Wohnmobil Wissen Professionelle Reisefotografie beim Campen mit Sebastian Bässler

GERMAN TELEVISION
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31.12.2024
Hallo, ich bin Thorsten Reimann vom Online Camping Festival und ich freue mich euch
gemeinsam heute mit German Television zusammen das Thema Reisefotografie nahezubringen.
Das ist ja ein Thema, was uns alle sehr beschäftigt und dafür habe ich heute den Sebastian Wessler
mitgebracht.
Der Sebastian ist professioneller Reise- und Landschaftsfotograf, ich glaube so sagt man
das, und wird uns heute einmal mitnehmen und uns den einen oder anderen Tipp und Trick
geben, wenn wir jetzt die Camping-Saison planen und unsere Fotos und Videos mal endlich
so erscheinen lassen sollen, wie sie dann nachher erscheinen lassen sollen, wie sie
dann auch wirklich waren in dem Moment.
Hallo Sebastian.
Hallöchen, freut mich, dass ich hier sein darf.
Sebastian, sag mal, wenn wir jetzt planen, jetzt ist ja Winter und die nächste Camping-Saison,
die beginnt ja jetzt in zwei, drei Monaten, je nachdem, wann ihr das jetzt gerade guckt,
was sind denn so die wichtigen Dinge, wenn wir uns jetzt vorbereiten, worauf wir jetzt
schon achten können?
Ja, okay.
Also es ist sehr, sehr ähnlich wie beispielsweise bei einer Bewerbung.
Bei einer Bewerbung ist es ja auch so, man informiert sich erstmal quasi über das Unternehmen,
was ich bewerben möchte und genauso ist es auch bei der Reisefotografie, dass man halt
wirklich davor schaut, okay, welche Spots gibt es denn überhaupt bei meinem nächsten Reiseziel
und wie plane ich diese richtig ein?
Und für mich ein absoluter Game-Changer war es.
Das war ein befreundeter Landschaftsfotograf, der hat mir irgendwann mal gesagt, hey Sebastian,
das ist so geil, ich schaue einfach auf Instagram nach geilen Bildern aus dieser Gegend und
ich schreibe den Fotografen oder halt den Nutzern auf Instagram, hey, Megabild, erzähl
mal, zu welcher Jahreszeit warst du da, zu welcher Uhrzeit, was für eine Kamera hast
du benutzt?
Weil die meisten Fotografen freuen sich natürlich über positives Feedback und dann geben sie
alle Informationen raus und so kann man halt Stück für Stück wirklich eine geile Informationskarte
aufbauen, beispielsweise auf Google Maps kann man sich ja die Koordinaten eingeben und dann
speichern und so hast du dann nachher eine Offline-Karte dabei, wo du immer wieder schauen
kannst, okay, wo war jetzt nochmal welcher Spot, ah, okay, jetzt bin ich in der Nähe
von diesem wunderschönen Berg, ja, den können wir uns ja mal anschauen und so hat man das
immer griffbereit und kann halt sich wunderbar schon im Voraus die Reise zumindest bis zu
einem gewissen Grad planen.
Ja, ich höre jetzt schon den ein oder anderen schreien, ja, aber was ist denn jetzt mit
spontan, aber das macht natürlich total viel Sinn, also ich meine, das machen wir ja so
auch, wir gucken ja auch, keine Ahnung, wenn wir mit den Kindern unterwegs sind, wo haben
die Kinderspielplätze oder einen Strand oder auch für uns, was sind so die touristischen
Highlights und da vielleicht tatsächlich mal hinzugehen, so was sind denn so die, die
besonderen, die besonderen Orte, wo besondere Stimmungen vielleicht auch entstehen und das
fand ich auch nochmal ganz spannend, gerade auch zu welchen Jahreszeiten, die dann eben
entsprechend dann entstehen und ja, das kann ich mir gut vorstellen, okay, also das quasi
in die Reiseroutenplanung mit einbinden.
