Kein Wasser, kein Geld, keine Freiheit. Der Iran steht am Abgrund. Die landesweiten Proteste übertreffen alle bisherigen Demonstrationen. Es gibt erste Tote. Trump droht mit Eingreifen der USA. Die Mullahs drohen mit Angriffen auf US-Einrichtungen. Im Nahen Osten braut sich zu Beginn des neuen Jahres eine neue Gewalteskalation zusammen.
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Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Massenproteste, Iran in der Krise, Trump
droht mit Eingreifen, Mullahs drohen mit Hand abschneiden.
Eine Analyse von Tom Göller vom 3.
Januar 2026.
Am Mikrofon Alexander Sieber.
Kein Wasser, kein Geld, keine Freiheit.
Der Iran steht im Abgrund.
Die landesweiten Proteste übertreffen alle bisherigen Demonstrationen.
Es gibt erste Tote.
Trump droht mit Eingreifen der USA.
Die Mullahs drohen mit Angriffen auf US-Einrichtungen.
Im Nahen Osten braut sich zu Beginn des neuen Jahres eine neue Gewalteskalation zusammen.
Zitat.
Wenn der Iran friedliche Demonstranten erschießt und gewaltsam tötet, wie es bei ihnen, dem
Mullah-Regime, üblich ist, werden die Vereinigten Staaten von Amerika ihnen zu Hilfe kommen,
kündigte der amerikanische Präsident Donald Trump überraschend am 2.
Januar auf seinem von ihm gegründeten Online-Dienst Truth Social an.
Und weiter.
Die USA seien jederzeit bereit, loszulegen.
Iran droht mit Hand abschneiden.
Die Antwort der iranischen Regierung folgte prompt.
Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA zitiert den Sprecher des Außenministeriums
Ismail Barkei.
Dieser erwähnte die derzeitigen Proteste mit keinem Wort, sondern sprach von einem
Dialog der Iraner untereinander und von Bemühungen zur Lösung innenpolitischer Probleme.
Er machte deutlich, dass der Iran zur Lösung seiner Probleme keinerlei ausländische Einmischung
zulassen werde.
Auch der stellvertretende Chef des sogenannten Verteidigungsrats, Ali Shamkhani, wird im
gleichen Medium wiedergegeben.
Shamkhani, international gut bekannt als einer der Chefunterhändler im iranischen Atomstreit,
drohte, Zitat, dass jede interventionistische Hand, die sich der iranischen Sicherheit mit
Ausreden nähert, abgeschnitten wird.
Und weiter.
Das iranische Volk wisse aufgrund der amerikanischen Erfahrungen im Irak, Afghanistan und Gaza,
was die USA unter Rettung verstünden, wird Shamkhani zitiert.
Auch Mohammad Barkei Ghalibaf, Sprecher des iranischen Parlaments, reagierte auf Trumps
Äußerung.
Er bezeichnete diesen als respektlosen Präsidenten, der zur Kenntnis nehmen sollte, dass aufgrund
seiner Ankündigung alle amerikanischen Einrichtungen, Zitat, in der gesamten Region zu legitimen
Zielen für den Iran werden könnten, falls sich die USA im Iran einmischen würden.
Worum geht es?
Seit dem 29.
Dezember laufen die größten Proteste gegen die iranische Regierung, seitdem Mullahs
das Land im Jahr 1979 übernommen haben.
Bereits die vergangenen Jahre waren von Protesten gekennzeichnet, die meist aufgrund der Perspektivlosigkeit
für junge Erwachsene sowie der rigiden Freiheitsbeschränkungen für Frauen entstanden.
Am 16.
September 2022 starb die Kurdin Yenimasa Amini nach einer gewaltsamen Festnahme durch die
iranischen Sittenwächter.
Ihr Tod löste eine landesweite Protestwelle iranischer Frauen aus, blieb aber im öffentlichen
Raum wirkungslos.
Doch im Verborgenen hat sich in den vergangenen Jahren eine starke Frauenbewegung im Iran
gebildet, die immer wieder auf die Straße geht und auch Männer und junge Erwachsene
mit sich reist.
Während im Westen muslimische Frauen vor Gericht ziehen, um für sich das Recht auf
Vollverschleierung einzufordern, wehren sich iranische Frauen gegen den staatlichen Verschleierungszwang.
An Weihnachten teilte die bekannteste iranische Schauspielerin Taraneh Ali Dosti mit, dass
sie in keinem Film mehr auftreten werde, in dem sie gezwungen sei, ein Kopftuch zu tragen.
Flüchtlinge, Benzinpreise und die wachsende Staatskrise.
Die derzeitigen Proteste setzen sich aus vielen Einzelkomponenten zusammen, die die Demonstrationen
auslösen.
Die Proteste sind längst nicht nur ein Ausdruck von Frustration gegen die wirtschaftliche
Inkompetenz des Mullah-Regimes, sondern auch ein Kampf um Würde und um Freiheit.
Und der Protest zieht sich durch alle Schichten der Bevölkerung.
