FRÜHER WAR MEHR LAMETTA !!! #podcast #60er #70er #80er #missmarple #krimihörspiel

HOR MAL ZU HORSPIELE & CO
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1 Videoaufrufe·05.12.2024
Lasst uns zurückgehen in die 60er und 70er Jahre
und lasst Menschen und Zeitzeugen berichten,
wie sie Weihnachten empfunden haben.
Es war doch herrlich früher.
Diese Silberfäden, dieses schwere Lametta.
Früher war mehr Lametta.
Ich sehe immer ganz deutlich, dass über meinem Bett
und an der Fußseite ein großer Weihnachtsengel hing.
Ich weiß nicht, der war bestimmt so 60 cm groß.
Aus Pappe, so bunt, farbig.
Und das war eine ständige Erinnerung.
Es geht auf Weihnachten zu.
Ich wusste, der Nikolaus kommt.
Und ich wusste auch, es gibt gar keinen Nikolaus.
Es gibt auch keinen Weihnachtsmann.
Aber ich hatte eine fürchterliche Angst davor.
Wir hatten zwei Scheckel da stehen.
Es war so ein bisschen Platz.
Da habe ich mich reingeklemmt, damit ich da weg bin.
Und dann kamen die.
Oh Gott, habe ich mich erschrocken.
Diese Verkleidung.
Und der Opa stand dahinter und lachte sich halb kaputt
über meine Angst.
Und dann habe ich den Nikolaus von oben bis unten geguckt.
Denke ich, die Schuhe kenne ich.
Das ist einer aus dem Hause.
Das ist nicht der Nikolaus.
Es gibt gar keinen.
Schon in der Adventszeit.
Und was uns davon erzählt hat, warum Advent ist.
Es gab auch Weihnachtsgeschichten aus der schlesischen Heimat.
Das weiß ich noch ganz genau.
Vor Heiligabend sind wir schon zum Weihnachtsmarkt gelaufen.
Straßenbahnfahren war auch teuer.
Jedenfalls den Mehringdamm runter.
Da standen die Buden alle.
Die waren alle noch mit Kabitlampen beleuchtet.
Es war alles so heimelig.
Es war auch richtig so Weihnachtsmarkt.
Es war noch so richtig schön.
Es war so nicht Kommerz.
Dann sind wir runter zum Lustgarten gegangen.
Da war der große Weihnachtsmarkt.
Dann sind wir rumgegangen.
Viel Karussells und sowas gab es gar nicht.
Vielleicht ein Kinderkarussell, dass wir mal fahren durften.
Da war auch das Geld nicht da.
Garnierten Äpfel gab es da und Zuckerwatte.
Die gebrannten Mandeln.
Weihnachtsmänner und Engel und alles.
An der katholischen Kirche, die runde Kirche da,
fuhr die Straßenbahn, die 96, die fuhr dann rauf.
Dann konnten wir auch nach Hause fahren.
Nach Hause fahren, das gab es.
Meine Eltern hatten vorher schon in einem Zimmer
so eine kleine Werkstatt sich aufgebaut für die Geschenke.
Die sie bastelten.
Dann war die Tür verschlossen.
Ich versuchte mal durchs Schlüsselsaft zu gucken,
um rauszukriegen, was da gemacht wird.
Weil es ja nicht verraten wurde.
Meine Mutter hat das schon geahnt.
Sie hat von innen einen Lappen vorgehängt,
sodass man nichts sehen konnte.
Vater hat unser ganzes Spielzeug,
auch das meiner späteren Brüder, selbst gebastelt.
In der Küche, da roch es immer mal vor Weihnachten nach Ölfarbe.
Vor dem Krieg war das hauptsächlich.
Wie Wertheim oder Hertie.
Wir waren auch mal bei KDW damals gewesen.
Da waren die großen Schaufenster so schön weihnachtlich geschmückt.
Die Märchenfiguren, die dort so auf sich bewegten.
Oder der große Tannenbaum.
