Deutschland gibt einen Teil der nationalen Ölreserven frei. Die Internationale Energieagentur (IEA) habe ihre Mitgliedstaaten gebeten, Ölreserven im Umfang von insgesamt 400 Millionen Barrel freizugeben. Hintergrund sind die wegen des Irankriegs deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise. Mit dem Schritt erhofft man sich eine Beruhigung der Märkte und dass der durch den Krieg ausgelöste Ölpreisanstieg abgefedert wird.
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kündigte zudem an, dass Tankstellen ihre Preise künftig nur noch einmal am Tag erhöhen dürfen. Preissenkungen dagegen seien jederzeit zulässig, sagte die Ministerin am Mittwoch in Berlin. Die Regierung wolle das Modell, das in Österreich bereits gilt, „so schnell wie möglich“ einführen. „Dafür muss man das Kartellrecht ändern“, fügte die Ministerin hinzu. Ihr Ministerium arbeite ohnehin an einer Reform des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen.
Der ADAC weist darauf hin, dass niedrigere Spritpreise in Österreich vor allem auf geringere Steuern und Abgaben zurückzuführen sind, nicht auf die Preisregelung. Den Mineralölkonzernen wird vorgeworfen, die Verbraucherpreise zu stark zu erhöhen. Reiche kündigte dazu auch eine Verschärfung der Missbrauchsaufsicht durch das Kartellamt an.
Am Mittwoch erholten sich die Ölpreise leicht, obwohl manche Experten bezweifeln, dass das Vorgehen der IEA potenzielle Versorgungsunterbrechungen ausgleichen kann. Deutschland hatte im November vergangenen Jahres demnach 34,42 Millionen Tonnen Öl auf Vorrat. Mehrere Millionen Tonnen davon sollen nun freigegeben werden. Dabei gehe es laut Reiche vor allem um ein sichtbares Signal in den Markt. ________________________________________________________________
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Deutschland gibt einen Teil der nationalen Ölreserven frei.
Die internationale Energieagentur habe ihre Mitgliedstaaten gebeten,
Ölreserven im Umfang von insgesamt 400 Millionen Barrel freizugeben.
Dieser Bitte werden wir nachkommen und unseren Beitrag dazu leisten,
denn Deutschland steht hinter dem wichtigsten Grundsatz der IEA,
der gegenseitigen Solidarität.
Hintergrund sind die wegen des Iran-Kriegs
deutlich gestiegenen Öl- und Spritpreise.
Mit dem Schritt erhofft man sich eine Beruhigung der Märkte
und dass der durch den Krieg ausgelöste Ölpreisanstieg abgefedert wird.
Die Energieversorgung in Deutschland ist gesichert.
Was wir beobachten, sind allerdings erhebliche Preisausschläge
sowie eine Volatilität an den Energiemärkten.
Zudem kündigte Reiche an, dass man gegen diese Preisausschläge vorgehen will.
Wir haben uns deshalb dazu entschlossen,
die Häufigkeit der Preisänderungen einzuschränken
und uns dabei am sogenannten österreichischen Modell orientiert.
Tankstellen dürfen nur noch einmal am Tag ihre Preise für Kraftstoffe erhöhen.
Dagegen sind Preissenkungen jederzeit zulässig.
Der ADAC weist darauf hin, dass niedrigere Spritpreise in Österreich
vor allem auf geringere Steuern und Abgaben zurückzuführen sind,
nicht auf die Preisregelung.
Den Mineralölkonzernen wird vorgeworfen,
die Verbraucherpreise zu stark zu erhöhen.
Reiche kündigte dazu auch eine Verschärfung der Missbrauchsaufsicht
durch das Kartellamt an.
Am Mittwoch erholten sich die Ölpreise leicht,
obwohl manche Experten bezweifeln,
dass das Vorgehen der IEA potenzielle Versorgungsunterbrechungen ausgleichen kann.
Man braucht nicht nur eine Symptombehandlung,
was ja diese einmalige Freigabe dieser Reserven ist,
sondern man benötigt eben eine Behandlung der Ursache.
Und das ist eben dieser Engpass, der muss aufgelöst werden.
Und das ist der Schlüssel,
damit sich die Märkte auch wirklich nachhaltig erholen können.
Würden im nächsten Monat 100 Millionen Barrel freigegeben,
wäre mit etwa 3,3 Millionen Barrel am Tag
nur ein Bruchteil der derzeit fehlenden 20 Millionen Barrel pro Tag ausgeglichen.
Die Freigabe der Notfallölvorräte wird von der IEA koordiniert.
Deutschland hatte im November vergangenen Jahres demnach 34,42 Millionen Tonnen Öl auf Vorrat.
Mehrere Millionen Tonnen davon sollen nun freigegeben werden.
Dabei gehe es laut Reiche vor allem um ein sichtbares Signal an den Markt.