Tuningpotenzial richtige Kleidung: Von Kopf bis Fuß lässt sich einiges anpassen, um die maximale Performance auf der Rennstrecke abzuliefern! Martin Bauer klärt auf, wo man hinsehen sollte! Kapitel: 00:00 - Intro 00:24 - Helm 07:46 - Handschuhe 14:55 - Lederkombi 20:18 - Stiefel ============================ ►PIRELLI - Von Rennstrecke bis Landstraße der Maßstab für Performance bei Motorradreifen: https://1000ps.to/ytpirelli ►ÖHLINS Advanced Suspension Technology: https://1000ps.to/ytohlins ►Go Ahead mit SBS brakes - erhältlich auf: https://1000ps.to/ytparts4riders ►Akrapovič - Exhaust systems for MOTORCYCLES: https://1000ps.to/ytakrapovic ►HJC HELMETS - #1 in the World: https://1000ps.to/ythjc ►DNA Filter - High Performance Filter für dein Motorrad: https://1000ps.to/ytdnafilters ►Motorex - Oil of Switzerland: https://1000ps.to/ytmotorex ►LOUIS - Europas Nr. 1 für Motorradbekleidung und -technik mit über 55.000 Produkten und 500 Marken im Sortiment: https://1000ps.to/ytlouis Weitere Inhalte von 1000PS ► Die stärkste Motorradseite im Internet: https://www.1000PS.de ► 1000ps.com: https://www.1000ps.com/de-de ► Motorräder kostenlos inserieren: https://www.1000PS.net ============================ Weitere Inhalte von 1000PS ► Die stärkste Motorradseite im Internet: https://www.1000PS.de ► 1000ps.com: https://www.1000ps.com/de-de ► Motorräder kostenlos inserieren: https://www.1000PS.net ============================ MOTOREX MOTO LINE ► https://1000ps.to/ytmotorexdach ---------------------------------------- Hepco&Becker: Gepäck, Schutz und Zubehör für über 1.000 Modelle - Made in Germany ► https://1000ps.to/ythepco-becker ---------------------------------------- iXS: Hochfunktionale Schutzbekleidung für Zweiradfahrer - individueller Style und perfekte Passform! ► https://1000ps.to/ytixs ============================ JETZT 1000PS YouTube Mitglied werden: ► https://www.youtube.com/channel/UCAbWl7Gv6YD0_QKp-LUlF1g/join - 1000PS fördern und noch mehr Videos sicherstellen - Exklusiver Zugriff auf exklusive Videos - Rascher Zugriff auf das 1000PS Videoarchiv - Exklusive Emojis im Livestream - Triff 1000PS! 1000PS Google Maps Link bei Tests und Events. Mach mit!
Wo gehobelt wird, da fallen Späne und das gilt besonders für die Rennstrecke.
Wie kann ich mich im Falle eines Falles schützen und was macht eine gute Rennstreckenausrüstung aus?
Das schauen wir uns im folgenden Beitrag genauer an.
Ich würde sagen, als Einstieg beginnen wir ganz von oben natürlich am besten beim Helm.
Der Helm ist ja eines der wichtigsten Sicherheitsfeatures, die es beim Motorradfahren gibt.
Es ist so, dass es für die Rennstrecke jetzt keine besonderen Normen gibt, die man hier einhalten muss.
Allerdings empfiehlt es sich natürlich schon hier auf geprüfte Ware zurückzugreifen.
Die aktuellen Prüfnormen wie die EC 2206 oder die FEM sind da sehr hoch angesiedelt
und die aktuellen Helme werden normalerweise nach diesen Normen mittlerweile geprüft
und bekommen dann ein dementsprechendes Siegel.
Da geht es oft nicht nur darum, was hält so ein Helm aus,
sondern da geht es auch darum, welche Belastungen erfährt der Kopf und somit auch das Gehirn
im Falle eines Aufpralles am Boden.
