Wir sind stolz darauf, mit Ihnen die Mystery und Horrorgeschichten zu teilen, die wir sorgfältig für Deutschlerner geschrieben haben. Diese Geschichten sind in einer Sprache geschrieben, die für Deutschlerner besonders verständlich ist, und wir haben uns große Mühe gegeben, dass Sie in jeder Geschichte neue Wörter und Sätze lernen können. Die Geschichten sind fesselnd, spannend und manchmal auch gruselig. Wir hoffen, dass Ihnen diese Geschichten gefallen und, was noch wichtiger ist, dass sie Ihnen beim Deutschlernen helfen werden. Viel Spaß und nicht vergessen, liken und abonnieren.
Deutsch lernen durchhören
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Emil sitzt im Büro und langweilt sich.
Seine Arbeit für heute hat er bereits vor einer Stunde fertig gehabt.
Nun wartet er nur noch darauf, dass er Feierabend machen kann.
Er möchte endlich ins Wochenende starten.
Hoch die Hände, Wochenende, denkt Emil, als seine Chefin Karin ihre Sachen packt.
Wenn sie geht, kann er auch gehen.
Emil ist heute sogar vor Karin auf der Arbeit gewesen.
Er steckt seine Brotdose in den Rucksack und zieht seinen Mantel an.
Er fragt sich, ob es noch schneit.
Heute Morgen hat es so stark geschneit, dass er kaum etwas sehen konnte.
Von seinem Büro aus kann Emil nicht nach draußen sehen.
Er hat zwar ein Fenster, aber das zeigt nur einen überdachten Hof.
Als Emil endlich das Gebäude verlässt, weht ihm kalter Wind ins Gesicht.
Es schneit nicht mehr, aber es ist eisig kalt.
Nicht so schlimm, denkt er.
Der Weg zur U-Bahn-Haltestelle ist nicht weit.
Dort ist es nicht so kalt wie draußen, aber es ist immer sehr voll um diese Uhrzeit.
Emil geht die Treppe hinunter zu den U-Bahn-Gleisen.
Überall um ihn herum sind Leute.
Einige von ihnen husten, andere schniefen.
Sie bleiben stehen, um sich die Nase zu putzen.
Das ist gefährlich.
In dieser Menge von Menschen kann es sein, dass jemand nicht aufpasst.
Dann kann es passieren, dass man stolpert,
und wenn einer die Treppe hinunterfällt, wirft er auch die Menschen vor sich um.
Emil versucht deshalb, immer am Rand zu gehen,
damit er sich am Geländer festhalten kann.
Er hat Angst, mit den anderen Menschen die Treppe hinunter zu gehen.
Einmal hat er so einen Unfall gesehen.
Das hat ihm gereicht.
Noch einmal möchte er das nicht erleben.
Emil ist froh, als er heil unten angekommen ist.
Er geht nach rechts um die Ecke zu den Gleisen.
Nur ein paar Minuten später kommt die Bahn.
Sie ist wie immer überfüllt.
Trotzdem hat Emil Glück.
Er findet noch einen Sitzplatz.
Er fragt sich, warum der Platz frei war.
Dann sieht er sich die Frau an, neben der er sitzt.
Sie sieht merkwürdig aus.
Sie ist wie eine leere Verpackung.
Sie sieht zwar von außen wie ein Mensch aus,
aber ihr Inneres ist leer.
Die Frau reagiert nicht auf Emil.
Sie schaut einfach nur geradeaus.
Ihre Augen wirken tot, findet Emil.
Er rückt ein Stück von ihr weg.
Zum Glück muss er nur drei Stationen weit fahren.
Er kann es nicht erwarten, bis er aussteigen kann.
Die Frau macht Emil nervös.
Sobald die U-Bahn seine Haltestelle erreicht hat, steht er hastig auf.
Er möchte so schnell wie möglich aussteigen.
Emil ist erleichtert,
als die Bahn mit der merkwürdig leeren Frau ohne ihn weiterfährt.
Jetzt ist er bald zu Hause.
Seine Wohnung ist in einem Gebäude direkt neben der U-Bahn-Haltestelle.
Er muss nur noch eine Rolltreppe nach oben gehen.
Aber kurz vor der Rolltreppe bleibt Emil plötzlich stehen.
Am unteren Ende der Rolltreppe steht ein Mann.
Er bewegt sich nicht.
Vorsichtig geht Emil an dem Mann vorbei.
Er sieht genauso leer aus wie die Frau in der U-Bahn.
Eilig rennt Emil die Rolltreppe nach oben und zu seiner Wohnungstür.
