Virtuelle Realität & Bewusstsein I Tom Campbell

My Big TOE auf Deutsch
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29.12.2024
Hallo und willkommen bei MyBigToe auf Deutsch.
Ich bin Tom Campbell, der Autor von MyBigToe.
Und ich möchte ein wenig über die Verbindung zwischen virtueller Realität,
dem Doppelspalt-Experiment, Bewusstsein und dem Buch MyBigToe erklären.
Virtuelle Realität ist das Neueste und Bedeutendste, was heute in der Physik passiert.
Virtuelle Realität kann die Resultate physikalischer Experimente besser erklären
als die konkurrierende Idee der Materialismus.
Sie erklärt die Quantenmechanik auf eine Weise,
die intuitiver und logischer ist als eine, die ausschließlich auf Berechnungen beruht.
Virtuelle Realität weist also einige interessante Merkmale auf.
Und alle virtuellen Realitäten haben dieselben Merkmale.
Lassen Sie mich ein Beispiel anführen.
World of Warcraft.
Das ist ein ziemlich altes Beispiel, aber die meisten da draußen werden damit vertraut sein.
World of Warcraft ist eine virtuelle Realität in einem Multiplayer-Game.
Eine der Figuren, die man spielen kann, einer der Avatare,
denn Figuren in einer virtuellen Realität heißen Avatare.
Einer der Avatare, die man spielen kann, ist ein Elf.
Nun gibt es ein paar Fakten über virtuelle Realität.
Einer ist, dass der Computer, der die virtuelle Realität berechnet,
der die World of Warcraft berechnet,
nicht innerhalb des World of Warcraft Spiels existieren kann.
Der Computer muss sich außerhalb der World of Warcraft Realitätsebene befinden.
Mit anderen Worten, die Ebene, in der der Elf lebt,
kann nicht den Computer enthalten, der den Elf berechnet.
Okay, das ist einfach.
Nun, der Elf ist lediglich eine Berechnung.
Er sieht bloß aus wie ein Elf.
Es ist ein Bild von einem Elf.
Es ist ein Bild von einem Elf, der sich bewegt und Handlungen ausführt.
Aber alle Handlungen, die er ausführt, werden von einem Spieler animiert.
Ohne einen Spieler macht der Elf nichts, außer still zu stehen und ein bisschen zu wackeln.
Der Spieler ist das Bewusstsein des Elf.
Ebenso wie beim Computer können wir also davon ausgehen,
dass sich das Bewusstsein immer außerhalb der virtuellen Realität befinden muss.
Genau wie beim Computer.
Der Elf ist also lediglich ein Avatar, ein berechnetes Bild.
Er kann nicht bewusst sein.
Berechnete Bilder sind nicht bewusst.
Das Bewusstsein muss sich also außerhalb der virtuellen Realität befinden
und kann nicht innerhalb der virtuellen Realität erzeugt werden.
Jetzt haben wir also zwei interessante Fakten über virtuelle Realitäten.
Wenn man sich in einer virtuellen Realität befindet,
dann muss sich der Computer, der diese virtuelle Realität berechnet,
in einer anderen Realitätsebene befinden.
Oder man könnte sagen, in einer anderen Dimension der Realität.
Er kann sich nicht in deinem Virtual Reality Universum befinden.
Und auch das Bewusstsein muss sich in derselben Realitätsebene befinden wie der Computer.
Denn der Spieler und der Computer tauschen ständig Informationen miteinander aus.
Sie müssen sich in derselben Realitätsebene befinden.
Mit anderen Worten, wenn es sich um eine virtuelle Realität handelt,
müssen unser Bewusstsein und der Computer, der diese virtuelle Realität erzeugt,
für diese virtuelle Realität nicht physisch sein.
Nicht physisch für uns.
Für uns als dieser Avatar, dieser Körper.
Das ist also eine große Aussage.
Dass unsere Körper Avatare sind, dass unser Geist Bewusstsein ist
und dass unser Bewusstsein und der Computer, der diese virtuelle Realität berechnet,
für uns nicht physisch sind.
Das ist also virtuelle Realität ganz kurz umrissen.
Jetzt sprechen wir über das Doppelspalt-Experiment.
Beim Doppelspalt-Experiment geschah etwas sehr Interessantes.
Etwas sehr Überraschendes.
Wenn einzelne Teilchen, und diese Teilchen könnten Photonen sein.
Also ein Lichtteilchen.
Oder sie könnten Elektronen oder Wasserstoffatome sein.
Oder auch viel größere Dinge.
Große Dinge wie Buckyballs, die 60 Kohlenstoffatome groß sind.
Sie sehen aus wie Fußbälle.
Sehr ähnlich wie ein Fußball.
Diese Teilchen werden auf diese beiden Spalte geschossen.
Es handelt sich hierbei um eine Barriere mit zwei Löchern darin.
Und die Teilchen werden nacheinander auf diese Barriere
mit den beiden Löchern bzw. Spalten geschossen.