Genau und wenn man jetzt kein Instagram hat, weil es gibt ja auch viele, die von Social
Media sich entfernen, kann man auch natürlich Google fragen oder Chat-GPT, es gibt ja KIs,
die genau auch mit solchen Informationen schon gefüttert sind und was du gerade gesagt hast,
mit dem Spontan, das ist das, worauf ich hinaus wollte mit dieser Google Maps-Karte, sodass
du halt wirklich sämtliche Punkte irgendwann auf einer Karte hast, dann kannst du ja immer
noch ganz spontan in das Land, in den Ort, was auch immer fahren und dann machst du eben
dann die Karte auf und schaust, okay, was ist denn gerade in der Nähe, worauf habe
ich denn gerade Lust, habe ich Lust auf Wald, Berge, Wasser und je nachdem hast du dann
deine Pins drin, deine Orte und kannst sagen, ja, okay, cool, jetzt kann ich ja sehr spontan
zu diesem Ort gehen, weil ich davor schon geplant habe, was es überhaupt Interessantes
für mich dort gibt, weil vor Ort, wenn man eh dann quasi schon im Urlaub ist, man hat
sich die freie Zeit genommen und dann nochmal stundenlang zu recherchieren, das ist dann
so ein, das geht halt von der Urlaubszeit weg und dann sagt man halt doch eher, na
nee, komm, wir fahren jetzt einfach mal drauf los und schauen, was passiert, kann man natürlich
auch machen, aber so kann man halt wirklich wunderbar davor schon planen, okay, was sind
überhaupt die Spots, die mir einigermaßen gefallen, die mir richtig gut gefallen und
dann kann man die nach und nach abarbeiten, wenn sie dann auch irgendwie auf der Route
liegen und ähnliches, das ist auf jeden Fall eine geile Methode.
Ja, auf jeden Fall, auf jeden Fall und du sagst Chetchipiti, können wir da auch fragen?
Genau, mein Chetchipiti ist ja natürlich auch gefüllt mit sämtlichen Informationen
dieser Welt und da kann man dann wunderbar sagen, hey, ich bin Landschaftsfotograf oder
Camper und ich bin jetzt, weiß ich nicht, mein Beispiel ist immer Norwegen, die Lofoten,
da kenne ich mich gut aus, so da bin ich wieder auf den Lofoten unterwegs und dieses Mal,
ah, ich habe jetzt genug Strände gesehen, ich möchte jetzt auch mal so ein bisschen
was anderes, so was gibt es denn für schöne Wälder, die andere im Internet vielleicht
schon irgendwie empfohlen haben und da bekommt man auch von Chetchipiti eine wunderbare Liste
und das Geile halt bei Chetchipiti, kannst du direkt sagen, okay, dann gib mir bitte
noch die Koordinaten, die genauen Standorte von diesen Spots und dann kann man das wunderbar
einfach in Google Maps eintragen, den Pin wieder speichern und man hat eine Karte angelegt
und so habe ich das tatsächlich auch für sämtliche Länder, die ich bereisen möchte,
habe ich eine Karte mit sämtlichen coolen Spots, dass ich jederzeit, weil es passiert
immer mal, das Wetter ist kacke, dann geht der Plan nicht auf, dann kann ich spontan schauen,
ja, okay, ich habe ja noch andere, dann fahre ich jetzt halt mal 30 Kilometer in die Richtung,
statt in die Richtung und dann kriege ich das nächste geile Motiv, das ist doch der Hammer.
