Bomben, Schüsse, Molotows: Kanadische Theater während Shen-Yun-Welttournee bedroht

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245 Videoaufrufe·15.07.2025
Das Thema transnationale Repression erfährt wachsende Dringlichkeit im Westen. Die G7 versprachen, den Versuchen der Kontrolle und Einschüchterung autoritärer Staaten wie China entgegenzutreten. Auch das New Yorker Tanzensemble Shen Yun ist davon betroffen. Kanadische Theater in drei Provinzen berichten von Gewaltandrohungen, inklusive mit Bomben und Molotowcocktails.
Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Chinas transnationale Repression.
Bomben, Schüsse, Molotovs – Kanadische Theater während Shen Yun Welttournee bedroht.
Ein Artikel von Stef Munter vom 11.
Juli 2025.
Das Thema transnationale Repression erfährt wachsende Dringlichkeit im Westen.
Die G7 versprachen, den Versuchen der Kontrolle und Einschüchterung autoritärer Staaten
wie China entgegenzutreten.
Auch das New Yorker Tanzensemble Shen Yun ist davon betroffen.
Kanadische Theater in drei Provinzen berichten von Gewaltandrohungen inklusive mit Bomben
und Molotov-Cocktails.
In Kürze.
Bombendrohungen gegen kanadische Theater, KBCH unter Tatverdacht.
Transnationale Repression – G7 versprachen, dem entgegenzutreten.
Getanzter Protest gegen die größte Diktatur der Welt.
Zitat, wir haben Molotov-Cocktails und Gewehre vorbereitet, hieß es in einer Droh-E-Mail
mit einem chinesischen Absender, die das Queen Elizabeth Theater in Vancouver am 30.
März dieses Jahres erhielt, kurz bevor eine Reihe von Aufführungen des New Yorker Tanzensembles
Shen Yun Performing Arts beginnen sollte.
Zitat, wir werden am Tag der Aufführung von Shen Yun als Zuschauer hereinkommen, drohte
der Absender, und dann werde man Waffen ziehen und auf die Schauspieler schießen.
Man werde auch Molotov-Cocktails in Richtung Bühne werfen, so hieß es in einer E-Mail,
die auf irisch-gelisch verfasst war.
Die Royal Canadian Mounted Police erklärte bezüglich der Drohung, Zitat, die RCMP nimmt
Bedrohungen der Sicherheit von in Kanada lebenden Personen sehr ernst und möchte allen versichern,
dass unser Hauptaugenmerk jederzeit auf die Sicherheit und dem Schutz der Öffentlichkeit
liegt, versicherte die Polizeibehörde, die sowohl auf Bundes- als auf Provinzebene tätig
ist, gegenüber der englischsprachigen Ausgabe der Epoch Times.
Der Tag kam, die Aufführung kam, und alle verliefen vom 9. bis 13.
April ohne Zwischenfälle.
Bombendrohung mit System.
In Kanada waren es Theater in drei Provinzen, die in diesem Jahr von Gewaltandrohungen betroffen
waren.
In Vancouver, British Columbia, in Montreal, Quebec, sowie in Mississauga und Kitchener,
Ontario.
In Calgary, Alberta, gab es keine Bombendrohung, aber Parolen wurden an die Türen der Konzerthalle
und auf dem Boden im Eingangsbereich geschmiert.
Eine vermummte Gestalt wurde gesehen, konnte jedoch unerkannt entkommen.
Am 19. März, zwei Tage vor Beginn der Aufführungen in Mississauga, bekam das dortige Living Arts
Center eine E-Mail in tschechischer Sprache.
Der Name des Absenders auf Chinesisch hieß übersetzt, für das Land kämpfen.
Die E-Mail drohte, Zitat, ich habe eine Menge Sprengstoff im Theater platziert.
Es erging die Forderung, man solle alle Shen Yun Aufführungen absagen und bis zum nächsten
Nachmittag eine Erklärung abgeben, sonst würde das Kulturzentrum in die Luft gesprengt.
Vier Minuten später, um 0.48 Uhr Ortszeit, erhielt das Theater Center in the Square im
nahegelegenen Kitchener eine identische E-Mail vom gleichen Absender.