Das Land wird von einer massiven Wasserknappheit heimgesucht, die alle Geschäftsbereiche und
das private Leben betrifft.
Die Regierung kann dieses Problem keiner fremden Macht anlasten oder wegdiskutieren.
So protestierten im Mai 2025 die eher als unpolitisch geltenden Lkw-Fahrer des Landes, weil sie genug
hatten von sinkenden Löhnen und steigenden Preisen.
Danach folgten die Bäcker, die sich kein Mehl mehr leisten konnten.
Diese Aktionen waren zwar vereinzelt, kamen aber nicht aus den universitären Unruheherden,
sondern von der eher unpolitischen Normalbevölkerung.
Zur Überraschung des Regimes protestierten auch Rentner, deren Einkommen nicht mehr ausreicht,
die Alltagsbedürfnisse abzudecken.
Ende Mai 2025 hatte zudem das iranische Regime alle afghanischen Flüchtlinge ohne Papiere
aufgefordert, das Land bis zum 6.
Juli zu verlassen.
Insgesamt hatte der Iran bis zu diesem Zeitpunkt bereits 900.000 Afghanen veranlasst, das Land
zu verlassen bzw. abgeschoben.
Iranischen Medien war zu entnehmen, dass die Flüchtlinge als zunehmende gesellschaftliche
Belastung empfunden wurden.
Forderungen nach der Ausweisung aller Afghanen waren eines der wichtigsten Themen bei den
Präsidentschaftswahlen im Jahr 2024.
Als Problem wurde gesehen, dass billige afghanische Arbeitskräfte den Iranern Arbeitsplätze
wegnehmen und das Gesundheits- und Bildungssystem belasten würden, während gleichzeitig die
staatlichen Subventionen für lebenswichtige Güter wie Brot, Öl und Benzin stiegen.
Inzwischen hat sich die wirtschaftliche Lage im Land jedoch weiter dramatisch verschlechtert.
Die Atmosphäre wurde in der letzten Dezemberwoche besonders prekär, als eine neue Benzinpreiserhöhung
angekündigt wurde.
Hintergrund.
Laut der iranischen Exil-Online-Zeitung Iran International würden die nationalen Öleinnahmen
voraussichtlich nur noch 5 Prozent der staatlichen Verwaltungskosten decken.
Deshalb bedarf es erheblicher Steuererhöhungen.
Aber auch die Verteidigungsausgaben wurden erhöht.
Diese Schritte trieben schließlich nicht nur Studenten auf die Straße, sondern auch die
sonst staatsnahen iranischen Händler.
Bazar ist geschlossen.
Zum Ende des Jahres 2025 schloss Tehrans Bazar seine Geschäfte.
Der Bazar ist mehr als nur ein Markt.
Er ist der Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
Die Botschaft der politisch-konservativen Geschäftsleute ist damit eindeutig.
Zitat.
Der Bazar bricht endlich mit der Islamischen Republik.
Titel der Iran International.
Religiöse Institutionen und konservative Kaufleute wie die Bazaris seien eigentlich
historisch gesehen Verbündete, erklärte die Nachrichtenplattform.
Schließlich seien es die Bazar-Händler gewesen, die 1979 die Islamische Revolution der Mullahs
finanziert hätten.
Sie seien es gewesen, die jenes Flugzeug charterten, das Ayatollah Khomeini aus Frankreich zurück
nach Teheran holte.
Doch 46 Jahre später sei es der Mullah-Führung gelungen, ihre älteste Wählerschaft zu verärgern.
Zitat.
Für den iranischen Kaufmann ist diese Allianz heute gescheitert und der Handel ist zu einem
Verlustspiel geworden, glaubt das iranische Exilblatt.
Bundesregierung weicht aus.
Die deutschen Reaktionen blieben bislang verhalten.
Die Bundesregierung hat die iranische Führung lediglich aufgefordert, Demonstrations- und
Versammlungsfreiheit zu wahren.
Dies berichtete am 2.
Januar die Deutsche Presseagentur, DPA.
Ein Sprecher des Auswärtigen Amts sagte laut DPA ausweichend, Zitat, Berichte über exzessive
Gewaltanwendung gegenüber Demonstranten nehmen wir sehr ernst.
Zitat Ende.
Nouripour.
Alles ist möglich.
Deutlicher äußerte sich hingegen Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour, Grüne, der 1975 in Teheran
geborene deutsche Politiker, sieht das Mullah-Regime am Rande einer Explosion.
Gegenüber der Bild-Zeitung verwies Nouripour darauf, dass die iranische Währung kollabiere
und die Mittelschicht verelende.
Es würden Korruption und Misswirtschaft grassieren.
Zitat, das Volk steht auf, um frei atmen zu können, zitiert das Blatt den Grünen-Politiker.
Die einzige Antwort des Regimes sei Gewalt.
Nouripour ist zudem überzeugt, Zitat, es ist derzeit alles möglich, von einer Demokratisierung
bis zu einem Militärputsch der Revolutionsgarden.
Die Revolutionsgarden sind eine staatstragende militärische Einheit, die bislang das Regime
entscheidend geschützt und gestützt hat.