Aufregend! Leutnant zur See Jonas landet zum ersten mal auf dem Deck einer fahrenden Fregatte. Ein wahres Highlight, denn das hat er bisher nur in Nordholz auf dem Simulations-Deck geübt. Pilotin und Fluglehrerin Bettina hat klare Erwartungen an ihn: „Das ist die Meisterklasse und der Raum für Fehler ist sehr gering!“. Als besondere Herausforderung wartet auch noch der Nachtflugbetrieb. Ob der Hubschrauberpilot das fehlerfrei schafft?
Lerne außerdem Hauptbootsmann Dunja kennen, die eine Ausbildung zur Flugdecksoffizierin macht. Sie unterstützt die Pilotinnen und Piloten durch sogenanntes Einwinken beim Landen des Bordhubschraubers. Nachdem seit gestern auch das Seebataillon wieder mit an Bord ist, geht es jetzt mit einer Geschwader-Übung richtig los. Viel Spaß mit der neue Folge! „Ready to take off?"
So langsam steigt der Puls, ja doch. So langsam werde ich ein bisschen nervös.
Das ist dann die Meisterklasse und da ist dann auch der Raum für Fehler sehr, sehr gering.
Wir legen jetzt gleich mit dem Flugbetrieb los. Die Piloten bereiten sich jetzt soweit vor,
machen jetzt schon mal ihre Vorprüfung, checken schon mal ihre Technik und dann legen wir gleich los.
Und dann geht das dann gleich los hier mit dem Flugbetrieb.
Dann gehen wir in den ersten Takeoff oder in den ersten Airborne.
Die Luftflugblätter werden ausgeklappt, sodass wir gleich für den ersten Ausbildungsflug des Tages starten können.
Für meinen Schüler heute das erste Mal Decklanden mit der Lynx. Das wird mit Sicherheit spannend.
Gerade bei Decklandungen ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Wir werden das heute üben, noch relativ einfach und dann werden wir mit jedem Tag so ein bisschen die Anforderungen steigern.
Spätestens dann, wenn wir die Nacht gehen, sind die Anforderungen dann an sich schon sehr hoch.
Das ist dann die Meisterklasse und da ist dann auch der Raum für Fehler sehr, sehr gering.
Da darf man sich nicht mehr viel erlauben.
Mein Name ist Jonas. Ich bin 27 Jahre alt und Hubschrauberpilot bei der Marine hier in Nordholz.
Gerade auf der Fregatte 125 unterwegs, um hier jetzt mein Decklandeverfahren zu trainieren.
Wir sind für zwei Wochen hier. Prinzipiell sind es sieben Flüge hier an Bord.
Das Ganze kann sieben Tage dauern im Westfalen. Es ist mein Traum seit Kind auf.
Und das ist für mich das große Highlight hier. Endlich ein Flugschiff.
Arbeiten wir mit der Fregatte, um das hier zu erlernen.
Ich bin FTO auf dieser Fregatte, bei dieser Tour und bilde FTO-Schüler aus.
Wir werden auf den zwei Wochen insgesamt vier Schüler das FTO-Geschäft beibringen.
Das Ziel ist es, dass sie am Ende alleine auf ihrer Plattform, auf ihrem Chef,
ganz normalen Flugbetrieb durchführen können und die Crew anleiten können.
Ich bin ja hier der Flugdecks-Offizier. Ich bin ja dafür zuständig,
dass der Helikopter dementsprechend vernünftig startet beziehungsweise landet.
Ich bin jetzt ja gerade noch in der Ausbildung, damit das Team des Helikopters dann immer sicher ist.
Und mein Team natürlich auch.
Wichtigster Punkt für die ganze DEQ ist, ich möchte alle wieder heile mit nach Hause bringen.
Das gilt auch für meine zwei Hubschrauber und natürlich hauptsächlich für das Personal,
das da drumherum springt. Also bitte vorsichtig sein, mit Bedacht arbeiten.
Lieber 30 Sekunden länger für irgendwas brauchen, es dafür aber vernünftig und sicher zu machen,
als zu hudeln und es dann unsicher zu machen.
Ja, das war's von meiner Seite. Dann gleich Klapp zumachen für die 09 und auf geht's.
Bevor wir auf See gehen, wegen Seeluft und Salzwasser, die Getriebe schmieren wir vorher immer einmal ein,
damit die Oberfläche halt keinen Schaden nimmt durch Korrosion.
So langsam steigt der Puls, ja doch. So langsam werde ich ein bisschen nervös.
Aber es ist mehr Aufregung als Nervosität.
Weiß man was Neues ist? Es wird auf jeden Fall jede Menge Spaß machen.
Schauen wir uns mal an, wie es wird.
Die Nervosität habe ich früher schon abgelegt.
Ich bin da schon lange genug dabei.
Nervosität? Nö, eigentlich nicht.
Ich bin hier der Hubschrauberordnungsmeister.
Noch mal zusätzlich ein paar Augen, um das vernünftig ablaufen lassen zu können.
Wenn wir gut sind, kann er sich an uns halten. Er hat natürlich auch seine Referenzen.