Da war natürlich die elektrische Eisenbahn drin.
Aber das haben wir leider nie gekriegt als Kinder.
Aber geguckt haben wir danach.
Da war auch eine Dampfmaschine.
Das war mal so etwas, was ich mir gewünscht hatte.
Ich hatte gerne Schlachtschiffe von Wikinger-Modellen.
Aber das waren alles so teure Sachen.
Die konnten sich die Eltern mitunter nicht leisten.
Ich wollte einen Puppenwagen haben,
aber dann kriegte ich so einen Kork-Puppenwagen.
Man war auch zufrieden.
Autobahn als Acht und dann kleiner Rennwagen dazu.
Die mussten aufgezogen werden mit einer Feder.
Ich hatte also auch ein schönes Puppenhaus bekommen
von meinem Vater.
Da waren ja noch diese etwas einfachen Möbelchen,
die meine Mutter aus Pappkarton und Stoffresten gebastelt hatte.
Irgendwie habe ich meinem Vater gesagt,
ich hätte gerne schönere Möbel für mein Puppenhaus.
Er hat gesagt, setz dich mal hin
und zeichne doch mal, wie du dir die Möbel vorstellst.
Ich habe mich ganz ernsthaft da hingesetzt
und mir gedacht, wie könnten die Möbel aussehen.
Ich habe die auch aufgezeichnet.
Das ist die Weihnacht 1939.
1939 hat hier meine Mutter hingeschrieben.
Ich schreibe, ich wünsche mir,
da bin ich in die 1. Klasse gegangen,
Schlittschuh ohne H.
Dann 2. ein Sack mit Geld.
Daran können Sie schon sehen, wir hatten kein Geld zu Hause.
Darum habe ich mir ein Sack mit Geld,
ein Sack mit G geschrieben.
Als 3. was ich bekomme, das ist egal.
Mit lauter Ausrufungszeichen und von Inge.
Meine Mutter hat dann dahinter geschrieben,
Weihnachten 1939.
Aber als keine Puppe da war, gab es doch viele Tränen.
Ich kann mich daran nicht mehr erinnern.
Aber ich habe hier eigentlich gar nicht Puppe geschrieben.
Wir durften immer die Teigschüssel auslecken und auskratzen.
So mit den Fingern.
Hefeteig mit viel Rosinen und Mandeln und grünem Zeug.
Ich weiß nicht, wie das heißt.
Das wird dann als ein großer Brot geformt.
Mohnpilen.
Das war eine Süßspeise, die bestand daraus,
dass man entweder Zwieback legte in eine Form
oder Scheiben von Weißbrot.
Dann wurde eine Masse aus gemahlenen Mohn versetzt
mit Nüssen und Rosinen und viel Zucker und Sirup.
Das wurde dann immer drüber gegossen.
So wurde eine Schicht nach der anderen belebt.
Das wurde dann draußen, wenn es Winter war,
aufs Fensterbrett gestellt, damit das schön gekühlt wurde.
Da wir ein großes Haus waren mit Mädchen
und mit 8 Wohnungen und allem,
da hat die Omi so viel Schüttchen gebacken,
dass zu Weihnachten eine Botkammer leer gemacht wurde.
Es wurden mehrere Bretter übereinander gelegt.
Und da wurden die alle aufgebaut, die fertig waren.
Und alle, wer es auch war aus dem Hause,
kriegten zu Weihnachten ein Schüttchen von der Omi.
Die Feste war natürlich immer das,
was ein Kind am meisten berührt hat.
Und dass die ganze Großfamilie zusammen war.
Es war immer so, dass wir in dem Gesinderhaus,
wo wir gewohnt haben, hatten wir eine große Wohnküche.
Wir haben dort immer gefeiert,
sodass das immer eine familiäre Atmosphäre war,
die uns glücklich machte.
Als ich 4 war, ich war die Jüngste,
kann ich mich erinnern, auch die Jahre danach,
dass mein Vater immer für Einsame
eine Einsamweihnachtsfeier gemacht hat in Schöneberg.