Und da hängt es natürlich nicht nur von der Festigkeit des Materials, der Außenschale ab,
sondern wie ist zum Beispiel der Innenaufbau gestaltet,
welche absorbierenden Materialien sind da drinnen und wie gut machen die das.
Und da gibt es eben spezielle Normen, die das dann überprüfen,
um hier auch sicherstellen zu können, dass der Helm einen gewissen Sicherheitsschutz bietet.
Des Weiteren werden bei solchen Prüfungen und das ist auch für die Rennstrecke dann mitunter relevant,
die Visiere mitgeprüft auf Zähigkeit und Beständigkeit gegen Projekte oder Projektile, die da drauf treffen.
Es kann ja auch passieren, dass gerade auf der Rennstrecke, wo es mit hohen Geschwindigkeiten zugeht,
hier Teile von Motorrädern abfallen, im Sturzfall irgendwas wegfällt.
Und bei so hohen Geschwindigkeiten ist es dann gerne mal so, dass hier hohe Aufprallenergien stattfinden
und die natürlich absorbiert werden müssen und da darf sich so ein Visier natürlich nicht gleich durchschlagen lassen.
Welche Art von Helmen sollen es sein, gerade wenn man sich jetzt so Tourenhelme vorstellt,
die einen Klappmechanismus drin haben, die sind in der Regel auch immer etwas schwerer.
Und deswegen geht es ja auch schon darum, gerade auf der Rennstrecke hier Gewicht zu sparen,
weil ja wir dort so hohe Fliehkräfte und generelle Gehkräfte vorfinden,
dass jedes Gramm mehr am Helm natürlich die Nackenmuskulatur deutlich mehr beansprucht
und sozusagen das Fahren deutlich erschwert.
Und deswegen würde ich natürlich in erster Linie mal vorschlagen, reine Integralhelme zu verwenden,
so wie wir es hier vorfinden, wo die Außenschale aus einem einzigen Stück ist.
Einer der wichtigsten Punkte ist, dass einmal der Sitz gut ist vom Helm.
Also der Helm darf nicht zu locker am Kopf sitzen, er sollte natürlich auch nicht zu fest sein,
nur im Zweifelsfall ist ein etwas fester sitzender Helm auf der Rennstrecke fast ein bisschen angenehmer
als ein zu locker sitzender, weil wir haben auf der Rennstrecke nicht die Situation,
dass man den drei Stunden in einem auf hat.
Meistens ist es so, dass man einen Turn rausfährt, wieder reinkommt und nicht das Problem hat,
dass das irgendwie unbequem wird, weil er dann zu stramm sitzt.
Man hat eher dann das Problem, dass wenn die zu locker sitzen, gerade bei den hohen Geschwindigkeiten,
die man auf der Rennstrecke unterwegs ist, dass die gerne einmal durch die Verwirbelungen dann zum Flattern beginnen.
Ein flatternder Helm ist unheimlich unangenehm, gerade wenn es darum geht,
durch das Visier durchzuschauen und das Ganze visualisieren zu können und genaue Punkte anzuvisieren,
weil natürlich das Ganze, wenn es beginnt zum Wackeln und zum Vibrieren, die Sicht eingeschränkt ist.
Es gibt ja bei vielen Helmen die Möglichkeit, auch das Innenfutter anpassen zu können.
Bei mir war es so, ich habe mir einmal eine passende Außenschale gesucht
und habe dann das Innenfutter begonnen, ein bisschen anzupassen.
Es gibt hier unterschiedliche Stärken, je nach Helmhersteller und Materialien,
und die kann man sich dann passend wählen, damit man eben auf der Seite guten Armrestdruck hat,
von oben guten Sitz hat und somit kann man sich das in der Regel ganz gut anpassen.
Das weitere Wichtige ist, gerade im Sturzfall, ist der Verschluss.
Der Verschluss unten sollte natürlich sehr zuverlässig sein und in der Handhabung relativ einfach.