Shen Yun sollte dort eine Woche später, am 27. März, auftreten.
Um die Sicherheitsprotokolle einzuhalten, informierten beide Theater die örtliche Polizei.
Eine Untersuchung durch die Waterloo Regional Police folgte.
In beiden Städten kamen die Behörden zu dem Schluss, dass die Drohungen nicht glaubwürdig
seien.
Die Veranstaltungen verliefen reibungslos.
Seit seiner Gründung 2006 hat Shen Yun fast 160 Versuche dokumentiert, Aufführungen
zu verhindern, mal durch Desinformationskampagnen in westlichen Medien und mal durch Bombendrohungen
sowie angedrohte Morde oder Vergewaltigungen.
Reifen von Tourbussen wurden angeritzt, um möglichst einen Unfall auf der Autobahn zu
provozieren.
Mit Tanz gegen die größte Diktatur der Welt.
Für Shen Yun besteht kein Zweifel, wer hinter den Aktionen steckt.
Das Ensemble erklärte auf seiner Website, ein Unternehmen der darstellenden Künste
zu sein, welches, Zitat, sich der größten Diktatur der Welt entgegenstellt.
Und tatsächlich, auch die chinesischen Botschaften und Konsulate in dozenten Ländern zeigten
sich im Kampf gegen Shen Yun bestrebt, wirtschaftlichen Druck oder diplomatische Interventionen auszuüben.
So wie in Lettland im November 2024.
Das Dallas Theater in der Hauptstadt Riga erhielt unerwartet einen neunseitigen Brief
von der chinesischen Botschaft.
Zwei Monate vor den Aufführungen von Shen Yun dort.
Das Theater wurde aufgefordert, die Ausrichtung der Aufführungen zu überdenken.
Der Direktor des Theaters reagierte nicht auf den Brief und erklärte, dass es absolut
inakzeptabel sei, dass eine ausländische Botschaft darüber entscheiden wolle, was
für das lettische Publikum geeignet sei.
Die Aufführung am 5.
Januar 2025 fand statt.
Shen Yuns Debüt in einer ehemaligen Sowjetrepublik.
Die Vorstellung war bereits frühzeitig ausverkauft.
Die Zuschauer waren begeistert.
Auf Plakaten, Flyern und Werbevideos von Shen Yun wird erklärt, dass die Zuschauer in den
Vorstellungen ein anderes China zu Gesicht bekommen werden, ein China vor dem Kommunismus.
Durch Tanz und Musik beabsichtigen die Künstler, 5.000 Jahre traditionelle chinesische Kultur
Revue passieren zu lassen.
Laut der Website des Ensembles finden die Künstler von Shen Yun ihre Inspiration und
Kraft in der spirituellen Disziplin, die Falun Dafa, heißt.
Eine Reihe meditativer Übungen kombiniert mit einer moralischen Lehre, die auf den
Prinzipien von Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basiert.
Allerdings wird Falun Dafa oder auch Falun Gong genannt von der kommunistischen Partei
Chinas seit über 25 Jahren verfolgt.
Von Haft und Zwangsarbeit, Folter, Mord und Organraub an Lebenden wird berichtet.
Der damalige chinesische Staatschef Jiang Zemin begann im Jahr 1999 eine brutale
Verfolgungskampagne, vermutlich aufgrund der wachsenden Popularität der Meditationsbewegung
und dem Gegensatz der spirituellen Grundsätze von Falun Gong zur atheistischen Kampfideologie
der KPCH.
Auch viele der Shen Yun-Künstler haben in ihren Familien Erfahrungen mit der Staatsgewalt
in China gemacht.
Kanada.
Kein isolierter Fall von Einschüchterungen.
Sue Cheung, Koordinatorin des Shen Yun-Veranstaltes in Vancouver, zeigte sich angesichts der Zunahme
von Drohungen gegen das Künstlersammel besorgt.
Cheung sagte, sie glaube, diese Drohungen gegen Shen Yun seien Teil der Eskalation der
transnationalen Repression gegen Falun Gong durch Peking.
