Keine Begegnung in deinem Leben ist zufällig

Spirituelle Welt
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23.11.2024
Manche Bekanntschaften sind wie ein Gruß aus der Küche des Universums.
Sie machen Appetit auf mehr und sind dann plötzlich schneller wieder verschwunden, als sie gekommen waren.
Man hat manchmal fast das Gefühl, die kosmischen Mächte wollen uns zeigen, was sie theoretisch so alles im Angebot hätten.
Die handverliesene Auswahl, die uns so hoffnungsvoll präsentiert wird, scheint aber letztendlich doch nicht für uns bestimmt zu sein.
Wenn es sich dabei um Menschen handelt, die wir uns sehr gut als neue beste Freunde vorstellen könnten, verkraften wir den Verlust vielleicht noch eher.
Aber wozu kreuzen potenzielle Lebensmenschen und Seelenpartner unsere Wege, wenn wir sie dann nicht haben und in unserem Leben halten können?
Irgendwann könnte man fast auf die Idee kommen, niemals über die Vorschau hinweg und zum Hauptfilm zu gelangen, wenn es dem lieben Universum nicht gefällt.
Warum also sind manche Menschen wie Planeten, die flüchtig unsere Umlaufbahnen streifen, nur um dann wieder beschaulich ihre eigenen Wege zu gehen, und zwar ohne uns?
Zur rechten Zeit am rechten Ort.
Jeder Mensch, den wir in unserem Leben treffen, ist laut Buddha ein Lehrmeister für uns.
Wir lernen immer und überall, wenn wir nur offen und bereit dafür sind.
Das Treffen von neuen Personen steckt also gewissermaßen immer voller Potenzial für uns, wir müssen es nur nutzen.
Allerdings kann dieses Unterfangen in zwei Richtungen verlaufen.
Wir können die beste Zeit unseres Lebens haben, schöne Momente, die am liebsten niemals aufhören sollten, und das Gefühl, endlich angekommen zu sein und geliebt zu werden.
Das kann rein platonisch sein, ein neuer bester Freund zum Beispiel, oder eben eine romantische Liebesbeziehung, die eindeutig das Zeug zur Seelenpartnerschaft hätte.
Der andere Weg, die neue Zeitgenossen für uns ebnen können, ist jener des Chaos und der Zerstörung.
Sie öffnen die Büchse der Pandora, richten größtmöglichen Schaden in unseren geordneten Verhältnissen an, und lassen uns dann auf einem Scherbenhaufen sitzen.
Dazwischen gibt es noch Begegnungen, die relativ unspektakulär verlaufen, uns aber trotzdem irgendwie im Gedächtnis bleiben.
Vielleicht sind es Wörter, an die wir uns erinnern, vielleicht ein ganz bestimmtes Verhalten, das uns beeindruckt hat.
Tatsache ist, nichts in unserem Leben passiert ohne Grund.
Niemand betritt unser Leben ohne Spuren darin zu hinterlassen.
Wenn jemand kommt und wieder geht, bedeutet dies, dass du für deine aktuelle Situation Unterstützung erhalten hast, auch wenn dir das auf den ersten Blick vielleicht gar nicht zuvorkommen mag.
Aber sei versichert, jeder dieser Menschen bedeutet eine Lektion, die es zu lernen gilt.
Nummer 1, die Lektion des Vertrauens
Wir bekommen im Leben nicht immer das, was wir wollen.
Wir bekommen immer das, was wir brauchen.
Wenn also bestimmte Menschen nicht dazu gedacht waren, in unserem Leben zu verbleiben, dann war die Botschaft hinter ihrem Erscheinen eine andere.
Platonische Bekanntschaften, neue Kollegen oder Nachbarn etwa können Unterstützung und Hilfe sein, wenn wir uns gerade in einer schwierigen Phase befinden.
Du kannst sie dir wie Schutzengel vorstellen, die Gott oder das Universum dir senden, wenn du sie am nötigsten brauchst.
Du lernst von ihnen vielleicht viel über das Leben und wie man manche Dinge besser und entspannter angehen kann.
Ihr Verlust wird dich schmerzen, aber er wird vergehen.
Dein Leben wird danach immer einiges leichter sein und du ehrst sie, indem du sie in guter Erinnerung behältst.
Schwieriger wird die Sache, wenn jemand Hoffnung auf die große Liebe in dir weckt.