Hier haben wir normalerweise für die Rennstrecke Verschlusssysteme,
die einfach durch ein Durchfädeln des Bandes durch zwei Laschen gegeben wird.
Dadurch sperrt sich das, wenn man daran zieht, um es nicht so einfach öffnen zu können.
Da kann man einfach an einer Zusatzlasche dann ziehen und dann lässt sich das ganz leicht wieder aufschieben.
Aber im Sturzfall zieht sich das stramm und diese zwei Laschen verhindern, dass das Band aufgeht.
Das ist eine sehr sichere Sache.
Hier gibt es keinen Verschlussmechanismus aus Plastik, der kaputt gehen kann, nicht gescheit eingerastet ist.
Das ist immer eine hundertprozentige Lösung und bietet auch sehr viel Platz unter dem Kinn im Halsbereich,
ohne dass das störend wirkt.
Die nächste wichtige Geschichte beim Helm ist eine gute Durchlüftung.
Es ist nicht nur so, dass man hier zu schwitzen beginnt und da geht es auch darum, dass das Visier zum Beispiel nicht beschlägt.
Die Atemfrequenz ist sehr, sehr hoch.
Hier geht es eben darum, durch gute Belüftung sehr viel Frischluft reinzubekommen,
um zum einen das Schwitzen zu vermeiden, aber unter anderem auch gut Luft zu bekommen.
Gerade im vorderen Bereich oder im unteren Bereich, weil hier das ist der Einlass, der dafür Sorge trägt,
dass die Frischluft nicht nur in den Helm gelangt, sondern entlang innen vom Visier geführt wird,
um das Visier frei von sehr hoher Feuchtigkeit, seitens vom Schwitzen selber des Fahrers oder von äußerer Feuchtigkeit, fernzuhalten
und hier immer für freie Sicht sorgen, weil das kann man sich leicht vorstellen.
Das ist einer der wichtigsten Punkte.
Das sollte immer der Fall sein.
Des Weiteren sollte ein guter Sturzhelm für die Rennstrecke einen zusätzlichen Verschluss aufweisen
bzw. eine gute Visiermechanik, die sich insofern zeigt, dass man eben hier sehr gut rastende Visiere hat.
Einmal kurz nur nach hinten geschaut, erzeugt man einen unheimlich hohen Unterdruck auf der Außenseite vom Visier
und wenn man hier nicht gute Verschlüsse hat, reißt es einem das Visier schnell gerne einmal auf
und dann kann es passieren, dass einem das sogar komplett verloren geht während der Fahrt.
Und deswegen gilt es hier zum einen eine gute Rastung vorzufinden, dass das hier relativ gut rastet
und im unteren Bereich nochmal einschnappt und wenn optimal ist natürlich noch ein Zusatz-Sicherheitsverschluss,
dass hier das Visier gar nicht mehr geöffnet werden kann.
Zum Material, was hier mehr oder weniger verwendet wird für diese Helme, in erster Linie für die Außenschale
und da gibt es halt kaum etwas Besseres als Carbon, weil das Carbon nicht nur eine hohe Festigkeit mit sich bringt,
sondern auch ein sehr geringes Gewicht und das geringe Gewicht macht sich hier wirklich dann positiv bemerkbar.
Man kann sagen, alle Helme unter 1,50 Kilo, 1,40 Kilo sind für die Rennstrecke auf jeden Fall gut geeignet.
Die leichtesten Vertreter unter ihnen gehen dann teilweise runter bis knapp über 1 Kilo.
Da sind wir bei 1.100, 1.200 Gramm sind die leichtesten Varianten und da profitiert man natürlich auch davon.
Der nächste wichtige Punkt, den wir uns anschauen wollen, sind die Handschuhe.
Was sind grobe Unterschiede zwischen einem normalen Motorradhandschuh und einem Rennhandschuh oder einem Handschuh für die Rennstrecke?
Da gibt es ein paar grundlegende Unterscheidungsmerkmale.