Die Epoch Times erfuhr im vergangenen Jahr aus zwei Quellen, dass Chinas Staats- und
Parteichef Xi Jinping im Jahr 2022 in einem geheimen Treffen mit hochrangigen Funktionären
eine neue internationale Strategie gegen Falun Gong angewiesen hatte.
Den Informanten zufolge bemängelte Xi, dass die bisherigen Bemühungen, Falun Gong im Ausland
zu unterdrücken, im Wesentlichen gescheitert seien.
Besorgt zeigte sich auch der konservative kanadische Abgeordnete Garnett Genuise von
den Drohungen gegen Shen Yun.
Zitat
Es ist beunruhigend zu hören, dass es Drohungen gegen Shen Yun gibt, so der Parlamentarier,
der die kanadische Regierung aufforderte, mehr zu tun, um die transnationale Repression
in Kanada zu bekämpfen.
Unter transnationaler Repression versteht man die verschiedenen Methoden autoritärer
Regime, ihre Kritiker auch über Grenzen hinweg zum Schweigen zu bringen.
Dies zeigt sich etwa durch Versuche der Kontrolle und Einschüchterung.
Falsche Identitäten sollen Verwirrung stiften.
Auch mit falschen Identitäten wird gearbeitet.
Anfang Dezember 2024 erhielt ein kanadischer Parlamentarier, der Shen Yun öffentlich unterstützt
hatte, eine E-Mail von jemandem, der behauptete, ein ehemaliger Shen Yun-Tänzer zu sein.
Laut einem Vorfalltracker des Falun Dafa Information Center enthielt die E-Mail Berichte über
angebliche Überlastungen und Traumata während ihrer oder seiner Zeit bei dem Ensemble.
Der Politiker zweifelte an der Echtheit der E-Mail.
Am selben Tag erhielt auch ein schwedischer Parlamentarier, der Shen Yun ebenfalls öffentlich
gelobt hatte, eine ähnliche Nachricht, von einer anderen E-Mail-Adresse und unterzeichnet
von einer anderen Person.
Wie Shen Yun später in beiden Fällen bestätigte, gibt es keine ehemaligen oder aktuellen Künstler
bei Shen Yun mit diesem Namen.
In den Jahren 2010 und 2011 erhielten die Northern und Southern Alberta Jubilee Auditorien
in Edmonton und Calgary E-Mails, in denen sich Personen als Falun Gong praktizierende
ausgaben.
Dies geht aus einem Bericht über ausländische Einmischung und Unterdrückung von Falun Gong
in Kanada hervor, der der Foreign Interference Commission des Kanadischen Parlaments aus
dem Jahr 2024 vorgelegt wurde.
In dem Bericht heißt es, diese E-Mails hätten einen drohenden Ton gehabt und sowohl den
Theatermanagern als auch den Kulturminister der Provinz Alberta beschuldigt, bösartig
zu sein, wenn sie Shen Yun unterstützten.
Außerdem hieß es, dass diejenigen, die sich der Show widersetzten, bestraft würden.
Zitat, das Ziel dieser E-Mails bestand offenbar darin, Falun Gong Praktizierende als irrational,
fanatisch und unausgeglichen darzustellen und Feindseligkeit zwischen ihnen und den
E-Mail-Empfängern zu schüren, um die Gruppe und ihre Aktivitäten zu diskreditieren,
heißt es in dem Bericht.
Gemeinsame Erklärung der G7-Staatschefs
Bei dem G7-Treffen am 17.
Juni im kanadischen Kananaskis in der Provinz Alberta sprachen sich die Staats- und Regierungschefs
gegen transnationale Repression aus.
Sie versprachen, der Verfolgung von Dissidenten, Journalisten, Menschenrechtsverteidigern,
religiösen Minderheiten und Angehörigen der Diaspora durch ausländische Staaten und
deren Stellvertreter entgegenzutreten.
Die G7 verurteilten in einer Erklärung alle Formen solcher Repressionen, darunter den
Einsatz von Spionagesoftware zu Überwachungszwecken, Verleumdungskampagnen mit der Absicht, ihre
Zielgruppen zu diskreditieren oder auch die Androhung oder Anwendung physischer Gewalt.