Was stimmt mit den Leuten da draußen nicht,
überlegt er, während er sich im Flur die Schuhe auszieht.
In der U-Bahn sind oft merkwürdige Menschen unterwegs,
aber meistens reden sie mit sich selbst.
Manchmal erzählen sie auch Fremden irre Geschichten.
Leere Menschen, so wie die beiden vorhin, hat er noch nie zuvor gesehen.
Emil möchte nicht mehr an sie denken.
Er bestellt sich eine Pizza und schaltet den Fernseher an.
Die Nachrichten laufen.
Es gibt die gleichen traurigen Themen wie jeden Tag.
Krieg und Katastrophen.
Emil will gerade umschalten, als es an der Tür klingelt.
Die Pizza ist da.
Emil eilt zur Tür.
Er hat ja solchen Hunger.
Der Mann mit der Pizza sieht gelangweilt aus.
Er reagiert kaum auf Emil.
Während Emil bezahlt, schaut der Mann einfach an ihm vorbei.
Mit der Pizza setzt sich Emil wieder vor den Fernseher.
Die Nachrichten sind fast vorbei.
Im letzten Bericht geht es um seltsame Menschen.
Überall in der Stadt hat man Menschen gesehen,
die auf nichts reagieren.
Im Bericht werden auch Videoaufnahmen gezeigt.
Es sind leere Menschen, wie Emil sie auf dem Heimweg gesehen hat.
Es gibt noch mehr davon, sagt Emil zu sich.
Der Nachrichtensprecher berichtet,
bislang ist der Grund für dieses seltsame Verhalten nicht bekannt.
Es kann eine bisher unbekannte Krankheit sein.
Bitte seien Sie vorsichtig, was Sie essen und trinken.
Außerdem sollten Sie einen Mundschutz tragen,
wenn Sie das Haus verlassen.
Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Bleiben Sie dran.
Emil legt das Pizzastück zurück in den Karton.
Der Pizzabote hat sich auch seltsam verhalten.
Vielleicht sollte Emil die Pizza lieber nicht essen.
Er schaut auf den Karton.
Er hat bereits ein Viertel der Pizza gegessen.
Oh, das ist nicht gut, denkt er.
Ihm ist plötzlich ganz übel.
Emil ist verunsichert.
Ist ihm übel, weil er Angst hat?
Oder ist ihm übel, weil mit der Pizza etwas nicht stimmt?
Seine Hände schwitzen.
Sein ganzer Körper schwitzt.
So hat Emil sich den Freitagabend nicht vorgestellt.
Vorhin im Büro hat er sich überlegt,
dass er abends noch in eine Bar gehen möchte.
Aber nun sitzt er auf seinem Sofa und hat Angst vor seiner Pizza.
Naja, er hat nicht direkt Angst vor der Pizza,
sondern davor, dass sie ihn krank machen könnte.
Emil möchte nicht so werden wie die leeren Menschen.
Er sitzt den ganzen Abend vor dem Fernseher
und wartet auf neue Informationen.
Immer wieder gibt es kurze Updates.
Die Zahl der leeren Menschen steigt.
Auch aus anderen Städten gibt es nun Berichte über leere Menschen.
Sie werden genau im Auge behalten.
Wissenschaftler versuchen zu verstehen,
was mit diesen Menschen los ist.
Am Samstag gibt es Berichte aus anderen Ländern.
Emil ist sehr müde.
Er hat die ganze Nacht die Nachrichten verfolgt.
Ab und zu ist er kurz eingeschlafen, aber nie lange.
Am Sonntag hört Emil in den Nachrichten,
dass ein Virus die leeren Menschen krank gemacht hat.
Es breitet sich schnell aus.
Emil fühlt sich krank.
Er weiß nicht, ob es daran liegt, dass er zu wenig geschlafen hat.
Vielleicht liegt es auch daran, dass er Angst hat, tut weh.
Er fühlt sich schwach.
In den Nachrichten haben sie gesagt, dass man zu Hause bleiben soll.
Das ist gut.
Emil möchte auch nicht nach draußen.
Er hat viel zu viel Angst.
Er möchte kein leerer Mensch werden.
Am Montag liegt Emil nur auf dem Sofa.
Er schaut auf den Fernseher, hört aber nicht wirklich zu,
was in den Nachrichten gesagt wird.
Sein Kopf tut immer noch weh.
Er kann nicht mehr richtig denken.
Emil kann sich nicht konzentrieren.
Er möchte sich nicht bewegen.
Er fühlt sich so leer.