Vor allem dann, wenn wir schon sehr lange als Singles durch Leben gehen und eigentlich mehr als bereit wären für eine neue Beziehung, sind diese kosmischen Winkelzüge nur schwer zu verstehen.
Wieso lernen wir diese fantastische Frau oder diesen beeindruckenden Mann denn dann bitte überhaupt kennen, wenn nichts daraus entstehen soll?
Die Antwort auf diese Frage lässt sich in einem einzigen Wort zusammenfassen. Hoffnung.
Gott und das Universum zeigen dir auf diese Weise, dass es sehr wohl Menschen da draußen gibt, die dich perfekt ergänzen würden und das Zeug zu deinem Lebensmenschen hätten.
Du sollst Vertrauen und die Hoffnung nicht verlieren.
Betrachte diese kosmischen Appetithappen wie kleine Leuchtfeuer am Strand.
Alles Irdische und alles Menschliche ist vergänglich. Auch wir und unsere bescheidenen Existenzen sind nicht gekommen, um zu bleiben.
Kein Fluss ist gemäß Heraklit jemals wieder derselbe und auch wir sind keine Sekunde unseres Lebens derselbe Mensch.
Alles ist im Wandel, nichts bleibt bestehen.
Je eher und je besser wir uns das Prinzip des Verlustes, dem unser Leben also von Natur aus unterworfen ist, vergegenwärtigen, desto besser können wir mit ihm umgehen.
An Dingen mit Gewalt festzuhalten, die uns einfach nicht bestimmt sind, kann wesentlich schmerzhafter für uns sein, als das Loslassen.
Daher lohnt sich auch diese Übung, selbst wenn sie nicht sehr viel attraktiver erscheint als jene des Verlustes.
Du wirst keinen Menschen in deinem Leben behalten können, der das nicht auch wirklich möchte.
Und selbst dann sitzen höhere Mächte noch immer am längeren Ast.
Die amerikanische Lyrikerin Elizabeth Bishop schrieb einst, so vieles scheint bloß geschaffen, um verloren zu gehen, und deshalb ist sein Verlust nicht unerträglich.
Versuche dir diese Sichtweise immer dann vor Augen zu führen, wenn dir das Loslassen nicht gelingen will.
Es ist nämlich die Voraussetzung dafür, mit einem Kapitel deines Lebens abzuschließen und weitermachen zu können.
Der Mondzyklus, die Jahreszeiten und unsere Lebensalter zeigen es uns eigentlich sehr deutlich.
Das Leben hört niemals wirklich auf.
Es sind Phasen, die enden und nahtlos den Neubeginn anschließen lassen.
Es geht immer weiter, selbst wenn es uns im Moment als Ding der Unmöglichkeit erscheint.
Wer an die Unsterblichkeit der Seele glauben kann, für den wird das Leben niemals enden.
Wer an der Überzeugung lebt, dass nach dem Leben vor dem Leben ist, hat nichts zu befürchten und außerdem alle Zeit der Welt, um alles zu erleben, was er sich wünscht.
Doch auch in diesem irdischen Leben, das wir gerade genießen dürfen, ist es nie zu spät für einen Neustart.
Voraussetzungen dafür sind Willenskraft und ein wenig Mut.
Menschen kommen und gehen.
Einige wenige sind uns bestimmt, eine längere Strecke des Lebens mit uns gemeinsam zu beschreiten.
Wieder andere sind wie ein Sturm, der auf den ersten Blick Zerstörung bringt, auf den zweiten aber vielleicht nur den Weg für uns leer gefegt und die Wolken beiseite geschoben hat.
Nicht alle Menschen bleiben an unserer Seite, selbst wenn wir uns das von Herzen wünschen, darum beten, bitten und betteln und uns die Vorstellung, sie gehen lassen zu müssen, innerlich zerreißt.
Was jedoch bleibt, ist die Erkenntnis.
Sie kommt oft mit reichlich Verspätung und es dauert seine Zeit, bis wir die Ereignisse richtig einordnen können und den richtigen Blickwinkel dafür entwickelt haben.
Fakt ist jedoch, dass alles im Leben aus einem Grund geschieht, der sich uns in dem Moment nur noch nicht erschließen will.
Letztendlich wird alles gut für uns, das immer zu unserem Besten sein wird.
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