Und man würde von der klassischen Physik erwarten,
dass die Teilchen durch das eine oder das andere Loch hindurch gehen
und dann auf der Fläche, dem Schirm dahinter, auftreffen.
Also hinter dem Loch, durch welches auch immer sie gegangen sind.
Man würde also eine Anhäufung von Teilchen hinter Loch 1
und eine Anhäufung von Teilchen hinter Loch 2 erwarten.
Nun, das passiert aber nicht, wenn niemand darauf achtet,
durch welchen Spalt sie hindurch gehen.
Das war also die Überraschung, als sie diese Teilchen abgeschossen haben.
Stellt euch ein Maschinengewehr vor, das Kugeln durch zwei Spalte schießt.
Oder stellt euch jemanden vor, der Baseballs auf zwei Spalte wirft.
Und was passierte war, dass diese Teilchen, diese Kugeln oder Baseballs,
sich auf dem Hintergrund hinter den Spalten
in einer äußerst ungewöhnlichen Verteilung anordneten.
Sie sammelten sich nicht einfach direkt hinter den Spaltöffnungen,
sondern sie verteilten sich in einem sogenannten Beugungsmuster.
Einem Haufen kleiner Wellenberge, auf denen die Kugeln auftrafen.
Dann ein leerer Bereich, in dem die Kugeln nicht auftrafen
und dann ein weiterer Wellenberg, in welchem Bereich sie auftrafen und so weiter.
Das bezeichnet man als Interferenzstreifen.
Dennoch handelt es sich hierbei bloß um einzelne Teilchen,
einzelne Kugeln oder Baseballs oder was auch immer man auf diese beiden Spalte werfen möchte.
Und es gab keinen Grund, warum sie sich so verhalten sollten.
Warum sie sich in einem Beugungsmuster ausbreiten sollten.
Aber sie taten es.
Und der Grund dafür ist, dass dies eine virtuelle Realität ist.
Sobald man virtuelle Realität verstanden hat,
kann man plötzlich verstehen, warum das passiert.
Der Grund dafür, dass sie sich auf diese Weise verteilen mussten, ist,
dass optische Experimente gezeigt haben,
dass wenn man eine ganze Menge von Teilchen auf einmal durch zwei Löcher schickt,
sie sich in einem Beugungsmuster verteilen.
Nun, egal ob es sich um viele Teilchen oder um einzelne Teilchen handelt,
sie müssen sich auf dieselbe Weise verhalten.
Sie können sich nicht auf unterschiedliche Weise verhalten.
Es gibt nichts, was die Teilchen dazu bringt, sich beim Passieren des Spaltes,
gemeinsam mit anderen Teilchen zusammen, anders zu verhalten.
Eine weitere Überraschung war,
dass wenn man sich ansieht, durch welchen Spalt jedes Teilchen geht,
sie sich nicht mehr in einem Beugungsmuster verteilen.
Wenn wir uns ansehen, durch welchen Spalt das Teilchen geht,
häufen sie sich einfach hinter jedem Spalt an,
genau wie man es erwarten würde.
Der Unterschied, ob sie sich wie ein klassisches Teilchen
oder wie eine Welle verhalten,
obwohl sie allesamt einfach nur einzelne Teilchen sind,
besteht also darin, ob wir die Informationen haben,
durch welchen Spalt sie gegangen sind oder nicht.
Wenn wir also wissen, dass sie durch einen bestimmten Spalt hindurchgegangen sind,
dann verhalten sie sich wie ein Teilchen.
Wenn wir nicht wissen, durch welchen Spalt sie gehen,
verhalten sie sich wie eine Welle.
Virtuelle Realität arbeitet auf der Grundlage von Wahrscheinlichkeitsverteilung.
Für jeden dieser Fälle gibt es eine Wahrscheinlichkeitsverteilung.
Und wenn das Teilchen den Hintergrundschirm erreicht,
wo diese sich ansammeln,
wird eine Zufallsziehung aus einer Wahrscheinlichkeitsverteilung
der Möglichkeiten vorgenommen.
Und das ist es, was auf dem Schirm erscheint.
Das ist ein einfacher Weg,
das Doppelspaltexperiment zu verstehen.
Nun, die einzige Möglichkeit, es zu verstehen,
ist anzunehmen, und zwar aus keinem Grund als dem,
dass es halt funktioniert,
dass die Teilchen nicht wirklich Teilchen sind,
sondern Wahrscheinlichkeitsverteilung,
und dann die Wahrscheinlichkeit zu berechnen,
dass dieses Teilchen an einem bestimmten Ort landet.
So macht es die Quantenmechanik.
Aber die Quantenmechanik hat nicht die geringste Ahnung,
warum diese Annahme eine gute Annahme sein sollte.
Es ist also ein großes Rätsel.
In der virtuellen Realität
wird dieses Rätsel beseitigt.
Virtuelle Realität wird in einem Top-Down-Prozess
auf der Grundlage von Statistik und Wahrscheinlichkeit berechnet.
