Beben in Peking: Während virale Clips von massiven Militärkonvois und Straßensperren durch das Netz fluten, herrscht in Chinas Staatsmedien eine fast schon gespenstische Stille. 🤐 Warum schweigt die Propaganda-Maschine, wenn Xi Jinping gerade seinen mächtigsten General und engsten Vertrauten, Zhang Youxia, gestürzt hat?
In meiner neuesten Analyse decke ich auf, warum dieser 'Gesamtkrieg' gegen die eigene Armeespitze ein indirekter Beleg für einen monatelangen Kontrollverlust Xis ist – und warum sein jetziger Gegenschlag die Weltwirtschaft in massive Turbulenzen stürzen könnte. 🌪️
Seid ihr bereit für die Wahrheit hinter der Stille? Jetzt einschalten! _____________
Am 24. Januar ging eine Schockwelle aus China durch die Welt.
Der stellvertretende Vorsitzende der Zentralen Militärkommission Zhang Youxia und das Kommissionsmitglied Liu Zhengli wurden festgenommen.
Die Meldung sorgt für große Aufmerksamkeit und gilt als Zeichen für eine Phase zunehmender Unruhe und Unsicherheit in der chinesischen Politik.
Laut Informationen aus China stehen die Familienangehörigen von Zhang Youxia ebenfalls unter Freiheitsbeschränkungen.
Eine weitere informelle Informationsquelle besagt, dass insgesamt 17 Generäle verhaftet wurden.
Der Fall ist von außergewöhnlicher politischer Tragweite und lässt sich in seiner Bedeutung mit dem Sturz von Lin Biao,
dem damaligen stellvertretenden Vorsitzenden Chinas, in der Mao-Ära vergleichen.
Wem das wenig sagt, man stelle sich vor, Donald Trump hätte seinen Verteidigungsminister verhaften lassen.
Das Ausmaß dieses Vorgangs sprengt den Rahmen gewöhnlicher Machtkämpfe.
Seit der Festnahme von Zhang und Liu überschwemmen virale Videos die Social Media Plattformen.
Man sieht Militärkonvois, die durch unterschiedliche Provinzen rollen, Checkpoints werden verstärkt und Autobahnen teilweise gesperrt.
Gleichzeitig herrscht in den chinesischen Staatsmedien eine sehr ungewöhnliche, fast schon gespenstische Stille.
Heute werfen wir einen genauen Blick darauf, was hinter diesen vereinzelten Clips und der ungewöhnlichen Medienruhe steckt.
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Seit dem 24. Januar tauchen täglich neue Clips auf.
In mehrere Städten in China sieht man Kolonen von Militärfahrzeugen,
verstärkte Kontrolle auf den Straßen und schwere Truppenbewegungen.
In einigen Videos sind sogar Schüsse zu hören.
Ob die Videos echt sind, lasse ich bis jetzt schwer verifizieren.
Aus Peking stammen Bilder, die viele schwarz gekleidete Männer vor Zhongnanhai, dem Regierungssitz, zeigen.
Sie gehören zur zentralen Leibwache.
Die hochrangige Parteiführer schützt vor allem den Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas, nämlich Xi Jinping.
Wer steht hinter all dem?
Die plausibelste Erklärung?
Xi Jinping zieht präventiv die Kontrolle an.
Mehr Truppen sind in Bereitschaft.
Checkpoints werden verstärkt, offenbar, um mögliche Reaktionen aus Zhangs Netzwerk im Keim zu ersticken.
Doch die Situation bleibt rätselhaft.
Zhang ist tief im Militär verwurzelt.
Könnte ein Teil dieser Bewegungen auch von seinem Netzwerk ausgehen?
Wenn Xi seine Rivalen schon im Griff hätte, warum wirkt dann alles so angespannt?
Genau hier setzt der nächste, noch seltsamere Teil ein.
Während draußen auf Social Media die Gerüchteküche brodelt, passiert im offiziellen China fast nichts.
Und genau dieser Stille der Propagandamaschinerie sagt viel aus.
Denn die Reaktion der Medien ist völlig anders als bei ähnlichen Fällen in der Vergangenheit.
Wer die chinesische Politik kennt, weiß, bei großen Säuberungen läuft die Propaganda normalerweise auf Hochtouren.
2014 zum Beispiel, als Zhou Yongkang, Chef der Nationalen Sicherheit, gestürzt wurde.
Oder bei Bo Xilai und Li Xiangfu 2023 gab es Wochen- oder sogar monatelange Berichterstattungen in der Hauptmilitärzeitung PLA Daily und der People's Daily.
Täglich erschienen Leiterartikel, Massenstatements aus allen Truppenteilen, in denen immer wieder betont wurde.
Wir alle stehen geschlossen hinter Vorsitzender Xi oder säuben wir die schädliche Einflüsse.
Diesmal ist alles anders und merkwürdig zugleich.
Am 24. Januar veröffentlichte die Xinhua Agentur lediglich eine kurze Meldung.
