Tamme Hanken, auch der XXL-Ostfriese genannt, ist ein sogenannter Knochenbrecher. Er besitzt als Chiropraktiker für Pferde die Gabe, mittels Nervenfühlen auf Fehlstellungen und Verspannungen bei Pferden, Kühen, Hunden und weiteren Tieren zu stoßen und diese zu behandeln. Mit seinen 2,05 Metern Körpergröße, 145 kg Gewicht und tellergroßen Händen ist es klar, woher Tamme seinen Spitznamen XXL-Ostfriese herhat. Doch durch seine wuchtige Erscheinung und seine Kraft ist er bestens geeignet, auch große Tiere wie Pferde zu behandeln und sie einzurenken. In seiner Familie hat diese Tätigkeit seit vielen Generationen genauso Tradition, wie der Einsatz von alten, überlieferten Hausrezepten. Zudem ist Tamme sehr sensibel, erspürt schnell die Probleme seiner Patienten und ist dadurch einer der besten "Tier-Chiropraktiker" der Welt!
Am nächsten Morgen in Airlie Beach.
Das Wetter und die Aussicht sind traumhaft.
Aber Tammer hat nur Augen für sein Handy.
Denn dort kam gerade die Nachricht rein,
dass zu Hause ein Fohlen geboren wurde.
Hengstfohlen, das ist schon mal gut.
Nichts, was man neu befüllen kann.
Nein, und?
Du musst dir das mal angucken, was für ein Typ.
Wenn der so viel Tritt hat wie die andere,
dann hast du aber einen Knaller in der Bude.
Den kannst du aufziehen. Das ist schon irre.
Dann sitzen wir hier, haben gefrühstückt
und zu Hause haben wir einen Hengstfohlen gekriegt.
Das macht mich ganz verrückt.
Typisch Tammer.
Sitzt mitten im Paradies
und wäre am liebsten auf dem Handelhof.
Carmen ist da völlig anders.
Das ist schon die Anmutung, dass man Urlaub hat.
Wann haben wir letzten Urlaub gemacht? Keine Ahnung.
Das ist schon ein ganz tolles Fleckchen Erde hier.
Wunderschön.
Schade, dass man hier nicht so ins Meer.
Das ist mehr als verlocken.
Das Wetter stimmt.
Die Temperatur geht vom Wasser auf.
Hier sind schnoddige Quallen, die hier brennen.
Ich habe mich informiert, das Wasser sieht toll aus,
aber hier draußen gibt es giftige Quallen.
Die sind anscheinend nur so groß wie ein Daumennagel.
Die sieht man nicht unbedingt. Die können tödlich sein.
Das Risiko will man natürlich nicht nehmen,
so verlockend, wie das hier auch ist.
Ich bin noch nie im Swimmingpool geschwommen.
Eigentlich wolltest du hier einmal diese Bolien lang.
Und dann wieder zurück.
Aber es gibt einen Indianertrick.
Ich habe mich erkundigt.
Ich mache mich überall schlau.
Carmen hinterfragt ja nicht, geht er in den Pool.
Es muss eine Lösung für die Quallerei geben.
Da gibt es Darmstrumpfhosen.
Wenn man die überzieht, sollen die Quallen nicht brennen.
Ist das geil?
Zu schade, dass Tamme keine Zeit zum Ausprobieren bleibt.
Denn bevor er auf der Pferderennbahn von Alice Springs
eine weltbekannte Jockey-Oma treffen kann,
steht ein Besuch bei Robert Breidel an.
Robert lebt 1 h südlich von Ernie Beach
und ist ein TV-Star und Reptilien-Experte.
Seine Lieblingstiere sind Krokodile.
Ich kann sogar den Finger hineinstecken.
Ich schmecke Scheiße.
In Australien leben 10 der gefährlichsten Schlangen der Welt.
Außerdem haben wir hier das größte und auch aggressivste Krokodil.
Ich nenne es nicht gern aggressiv,
aber das Salzwasserkrokodil ist sehr groß.
Dazu kommen noch die giftigsten Quallen und Spinnen.
Aber nur 4 oder 5 Leute
sind hier jemals von Spinnen getötet worden.
Und wie viele waren es bei Krokodilen?
Eins wird Tamme gleich gefährlich nahe kommen.
Krokodile kommen aus dem Wasser, aber nicht sehr hoch.
Er hier ist 4 m lang und schafft nur 2.
Es ist kein Sprung.
Moment, I make a photography.
Ich will sehen, ob die Zähne noch gut sind.
Moment.
Technik steht.
Er wird lächeln.
Komm.
Komm hoch.
Komm und hol es dir.
Mach schon.
Komm.
Komm her.
Mach schon.
Hat er gute Zähne?
Die Fleischnummer war erst der Anfang.
Jetzt will der Barefoot Bushman Tamme zeigen,
dass man auf Krokodilen sehr gemütlich sitzen kann.