Denn das ist der effizienteste Weg,
um eine virtuelle Realität zu berechnen.
Okay.
Was hat das nun mit MBT und Bewusstsein zu tun?
Nun, MBT ist im Grunde eine Theorie des Bewusstseins,
bei der ich, nachdem sie veröffentlicht wurde,
erkannte, dass sie bessere Physik liefert.
Dass dieselben Ideen,
dieselbe Theorie, die es einem ermöglicht,
Bewusstsein zu verstehen,
einem auch hilft, Physik einfacher und besser zu verstehen.
Und die Sichtweise der virtuellen Realität
löst eine Menge der Paradoxa in der Physik.
Dinge, von denen die Physiker
einfach nicht wissen, warum sie so sind.
Zum Beispiel, warum sollten Teilchen
Wahrscheinlichkeitsverteilungen sein?
Warum sollte die Lichtgeschwindigkeit eine Konstante sein?
Viele dieser Paradoxa in der Physik sind lösbar.
Aus der Perspektive der virtuellen Realität
ist das sehr einfach und sehr logisch.
Es stellt sich heraus,
dass wenn man die Theorie des Bewusstseins betrachtet,
wie MBT es tut,
das Bewusstsein selbst ein Informationssystem ist.
Es ist ein digitales Informationssystem.
Alles, was du in deinem Bewusstsein wahrnimmst,
ist bloß Information.
Es ist einfach ein System,
das mit den Informationen deiner fünf Sinne umgeht.
Das ist es, was deine Realität definiert.
Nun, wir werden alle von Spielern gespielt.
Unser Bewusstsein ist unser Spieler.
Wenn ich sage unser, dann meine ich unser Körper,
denn dieser Körper wird belebt von einem Bewusstsein.
Gäbe es kein Bewusstsein,
würde der Körper einfach nur da liegen und nichts tun.
Genau wie der Elf, wenn es keinen Spieler gäbe.
Wenn du bewusstlos bist,
liegst du einfach nur da und tust nichts.
Du wirst quasi nicht animiert gerade.
Das Bewusstsein ist das,
was dich animiert oder beseelt, wenn man so will.
Jeder von uns hat einen Spieler,
unser Bewusstsein, der diesen Avatar
in dieser virtuellen Realität spielt,
was bedeutet, dass es viele, wie ich sie nenne,
individuierte Bewusstseinseinheiten gibt.
Jeder von uns ist eine solche Einheit.
Jeder von uns wird von seiner eigenen
individuierten Bewusstseinseinheit belebt.
Bewusstsein bildet also ein soziales System.
Genauso wie wir hier ein soziales System
auf diesem Planeten haben.
Und es sind nicht nur die Menschen,
sondern alle bewussten Tiere.
Die Hunde, die Katzen, die Pferde, die Hummeln
und all die anderen Dinge, die ein Bewusstsein haben,
bilden ein interaktives, soziales System.
Nun, da Bewusstsein ein Informationssystem ist,
entwickelt es sich weiter,
indem es mehr Informationen erzeugt,
indem es seine Entropie senkt,
indem es konstruktiver wird,
indem es produktiver wird.
Und das tut es mit einer großen Anzahl von Bewusstsein,
durch Kooperation.
In einem sozialen System senkt Kooperation die Entropie.
Kooperation baut auf und konstruiert etwas.
Diesen Weg, die Seite, die kooperativ ist
und sich umeinander kümmert,
bezeichne ich als die Seite der Liebe.
Die Seite, die nicht vertrauensvoll ist,
die sich nicht kümmert und nur an sich selbst interessiert ist,
bezeichne ich als die Angstseite.
Das sind die beiden Gegensätze.
Das ist der Kampf zwischen Gut und Böse, wenn man so will,
der in unserer Kultur vorherrscht.
Wir haben also ein Bewusstsein,
welches ein Informationssystem ist.
Wir haben unsere individuierte Bewusstseinseinheit,
die Teil dieses Informationssystems ist.
Und mit dieser Idee einer virtuellen Realität,
in der wir berechnete Avatare haben,
ermöglichen wir es dem Bewusstsein, Erfahrungen zu machen.
Und zwar auf eine Art und Weise,
die Feedback liefert und Konsequenzen hat.
Das ist der Grund, weswegen wir in diesem speziellen Spiel sind.
Und der Sinn und Zweck ist es, zu wachsen,
zu lernen, zu lieben, sich zu kümmern
und kooperativ zu sein.
Das ist der Grund, warum wir hier sind.
Denn wenn wir das tun, entwickeln wir die Qualität unseres Bewusstseins weiter.
Wenn wir von Angst, Gier und Ich-Bezogenheit zerfressen werden,
entwickeln wir uns zurück.
Bewusstsein ist ein sich entwickelndes System.
Das ist also die Beziehung zwischen virtueller Realität,
der MyBigToe-Bewusstseinstheorie
und dem Doppelspaltexperiment.
Alles ist miteinander verbunden.