Am 25. Januar folgte dann ein heftiger Leiterartikel in der Militärzeitung PLA Daily,
in dem Zhang und Liu beschuldigt wurden, die absolute Führung der Partei verraten,
die Kampfkraft zerstört und die Grundlage der Partei gefährdet zu haben.
Und danach Funkstille.
Die Lautstärke der Propagandamaschine ist extrem niedrig.
In den Militär- und Parteizeitungen gab es keine Folgeartikel,
keine Loyalitätsbekundungen von Generälen,
auf den Social-Media-WeChat-Kanälen der Armee findet sich ebenfalls nichts.
Diese ungewöhnliche Stille ist ein starkes Indiz für tiefe innere Spannungen
und möglicherweise einen Kontrollverlust.
Es weckt den Verdacht, dass sie sich nicht sicher genug fühlt, die Propagandamaschine voll hochzufahren.
Wäre er absolut gefestigt, würde er eine laute Kampagne starten,
um seine Rivalen endgültig zu diskreditieren und alle Kritik zum Schweigen zu bringen.
Eine gedämpfte Kampagne hingegen sendet das Signal von Schwäche.
Früher hat sie seine Siege immer durch laute Propaganda zementiert.
Jetzt wirkt es, als würde er den Fall leiser abwickeln,
um keine weitere Destabilisierung zu riskieren.
Besonders aufschlussreich ist der Leiterartikel der PLA Daily vom 25. Januar.
Der Titel lautet
Den Kampf gegen die Korruption im Militär entschlossen führen
als entscheidende Schlacht, als langwierigen Krieg und als umfassenden Gesamtkrieg.
In der Sprache der Kommunistischen Partei Chinas
haben diese Begriffe eine spezifische, fast existenzielle Schwere.
In der Militärtheorie bezeichnet dies den Moment,
in dem über Sieg oder totale Niederlage entschieden wird.
Sie signalisiert damit, dass der interne Widerstand im Militär ein Ausmaß erreicht hat,
das nicht mehr durch punktuelle Säuberungen zu lösen ist.
Es geht nicht mehr um Reformen, sondern um die Vernichtung politischer Gegner.
Dieser Begriff spielt direkt auf Mauserungsstrategie gegen die japanische Invasion an.
Er bedeutet, der Feind, in diesem Fall illoyale Netzwerke innerhalb der Armee,
ist tief verwurzelt und weit verzweigt.
Sie bereitet die Partei darauf vor, dass diese Säuberungen kein schnelles Ende finden werden.
Es ist das Eingeständnis, dass Korruption und Widerstand
trotz langer Amtszeit systemisch und hartnäckig sind.
Dies ist die stärkste Formulierung.
Ein Gesamtkrieg mobilisiert alle Ressourcen vom Staat und Gesellschaft.
Auf die aktuelle Lage übertragen bedeutet dies,
die Säuberung wird nicht auf einzelne Generäle beschränkt bleiben.
Sie wird jeden Winkel des Militärapparates, der Rüstungsindustrie und der Logistik durchleuchten.
Es ist der Aufruf zur totalen Überwachung und Unterwerfung.
Die Verwendung dieser kriegerischen Rhetorik gegen die eigene Armee zeigt ganz deutlich,
sie betrachtet die interne Opposition nicht mehr als bloß Abweichle,
sondern als interner Feinde in einem offenen Machtkampf.
Im Artikel werden fünf zentrale Vorwürfe gegen Zhang Youxia und Liu Zhengli aufgelistet,
die die kriegerische Rhetorik des Leitartikels untermauern.
Erstens, Vertrauensbruch.
Sie hätten den Auftrag des Zentralkomitees der Partei schwerwiegend enttäuscht.
Zweitens, Untergraben des Verantwortlichkeitssystems.
Dies hier ist wohl der entscheidende Punkt.
Im chinesischen Militär gilt das Prinzip, dass der Vorsitzende der Militärkommission, also Xi Jinping,
die alleinige Befehlsgewalt besitzt.
Zhang und Liu sollen dieses System verletzt und untergraben haben.
Eine direkte Chiffre für einen versuchten Machtgriff oder die bewusste Missachtung von Befehlen.
Drittens, Gefährdung der Regierungsfähigkeit.
Ihre Handlungen hätten die absolute Führung der Partei geschwächt.
Und viertens, Beschädigung des Ansehens.
Der Schaden für die Autorität der Führung wird als besonders schwerwiegend eingestuft.
Und fünftens, Schädigung der Kampfkraft.
Das politische Klima und die militärische Schlagkraft seien massiv beeinträchtigt worden.
Kurz gesagt, Korruption ist nicht der eigentliche Grund.
Zentral ist vielmehr die schwere Missachtung und Untergrabung des Verantwortlichkeitssystems des Vorsitzenden.
Mit seinem Verhalten hat Zhang Youxia direkt die Autorität von Xi Jinping herausgefordert.
Zhang Youxia galt lange als einer von Xi Jinpings engsten Militärvertrauten.