Zum Schutz der Kameraleute
sind 2 Wachmänner mit Stöcken dabei.
Hier haben wir ein Salzwasserkrokodil.
Und wenn ihr alles glaubt, was ihr lest oder im TV seht,
dann ist das hier das gemeinste, fieseste und aggressivste Krokodil
auf unserem gesamten Planeten.
Auf 15 m angeblich schneller als sein Pferd.
Und man sollte nie 3 mal hintereinander dasselbe tun.
Denn es merkt sich das.
Alles Bullshit.
Gleich seht ihr, was man mit einem Krokodil alles machen kann.
Das hier ist ein Wildes, das eingefangen wurde.
Es ist 4,5 m lang und wiegt 600 kg.
Da liegt es.
Aber er ist doch kein Fisch.
Warum ist er so lange unten?
Hier ist es.
Mein Stock berührt die Nase.
Jetzt stecke ich meine Hand ins Wasser
und hebe seinen Kopf an.
Seht her.
Und jetzt?
Komm her, hol es dir.
Komm her, ja.
Komm her.
So ein fettes Tier habe ich.
Das ist doch nicht mehr normal, oder?
Angeblich sind sie schneller als Pferde.
Aber seht ihr die Beine?
Und meine?
Außerdem wiegt er 600 kg.
Jemand mit so extrem kurzen Beinen und so viel Gewicht
soll ein Sprinter sein?
Das ist doch wirklich lächerlich.
Jetzt gehe ich an ihm vorbei.
Aber vorher muss ich seine Augen schließen.
Dann kann ich vorbeigehen.
Ich öffne sein Maul für euch
und stecke meinen Finger hinein.
Sein Gehirn ist sehr klein.
Er denkt, wenn sich etwas nicht bewegt, dann ist es tot.
Und er muss es nicht töten.
Aber was sich bewegt, wird getötet.
Dann besteht für die Deutschen ja keine Gefahr.
Geh nach Hause.
Komm her.
Kommst du?
So ein Schmerlisau nicht mehr, nicht, der Alte?
Habt ihr gesehen?
Er will dahin, wo es spritzt.
Ich interessiere ihn gar nicht.
Ist es bei Krokodilen auch so?
Wie bei Ostfriesen.
Die großen Dicken sind die guten.
Na ja.
Der war gar nicht groß.
Wer?
Brian.
Ich werde dir ein Großes sehen.
Wenn ich so tue, als würde ich trinken, dann kommt er.
Komm her.
Komm schon.
Komm her zu mir.
Komm.
Komm her.
Gut.
Wahnsinn.
Guter Junge.
Seht ihr seinen Kopf?
Der ist so lang.
Verglichen mit mir ist das sein Kopf.
Nur der Kopf.
Diese Länge hier.
Hier ist mehr.
Ich muss sehen, wie lang der Schwanz ist.
Das ist unglaublich.
Ganz schön mutig vom ostfriesischen Knochenbrecher.
Von der Spitze hinten.
Ich habe keine Angst vor.
Schätzelein.
Los geht es.
Auf den Schwanz damit.
Auf die Spitze.
Ich muss ein Bild machen.
Das Band liegt noch nicht richtig.
Lass ihn drauf.
Runter damit.
Okay.
Das sind knapp 5 Meter.
Ganz genau 5 Meter.
Jetzt will er weg.
Er geht ins Wasser.
Das macht Krokodile so gefährlich.
Wenn Tiere trinken, gehen sie ins Wasser und werden oft in den Kopf gebissen.
Man sieht die Krokodile nicht.
Sie können 3 Stunden die Luft anhalten.
Wenn ein Tier 2 Tage nichts getrunken hat, stellt es sich nicht ans Wasser und wartet 3 Stunden.
Es trinkt und wird gefressen.
Noch keiner ist an Land getötet worden.
Krokodile fressen im Wasser.
Außer ein Tier ist tot oder fast tot.
Es holt sich nur tote Tiere.
Man hat keine Chance.
Der Biss ist hart.
Und das war es.
Wenn es dich beißt, frisst es dich auch.
Ich habe hier Hunderte von Krokodilen gehalten.
Ich hatte Kontakt zu Zehntausenden.
Ich habe viele Tausend Shows gemacht.
Und doch sind noch alle Finger und Zehen dran.
Was ich sage, muss wahr sein.
Sonst wäre ich ja tot.
Ich habe so einen Krokodil noch nie aus der Nähe gesehen.
Wenn eine Person sich derart extrem nähert und so damit umgeht, muss ich echt sagen, Hut ab.
Da gehört schon eine Portion Mut zu.
Klar, er arbeitet schon seit Jahren damit.
Aber es ist ja nun jeden Tag ein Tier.
Und es ist ja jeden Tag eine Herausforderung.
Das finde ich schon spektakulär.
Genug Reptilien gestreichelt.
Und jetzt warten wieder Pferde auf die heilenden Hände des Knochenbrechers.