Mein Vater war hier Stadtmissionar in Berlin.
Mein Vater hat dann alles organisiert,
dass da große Tische, lange Tafeln gedeckt wurden.
Es strömten wirklich die Leute.
Und es war ein Raum, da gab es auch ein Podest, eine kleine Bühne.
Und wenn wir dann hinkamen,
dann war das die Aufgabe von uns Kindern und auch von meinen Eltern,
diesen einsamen Menschen Freude zu bringen.
Meine Schwestern haben Geige gespielt,
Bruder Manfred hat begleitet am Klavier.
Und ich musste immer singen.
Mein Vater sprach dann dazwischen immer christliche Botschaften
und die Weihnachtsgeschichte.
Da haben wir dann die jüngere Generation,
die hat dann den Weihnachtsbaum geschmeckt.
In dieser Wohnküche, das war ja ein großer Raum,
wo wir dann alle gesessen haben.
In einer Ecke stand dann ein großer Weihnachtsbaum.
Wir Kinder konnten gar nicht bis oben hin.
Dann haben das die Erwachsenen gemacht.
Und wir haben unten mit geholfenen Figuren zugereicht.
Die kleinen Vögel, die dann so einen Glasfaserschwanz hatten.
Ich glaube, 12 Kerzen waren immer drauf.
Rote Kugeln hatten wir gehabt.
Unten kamen die großen Kugeln hin
und in der Mitte die mittleren Kugeln.
Oben kamen die kleinen Kugeln hin.
Das musste alles seine Ordnung haben.
Und dann hatten wir auch ein paar Süßigkeiten.
Die gab es ja zum Anhängen, diese Süßigkeiten.
Und der wurde dann immer, wenn Weihnachten vorbei ist, geplündert.
Das Lametta war eigentlich ganz wichtig.
Und das musste also ganz sorgfältig aufgehängt werden.
Und man musste auch gucken, dass man das gut verteilte.
Dann haben wir sie über die Zweige geworfen und dann verteilt.
Von hinten nach vorne.
Sodass das Lametta immer an jeden Zweig runterging.
War wie, ich will mal sagen, Eissapfen sah das aus.
Aber nicht in dicken Klumpen und schön verteilt,
damit es auch entsprechend die Wirkung nachher hatte.
Es gab ja nicht viele Möglichkeiten als Straßenbahn.
Wir sind nämlich an einem Weihnachten, es war so kalt.
Der Wind pfiff und die Bahn kam nicht.
Aber dann kam doch eine Bahn.
Ich glaube die 62 war das.
Und da waren wir alleine drin.
Es war keiner mehr abends um siebeneinhalb, acht mit der Straßenbahn unterwegs.
Und meine Eltern waren auch so erfüllt.
Und auch wir von der schönen Feier.
Dann haben wir angefangen zu singen.
Ein Lied nach dem anderen.
Macht hoch die Tür und ihr Kinderlein kommt mit.
Das Schöne war der Straßenbahn-Schaffner.
Den werde ich nie vergessen.
Dann hat der immer klingelt.
Wenn wir fertig waren mit einem Klingelingling.
So ungefähr, als ob jetzt kommt der Straßenbahn oder fährt ab.
Bis wir dann zu Hause waren in der Rubensstraße.
Und dann hat er sich sehr herzlich verabschiedet.
So etwas habe ich noch nie erlebt.
Dass ich hier den ganzen Wagen voller einer Familie habe.
Und die singt so schöne Weihnachtslieder.
Ja und dann kamen wir hoch.
Wir wohnten im dritten Stock damals.
Und meine Mutter hatte vorher schon Kartoffelsalat vorbereitet.
Und dann gab es Kartoffelsalat und Würstchen.
Meistens gab es bei uns immer Kartoffelsalat und Würstchen.
Da war dann eine Bescherung.
Da mussten wir dann erst mal als Kinder raus.
