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Biden hält Russlands Staatschef Putin für einen Mörder, Russland reagiert empört
Ein Artikel von Epoch Times vom 17. März 2021
In einem TV-Interview mit ABC News US-Präsident, sagte Biden auf die Frage von ABC-Moderator
George Stephanopoulos, ob er glaube, dass Putin ein Killer sei, das tue ich.
Die russische Reaktion fällt drastisch aus.
US-Präsident Joe Biden hält den russischen Staatschef Vladimir Putin für einen Mörder.
In einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview mit dem Sender ABC News sagte Biden auch,
Putin werde dafür bezahlen, dass er seine Präsidentschaftskandidatur 2020 zu untergraben
versucht habe.
Biden war in dem Interview gefragt worden, ob er der Ansicht sei, dass Putin ein Mörder
ist.
Der neue US-Präsident antwortete, das tue ich.
Biden nannte keine weiteren Einzelheiten und machte nicht deutlich, ob er sich damit womöglich
auf den Fall der versuchten Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexander Nawalny bezog.
Moskau reagierte sofort und scharf auf Bidens Aussagen.
Putin ist unser Präsident und ein Angriff auf ihn ist ein Angriff auf unser Land, schrieb
der Präsident des russischen Unterhauses, Vyacheslav Volodin, im Online-Dienst Telegram.
Der einflussreiche Putin-Vertraute fügte mit Blick auf die beiden Äußerungen hinzu.
Das ist Hysterie aufgrund von Machtlosigkeit.
Laut einem neuen Bericht der US-Behörden soll sich Russland in die US-Präsidentschaftswahl
2020 eingemischt haben und nicht nur in die Wahl 2016.
Biden nimmt seit seinem Amtsantritt im Januar eine deutlich härtere Haltung gegenüber
Moskau ein als US-Präsident Donald Trump.
Biden sagte nun, er habe sich kurz nach seinem Amtsantritt im Januar mit Putin unterhalten.
Zu Beginn des Gesprächs sagte ich zu ihm, ich kenne sie und sie kennen mich.
Wenn ich zu dem Schluss komme, dass das passiert ist, dann machen sie sich auf etwas gefasst.
Biden machte jedoch nicht klar, ob er damit die vermeintliche Wahleinmischung meinte
oder etwas anderes, wie beispielsweise den Fall Navalny.
Der US-Präsident bekräftigte jedoch, dass er mit Moskau arbeiten wolle, wenn es in unserem
gemeinsamen Interesse ist.
Kreml-Sprecher DM Itri Pesko wies den Bericht zur US-Wahl am Mittwoch als völlig gegenstandslos
und unbegründet zurück.
Wir betrachten diesen Bericht als falsch, sagte Pesko.
Der Kreml bedauere die Veröffentlichung des Berichts, dieser solle als Entschuldigung
für mögliche neue Sanktionen gegen Moskau gelten.
Die US-Ministerien für Heimatschutz und Justiz hatten zuvor mitgeteilt, Russland und der
Iran hätten nach Erkenntnissen der US-Behörden die Wahlinfrastruktur der US-Präsidentschaftswahl
am 3.
November angegriffen.
Dabei sei es den Angreifern gelungen, die Sicherheit mehrerer Netzwerke zu beeinträchtigen,
die einige Wahlfunktionen verwalteten.
Den ausländischen Akteuren sei es jedoch nicht gelungen, das Wahlergebnis zu beeinflussen.
Der russische Vize-Außenminister Sergej Ryabko bezeichnete den US-Bericht ebenfalls als unbegründet.
Er sagte der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti, feindliche Schritte gegen Russland
seien in Washington «Normalität» geworden.
Die Beziehungen zwischen den USA und Russland befinden sich auf einem Tiefpunkt seit dem
Ende des Kalten Kriegs, unter anderem wegen des Falls Nawalny.
Der Kreml-Kritiker war im August in Russland Opfer eines Giftanschlags geworden und in
der Folge in Deutschland im Krankenhaus behandelt worden.
Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Russland im Januar wurde er festgenommen und kurz darauf
wegen Verstößen gegen seine Bewährungsauflagen zu einer Haftstrafe verurteilt.
Anfang März verhängten die USA wegen des Falls Nawalny Sanktionen gegen den Chef des
russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow, und mehrere Putin-Vertraute.
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