Ah, okay, das heißt, du sammelst das auch im Alltag, also wenn du irgendwo was siehst,
ja, das macht natürlich auch richtig viel Sinn, die meisten Camper sind ja, zumindest die reisenden
Camper sind ja in unterschiedlichsten Teilen auch Europas oder vielleicht sogar der Welt
unterwegs und wenn man dann sieht, okay, das ist ein cooles Foto, das gleich mal auf die Karte zu
packen und wenn wir dann irgendwann mal, was weiß ich, in Albanien sind oder so, dann sagen sie,
okay, jetzt mache ich mal die Albanien-Karte auf und dann habe ich die Sachen schon dran,
das ist auch mal ein richtig guter Tipp. Und das Geile ist, jetzt gerade so in der
Camper-Community gibt es ja vielleicht schon andere Camper, die schon vielleicht in diesem
Land waren und wenn die dieses Prinzip verfolgen, dann können sie ja ihre Karte mit dir teilen,
sodass du dann Zugriff auf diese bekommst und so kann man sich gegenseitig quasi eine Datenbank
schaffen mit ultraschönen Spots, ist der Hammer. Ja, das nehme ich jetzt gleich mal mit, wir haben
nachher noch ein Meeting mit unserem kleinen Team, weil wir haben ja auch unsere Online-Camping-Community
und so eine Karte vielleicht auch in dem Rahmen zu machen, wo man einfach so Highlight-Spots macht,
wo gerade im Camping-Bereich einfach tolle Motive zu finden sind, wo man sich gleich
inspirieren lassen kann. Siehst du, hat sich das gleich doppelt gelohnt heute hier, so früh
aufzustehen halt. Was ist mit Equipment? Jetzt ist noch ein bisschen Geld übrig vom Urlaubsbudget,
was sollte ich mir noch zulegen, damit, wenn es dann in ein paar Wochen losgeht, auch alles
technisch am Start ist? Also man sollte auf jeden Fall circa 10.000 Euro zur Verfügung,
nein natürlich nicht. Das ist hier diese Geräte, die wir haben, also und sei es jetzt nur das
Smartphone, reicht absolut aus, um gute Bilder zu machen. Also vielleicht hat man ja noch irgendwo
eine Kamera rumliegen. Bei den meisten ist es nämlich so, dass sie noch nicht so tief in die
Einstellungen und in das Verständnis reingegangen sind, dass sie halt wirklich 100 Prozent der
verfügbaren Ressourcen quasi nutzen, sondern das ist halt, ich nehme das Beispiel mit dem iPhone,
ja man klipst halt mal kurz und fertig. Dabei gibt es halt noch viele Sachen, ja beispielsweise
Qualität kann man vielleicht noch mal erhöhen, wie viel Megapixel benutzt man tatsächlich,
in was für einer Auflösung und so weiter. Also es gibt halt so viele Sachen, dass man
wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich noch nicht das volle Potenzial nutzt und erst mal das volle
Potenzial von dem ausnutzen, was man hat, bevor man sich mit dem Gedanken anfreundet,
was Neues zu holen. Weil das beste Beispiel ist ja so, Picasso hatte keinen guten Pinsel,
sondern der wusste, wie es geht. Du kannst Picassos Pinsel haben, kannst nicht so gut
zeichnen wie er. Also das heißt, es geht nicht um die Technik, also um die Hardware, die man hat,
sondern es geht um das Verständnis. Und erst mal dieses Verständnis zu trainieren,
ist so viel mehr wert, als eine neue Kamera zu kaufen, mit der man dann genauso schlechte
Bilder macht. Ja, fällt mir dann auch. Das beste Beispiel übrigens, also ich habe auch
schon eine 50.000 Euro Kamera in der Hand gehabt und hab scheiß Bilder gemacht, weil ich nicht
wusste, wie es geht am Anfang. Inzwischen mache ich mit dem iPhone bessere Bilder als mit der
Kamera damals. Also das ist erst mal dieser Prozess. Ja, die Technik ist ja auch unglaublich
fortgeschritten, was das angeht mittlerweile. Wenn man da guckt, was sich da getan hat die
letzten zehn Jahre selber. Gut, jetzt bin ich gut vorbereitet und dann geht's los. Und jetzt
bin ich auf der Reise. Worauf sollte ich denn auf der Reise achten? Oder was kann ich denn tun,
wenn ich unterwegs bin oder in dem Moment bin? Was sind da vielleicht noch mal so ein paar Tipps,
die du uns mitgeben kannst? Ja, also ein Tipp, das geht davor und währenddessen, das ist so ein
Ding für zwischendrin quasi, ist quasi eine Sonnenstand-App, sodass man jederzeit schauen
kann, zu welcher Uhrzeit steht wo die Sonne. Das ist nämlich ziemlich geil. Das geht auch mit Mond
und mit Sternformationen und so. Weil je nachdem, man hat einen Berg und da gibt es irgendwo ein
kleines Tal drin. Wenn da die Sonne rauskommen würde, dann hätten wir so ein schönes,
abgerundetes Motiv. Aber wann ist die Sonne da und in welchem Winkel muss ich da stehen? Für
sowas gibt es halt Apps, damit man sowas gut planen kann. Das ist auf jeden Fall was. Und
damit parallel direkt der nächste Tipp, denn es kommt nie so, wie man es plant. Also du kannst
so gut planen, wie du möchtest, aber die Natur lässt sich nicht planen. Das heißt, du planst
vielleicht den schönsten Sonnenaufgang. Du stehst an einem Strand, dein Camper steht vorne, hinten
geht diese Sonne auf, alles ist ruhig, geile Atmosphäre und so weiter und dann fängt es an
zu stürmen. Du hast aber jetzt ganz genau damit geplant, dass es richtig geiles Wetter gibt.