Dann ging es ja da erst auch nochmal mit der Warterei los.
Wir haben zwar immer da an der Türe gestanden.
Wenn Vater und Mutter mal rein mussten ins Zimmer.
Und wollten schmulen durch die Türschlitze, ob wir was entdecken.
Meine Mutter nahm mich an die Hand.
Wir gingen runter und auf die Redenstraße.
Die Redenstraße, eine Straße mit 60 Häusern.
Und vielen Gewerbetreibenden.
Wir mussten auf die Straße gehen.
So als es langsam dämmerig wurde.
Und immer hin und her laufen.
Bis an dem Fenster, wo der Tannenbaum stand.
Die Kerzen brannten.
Das musste man dann mehrmals machen.
Dabei hat man sich nochmal die Geschäfte angeguckt.
Dann wurde aber dann geklingelt.
So richtig traditionell, wie früher mit der Glocke.
Dann wurde aber erst mal wieder gesungen.
Gedichte haben wir aufgesagt.
Lieber guter Weihnachtsmann, guck mich nicht so böse an.
Steck doch deine Rute ein.
Ich will immer artig sein.
Dann wurde auch nochmal die Weihnachtsgeschichte vorgelesen.
Lukas 2.
Dann hat unser Vater ein paar Worte gewechselt.
Schöne Weihnachten gewünscht usw.
Dann hat mein Vater auch noch ein Gebet gesprochen.
Dann kam endlich die Bescherung.
Das Christkind war da.
Dann sind wir raufgestürmt.
Ich vorneweg, denke ich mal, rein ins Weihnachtszimmer.
Da war der Vater.
Eigenartigerweise blieb er immer oben.
Er wartete mit Spielzeug auf.
In der Vorweihnachtszeit mussten wir z.B.
Geschenke basteln oder auch stricken.
Es liegt mir auch an unserem Geschäftstyp.
Dass man bei uns sehr lange verweilt.
Brummelt, sich mit den Kindern beschäftigt.
In den 70er, 80er Jahren ging das ziemlich zügiger durch.
Man muss schon sehen,
dass wir während 40 Tagen 40% des Jahresumsatzes machen.
Das ist zwar heute auch noch so,
aber sehr viel ist auch in den Online-Kanal.
Unsere Eltern saßen am Tisch mit denen,
haben sich intensiv unterhalten.
Unsere jüngere Schwester Elisabeth hat dann gefragt,
Papa, darf ich den Weihnachtsbaum anmachen?
Er hat gesagt, ja, ja.
Dann hat sie einen Katz gekriegt, hat aber leider unten angefangen.
Die 4, 5 Katzen, die in der untersten Etage waren,
hat sie angezündet, hat sich drüber gebeugt
und die obere Katze anzündet.
Auf einmal hat ihr bunte Polyesterbluse,
die man damals getragen hat,
ich weiß noch genau, wie die aussah, Feuer gefangen.
Blau war.
Blau, mit so Blumen drauf.
Wir wissen das so genau, weil wir immer die gleichen Sachen anhatten.
Stimmt, wir hatten bestimmt alle 4 das gleiche blaue Polyester.
Jedenfalls sagt sie irgendwann, Papa, Papa.
Unser Vater, der im Gespräch war,
hat gesagt, Elisabeth, wir unterhalten uns gerade.
Papa.
Es ging ein paar Mal hin und her, bis sie gesagt hat, Papa, ich brenne.
Dann ist sie tatsächlich aufgesprungen
und hat mit der bloßen Hand draufgehauen.
Und es ist Gott sei Dank nichts passiert.
Es war nicht mehr so hektisch wie heutzutage.
Man hat sich auf Weihnachten richtig gefreut.
Da hat man auch mit den Geschenken, wenn man sich so überlegt,
hat man meistens das Richtige getroffen.
Heute geht es nur noch, entweder Tablet oder sonst irgendwas.
Das ist noch für die Jugend interessant.
