Rund 1.000 deutsche Soldaten sind laut Bundesregierung aktuell im Nahen Osten im Einsatz. Zwei der Lager, in denen sie untergebracht sind, wurden mit iranischen Drohnen und Raketen angegriffen. Epoch Times wollte von der Bundesregierung wissen, wie hoch die Gefährdungslage für sie ist.
„Sie haben recht, es gab am Wochenende zwei Vorfälle. Einmal in Erbil, im Irak, und einmal in Jordanien auf der multinational genutzten RBS Al Azrak. Die deutschen Soldatinnen und Soldaten, die deutschen Kontingente waren hier nicht unmittelbares Ziel“, so der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Mitko Müller.
„Klar, in so einer Situation, so einer dynamischen Situation vor Ort, ist natürlich so, dass wir alle lageangepassten Schutzmaßnahmen ergreifen, um die Soldatinnen und Soldaten zu schützen“, erklärte der Sprecher weiter.
Man habe für alle Einsatzkontingente und für alle in der ganzen Region befindlichen Soldaten Schutzmaßnahmen ausgearbeitet und umgesetzt. „Sodass wir aktuell Gott sei Dank auch keine Einschränkungen oder keine personellen und materiellen Schäden haben.“
Für alle Abwehrmaßnahmen in den Feldlagern seien die Gastgeber und die Nutzer, die die Basen federführend betreuen, zuständig. „Und da gibt es entsprechende Möglichkeiten. Das zeigen ja auch die Vorfälle am Wochenende, wo auch Angriffe abgewehrt wurden.“ ________________________________________________________________
Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus mit einem Abonnement, digital oder als Wochenzeitung: 👉 https://angebot.epochtimes.de/
Wir freuen uns über rege, themenbezogene Diskussionen. Bitte achten Sie dabei auf eine angemessene Umgangsform! Beleidigungen sind nicht erwünscht. Danke. ________________________________________________________________
Wie schätzen Sie die Gefährdungslage für die deutschen Soldaten im Nahen Osten ein?
Es gab ja iranische Angriffe auf das Multinationallager in Erbil und das Bundeswehrfeldlager in Jordanien.
Können sich die Militärlager angemessen auf Angriffe aus der Luft wehren?
Sie haben recht. Es gab am Wochenende zwei Vorfälle.
Einmal in Erbil im Irak und einmal in Jordanien auf der multinational genutzten Air Base al-Azraq.
Die deutschen Soldaten und Soldaten, also die deutschen Kontingente waren hier ein nicht unmittelbares Ziel.
Das merkt man ja auch, wie groß die Basen sind und wo die Anschläge stattgefunden haben.
Also die gute Nachricht ist, dass alle deutschen Soldaten und Soldaten,
und wir haben mehr als 500 in der Region insgesamt, sind wohlauf,
sind in geschützten Unterkünften oder geschützten Positionen und allen geht es gut.
Der Bundesminister der Beteiligung, Boris Pistorius, wird sich heute noch mit den Kontingenten abstimmen
und wird eine große Schalte geben mit den Kontingenten vor Ort.
Und er wird sich da informieren.
Die Gefährdungslage, klar, in so einer Situation, so einer dynamischen Situation vor Ort,
ist natürlich so, dass wir alle lageangepassten Schutzmaßnahmen ergreifen,
um die Soldatinnen und Soldaten zu schützen. Das ist ganz klar.
Sie wissen, dass wir das vorab schon getan haben.
Wir haben ja die Lageentwicklung, wir alle haben die gesehen, die Lageentwicklung vor Ort.
Und wir haben deswegen ja auch schon das Kontingent in Erbil maßgeblich ausgedünnt.
Wir haben für alle Kontingente und für alle in der ganzen Region befindlichen Soldatinnen und Soldaten
Schutzmaßnahmen ausgearbeitet, umgesetzt, rechtzeitig umgesetzt,
sodass wir, Gott sei Dank, glücklicherweise auch keine Einschränkungen
oder keine personellen und materiellen Schäden aktuell haben.
Allen geht es gut, das ist das Wichtigste.
Kann man sich aus Ihrer Sicht angemessen gegen Luftangriffe wehren?
Die eingesetzten Soldatinnen und Soldaten sind ja auf multinationalen Stützpunkten.
Das heißt, wir haben ja keine eigenen Stützpunkte vor Ort.
Das heißt, für alle Abwehrmaßnahmen, Verteidigungsmaßnahmen sind die Gastgeber
beziehungsweise die anderen Nutzer, die die Basen federführend betreuen, zuständig.
Und da gibt es entsprechende Möglichkeiten.
Das zeigen ja auch die Vorfälle am Wochenende, wo auch Angriffe abgewehrt wurden.
Und es obliegt nicht der Bundeswehr als Nutzer in diesem Falle,
diese Luftverteidigung zu übernehmen.
Das machen andere.
Aber, das kann ich aus eigenem Erfahren sagen, wenn Sie einen Kontingent vor Ort haben,
sind Sie vor Ort in alle Planungen immer ganz eng eingebunden.
Es gibt dann Abstimmungskreise mit den lokalen Sicherheitsverantwortlichen der Kontingente.
Da wird durchgesprochen, was passiert, wenn eine Sirene losgeht, wenn Luftalarm kommt.
Und dann stimmen sich die Nationen ab, wer stellt was und wer sorgt für Sicherheit
und wo wird hinverlegt.
Also das ist eigentlich dann ein richtiger vorausgearbeiteter Alarmplan, der dann greift.
Und da ist die Bundeswehr überall natürlich eng eingebunden.