Wir sind einfach nur am Ende eine Hilfe beim Einwinken.
Beziehungsweise beim Anflug. Wie beim Autoeinwinken.
Komm, da sind noch 30 Zentimeter. Von innen ist nichts zu sehen.
Da geht noch was. Stopp. Und jetzt fahr wieder vorwärts, beispielsweise.
Und mehr machen wir nicht. Wir sind nur eine Unterstützung.
Du solltest das hier machen. Hatte ich doch.
Warte doch mal. Und halten. Du machst den hier.
Nee, so halte ich. Das ist auch noch vom Film fix.
Und zieh es einmal. Bleib so stehen.
Ja klar, weil es sich so einsteigert.
Ich trinke jetzt erst mal einen Kaffee.
Ich habe jetzt Lust auf Kaffee nach zweieinhalb Stunden Winken. Das reicht jetzt.
Es macht total Spaß, aber es geht halt irgendwann auf die Arme.
Vor allem, wenn man dann so lange warten muss und die Arme so lange hochhalten muss.
Und morgen habe ich bestimmt Muskelkater. Aber es macht trotzdem unheimlich viel Spaß.
Dann nehme ich mir jetzt meinen verdienten Kaffee.
Lass es dir schmecken. Dankeschön. Tschüss.
Es war wirklich spannend, das Ganze mal durchzuführen.
Das ist das allererste Mal auf einem bewegenden Flugdeck.
Sehr interessante Erfahrung. Hat besser geklappt, als ich gedacht habe.
Gerade wenn man noch vielleicht länger mal nicht geflogen ist,
braucht man einen kleinen Moment, um sich wieder warm zu fliegen.
Ab dann ging es super.
Verschiedene Notverfahren geübt, von Unterstützungssystemen aus,
auch mal Triebwerksausfall.
Es hat alles dabei gewesen und es lief soweit echt gut.
Spätestens dann, wenn wir die Nacht gehen, sind die Anforderungen dann an sich schon sehr hoch.
Das ist dann die Meisterklasse und da ist dann auch der Raum für Fehler sehr, sehr gering.
Da darf man sich nicht mehr viel erlauben.
Wir sind jetzt dabei und haben Nachtflugbetrieb.
Das bedeutet, die Piloten müssen versuchen, auf dem Flugdeck zu landen
und auch im Grid mit der Harpune einzurasten.
Hier hat jeder so seine Aufgabe. Ich habe hier so ein Lasching dabei.
Da geht es dann darum, den Hubschrauber schnellstmöglich festzumachen.
Flugvorhaben geht heute bis ca. 22.15 Uhr.
Dann beginnen wir mit dem Nachflug. Das kann noch dann ein, zwei Stunden dauern.
Ich denke mal um Mitternacht ca. haben wir dann auch Feierabend heute.
Gut, anfangs war ein bisschen Kuddelmuddel.
Aber alle haben verstanden, was ich von denen wollte, glaube ich, oder?
Habt ihr ganz gut abgebacken. Seid immer auf alles vorbereitet.
Es kann jederzeit alles Mögliche passieren. Seid immer wachsam.
Immer auf alles vorbereitet sein.
Dann wünsche ich euch noch einen schönen Abend. Gute Nacht.
Und unsere Leute, ich hole eben die Freigabe für Falten.
Bis morgen.
Also von der Sache her, jetzt habe ich hier die Trockenmittelpatronen rausgeschraubt.
Da ist Feuchtigkeit drin. Die bildet sich in der Radanlage, wenn der Hubschrauber über See fliegt.
Und um diese Feuchtigkeit rauszuziehen, haben wir so Trockenmittelpatronen.
Cockpit ganz normal. Einmal gucken, ob hier irgendwo was rumliegt.
Und dann bin ich auf jeden Fall auch noch kurz dafür zuständig,
einen Schaltercheck zu machen im Cockpit.
Dazu gehen wir einfach die ganzen Schalter durch.
Wir regeln die Hintergrundbeleuchtung runter.
Sehen hier, Instant-Light-Schalter ist noch auf.
Auf, on. Der muss auf off.
Also ich fange immer oben an und arbeite mich dann von links nach rechts.
Komme hier einmal rüber.
Checke, dass der Rad-Alti auch direkt im Nullanschlag ist.
Und überprüfe dann weiterhin die ganzen Schalter.
Und dann ist der Schaltercheck auch soweit durch.
Mein Fazit vom Tag.
Hat sehr entspannt angefangen.
Wie gesagt, ziemlich viel Neues.
Man war auch noch ein bisschen müde vom ersten Tag.
Aber es hat sich ganz schnell gelegt.
Und ja, was soll ich sagen.
Am Ende wurde es nochmal ein bisschen hektisch.
Aber von der Sache her haben wir das alles souverän gemeistert.
Haben Ruhe bewahrt.
Und jetzt, wie ihr seht, steht der Hubschrauber sicher und trocken drin.
Jetzt habt ihr den Tag gesehen von uns.
Und wenn ihr noch mehr sehen wollt,
dann müsst ihr auf jeden Fall dranbleiben und weiter einschalten.
Wir bleiben auch dran.