Zum einen sind Handschuhe für die Rennstrecke etwas robuster aufgebaut.
Hier geht es auch jetzt nicht per se darum, extrem viel Fahrkomfort zu haben,
sondern hier geht es wirklich darum, den maximalen Schutz zu bekommen.
Gerade im Falle eines Sturzes werden die Hände extrem belastet.
Wir haben hier im Unterschied zum normalen Straßenhandschuh sehr viele Sicherheitsfeatures drauf, wie zusätzliche Protektoren.
Wir finden hier eine sogenannte Rochenhaut an den relevanten Stellen.
Das ist nicht wirklich künstlich erzeugt, sondern das ist eine tatsächliche Haut von einem Rochen, die unglaubliche Abriebfestigkeit bietet.
Man hat aus verschiedenen Versuchen gesehen, dass es kaum Materialien gibt, die einerseits so beweglich sind, aber auch so abriebfest.
Und das ist der Grund, warum man solche Rochenhaut gerne für sowas verwendet.
Man sieht, wie beweglich das Ganze bleibt, trotz dieser einzelnen Knubbel, die diese Rochenhaut darstellt.
Und die sind wirklich enorm abriebfest. Ich habe das eine oder andere leider auch selber testen müssen.
Und da kann man sagen, dass hier so gut wie nichts durchkommt, egal wie lange man hier schleift.
An der Oberseite von den Knöcheln noch zusätzliche Platten.
Hier haben wir eine Titanplatte zum Beispiel, die eben Aufschlagkräfte verhindert oder dafür sorgt, dass die nicht bis zu den Knöcheln durchkommen.
Es sind einige Protektoren unterhalb und drinnen, die auch ein bisschen den Aufschlag dämpfen und somit für den Fahrer im Sturzfalle hier deutlich mehr Sicherheitsreserven dann noch geben.
Das Leder an sich ist grundsätzlich etwas dicker gewählt, damit wir hier eben auch mehr Möglichkeiten haben, gegen lang rutschende Stürze mit hohem Abrieb hier lang widerstehen zu können.
Auch wenn es nicht unbedingt an den Positionen ist, wo ich zusätzliche Protektoren eh schon vorfinde.
Man sieht hier schön, dass gerade an den neuralgischen Bereichen, das ist eben an der Außenseite sozusagen, hier sehr viele Protektoren vorhanden sind.
Eben diese sogenannte Rochenhaut, zusätzlich von noch Carbon-Blättchen.
Was ein wichtiger Punkt ist für einen guten Rennhandschuh, ist natürlich auch die Verbindung der letzten zwei Fingern.
Also aus Erfahrung weiß ich, dass gerade bei einem Sturz auf der Rennstrecke man instinktiv das Fahrzeug versucht, so lange wie möglich noch unter Kontrolle zu lassen.
Und hier kommt es sehr oft vor, dass man instinktiv den Lenker sehr lange in der Hand behält, auch wenn man eigentlich gar keine Chance mehr hat, das wieder gerettet zu bekommen.
Und dann passiert es sehr häufig, dass gerne der kleine Finger hier zwischen Lenker, wenn das Motorrad seitlich am Boden rutscht, und des Asphalts dazwischen kommt.
Und dann kann es gerne passieren, dass der weggebogen wird.
Und deswegen sieht man bei vielen Handschuhen, dass eben der kleine Finger und der Ringfinger eine Verbindung miteinander haben und dadurch der kleine Finger nicht weggebogen werden kann.
Ein guter Handschuh sollte so viel Spielraum lassen, dass man eine gute Beweglichkeit vorfindet.
Das heißt, die Finger nicht komplett vorne fest anstehen, sondern die Länge der Fingern selber sollte vom Handschuh relativ gut angepasst werden,
dass man hier eben nicht zu weit überstehende Handschuhe hat, aber auch nicht zu kurze, und man mit Kraft gegen die Fingerspitzen drücken muss.