Damals waren Bauklötze oder Spielsachen, egal welche Art.
Dann hieß es, wickelst du uns den Adventskranz?
Dann habe ich den gewickelt.
Und wie er dann fertig war, das ist wunderbar, den bräuchten wir.
Du kannst noch mal einen wickeln.
In dem Moment habe ich vielleicht auch mal ein bisschen geflucht.
Aber dann habe ich halt den nächsten gewickelt.
Und der kam dann vielleicht in der Tat auch bei uns auf den Tisch.
Herrlich.
Und ich habe so das Gefühl, man sehnt sich vielleicht als Erwachsener
immer wieder mal da dran an die feierliche Stimmung.
Die Geschenke, der Baum.
Ja, es war ein besonderer Moment.
Alle haben mal mehr Zeit.
Die Eltern, das Feldgeschäft, Ruth, sind da.
Es gibt was Besonderes zu essen.
Es gibt Geschenke.
Der Plattenspieler wird aufgebaut.
Das gab es bei uns vielleicht 2- oder 3-mal im Jahr.
Denn normalerweise bietet der Alltag auf einem Bauernhof
seinen Bewohnern selten Muße, einfach nur Musik zu hören.
Immer gibt es irgendwas zu tun, v.a. die Tiere versorgen.
An Weihnachten, hier heißt es Wien-Nächt,
bekommen auch sie eine besonders große Portion.
Es gibt ja die Sage, dass man die Tiere am Heiligabend schwätzen hört.
Wenn du da in den Stall gehst, dann besprechen sich die Tiere,
was ist im Jahr gegangen, was ist passiert,
und was passiert im nächsten Jahr.
Das hätte man natürlich wissen wollen.
Auch als Kind hat er mal gelauscht, um was zu hören.
Hat aber nichts gehört, außer ein paar Halsketten,
einen Halsrahmen oder einen Tränkebecken.
Wenn man da am Heiligabend in den Stall ist,
dann war das schon fast feierlich.
Wenn man sich das noch mal ins Bewusstsein gerufen hat.
Jesus ist in einem Stall auf die Welt gekommen.
Nicht in einem Palast, in einem Schloss.
Nein, in einem Stall.
Und du warst da auch drin.
Mit Rinder, mit Haie.
Und da ist die Krippe.
Da wird das Jesuskind mal drin gelegen sehen.
Das war feierlich. Das war ein feierlicher Moment.
Bei uns kam auch wirklich der Leibhaftige Nikolaus in die Stube rein.
Eine große Erscheinung, zwei Meter groß.
Und der musste dann in unserer niedrigen Bauernstube
seine Mitra abnehmen.
Und dann ist es losgegangen.
Man hat da die ganze Schandtate des Jahres vorgelesen bekommen.
Und mein Gesicht ist irgendwie immer länger geworden.
Ich bekam Angst. Ich war auch kurz vor dem Weinen.
Ich habe gedacht, das kann gar nicht sein.
Was der mir alles vorhält, das war ich doch gar nicht.
Mein Bruder, der saß neben mir lachend auf der Ofenbank.
Und sehr viel später wurde dann aufgedeckt,
dass der Nikolaus die beiden Zettel verwechselt hat.
Also hat mir vorgeworfen, was mein Bruder gemacht hätte.
Und da war ich dann schon recht irritiert.
Und hatte dann ein sehr gespaltenes Verhältnis zum Nikolaus.
Das ist aber dann besser geworden,
wo ich dann selber in der Rolle des Nikolauses war.
Wenn alles so ein bisschen runtergefahren wird,
und man einfach einmal durchatmen kann
und dann eben nur noch Leute um einen hat,
die einem unglaublich nahe stehen.
Das größte Trott konnte man natürlich nicht sehen.
Das hat man immer nur vor der Bescherung,
hat man das Leuten gehört.
Komischerweise war es genau zu der Zeit der Vater auch nicht da.
Ja, und dann war der da.
