abgezogen.
Es gilt 18,9 Prozent für die Rentenversicherung. 14,6 Prozent gehen an
deine Krankenkasse, 2,6 Prozent fallen für die Pflegeversicherung an und 3
Prozent für die Arbeitslosenversicherung. Daraus ergeben sich folgende Summen, die
das Gehalt etwas kleiner werden lassen. Aber damit sind wir noch nicht fertig. Du
musst natürlich auch noch Steuern zahlen. Es handelt sich hierbei um die
Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer,
wenn du in der Kirche bist. Auch hier sind die Steuersätze wieder von der Höhe
deines Gehalts, deiner Steuerklasse oder auch deinem Wohnort abhängig.
Nach unserem Beispiel kommen wir also zu einem Nettoausbildungsgehalt von 865
Euro. Es werden also insgesamt 235 Euro von
Tims Gehalt abgezogen. Dein Nettogehalt kannst du übrigens ganz einfach online
mit einem sogenannten Gehaltsrechner ermitteln. Und warum gibt es brutto
und netto jetzt eigentlich? Klar wird dein Gehalt durch die Steuern und
Sozialabgaben kleiner und du hast weniger Geld zum ausgeben. Aber dafür
stellt der staat damit sicher, dass du im Falle einer Erkrankung behandelt wirst
und weiterhin dein volles Gehalt ausgezahlt bekommst. Dadurch, dass du
monatlich in die Rentenkasse einzahlst, sorgst du auch für deinen Ruhestand vor.
Und wofür zahlst du Steuern? Mit den Steuerabgaben leistest du quasi einen Beitrag für
die Gesellschaft. Denn der Staat, also Deutschland, verteilt die Gelder und
investiert diese z.B. in die Bildung oder die Infrastruktur.
Ein Beispiel dafür wäre der Bau einer neuen Turnhalle mit moderner Ausstattung
und viel platz für Sportveranstaltungen. Wie schon erwähnt, sind Steuerbeträge und
Sozialversicherungsbeiträge abhängig von der Höhe
deines Gehalts und deiner familiären Situation. Je nachdem,
welchen Familienstatus du hast oder wenn du vielleicht ein Kind bekommen hast,
wirst du nämlich in eine andere Steuerklasse eingestuft. Insgesamt gibt
es übrigens sechs Steuerklassen. Warum das so ist? Würdest du es fair finden,
wenn jemand, der 3000 Euro im Monat brutto, brutto, mit verpackung, verdient,
genauso viel Steuern zahlen würde wie du mit deinem Ausbildungsgehalt? Ein
ausgelernter Bankkaufmann bei der TARGOBANK steigt in der Regel mit 2717
Euro im Monat ein. Netto bleiben dann davon im Schnitt noch 1750 Euro, was eine
Differenz von 967 Euro macht. Bei dem Azubigehalt aus unserem Beispiel betrug
die Differenz noch 235 Euro. Du siehst also: Je höher das Gehalt, desto
höher deine Abgaben. Abzüge, Abzüge - ich höre nur Abzüge. Aber gibt es denn auch
Aspekte, wo mein Gehalt positiv beeinflusst wird, also es mehr werden
lässt? Ja, gibt es tatsächlich. Je nach Arbeitgeber verschiedene Arten
von Zuschlägen. Die erhältst du, wenn du beispielsweise an Sonn- und Feiertagen
arbeitest. In der Regel kannst du hier zum Beispiel mit Zuschlägen von 50 bis
100 Prozent rechnen. Ähnliches gilt für die Nachtzuschläge, also wenn du einen
Beruf ausübst, bei dem du auch mal Nachtschichten absolvierst, beispielsweise
als Berufskraftfahrer oder als Gesundheits- und Krankenpflegerin. Einige
Unternehmen zahlen auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder auch ein sogenanntes
13. Gehalt. Allerdings gilt für dieses, wie auch für alle anderen
Gehälter: Es ist steuer- und sozialabgabenpflichtig. Weitere
Zusatzzahlungen, die du auch als Azubi bei der TARGOBANK erhältst, sind zum
Beispiel der Fahrtkostenzuschuss für den Weg zur Arbeit oder zur Berufsschule,
vermögenswirksame Leistungen oder auch die Möglichkeit zur betrieblichen
Altersvorsorge. Und wie kann ich mir nun merken, was eigentlich was ist? Nun ja, es
gibt einige lustige Eselsbrücken mit den Anfangsbuchstaben von brutto und netto.
Mein Favorit ist: Brutal viel oder nicht mehr so viel.
Du verstehst schon. Oder du kannst es dir aber auch ganz einfach so merken: Das b
von brutto steht für bevor etwas abgezogen wird und dass n von netto
steht für nachdem etwas abgezogen wird, also leider dann weniger. Nun kann es
also losgehen mit deiner ersten Gehaltsabrechnung.
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