Und wenn jetzt hier zum Beispiel die einzelnen Finger des Handschuhs zu lang sind, tut man sie oft schwer beim schnellen Umgreifen von Gas geben zum Beispiel auf die Bremse.
Und da passiert es gerne, wenn der Handschuh etwas weiter überschaut, dass man am Hebel vorne hängen bleibt, den vielleicht dann noch nach vorne drückt und man nicht schnell genug auf die Bremse kommt.
Also hier gilt es schon, eine genaue Passform zu finden.
Des Weiteren wichtig bei einem Rennhandschuh ist die Innenseite.
Wenn man den Handschuh anhat und man den zusammenrollt, sollten hier nicht zu viele Falten entstehen.
Ich weiß nicht, ob man das gut sehen kann.
Wenn man hier sehr viele Falten erzeugt beim Zusammengreifen, das ist nämlich die Hauptposition, die man auf der Rennstrecke sozusagen hat,
dann erzeugt es massive Faltenbildung und auch auf der Haut und somit auch Blasenbildung.
Das werden vielleicht einige von euch kennen, die viel auf der Rennstrecke unterwegs sind.
Man schwitzt meistens, das Ganze ist eh schon sehr aufgeweigt und wenn man sich hier dann noch verkrampft am Lenker anhält und hier zu viel Material am Handschuh hat,
dann ergeben sich Druckstellen auf der Hand durch überdimensionale Faltenbildung des Handschuhs und das ist natürlich auf Dauer unangenehm.
Des Weiteren wichtig für einen Handschuh für die Rennstrecke ist ein gutes Verschlusssystem,
das in der Lage ist, den Handschuh wirklich kräftig auch schließen zu können und das Handgelenk,
damit man eben, wenn man mal vom Motorrad runterfällt, den Handschuh nicht komplett verliert oder einem ausgezogen wird.
Das ist auch schon mal vorgekommen und deswegen hat man hier verschiedene Verschlusssysteme,
wo man eben in der Lage ist, sich das genau anpassen zu können.
Auch die Öffnung hinten sollte nicht zu groß aufgehen, weil man kann auch mal verkehrt rutschenderweise am Hosenboden dahin rutschen
und da ist es natürlich dann unangenehm, wenn das jetzt so weit weg steht, dass man hier, wenn man dann ins Kies zum Beispiel reinkommt,
das ganze Geröll dann hier rein bekommt und hier dann zu Verletzungen führt.
Noch dazu sollte ein guter Rennhandschuh relativ weit über das Handgelenk drüber gehen,
um hier sozusagen eine gute Einheit zu bilden zwischen der Hand und dem Unterarm,
weil eben genau das Handgelenk auch eine gewisse Schwachstelle bietet
und je weiter der Handschuh hier drüber geht, desto besser ist es grundsätzlich.
Ich habe hier absichtlich einen Handschuh gewählt, der jetzt schon einen Sturz hinter sich hat
und wir können uns das vielleicht dann auch bei den Nahaufnahmen noch genauer anschauen.
Man sieht hier recht gut die Rochenhautprotektoren, die genau das getan haben, was sie eigentlich sollten,
nämlich genau diese Schleifbelastung für den Handschuh aufzunehmen
und genau hier an diesen Stellen haben die eben dafür gesorgt,
dass der Handschuh an sich eigentlich so gut wie keine Beschädigung davongetragen hat
und der Schutzmechanismus vom Handschuh immer gegeben war.
Und das ist genau das, auf was es ankommt.
Als nächsten Punkt haben wir eigentlich den größten Teil der Bekleidung für den Fahrer.
Es geht um die Lederkombi an sich.
Als erstes, warum verwendet man generell eine Lederkombi oder eine Schutzausrüstung aus Leder und nicht aus Textil?
Das liegt halt daran, dass eben das Leder unheimlich viele Vorteile bietet,
was auf der Rennstrecke genau die wichtigsten Punkte ausmacht.