Da gibt es jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder du sagst, na gut, dann soll es halt nicht sein und
du gehst wieder in deinen Camper und schläfst wieder eine Runde. Oder du sagst halt, okay,
ich passe mich jetzt der Situation an und ich mache jetzt das Geilste aus dem, was ich habe.
Weil, wie gesagt, Wetter und Sonnenlicht kann man nie zu 100 Prozent planen. Deswegen unbedingt
lernen, mit dem Unerwarteten umzugehen. Gerade so in der Landschaftsfotografie ist das super,
super wichtig. Dann gibt es noch so ein paar technische Sachen, beispielsweise die Belichtung.
Das ist so ein ganz, ganz wichtiges Thema. Gerade beim iPhone und auch bei sämtlichen
anderen Kameras ist es meistens so, dass die Mehrfeldmessung an ist. Das heißt,
das komplette Bild wird analysiert. Was haben wir für helle Bereiche? Was haben wir für dunkle
Bereiche? Und dementsprechend sucht es den Mittelwert aus. Aber du möchtest jetzt ja
vielleicht den Himmel fotografieren und quasi der Vordergrund, der Wald, der darf dunkel sein.
Egal, es geht nicht um den Wald. Aber das iPhone schaut halt, okay, was möchte ich jetzt oder was
habe ich an Informationen und sucht diesen Mittelwert. Und ich weiß jetzt nicht, wie es
bei Samsung und Co ist, aber beim iPhone ist es zumindest so, wenn ich jetzt ein Bild mache,
kann ich mit dem Finger reindrücken und dann mit Hoch- und Runterschieben kann ich die Belichtung
einstellen. Also dass es dunkler wird, wenn ich runterziehe oder heller, wenn ich hochziehe. Und
so kannst du halt wirklich die Belichtung soweit anpassen, dass es für dich, für dein Bild, was
du machen möchtest, funktioniert. Weil, wie gesagt, das iPhone nimmt immer so einen Kompromiss und
weiß ja nicht, was du eigentlich haben möchtest, sodass man da immer noch so ein kleines bisschen
anpasst. Meistens kann man es nämlich noch ein bisschen heller machen. Ja, und das Schöne ist
ja, ich sehe es ja dann auch sofort. Also wie wirkt das, wenn ich das eben entsprechend ein
bisschen höher mache? Vielleicht mache ich es ja auch ein bisschen, sag ich mal,
Anführungsstrichen zu hell, wie es natürlicherweise gar nicht aussieht und das hat einen total coolen
Effekt. Genau, genau. Also da kann man wunderbar mit rumspielen, wenn man es ein bisschen zu dunkel,
vielleicht eine düstere Atmosphäre schaffen oder man möchte es hell und freundlich haben. Also da
kann man wunderbar auch mit der Atmosphäre quasi spielen. Das ist quasi schon eine Art Bearbeitung,
aber bevor das Bild überhaupt entsteht. Das ist schon eine geile Technik. Was man auch noch,
wenn wir gerade bei der Technik sind, machen kann, ist der goldene Schnitt bzw. man nennt es auch die
Drittelregel. Und zwar kann man, das ist auch wieder ein wunderbares Beispiel mit dem iPhone,
kann man das wunderbar machen. Man sieht es jetzt hier so ein bisschen. Ich halte hier mal zu. Jetzt
sieht man hier, da ist so ein Raster drauf. Wir haben so neun Quadrate quasi. Halt es mal ein
bisschen näher vor die Kamera, da kann man es vielleicht noch ein bisschen besser sehen. So
kann man es sehen, genau. So und jetzt jedes Mal da, wo sich die Linien treffen, also bei jedem
quasi fadenkreuzmäßig, wenn man da das Motiv reinsetzt, dann bekommt das Bild eine bessere
Wirkung. Das hat was mit dem Gehirn zu tun. Wir finden das halt deutlich angenehmer, wenn es so
