Der rote Kontinent Australien hält für Tamme Hanken und seine Frau viele spannende Begegnungen bereit. Der XXL-Ostfriese streichelt Schlangen und begegnet giftigen Spinnen.
Tamme Hanken, auch der XXL-Ostfriese genannt, ist ein sogenannter Knochenbrecher. Er besitzt als Chiropraktiker für Pferde die Gabe, mittels Nervenfühlen auf Fehlstellungen und Verspannungen bei Pferden, Kühen, Hunden und weiteren Tieren zu stoßen und diese zu behandeln. Mit seinen 2,05 Metern Körpergröße, 145 kg Gewicht und tellergroßen Händen ist es klar, woher Tamme seinen Spitznamen XXL-Ostfriese herhat. Doch durch seine wuchtige Erscheinung und seine Kraft ist er bestens geeignet, auch große Tiere wie Pferde zu behandeln und sie einzurenken. In seiner Familie hat diese Tätigkeit seit vielen Generationen genauso Tradition, wie der Einsatz von alten, überlieferten Hausrezepten. Zudem ist Tamme sehr sensibel, erspürt schnell die Probleme seiner Patienten und ist dadurch einer der besten "Tier-Chiropraktiker" der Welt!
Robert will seinen Gästen das Dschungelleben näher bringen und fährt mit ihnen immer tiefer in den Regenwald hinein.
Dort leben einige der gefährlichsten Tiere der Welt. Aber manche von ihnen sehen auch einfach nur gefährlich aus.
Die gehört zu den Jägerspinnen. Es gibt hunderte Arten von denen, wirklich hunderte.
Sie hat Angst. Ich glaube ja, es gibt überhaupt keine aggressiven Tiere.
Aggression ist ja ein grundloser Angriff. Aber Tiere verteidigen sich nur oder fressen einen, wenn sie Hunger haben.
Oder sie beschützen ihre Babys. Es geht ums Überleben, nicht um Aggression.
Die nächste Spinne. Was kriegt man hier sonst noch vor die Linse?
Was wir hier finden können, sind Schwarzottern, außerdem Pythons und ein paar Baumschlangen, Treesnakes.
Und auch noch andere Natternarten, die man aber kaum sieht, weil sie zwischen Blättern leben.
Python quetscht. Und die andere, schwarze, beißt?
Ja, Gift. Dann blutest du aus der Nase, Hintern, du pinkelst Blut, als ob man am Pranger steht.
Nein, du stirbst nicht, aber du wünschst es dir.
Wenn mich die beißt, esse ich die auf. Richtig so.
Mittlerweile sind Robert und die Deutschen meilenweit von seiner Farm entfernt.
Und der Buschmann führt die drei immer tiefer in den Wald hinein.
Dran und knipsen, Schatz. Du brauchst keine Angst haben, die ist giftig.
Aber nicht so sehr, dass sie kaum schaden könnte.
Eine Seidenspinne. Wird auch Vogelspinne genannt, da sie in ihrem Netz kleine Vögel fängt.
Alles, was Robert über Tiere weiß, hat er von den Aborigines gelernt.
Sein erfahrenes Auge sieht sofort, wenn sich irgendwo etwas bewegt.
Das ist eine Dschungelpython. Die gibt es nur im Dschungel.
Vorsicht!
Wenn sie dich beißt, hast du noch Zeit für eine Zigarette.
Wenn du nicht rauchst, auch länger.
Es gibt hier 26 unterschiedliche Arten von Pythons.
Nicht alle sind gemustert, manche sind auch nur einfarbig.
Wenn man eine Python von Giftschlangen unterscheiden will, muss man sie umdrehen und auf den Bauch gucken.
Seht ihr, wie groß die weißen Schuppen sind?
Bei den Giftschlangen sind die Schuppen so groß.
Ich zeige euch den Unterschied, wenn wir eine finden.
Hier haben wir sehr kleine Schuppen.
Wenn eine Schlange kleine Schuppen hat und einen kleinen Bauch, dann ist es immer eine Python.
Sie hat eine sehr trockene und ganz weiche und überhaupt keine schuppige Konsistenz in der Haut.
Aber was du spürst, ist die Kraft, die sie hat.
Lass das mal so los.
Sie hat richtig Power.
Das kann man sich gar nicht vorstellen, was diese Schlange für Kraft entwickelt.
Das ist ja nun wie ein Aal so dünnig, aber der hat richtig Power drin.
Also wenn man ein Verhältnis sieht, dann ist ein Pferd ein Schwächling.
Diese Schlangenart ist ein sogenannter Jäger aus dem Hinterhalt.
Die Schlange weiß, wo die Ratten immer langlaufen und dann wartet sie dort.
Hier am Maul hat sie sogar Infrarotsensoren.
Das heißt, wenn ein Vogel im Baum sitzt, strahlt sein Körper Wärme aus.
Die Schlange riecht das Opfer mit ihrer Zunge und dann bewegt sie sich in die Richtung und findet den Vogel über die Sensoren.
Während der Vogel nachts schläft, spürt sie ihn mit ihren Sensoren auf und frisst ihn.
Wenn sie ihre Beute gefunden hat, beißt sie zu und dann geht es …
Dann hört der Vogel auf zu atmen.
Das kann Tamme nicht schrecken. Er versucht sich als Schlangenbeschwörer.
Ich habe kein Hutband und dann habe ich zu dieser Schlange gesagt, sei doch mal so lieb und mach mir einen auf Hutband.
Diese Schlangenart ist dafür bekannt, dass sie nicht so schnell zubeißt.
Es sind sehr ruhige Tiere, ganz friedlich.
Und ich glaube, sie denkt, dass Tamme ein Baum ist.
Ich habe noch nie so ein schweres Hutband gehabt.
Jetzt bist du wieder frei, Schöne. Ab mit dir. Los geht's.
Für heute heißt es Abschied nehmen vom Dschungel. Die Deutschen und ihr barfüßiger Buschmann kehren zur Ranch zurück.