Es ist eben sehr beweglich zu sein, sich an den Körper anzupassen, atmungsaktiv zu sein
und trotzdem extrem verschleißfest und abriebfest zu sein,
wenn es darum geht, einmal einem Sturz bei hohen Geschwindigkeiten hier entgegenzuwirken.
Von den Lederkombis gibt es, wie ihr sicher wisst, verschiedene Ausführungen.
Es gibt Einteiler, es gibt Zweiteiler.
Grundsätzlich kann man sagen, dass man einen Zweiteiler auf der Rennstrecke auf jeden Fall einsetzen kann.
Man muss allerdings dazu sagen, dass der Einteiler da deutlich überlegen ist,
allein aufgrund der Festigkeitswerte.
Es ist so, dass der Reißverschluss, den man ja meistens dazu verwendet, die zwei Teile miteinander zu verbinden,
immer der Schwachpunkt schlechthin ist oder darstellt und der ganz gerne mal kaputt geht.
Man weiß, wenn man den öfters mal bewegt, wird der natürlich auch weicher.
Der Verzahnungseffekt wird etwas geringer und die Zugkräfte, die der aushalten kann,
werden natürlich dadurch etwas geschwächt mit der Lebensdauer.
Es ist sehr oft schon vorgekommen, dass eben genau diese Zweiteilerkombis an dieser Stelle aufgegangen sind.
Das ist genau das, was man eigentlich nicht haben möchte.
Da sind einfach die einteiligen Lederkombis, so wie ich sie hier anhabe, überlegen.
Es gibt hier zwei verschiedene Varianten.
Es gibt das Rinsleder und es gibt das Känguruhleder.
Beide kann man problemlos für die Rennstrecke verwenden.
Man muss sagen, es gibt allerdings ein bisschen Unterschiede untereinander.
Das Känguruhleder ist zwar einen Ticken teurer, hat aber den Vorteil,
dass das bei gleicher Stärke, gleicher Materialstärke, das weichere Leder ist
und natürlich hier etwas mehr Bewegungsfreiheit dem Fahrer dann ermöglicht.
Gleichzeitig kann man sagen, es ist aber in der Sicherheit und in der Festigkeit genauso gut wie das Rinsleder.
Und deswegen muss man sagen, die, die es wirklich bequem und komfortabel haben wollen,
sollten dann auf ein Känguruhlederkombi greifen.
Was natürlich entscheidend für die Sicherheit ist bei der Lederkombi,
sind die verwendeten Protektoren, die man drinnen findet.
Man sollte auf jeden Fall auf der Lederkombi an den neuralgischen Stellen gewisse Protektoren vorfinden.
Das ist allen voran natürlich das Knie und der Ellbogen und die Schultern.
Das sind so die Hauptbereiche, die in Kontakt kommen, wenn man vom Motorrad mal runterfällt
und die dann mit dementsprechenden Protektoren und Schleifsystemen ausgerüstet werden sollten,
damit man eben hier im Fall eines Sturzes keine Verletzungen an den Extremitäten vorfindet.
Am besten wäre es natürlich, wenn die Lederkombi so eng wie möglich am Körper anliegt,
damit eben ein Verrutscher dieser Protektoren verhindert wird.
Wir wissen, wenn wir eine zu groß gewählte Schutzausrüstung haben, besonders bei der Kombi,
dann kann sich die natürlich gerade beim Sturz, wo große Kräfte auftreten, verdrehen, verrutschen
und dann habe ich die Protektoren nicht mehr an die Stellen, wo ich es eigentlich benötige.
Und aus dem Grund sollte die Lederkombi relativ gut eng sitzen,
aber trotzdem genug Beweglichkeit dem Fahrer noch ermöglichen,
um die Bewegungen am Motorrad ohne Probleme ausführen zu können.
Deshalb gilt es grundsätzlich, eine Kombi zu finden,
die eine gute Passform für den jeweiligen Fahrer hat.