Oh, ich habe gerade Leute gehört hinter dem Haus.
Haben die das auch gehört?
Klar hat man es gehört.
Und das war für uns Kinder,
war die Weihnachtsfeier immer ein Highlight.
Nicht nur wegen den schönen Geschenken, die es da gab,
sondern das war alles so typisch amerikanisch überzogen.
Mit Weihnachtsmann, mit Rot-Weiß,
wo man dann als Kind in der Schlange stehen musste
für ein Foto bei ihm auf dem Schoß.
Für Kinder war das natürlich schön,
alles so mit Blinken, Weihnachtsbäumen.
Zu der Zeit war ja hier in der Eifel eher recht konservativ.
Bald ist Nikolausabend da.
Heute ist Nikolausabend.
Knecht Rubrecht, der war immer schwarz angemalt
und hat immer mit Ketten gerasselt
und war ja der Adjutant vom Nikolaus.
Das war dann der Böse und so.
Da hat man immer Glück gehabt,
wenn man von dem nicht viel Mecker gekriegt hat.
Das war schon furchteinflößend,
wenn der mit den Ketten gerasselt hat.
Man wusste ja vorher von Eltern schon,
wenn man nicht lieb ist oder dann alles rauskommt,
was vom Jahr gelaufen ist,
dann steckt der einen in den Sack und holt einen mit.
Da hat man schon ein bisschen Wuffelsauce gehabt.
Das ist ja schon gesagt, dass es besser wird.
Und was ist? Nichts.
Das muss ich das ganze Jahr schon beobachten.
Ja, mein Bruder Stefan, den alle Steini nennen.
Steini sollte auch dem Nikolaus was vorsingen.
Steinis Lieblingslied, da war der so vier,
war Schmetterlinge können nicht weinen.
Ich glaube, ich sehe jetzt das Bild von dem Weihnachtsmann
oder Nikolaus.
Der kann sich, glaube ich, da lachen und zergreifen.
Da hatten wir mal so alte Quelle-Kataloge.
Da haben wir uns dann immer die Bilder rausgeschnitten
und schön auf Wunschstättel geklebt.
Da wurde vielleicht noch was drunter geschrieben.
Wie ein Sonderwunsch hier.
Lego Technik war ich ein Fan von.
Meistens hat das Christentum sich schon daran orientiert,
was es da gab.
Wie ich mir Weihnachten wünsche.
Ich würde mir 5 Weihnachtsgänse braten.
Dann Fernsehschauen und abends wieder in die Kirche gehen.
Wenn wir fertig sind, lassen wir Weihnachtsmusik laufen.
So die typische Weihnachtsmusik, nee.
Das ist ja überhaupt gar nicht so mein Ding.
Ich glaube, wir haben die Ursache dafür gefunden.
Das war Röbleck.
Immer Weihnachten bin ich zu Hause mit Röbleck die Schallplatte.
Lieber guter Weihnachtsmann, stell dich nicht so deppert an,
bring mir Kassetten und Schallplatten,
damit ich über die Feiertage nicht, äh, äh, ja.
Das war's bei einem bunten Potpourri von Erinnerungen.
Lieber Menschen, einige sind schon mittlerweile jetzt gestorben,
denn die Aufnahmen sind schon etliche Jahre alt.
Wir wünschen euch schöne Weihnachten.
Nehmt das Ganze locker mit Humor und nicht so ernst,
dann wird's auch was und bleibt uns gewogen.
Bis demnächst und danke für dein Like.
Ich glaube, ich höre Glöckchen.
Oder ist das Dani?
Bring us a figgy pudding, oh bring us a figgy pudding,
oh bring us a figgy pudding and a cup of good cheer.
We won't go until we get some, we won't go until we get some,
we won't go until we get some, so bring some out here.
Good tidings we bring to you and your kin,
good tidings for Christmas and a happy new year.
We wish you a merry Christmas, we wish you a merry Christmas,
we wish you a merry Christmas and a happy new year.