Wie Xi selbst ist er ein Prinzling.
Zhang war Vietnamkriegsveteran und jahrelang Wegbegleiter.
Viele dachten, den fasst Xi niemals an.
Dass Xi Zhang Youxia trotzdem entmachtet hat, ist ein indirekter Beleg dafür,
dass er offenbar vor einigen Monaten nicht immer die volle Kontrolle über das Militär hatte.
Zhang scheint Xi das Gefühl vermittelt zu haben, dass er nicht nur unloyal,
sondern eine echte Bedrohung darstellte.
Bereits im Juni 2025 habe ich ein Video über die sich verschiebenden Machtverhältnisse in China veröffentlicht.
Wer Interesse hat, kann es später ansehen.
Den Link findet ihr oben und am Ende dieses Videos.
Offensichtlich sah Xi die Notwendigkeit zuzuschlagen, um die Oberhand zurückzugewinnen.
Die jetzige Verhaftung von Zhang Youxia ist in diesem Licht
als Xis Gegenschlag gegen ein Netzwerk von Rivalen zu verstehen.
Das versucht hatte, Xi die Kontrolle über zentrale Machtbereiche zu entziehen.
Auf diese Weise lässt sich die Härte von Xis Vorgehen gegen Zhang und dessen Unterstützer besser einordnen.
Anscheinend ist dieser Gegenschlag gelungen.
Doch mit Xis Sieg über seine Rivalen steht China nun am Beginn einer sehr turbulenter Phase,
in der die politischen und militärischen Spannungen weiter zunehmen dürften.
Das Paradoxon von Säuberungen in autoritären Regimen liegt darin,
dass sie kurzfristig die Macht des Herrschers festigen, langfristig jedoch die Institutionen schwächen.
Sie führen zu einem massiven Verlust an Expertise und erzeugen ein wachsendes Misstrauen unter den Überlebenden.
Ein klassisches Beispiel dafür ist Stalins große Säuberung in den 1930er Jahren.
Tausende Offiziere der Roten Armee wurden hingerichtet oder in Gulags geschickt.
Die militärische Führung wurde praktisch enthauptet.
Mit verheerenden Folgen.
Vor dem deutschen Eingriff 1941 war die Sowjetunion militärisch massiv gelähmt.
Ähnlich könnte Xis anhaltende Säuberungen in der chinesischen Armee heute vergleichbare Effekte haben.
Mit der Entfernung von Schlüsselfiguren wie Zhang Youxia geht operative Expertise verloren.
Zugleich entsteht eine Kultur der Angst.
Offiziere vermeiden Risiken, setzen lieber auf Schmeicheleien statt auf Initiative und die reale Kampfbereitschaft sinkt.
Die Zentrale Militärkommission besteht nun praktisch nur noch aus sie selbst und einem Disziplinarkommissar.
Der letzte General mit echter Kampferfahrung ist entfernt.
Das gesamte Kommando- und Meldesystem ist verunsichert.
Jeder wartet ab, keiner will der Nächste sein.
Großfristig könnte Taiwan durch die aktuelle Lage paradoxerweise sogar etwas sicherer sein.
Eine so verunsicherte Führungsebene ist kaum in der Lage, eine große militärische Operation zu koordinieren.
Mittelfristig ist die Situation jedoch riskant.
Sie ist inzwischen von Ja-Sagern umgeben, die ihm nach dem Mund reden, statt ihm die Realität zu vermitteln.
Sie hat sich in der Vergangenheit schon öfter verkalkuliert.
Wir haben einige schwerwiegende Fehlentscheidungen bereits in der Vergangenheit gesehen.
Ich nenne zwei Beispiele.
Erstens der Handelskrieg mit den USA.
Sie unterschätzte die Entschlossenheit der USA unter Donald Trump und ging davon aus,
China könne die Kosten leichter absorbieren.
Das Ergebnis waren Störungen in den Lieferketten und dauerhaft gedämpftes Wachstum.
Und ein weiteres Beispiel, die Null-Covid-Politik.
Trotz massiver wirtschaftlicher und sozialer Kosten hielt sie an den Lockdowns fest.
Der plötzliche Umschwung Ende 2022 führte zu Chaos und erschütterte seine Autorität.
Es ist daher durchaus vorstellbar, dass Xi in Zukunft riskante Entscheidungen trifft.
Insbesondere, wenn ihm jemand einredet, die Armee sei einsatzbereit, obwohl sie es nicht ist.
Auf den ersten Blick wirkte Xi momentan stärker denn je.
Doch das Regime basiert inzwischen fast ausschließlich auf Angst und persönliche Loyalität.
Nicht mehr auf institutioneller Balance oder echte Kontrolle.
Die deutsche Wirtschaft ist eng mit dem chinesischen Markt verflochten.
Die aktuellen Entwicklungen in Peking werfen daher die Frage auf,
ist die deutsche Wirtschaft auf diese turbulente Zeit überhaupt vorbereitet?
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