Hier muss man ein paar Sachen durchprobieren.
Es gibt auch einige Möglichkeiten, diese Kombis an sich anpassen zu lassen.
Heutzutage gibt es neben der Kombi noch zusätzliche Sicherheitseinrichtungen,
wie zum Beispiel Airbag-Systeme.
Die Airbag-Systeme sind natürlich vom Sicherheitsaspekt her nicht mehr wegzudenken,
funktionieren heutzutage richtig gut, die Auslösemechanismen sind sehr zuverlässig.
Viele Kombis haben das schon integriert.
Bei manchen hat man aber die Möglichkeit,
trotzdem dann noch so eine Weste, eine Airbag-Weste sozusagen,
unterhalb nochmal anziehen zu können.
Dann muss man allerdings ein bisschen beim Auswahl der Lederkombi schon darauf achten,
dass man hier diesen Raum, die diese Systeme natürlich brauchen,
die bauen natürlich zwar sehr dünn,
aber trotzdem bauen die etwas auf und dann brauche ich natürlich etwas mehr Luft unten drunter,
damit ich diese Systeme hier noch vorfinden oder Platz finden können.
Man muss bei denen allerdings immer dafür sorgen, dass die aufgeladen sind,
weil die brauchen natürlich eine Energieversorgung,
um hier die Sensorik permanent aktiv halten zu können.
Und zum anderen müssen die natürlich auch immer scharf geschalten sein.
Also es gibt ein paar Sachen, um die man sich dann zusätzlich als Fahrer halt dann auch immer kümmern muss,
aber von Sicherheitsaspekt her sind die natürlich auf jeden Fall ein großer Benefit.
Der Stiefel.
Hier gibt es genauso wie bei der Lederkombi zwei wichtige Punkte,
die man versucht miteinander zu vereinen.
Das ist zum einen die Beweglichkeit und zum anderen die Sicherheit.
Und da gibt es ein paar verschiedene Ansätze von den Herstellern
und die schauen wir uns vielleicht mal kurz an.
Das eine ist der Stiefel, so wie wir ihn kennen, alles aus einem Teil.
Das ist ein handelsüblicher Stiefel, wie auch auf der Straße gefahren wird.
Die kann man natürlich auch auf der Rennstrecke verwenden.
Man sollte allerdings nur dafür Sorge tragen, dass die eine gewisse Stabilität in sich tragen.
Und wie sowas ausschauen sollte, schauen wir uns am besten nämlich am zweiten System an,
das es hier gibt und zwar den sogenannten zweiteiligen Stiefel, wie man hier sehen.
Der zweiteilige Stiefel besteht mehr oder weniger aus dem Innenteil.
Das ist ähnlich eines Skischuhs und dem Außenteil,
der eigentlich nur für die Abriebfestigkeit und für die äußeren Protektoren verantwortlich ist
und den man relativ einfach nach Design sich aussuchen kann und wechseln kann.
Der Riesenvorteil von diesen Systemen ist,
dass man genau diese zwei Punkte, Beweglichkeit und Sicherheit,
unheimlich gut miteinander verbinden kann.
Schauen wir uns den Innenschuh einmal an.
Ich habe schon vorher erwähnt,
der ist mehr oder weniger ähnlich aufgebaut wie ein Skischuh,
der verhindert, dass der Fuß eben seitlich stark gebogen oder belastet werden kann.
Hier sorgt nämlich genau dieser Teil dafür,
das sind eben Glasfaser verstärkte Kunststoffteile,
die eine sehr hohe Stabilität bieten und ähnlich eines Skischuhs dafür sorgen,
dass das Fußgelenk unten, was ja eigentlich der schwächste Punkt von uns am Fuß ist,
hier geschützt wird.
Wir haben hier den Drehpunkt, wo wir in der Lage sind,
beim normalen Gehen hier automatischen Spiel noch zu haben.
Dadurch kann ich ganz normal gehen.