ein bisschen versetzt ist. Das sieht man auch ganz oft übrigens auch im Film, dass Personen,
wenn sie auf die Kamera zulaufen und ähnliches, sind sie sehr, sehr selten genau in der Mitte,
sondern meistens so ein bisschen rechts, ein bisschen links, weil sie immer auf diesen
goldenen Schnitt quasi gesetzt werden. Also auf einer dieser verschiedenen Kreuze. Und damit kann
man halt auch schon richtig viel Atmosphäre erzeugen. Jetzt beispielsweise, man hat eine
Person, die steht jetzt am Meer und man möchte diese Weite des Meeres zeigen. Wenn du die jetzt
zentriert hast, die Person, dann siehst du nicht mehr so viel vom Meer. Wenn du sie aber, oder was
heißt, also wir machen das Beispiel jetzt mal so, wenn wir sie direkt in den goldenen Schnitt setzen,
dann hat man hier relativ viel freie Fläche und dann spürt man diese Weite des Meeres. Und so
funktioniert halt quasi der goldene Schnitt, dass die Bildkomposition eine Geschichte erzählt. Und
damit kann man halt auch schon super, super viel machen, dass ein Bild geiler wirkt,
wenn man es jetzt einfach nur mittig fotografiert. Okay, das ist nochmal ein guter Punkt. Da weiß ich
jetzt demnächst, wo ich meine Frau hinstellen kann im Bild, dass das Meer daneben noch besser zur
Geltung kommt. Ja, tatsächlich. Das sind manchmal halt einfache Sachen. Ja, genau. Kann ich mir auch vorstellen. Okay, gibt es noch was, was wir währenddessen vielleicht machen können, wo du sagst, das ist vielleicht nochmal so ein ganz guter Tipp?
Man kann mehr oder weniger sein Glück, oder nicht sein Glück, aber ein gutes Foto herausfordern. Also
ich nehme jetzt mal hier das Beispiel wieder Norwegen. Da hatte ich Surfer am Strand und ich
wollte halt unbedingt so einen geilen Shot haben mit einer Bergwand mit Schnee im Hintergrund,
dass man sieht, das ist in Norwegen, es ist kalt und sie sind trotzdem am Surfen. Und von der
Perspektive her wäre es halt für mich geiler gewesen, wenn die Person deutlich weiter rechts
ins Wasser geht und nicht da, wo sie davor reingegangen ist. Und da bin ich halt zu der
Person hin und habe gesagt, hey, wäre es vielleicht möglich, du bekommst ein richtig geiles Bild von
mir für dein Social Media und komplett kostenlos, wenn du ein bisschen mehr quasi nach rechts reingehst.
Und dadurch ist dann halt ein richtig geiles Bild entstanden. Ich kann das auch mal kurz hier
parallel zeigen. Das ist es jetzt hier beispielsweise. Wahnsinn. Man sieht hier hinten richtig schön den
Schnee und alles. Mal ganz kurz hier im Vollbild. So, das ist der Hammer. Und das Bild werde ich
auch gleich nochmal als Beispiel zeigen, wenn wir auf das Thema danach kommen. Genau, wir sind
ja eigentlich auch schon bei danach jetzt. Was sind so die Punkte denn, also ich vermute, du willst auf
das Thema Bildbearbeitung jetzt raus. Ja, ja, absolut. Ich gebe hier nochmal ganz kurz meinen
Bildschirm frei, dass man das hier wunderbar veranschaulichen kann. Also hier bei diesem
Bild jetzt. Das hier ist es vorher. So sah es davor aus. Und die Kamera macht halt immer die
Aufnahmen etwas grauer, als sie tatsächlich sind. Wie gesagt, vorhin schon besprochen, das sucht
den Kompromiss raus. Und hier, da sind keine Farben drin. Wir haben einfach nur grau in grau. Und hier
habe ich dann durch die Nachbearbeitung tatsächlich eine Atmosphäre geschaffen. Was habe ich gemacht?