Auch hier lässt er sich biegen,
also auch da haben wir eine Trennstelle,
wo ich in der Lage bin, ganz normal gehen zu können.
Also somit verhält sich der Schuh, wenn man den anhat,
deutlich angenehmer als jetzt ein Skischuh, wie man den kennt,
weil der Skischuh lässt kaum Bewegungen zu.
Der ist so aufgebaut, dass er trotzdem diese Seitenführungsmöglichkeit hat,
damit eben hier das Fußgelenk unten nicht verletzt wird,
aber trotzdem noch genug Beweglichkeit bietet,
um hier ganz normal am Motorrad arbeiten zu können.
Gebahrt mit einem guten Schutz vorne fürs Schienbein
und hinten natürlich durch diese glasfaserverstärkten Kunststoffe
haben wir hier ein extrem kompaktes System,
was unglaublich viel Schutz bietet,
aber trotzdem noch viel Beweglichkeit ermöglicht.
Das in Kombination mit dem Überschuh, der da einfach drüber gezogen wird,
der dann an den richtigen Orten auch seine Protektoren hat.
Weiters wichtig an einem Rennstiefel ist eine gewisse Schutzzone beim Schalthebel,
am linken Fuß,
weil man auf der Rennstrecke extrem viele Schaltvorgänge zu tätigen hat.
Wichtig ist auch, dass man diese Stiefeln, wie man sieht,
auch in perforierter Ausführung bekommt.
Selbst diesen Bereich kann man perforiert gestalten
und man hat hier dann sozusagen einen ähnlichen Kühlungseffekt,
wie man es bei der Kombi hat
und das gestaltet diesen System einfach sehr angenehm.
Ein weiter wichtigerer Punkt, was ein Rennstiefel haben soll
und worauf man achten soll, ist eine sehr griffige Sohle.
Man versucht ja diesen Grip sozusagen zwischen Stiefel und Motorrad
so hoch wie möglich zu machen,
weil man mit den Füßen das Motorrad massiv natürlich auch lenkt und steuert.
Und da möchte ich so viel Grip wie möglich vorfinden.
Zum einen kann man die Fußrasten, und das sieht man ja auch,
dass gerade Fußrasten für Rennstreckenmotorräder
extrem griffig und rau gemacht werden.
Das ist der eine Part.
Der andere Part, den man vorfinden sollte,
ist natürlich eine sehr griffige und widerstandsfähige Sohle,
damit man eben genau den Fußrasten mit seinen Körnungen
hier gut eingehakt bekommt und man hier viel Grip hat.
Fußrastenanlagen, vielleicht noch als kleine Nebeninformation,
mit so Gummibeschichtungen obendrauf, wie es viele Serienmotorräder haben,
eignen sich genau deshalb nicht wirklich für die Rennstrecke,
weil natürlich durch diese Gummi-auf-Gummi-Auflagen
hier bei weitem nicht so viel Grip erzeugt wird,
wie es jetzt ein sehr scharfkantiger Metallfußraster hat
in Kombination mit so einer Sohle für so einen Rennstiefel.
Da haben wir eben, genau wie wir es jetzt gezeigt haben,
hier den zweiteiligen Stiefel von Detona,
der genau auf das hingezimmert wurde und hingedrimmt wurde
und einer meiner meistverwendeten Stiefeln in der Vergangenheit immer war.
Somit sind wir eigentlich ganz gut durch mit den Informationen.
Ich hoffe, ich habe euch damit ein bisschen einen Einblick gegeben,
auf was für Sachen man hier achten kann
und welche vielleicht sogar eine große Hilfestellung bietet
und das Leben auf der Rennstrecke erleichtert.
Wenn es euch gefallen hat, lasst mir bitte einen Daumen hoch.
Ich hoffe, wir sehen uns bei einer unserer nächsten Ausgaben von racelab wieder
und bis dahin noch Tschüss, Servus und Baba.