Ich habe geschaut, dass das Wasser wieder türkis ist. Weil in Norwegen es ist türkis. Man sieht es
hier so ein bisschen, aber noch nicht ganz so gut. Dann Struktur. Also man sieht hier in den Wellen
so richtig schön die Struktur drin. Das Leben. Das Schwarz von dem Anzug von der Frau ist richtig
schwarz. Davor war das so ein, naja, nicht wirklich. Und was ich da noch gemacht habe,
ist Atmosphäre erzeugen, indem ich einfach quasi hier eine Fake-Sonne dazu gemacht habe. Das muss
man jetzt nicht unbedingt machen. Aber ich fand es halt hier, es ist dem Bild, es dient halt extrem,
wenn man hier so eine Kunstsonne quasi einfügt. Und da könnte man sich jetzt ja denken, ja,
aber hey, das ist ja, ich will ja die Situation so zeigen, wie sie tatsächlich vor Ort ist. Aber
die Kamera zeigt halt niemals so, wie es tatsächlich ist. Also man hat es ja ganz
oft. Man sieht etwas mit den Augen und sagt, boah, ist das geil. Macht ein Bild. Aber irgendwie ist
es auf dem Bild nicht so geil, wie man es quasi in live sieht. Und woran liegt es? Weil die Kamera
den Kompromiss eingeht. Und ich weiß, okay, auf was soll ich jetzt quasi die Belichtung anpassen?
Die Farben sind ein bisschen entsättigt oder übersättigt. Und deswegen, es ist einfach das
Nonplusultra, dass man immer die Bilder ein bisschen bearbeitet. So, man kann auch Bilder
manipulieren, wie jetzt beispielsweise hier mit der Sonne, dass man noch eine Kunstsonne macht.
Ist jetzt nicht zwingend notwendig. Auch ohne diese Kunstsonne wäre es ein absolut geiles Bild.
Ja, okay. Das war jetzt auch nochmal ein interessantes Learning für mich,
zu sagen, also es gibt so verschiedene Ebenen, so die Farbsättigung, Lichthelligkeit. So
verschiedene Sachen. Ich kenne mich da auch noch nicht so gut mit aus. Und auf all diesen verschiedenen
Ebenen sucht die Kamera den Kompromiss. Und deswegen wirkt das auch so anders auf uns,
wenn ich wirklich dann diesen Sonnenuntergang sehe und im Vordergrund das Meer reinrauscht und
irgendwelche Leute sich noch mit einem Cocktail, mit einem bunten irgendwie zu prosten. Wirkt
das für mich oder aufs Gehirn in dem Moment natürlich anders, als wie die Kamera, die dann
halt sagen muss, okay, diese ganzen verschiedenen bunten Farben, die müssen wir irgendwie, irgendwo
müssen wir da uns treffen irgendwie. Und mit dem Licht, da hinten ist es ganz hell, hier vorne ist
es ganz dunkel, da müssen wir uns treffen und so weiter und so fort. Und das, da steuern wir quasi
gegen dann nachher mit der Bildbearbeitung. Genau, ja. Also das ist jetzt super technisch,
hat was mit dem Dynamikumfang und ähnliches zu tun. Da möchte ich jetzt aber gar nicht so tief
reingehen. Aber im Endeffekt, du hast es gerade wunderbar umschrieben oder beschrieben. Im Endeffekt
muss man halt einfach noch ein bisschen Bildbearbeitung machen, damit es dann tatsächlich
so ist, wie es tatsächlich auch gewirkt hat. Ja, genau. Mega, mega, mega spannend. Sebastian,
ich freue mich auch schon total darauf, dass wir jetzt nachher noch die Möglichkeit haben,
noch mal weiter zu schnacken. Und wenn ihr Lust habt, da mit dabei zu sein und ihr habt noch kein
Ticket, dann holt euch doch jetzt noch schnell euer Gratisticket fürs Online-Camping-Festival.
Da ist nämlich der Sebastian, jetzt gleich spreche ich mit ihm weiter, mit dabei und noch bestimmt
über 30 andere Experten aus dem Camping-Bereich, aus unterschiedlichsten Themen. Und wie gesagt,
wenn euch das interessiert, guckt mal hier unten, verlinken wir mal die Webseite gleich noch,
wo ihr euch euer Gratisticket holen könnt. Und dann sehen wir uns gleich auf der anderen Seite.
Danke dir, Sebastian. Thorsten, danke dir.
